Maßlos

28. Mai 2012

Die GEMA lässt mich einmal mehr kopfschüttelnd zurück. Die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ -so ihr vollständiger Name- verwertet in Deutschland die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von KomponistenTextdichtern und Verlegern von Musikwerken. Sie wird zunehmend kritisch gesehen.

Gerade hat die GEMA bzw. ihre ZPÜ angekündigt, am 1. Juli kräftig die Urheberabgabe für USB-Sticks und Speicherkarten zu erhöhen: Statt derzeit einheitlich 10 Cent pro USB-Stick und Speicherkarte kassiert die GEMA ab Juli bei USB-Sticks unter 4 Gigabyte künftig 91 Cent, darüber 1,56 Euro. Bei Speicherkarten steigt der Tarif entsprechend auf 91 Cent beziehungsweise 1,95 Euro. Die Vereinbarung über Sticks und Karten zwischen GEMA und den Interessenverbänden der Branche war 2011 ausgelaufen. Weil eine neue Vereinbarung scheiterte, setzt die Verwertungsgesellschaft jetzt den Tarif einseitig fest. Grund für die Erhöhung von bis zu 1.850 Prozent sei der technische Fortschritt.  Eine solche Urheberabgabe fällt nicht nur bei USB-Sticks und Speicherkarten an sondern -geregetl in separaten Verträgen- beim Kauf vieler Geräte mit Speichermöglichkeit an, zB Rohlingen, Smartphones, Computer oder MP3-Player.

Dabei zahlen wir anständig. Der CDU-Abgeordnete Peter Tauber hat beispielsweise 180 Euro errechnet, die allein er in jüngerer Zeit an Urheberrechtsabgabe gezahlt hat.  Den Rechentest kann vielleicht jeder machen. Bei mir beispielsweise kommt deutlich mehr zusammen. Nach eigenen Angaben hat die GEMA übrigens nur für Micro-SD-Karten (mSD) versucht, die tatsächliche Nutzung zu ermitteln. Man wolle kein Geld, das einem nicht zustehe, sagten die ZPÜ-Leute in den Verhandlungen mit dem Informationskreis Aufnahmemedien. Aber jetzt  hat sie dennoch einen Tarif für sämtliche Speicherkarten veröffentlicht. Weit mehr als die Hälfte der Speicherkarten sind jedoch „normale“ SD-Karten, die hauptsächlich in Digitalkameras und Camcordern eingesetzt werden. Die Folge: Der Verbraucher soll also für selbst erstellte Fotos und Videos Geld an die Verwertungsgesellschaften zahlen. GEMA & Co.  fordern offensichtlich und wissentlich doch Geld, das ihnen nicht zusteht. (mehr…)

Schon in ein paar Monaten kommt es noch schlimmer:
Nachdem inzwischen auch die Veranstalter von Straßenfesten an die GEMA zahlen müssen, will die Gesellschaft zum 1. Januar 2013 jetzt ihre Abgaben deutlich steigern. Diskotheken, Clubs, Tanzschulen, traditionelle Feste und Festivals sind in großem Maße betroffen. In der letzten Woche haben deshalb beispielsweise die Berliner Clubs Alarm geschlagen. Die Clubszene in der Hauptstadt ist weltberühmt, doch selbst sie ruft um Hilfe; denn die Tarife der GEMA sollen um 400 bis 500 Prozent, teilweise sogar über das Zehnfache  steigen wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband („DEHOGA“) errechnet hat. Das betrifft natürlich nicht nur Berlin sondern  auch die Clubs und Diskotheken in unserem Städtchen – also  das Koschinski, das Qurt, das Litfass, das gemeinsame Altstadtwirtefest, den Joker. Clubs zahlten bisher einen Pauschaltarif (MU III 1c), der die Tonträgerwiedergabe in Clubs und Discotheken abdeckt, und Diskotheken konnten bisher einen Jahrespauschalbetrag abführen. Künftig aber will die GEMA jeden Öffnungstag separat abrechnen und einen  Zeitzuschlag ab einer Öffnungsdauer von 5 Stunden einführen. Eine mittelgroße Discothek mit zum Beispiel 4 Tanzbereichen soll dann anstatt 28.000 Euro brutto jährlich 172.000 Euro brutto zahlen! Da hilft auch nicht der Vorsteuerabzug, das ist maßlos.

Was kann ich tun? Es gibt eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag, die inzwischen rund 100.000 unterstützen, aus unserem Städtchen leider im Gegensatz zu den Nachbarn in Gronau, Rheine, Nordhorn oder Leer erst verhältnismäßig wenige (s. Karte lks.). Über diese Petition kann man sich informieren, man kann sie unterschreiben und so daran  mitarbeiten, dass die Maßlosigkeit der GEMA gestoppt werden.

