Flüchtling

21. September 2016

bachmannPegida-Anführer Lutz Bachmann hat keine Lust mehr auf sein Land, dessen „Islamisierung“ er so sehr fürchtet und legt sich nun lieber auf der sonnigen Insel vor der afrikanischen Atlantikküste in die Sonne.

Ob das wirtschaftliche oder klimatische Gründe hat, ist nicht bekannt. Hoffen wir mal, das man ihn dort gastfreundlicher empfängt, als er das Einwanderern hierzulande zugestanden hat. Nicht, dass man sich dort noch gegen die Sauerkrautisierung der Paella wehrt. Oder so. Aber schön, wenn man die Möglichkeit hat, sich aussuchen zu können, wo man denn leben möchte. Aber natürlich nur, wenn es um einen selber geht.

Festerling lässt die Katze in einem Kommentar bei Facebook aus dem Sack. Dabei geht es um den Demo-Streit zwischen Pegida und „ihrer“ Organisation „Festung Europa“ und die Spaltungsvorwürfe der Protagonisten. Sie schreibt: „Ich wollte Lutz Bachmann nie (!) die Führungsposition streitig machen, jedoch mit Sigi gemeinsam dafür sorgen, dass Pegida weiter kraft- und anspruchsvoll bestehen bleibt, wenn LB seinen Lebensmittelpunkt nach Tenerifa verlegt und nur noch alle 2 Wochen für seine Widerstands-Show einfliegt.“

(Quelle; Foto: Bachmann CC BY-SA 2.09)

SprengsatzIn seinem Blog SPRENGSATZ warnt Michael Spreng:

„Der Brandanschlag von Tröglitz konnte nur diejenigen überraschen, die seit Monaten die Augen vor dem Erstarken des Rechtsradikalismus und rechtsextremer Gewalt verschlossen und alle Alarmzeichen übersehen hatten.

Die Zahlen rechtsextremer Gewaltttaten haben sich mehr als verdoppelt, seitdem die fremdenfeindliche Pegida durch Dresden marschiert. Und noch immer laufen Tausende dem vorbestraften Rassisten Lutz Bachmann hinterher. Das Bundeskriminalamt registrierte schon im November 2014 gegenüber den Monaten zuvor eine Zunahme rechtsextremer Übergriffe um 66 Prozent. Drohungen bis hin zum Mord gehören fast schon zum Alltag in den Postfächern von Politikern. Das letzte Weckruf war der Rücktritt des Bürgermeisters von Tröglitz, der von Rechtsradikalen vor seiner Haustür heimgesucht wurde.

Aber die Politik unterschätzte die rechtsradikale Gefahr. Stattdessen biederten sich AfD und CDU bei der Pegida und ihren Anhängern an. Alles war wichtiger als diese Bedrohung – von der IS und der Ukraine bis hin zu Griechenland. So wichtig die Wahrnehmung und Bewältigung internationaler Krisen sind: die dramatisch gestiegene Zahl rechtsextremer Gewalttaten ist ein Gradmesser für die innere Verfassung Deutschlands. Und die ist offenbar in einem bedenklichen Zustand.

Jetzt, nach dem menschengefährdenden Brandanschlag ist die Politik mal wieder aufgewacht – aber wie lange diesmal?

Gegen die rechtsextreme Gewaltverbrecher, gegen Rechtsradikale und…“

[weiter hier bei SPRENGSATZ]