Alte Posthalterei

19. Mai 2014

AltePosthaltereiMarkus Quadt wird sich jetzt also um die Alte Posthalterei am Lingener Marktplatz kümmern. Sie soll noch zum anstehenden Kivelingsfest „an’s Netz gehen“. In der Lokalzeitung wurde dies gebührend berichtet und mit einem  großformatigen Buntbild geradezu zelebriert. Keine Frage, dass sich jetzt auch die feiern (lassen), die fast ein Jahr lang die Kuh nicht vom Eis bekamen.

Schon gewusst? Tatsächlich war die Vermietung an Lingens In-Gastronom Markus Quadt nichts anderes als „eine alte Idee von Heinz Rolfes“. Das übrigens ist im Lingener Stadtrat ein geflügeltes Wort dafür, dass sich Verwaltung und CDU mit fremden Fahnen schmücken. In Zeiten, in denen Heinz Rolfes der CDU vorstand, wurden Ideen der Minderheit des Rates abgelehnt , um dann kurz oder lang danach als eigene „alte Idee“ beschlossen zu werden. Aber Hauptsache, die Posthalterei eröffnet und sie kann an die erfolgreichen Zeiten unter der Ägide von Heidi „Litfass“ Jürgens anknüpfen.

Markus Quadt selbst ist davon allemal überzeugt und schreibt auf Facebook:

Hallo liebe Leute,
das war eine spannende Woche: Wir übernehmen ab Juni die „alte Posthalterei“. Als gestern dann die Pressemitteilung veröffentlicht wurde war die Hölle los. Glückwünsche und freudige Anrufe erreichten uns im Minutentakt. Wir freuen uns riesig auf die neue Aufgabe und hoffen dem altehrwürdigen Gebäude gerecht zu werden.
Viele Fragen tauchten auf. Macht ihr das Butchers nun zu? Wird die alte Posthalterei nun Butchers 2? Nein und nein.Das Butchers wird natürlich weiter für Euch da sein und wir bauen unsere Angebote stetig weiter aus. Die Posthalterei hat wiederum ein völlig anderes Konzept. Die beiden Lokale sollen sich ergänzen und wollen zu den bereits vorhandenen tollen Gastronomieangebot in Lingen weitere Alternativen bieten.Das gesamte Team ist überwältigt von der uns überbrachten Unterstützung und Euer Vertrauen. Wir werden unser Bestes geben. Wir bitten Euch alle nur um eine einzige Sache: Zeit.Gebt uns die Chance, das Haus nach und nach mit Leben zu füllen und Schritt für Schritt einen neuen Ort zum Klönen und Verweilen zu schaffen. Ich habe zwar das beste Team der Welt neben mir, aber für alle wird es neu sein und wir müssen uns erst einmal einarbeiten. Helft uns mit Ideen und Hinweisen, wenn es noch irgendwo haken sollte.Im Voraus Euch allen schon ein ganz, ganz dickes DANKE für Eure Hilfe und hoffentlich auf ganz viele tolle Jahre im Butchers und in der alten Posthalterei.
Euer Markus

Foto: Hallo liebe Leute, das war eine spannende Woche: Wir übernehmen ab Juni die „alte Posthalterei“. Als gestern dann die Pressemitteilung veröffentlicht wurde war die Hölle los. Glückwünsche und freudige Anrufe erreichten uns im Minutentakt. Wir freuen uns riesig auf die neue Aufgabe und hoffen dem altehrwürdigen Gebäude gerecht zu werden. Viele Fragen tauchten auf. Macht ihr das Butchers nun zu? Wird die alte Posthalterei nun Butchers 2? Nein und nein. Das Butchers wird natürlich weiter für Euch da sein und wir bauen unsere Angebote stetig weiter aus. Die Posthalterei hat wiederum ein völlig anderes Konzept. Die beiden Lokale sollen sich ergänzen und wollen zu den bereits vorhandenen tollen Gastronomieangebot in Lingen weitere Alternativen bieten. Das gesamte Team ist überwältigt von der uns überbrachten Unterstützung und Euer Vertrauen. Wir werden unser Bestes geben. Wir bitten Euch alle nur um eine einzige Sache: Zeit. Gebt uns die Chance das Haus nach und nach mit Leben zu füllen und Schritt für Schritt ein neuen Ort zum Klönen und Verweilen zu schaffen. Ich habe zwar das beste Team der Welt neben mir, aber für alle wird es neu sein und wir müssen uns erst einmal einarbeiten. Helft uns mit Ideen und Hinweisen, wenn es noch irgendwo haken sollte. Im Voraus Euch allen schon ein ganz, ganz dickes DANKE für Eure Hilfe und hoffentlich auf ganz viele tolle Jahre im Butchers und in der alten Posthalterei. Euer Markus

update:
„So“, schreibt MQ inzwischen, „wir waren fleissig und haben direkt eine Facebookseite für die Alte Posthalterei erstellt. Hier werden wir alle News, die wechselnde Mittagskarte und alle weiteren interessanten Dinge posten.