Nachtseminar

28. Mai 2012

Aaltatar

14. Mai 2012

Das Lingener Land reibt sich die Augen. Jens Rigterink (Foto lks. heute Abend mit weiblichem Fan) und Kalle Pingel kochen nämlich in dieser Woche das perfekte Emslanddinner auf Vox. Es gibt allabendlich „PUBlic viewing“ im Lingener Litfass von Heidi Jürgens in der Clubstraße, also  am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag jeweils von 19 – 20 Uhr.

Morgen, Dienstagabend, kocht Jens Rigterink, der im Gegensatz zu mir drei Jahre ausgefallene Entlüftung beim WoK-Chinesen überstanden hat. Schon dies zeichnet ihn aus. Jens präsentiert als Vorspeise: Tatar vom Aal mit Brot, als Hauptspeise: Gebratene Forelle mit Salzkartoffeln und grünem Salat und dann die Nachspeise -tataaa!- Emsländische Herrencreme mit braunem Rum. Tatsächlich Herrencreme, die emsländische Nachspeise, die Jens aber -ich schwöre es- niemals so gut hinbekommen wird wie die einzigartige Genoveva Sperver aus Hüvede-Sommeringen. Die kann Herrencreme-Dessert. Sagenhaft!

Mittwoch kocht dann mein Bestatter Kalle Pingel dieses Menu: Vorspeise: Crostini Quartett, Hauptspeise: Kivelingsteller, Nachspeise: Erdbeer-Panna-Cotta. Oh Kalle, den Kivelingsteller! Ob diese LWT-Idee aus dem letzten Jahrhundert überzeugen kann? Wir werden sehen in dieser hashgetaggten #DPDEL-Staffel aus unserer Region. DPD wie Das perfekte Dinner und EL wie Emsland.

Doch eins muss von mir natürlich mit Sabine Bartz auf FB über die heutige Mitköchin Sarah gesagt werden:

 „Sarah ist eine Grafschafterin – keine Emsländerin!!! Und sie kann definitiv gut singen!!! War schon live dabei!!! Lieben Gruss aus Nordhorn!!! 😉

Grafschaft? Emsland? Ist die Frage nicht doch wohl eher, liebe Sabine, ob Deine singende Sarah auch gut kochen kann? Denn Singen ist doch diese andere Ausstrahlung mit dem Herrn Bohlen. Oder gerät gerade wieder etwas bei mir tartarmäßig durcheinander?

Viel Spaß jedenfalls beim Gucken. Und beim Jens-Rigterink-Beglückwünschen, der morgen Abend mitsamt Familie in Heidis Litfass „live“ mitguckt und dann davon berichten wird, dass ihm anlässlich der TV-Aufzeichnung sein „Tatar vom Aal“ das erste Mal geglückt ist.

ps Nochn Bericht

und noch einer

und dieser weitere

(Foto:  Jens Rigterink und Heidi Jürgens, 14.5.2012 © abe via robertsblog)

Tatort

1. April 2012

Na endlich, bin ich versucht zu sagen! Fast klingt es nach einem Aprilscherz, aber die ARD-Tatortreihe wird tatsächlich in unserem Städtchen Station machen. Die Februar-2013-Episode des NDR-Tatorts mit Maria Furtwängler als Kommissarin Charlotte Lindholm vom LKA Niedersachsen spielt in Lingen, soll  im Laufe des Septembers entstehen und auch bei uns „vor Ort“  gedreht werden! Vorgestern waren Produzentin Lisa Blumenberg, Drehbuchautor Thorsten Näter und Regisseur Thomas Jauch in Lingen. Ich traf die drei Freitagabend zufällig im „1549„, wo sie und ich dann auch noch denselben Cocktail bestellten.

So kommt man ins Gespräch und dann wurde es ein ausgesprochen spannender Abend. Ich erfuhr, dass -wie schon vor einigen Jahren mit dem Kölner und dem Leipziger Tatort-  es auch diesmal eine Verbindung nach NRW geben soll, genauer zum Münsteraner Tatort-Duo um Axel Prahl (Kriminalhauptkommissar Frank Thiel) und Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne. Der Tatort (Arbeitstitel „Leuchtturm“) fängt so an: Bei einer Spritztour in den Norden bleiben Thiel & Börne mit Börnes neuem BMW-Coupé (mal was ganz Neues: Negatives Productplacement im Tatort!) wegen eines Kabelbrandes in unserem Städtchen liegen, entschließen sich kurzerhand zu einer Radtour (Tandem!) durchs Lingener Land und finden schon nach wenigen Metern an der Baustelle der neuen Emslandarena einen Polier mit eingeschlagenem Schädel. Was sonst noch geschieht, will ich hier nicht verraten; das ist früher schon anderen nicht gut bekommen und außerdem musste ich es versprechen. Allerdings fand ich die ganze Drehbuchidee reichlich rustikal und hab das den Dreien auch gesagt. Noch komischer war es aber natürlich, dass Blumenberg, Näter und Jauch bei ihrem 48-Stunden-Tripp ins südliche Emsland nun ausgerechnet mich trafen. Aber die Welt ist klein. Das wissen alle, die schon beim Campingurlaub auf der schottischen Insel Iona, in Ocho Rios (Jamaika) am Strand oder in der U-Bahn in Düsseldorf unverhofft auf gut bekannte Lingener trafen.

Von den insgesamt 24 Drehtagen werden übrigens nur an fünf Tagen die Außenszenen in Lingen gedreht und die sponsert zu einem Großteil -man glaubt es nicht!- unser LWT; angesichts der alles andere als guten LWT-Finanzen musste ich herzlich lachen, als Lisa Blumenberg das im Laufe der Gespräche erwähnte; das war ihr dann etwas peinlich, glaube ich. Mit Näter und Jauch, der früher mal Regieassistent bei Wolfgang Petersen war, hab ich mich schon für die Drehtage im September verabredet. Und der nette Barkeeper im „1549“ will dafür eigens einen „Tatortcocktail“ kredenzen, hat er gesagt, bevor ich mit den beiden männlichen Tatortmachern in Heidis Litfass abgedampft bin. Lisa musste zu Bett. An Heidis Theke hab ich -nicht mehr ganz nüchtern- den beiden versprochen, dass sich die ganze Tatort-Crew ins Goldene Buch der Stadt eintragen darf. Ich fürchte, damit hab ich mich weit aus dem Fenster gelegt, aber die beiden hatten zuvor Wirtin Heidi versprochen, dass Ina Müller im Litfass eine Sendung aufzeichnet. Außerdem wird es im nächsten Februar ein Preview des Lingener Tatorts im Centralkino geben (Tipp von mir!). Da musste ich nachziehen und es war eben schon reichlich spät…

Schönen Sonntag, noch.

Litfass

17. Februar 2012

Täuscht mich mein Gefühl, oder wird der Karneval in Lingen -sagen wir mal- weniger spektakulär gefeiert als vor 10 Jahren? Nun denn, das kann geändert werden: Auf zu Heidi ins Litfass. Da geht’s wie immer rund:

 

Crazy Trash Man

13. Dezember 2011

Zurück

12. November 2011

Schon heute in der BLÖD-Zeitung gelesen? Nein, nicht kaufen. Nur den Aufmacher lesen: Heino, der Heino gibt den ihm 1990 verliehenen Bambi zurück. Oder Bämbi, wie die anglophilen Preisträger den Äwoohrd rufen.  Seine Burda-Auszeichnung gibt Heino aus Bad Münstereifel zurück – wegen Bushido. Der Rapper hat nämlich im Smoking jetzt gerade auch einen Bambi bekommen in der Kategorie Integration. Leute, bitte! Heino gibt seinen Bämbi ab. Himmel! Was machen wir bloß  jetzt?

Nun, jetzt lesen wir im Original die Dankesrede nach, die Bushido da, eh, da hier, auf dieser Gala, eh gehalten hat „mit diesem ganz großen Rattenschwanz.“ Wir fragen uns wie bei moderner Kunst, was uns der Künstler sagen will und gehen dann in uns oder zu unserer Heidi ins Litfaß und denken an Eddi Stoibers Wortwahl dabei. Lesen wir also hier oder gucken ganz unten:

Bushidos Dankesrede für den Bambi 2011 im Wortlaut:

„Einen wunderschönen Abend, meine Damen und meine Herren. Bevor ich jetzt irgendwelche Leute erwähne, denen ich danke, außer die, die mir jetzt gerade winken.

Ich möchte eigentlich gerne ganz, ganz schnell auf den Punkt kommen. Ich hab gehört, ich hab nur 90 Sekunden Zeit, und ich hoffe, dass ich irgendwann mal wirklich jetzt auf die Minute landen kann. Oder auf die Sekunde.

Danke, Peter [Maffay], für die netten Worte, für das Verständnis, was du mir entgegen gebracht hast, und, ähm, ja.