Wir haben aktuell 1(!) Gefällt mir- Angabe. Können wir das ändern?“ Es wurde schnell geändert. Sonntagabends vermeldete die Seite: „815 gefällt das“, und mein Link war noch nicht mal dabei.

hansluehnbmhausMorgen ( Montag 22.07.2013)  lädt die Lingener Stadtratsfraktion „Die BürgerNahen“ zu einem Sommertermin mit Dr. Andreas Eiynck, dem Direktor des Emslandmuseums: »Ein Abend mit Hans Lühn«!

Der Lingener Architekt Hans Lühn (1886-1932) gehört zu den herausragenden Baumeistern des 20. Jahrhunderts im Emsland.

Lühns Baustil war zunächst geprägt vom schlichten Neoklassizismus, den er kurz vor dem Ersten Weltkrieg an der Hochschule in Karlsruhe bei dem berühmten Architekturtheoretiker Prof. Friedrich Ostendorf kennen gelernt hatte. In den 1920er Jahren wurde Hans Lühn dann  zu einem der profiliertesten Vertreter des norddeutschen Backstein-Expressionismus. Viele Geschäftshäuser in der Lingener Innenstadt sowie zahlreiche öffentliche Gebäude in Lingen und im Emsland zeigen seine markante architektonische Handschrift.

Die kostenfreie BN-Veranstaltung beginnt um 19 Uhr am bzw. im Emslandmuseum in der Burgstraße. Nach einem gemeinsamen Besuch der aktuellen Ausstellung über den Lingener Architekten und Baumeister gehen wir per Rad  auf  Spurensuche in Lingen (Ems). Dabei geht es zu den wichtigsten Lühn-Bauwerken, darunter auch das sogenannte Bürgermeisterhaus (Foto), das Hans Lühn als Hommage an seinen Lehrer Prof. Ostendorf Mitte der 1920er Jahre entwarf. Im Litfass von Heidi Jürgens klingt der Abend aus.

Lingen Live

5. April 2013

Lingen Live mit Bands 6. April

Anforderung

11. Februar 2013

Heidi, wie besprochen, hier meine freundliche Anforderung für heute Nachmittag. Stündlich, bitte.  Danke!

Defi

24. Januar 2013

Schilder_im_Schnee_mit_Textspaceout

Soul Kitchen

30. September 2012

Soul Kitchen im Centralkino, Lingen (Ems)
am 5. und 6. Oktober
in Zusammenarbeit mit den Lingener Kult-Kneipen Litfass und Koschinski

 

Wirtefest

9. August 2012

urlspion.de weiß: Das Lingener Altstadt-„Wirtefest rangiert auf Platz 4.545.137 in Deutschland. ‚Willkommen beim Lingener Wirtefest.'“ Bei mir rangiert es doch deutlich weiter vorn. Ich freu mich auf Samstag. Sie auch?

Litfass :
„PIANO PETE“ der Sänger und Songwriter, der Pianist …
Blues, Jazz, Rock und Soul … „Sing us a Song you´re the Piano Man “ !!!

Café am Markt :
„NOBC“ die Cover-Rock Band! Brian Adams über Robert Palmer
den Stones, bis hin zu U2 um nur einige zu nennen.
Legendär die LONGVERSION des Prince Klassikers Purple Rain…Wunderkerzen mitbringen…;)

Maxim:
„DJ RALF“

Alte Posthalterei:
„SPIELSUCHT“ das Rock-Trio mit Schlagzeug, Bass und Gitarre
wartet mit einem Mix aus alten Rock-Klassikern und modernen Pop-Rocksongs auf.
Dynamik pur aber auch viel gefühlvolles….auch hier: Wunderkerzen mitbringen… 😉

Extrablatt:
FRUTOS TROPICALES serviert einen musikalischen Cocktail aus
traditionellen Elementen wie Cumbia, Vallenato, Salsa, Merenge und Bachata und mixt
ihn mit exotischen Grooves,Reggae, Rap und Funkbeats.
Lebensfreude pur vermittelt diese, aus Lateinamerika stammende, Band.

Koschinski:
„BALLSHAKER“ und „ACOUSTIC STEEL“
Alle AC/DC Fans ab in´s „Koschi“. Den Einheizer macht die Rock-Metal Band Acoustic Steel.
Mit Akustikgitarre, Bass, Cajon und Percussions hört Ihr, gerne auch mit Einflüssen aus Country und Rockabilly
arrangierte Songs von Iron Maiden bis ZZ Top und natürlich… AC/DC.
Mit den Ballshakers erlebt Ihr anschließend eine 2stündige AC/DC Tributeshow.
HIGHWAY to HELL !!!