Folgendes.

Es hat mich schon ein wenig erstaunt, 2011, zu erfahren, als ich sozusagen mit dem Bambi, äh, belohnt werden sollte, dass es immer noch so viele Menschen gibt, die anscheinend so viel bessere Sachen hätten machen können, außer sich jetzt darüber aufzuregen oder darüber zu diskutieren, ob ich ihn verdient habe oder nicht.

Ob ich ihn verdient habe — man weiß es nicht genau. Die Jury hat gesagt: Ja, es gibt anscheinend oder wahrscheinlich viele Punkte, die dagegen sprechen, es gibt aber wahrscheinlich ebenso viele Punkte, die dafür sprechen.

Ich möchte darüber gar nicht diskutieren, und ich möchte mich auf gar keinen Fall rechtfertigen. Ich möchte mich nicht schönreden. Ich möchte das, was ich getan habe und wofür ich einstehe, auch überhaupt gar nicht jetzt mit Ihnen diskutieren.

Mir geht es eigentlich um was anderes. Um mich brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Wenn hier jemand sagt, dass ich keine zweite Chance verdient habe, dann ist das sein gutes Recht. Im Endeffekt, so, mich berührt das persönlich nicht, weil meine Mutter jetzt am Fernseher sitzt, und sie weiß, dass alles okay ist.

Dieser Integrations-Bambi steht aber nicht nur für mich persönlich. Okay, ich werd ihn mir auf jeden Fall auf den Kamin stellen, aber: Man sollte bei all diesen schlimmen Worte, die 2011… das Mikrofon wird kleiner, ich hab schon‘n bisschen Paranoia, egal.

Und diese Menschen, die aufschreien und mir vorwerfen, oder mir das vorwerfen, vielleicht, wofür ich eine Zeitlang auch eingestanden bin, ja? Vergessen diesen ganz großen Rattenschwanz, der doch eigentlich viel, viel größer ist als Bushido selber. Ich meine, was sollen sie mir tun? Sie können sagen, dass sie mich nicht mögen, und dass ich es nicht verdient habe, aber im Endeffekt wird nix passieren. Wenn sie nicht dafür bereit sind, Leute zu akzeptieren, zu respektieren und vor allem zu tolerieren, die eventuell in einigen Dingen vielleicht ihre eigene Meinung nicht besonders übereinstimmt. So. Und deswegen sage ich noch einmal: Nutzen Sie die Möglichkeit. Denn ich bin bereit, ich bin 33 Jahre, und ich werde heute ganz bestimmt nicht mehr das sagen, was ich vielleicht vor 10 Jahren gesagt habe, warum? Nicht, weil ich Angst habe.

(Beifall)

Und nicht, weil ich denke, dass mir hier irgendjemand was anhaben, außer die bösen Blicke und die schlimmen Wörter, die fallen. Es geht eher darum, dass ich gelernt habe, dass das, was ich gemacht habe, falsch war.

(Beifall)

Und es ist mir auch vollkommen egal, wer hier in diesem Raum sagt, ich hab keine zweite Chance verdient. Es interessiert mich nicht.

Lassen Sie uns lieber an die Menschen denken, die eventuell davon profitieren könnten, wenn Sie mich vielleicht akzeptieren und vielleicht in Ihre Bemühungen einschließen, ein bisschen mehr Toleranz oder vielleicht ein bisschen mehr Verständnis zu schaffen, denn: Integration fängt nicht nur bei der Sprache an.

Alle reden darüber, man muss deutsch lernen, dann ist man sofort integriert, das ist Schwachsinn. Ich kann deutsch, eigentlich, kurz nach meiner Geburt hab ich damit angefangen. Und ich glaub, ich kann es heute ganz gut. Trotzdem denken immer noch manche Leute, ich bin nicht integriert. Warum? Weil immer noch nach ihren Taten gewertet wird und.

Ich kann hier nur ans Herz legen, ne? Zum Beispiel „Schau nicht weg“war eine Aktion, bei der ich teilgenommen habe, warum? Ja, weil man mich gefragt hat. Und warum hab ich nicht Nein gesagt? Weil ich es für richtig und wichtig empfunden habe. Warum hab ich nicht mehr getan, in der Öffentlichkeit? Weil ich nicht gefragt wurde. Ist das Toleranz, ist das Integration, wenn man mich nicht, als vielleicht jemand, der Kontakt zu Menschen hat, die Sie vielleicht in Ihrem Leben noch nie gesehen haben, einfach nicht benutzt wird, beziehungsweise nicht eingebunden wird in die Bemühungen, einfach ein besseres Deutschland zu schaffen?

Ich bin Deutscher. Ich hab mich nie fremd gefühlt in diesem Land. Ich liebe dieses Land. Wir leben in einem wunderschönen Land. Wir haben sehr viel Perspektive in diesem Land.

Und ich glaube, wir Deutsche, die die Möglichkeit haben, sollten eine Menge von unseren Reserven und unserer Energie an die Leute weiterleiten, die es vielleicht noch nicht so sehen wie ich. Und das haben Sie vielleicht bis jetzt versäumt. Ich bin vielleicht auch selber ein bisschen dran schuld, aber ich sag Ihnen jetzt hier wie ich stehe: Es ist nicht aller Tage Abend. Und Sie können‘s immer noch gerne versuchen. Und wenn Sie an meiner Tür klopfen, dann werd ich Ihnen die Tür aufmachen. Ich werde Ihnen die Tür nicht vor der Nase zumachen. Egal, ob sie von der Band Rosenstolz kommen, egal, ob sie vom Burda-Verlag kommen. Oder egal, wo auch immer.

Peter Maffay, danke Dir… Darf ich Du sagen? Sind wir auf Du? Ja? Darf ich‘s öffentlich sagen, dass wir auf Du sind? Ja? Ich danke Peter Maffay dafür, denn er ist auch jemand, der wahrscheinlich als Paradekünstler in Deutschland gilt. Und ich danke, dass er soviel riskiert hat, und dass er mir den Respekt gegeben hat und mit mir zusammen auf dieser Bühne steht und sagt: Bushido ist okay.

Wie gesagt: Denken Sie an die Menschen, die unsere Hilfe brauchen, mehr brauch ich nicht zu sagen, denken Sie an die stillen Helden, auf Wiedersehen, danke schön.“

(Beifall)

Ja, sind wir auf Du, Freunde? Rudert bitte als stille Helden maffaymäßig raus ohne das gegenüberliegende Ufer zu kennen. Das mit der nicht mehr zeitadäquaten Integration und die Türen von Rosenstolz vor der Nase  und in Deutschlandliebe. Ist okay. Und schönen Restsamstag.

ps Danke an Stefan Niggemeier für die textliche Übertragung. Und für das Photo © SpreePiX – Berlin  bei flickr CC


Felix

9. November 2011

Huiiii. Nach dem hilflosen Versuch der Legendenbildung durch Beeck/Süßmann („Die liberale Fraktion“) gestern in der Lokalzeitung, keilen die Grünen heute zurück. „Lüge“ lese ich. „Schlichtweg Lüge“. Und es sickern Details durch und werden schon im Litfass an der Theke kolportiert: Godula Süßmanns Hündchen Felix soll eine Rolle spielen, weil es nicht an einer Grünensitzung teilnehmen durfte.

Nun, diese qualifizierte Kränkung wäre  mir fast egal, Freunde. Mich beschäftigt eine ganz andere Frage: Wenn sich Jens Beeck und Godula Süßmann (Foto lks.)  vor dem 1. November einig waren aber ihre Einigung nur nicht bekannt gegeben haben, hätte Frau Süßmann dann womöglich mit diesem vertraulichen Handschlag ihr Mandat verloren? Oder durfte sie darüber und  über ihren Austritt täuschen?

Lieber Stadtwahlleiter Ralf Büring, mich würde schon interessieren, was Du als Erster Stadtrat darüber denkst. Und was meint der Innenminister und was der Städtetag? Man kann ja mal nachfragen, was rechtlich gilt: Die materielle Verabredung oder ihre formale Mitteilung. Vielleicht können ja auch Birgit Kemmer & Co mal prüfen (lassen), was gilt. Ich denke jedenfalls nicht, dass der Zahn der zeit darüber Gras wachsen lassen sollte (Das ist eine persönliche Metapher für Blogleser Michael S.)

(Foto: © Grüne-ELS)

Bitburger Musikfestival

19. Oktober 2011

3. Bitburger Musikfestival
Lingen (Ems) – Stadtzentrum
N8 Café Lookenstraße 28   – 22.00 Be Jones 
Q-urt Poststraße 7  –  21.00 Gentile 
Palacio Schlachterstraße 32   –  22.00 California Dance Band 
Bistro Star Sturmstraße 1 – 21.00 KBB 
Litfass Clubstr. 5  –   21.00 Cruise Control
Freitag, 21.10.2011  –  ab 21 Uhr
Eintritt 4 Euro

Night of the Profs

12. Oktober 2011

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