Cocktailbar 1549:
DUO 2 MUCH Beeindruckend sinnlich, dann wieder bluesig rau…
begleitet von Arno Schlijper am Piano präsentiert Euch Mirjam van Eigens facettenreiche Stimme
Songs von Amy Winehouse, Roberta Flack, Sheryl Crow, Sade, Bill Withers
aber auch Police, Coldplay … und…und…

Palacio:
„PURPLE MIND“ Moderne Popmusik, aber auch den echten Rock´n`Roll,
an Vielseitigkeit und Originalität mangelt es dieser Band wahrlich nicht …

Bistro Star:
„FRAMIC“ das Duo bietet ein Musikprogramm, das 40 Jahre Pop – Rock Musikgeschichte umfasst.

Time out:
„FATS MEYER REVIVAL BAND“ huldigt den Klassikern der modernen Unterhaltungsmusik.
Top100 statt Top40… partyerprobte Vollblut-Profimucke…

Qurt:
PAPER & PLACES experimentieren mit einem zappeligen fast überstürzt wirkendem Indieelectro.
Überflüssiges lassen sie weg ohne mit Minimalismus zu langweilen.
Zwei arbeiten mit analogen wie digitalen Effekten, lassen die Saiten flirren, schrauben an Synthies,
begleitet von einem Drummer, der seine vertrackte Rhythmik lupenrein wie ein Uhrwerk beherrscht.
Reserve T-shirt mitbringen !!!

Zeitläufe

2. August 2012

Im letzten Spätsommer galt es eigentlich als ausgemacht, dass Holger Laschet, der jahrelang Hutmachers Deele kultiviert bekochte, in die Alte Posthalterei (Foto re., 1950 Jahre) wechseln wolle. Das scheiterte dann wohl u.a. an der Renovierung der in die Jahre gekommenen Küche der städtischen Lokalität mit undichten Leitungen, Abflüssen und ähnlichem Renovierungsstau, die -wen wundert’s!- Laschet partout nicht selbst zahlen wollte. Hauptpächter Getränke Essmann hatte für diesen Fall aber keinen „Plan B“,  stand nach Laschets Absage ohne Betreiber des Hauses da und die Stadt leistete sich seither die Peinlichkeit ihrer geschlossenen Lokalität am Markt. Dazu diese Entwicklung:

4. Januar 2012 Alte Posthalterei in Lingen ist geschlossen – Neuer Pächter vielleicht schon Anfang Februar

Seitens der Stadt habe man im vergangenen Jahr oben und unten neue Fenster eingebaut und damit, so weit es die historische Gebäudesubstanz zulasse, Maßnahmen zur Dämmung abgearbeitet. …

16. April 2012 Seit dem 1. Januar 2012 steht das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahre 1653 in Lingens guter Stube leer und soll nun, den Leerstand nutzend, weiter saniert werden. Kommt nichts dazwischen, wird die Gaststätte am 23. April eingehaust. Eine Woche später, am 30. April, soll mit der Dachsanierung begonnen werden.

26. Juli 2012 „Alte Posthalterei“ in Lingen will Mitte August eröffnen
„Daher wurde vorzeitig mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen, die eigentlich für die zweite Jahreshälfte geplant waren. In Vorjahren hatte die Stadt im Erd- und Obergeschoss bereits neue Fenster einbauen lassen.“

Bis Montag war ich skeptisch, ob es denn endlich klappt. Zwar hat die Renovierung aus Steuermitteln 50% mehr gekostet als veranschlagt -in Zahlen: 210.000 € statt 140.000 €- (aber dafür bleibt die Miete wenigstens stabil 😉  ).

Und dann sah ich auf dieser (zuverlässigen) lokalen Webseite den Hinweis auf das 19. Altstadtwirtefest – pardon: das 19. Musikfest der Altstadtwirte am Samstag, 11. August 2012 mit 12 x Musik in 11 Kneipen rund um den Markt. Und da ist die „Alte Posthalterei“ dabei. Angekündigt ist die Gruppe „Spielsucht“ (kenn‘ ich noch nicht) — in der neuen Alten Posthalterei! Nach viel Getöse und sieben Monaten geschieht doch noch etwas.  So sind sie, die Lingener Zeitläufe.

Nachtrag:
Doch nicht. Es geschieht doch nicht. Angeblich ein Wasserschaden

Maßlos

28. Mai 2012

Die GEMA lässt mich einmal mehr kopfschüttelnd zurück. Die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ -so ihr vollständiger Name- verwertet in Deutschland die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von KomponistenTextdichtern und Verlegern von Musikwerken. Sie wird zunehmend kritisch gesehen.

Gerade hat die GEMA bzw. ihre ZPÜ angekündigt, am 1. Juli kräftig die Urheberabgabe für USB-Sticks und Speicherkarten zu erhöhen: Statt derzeit einheitlich 10 Cent pro USB-Stick und Speicherkarte kassiert die GEMA ab Juli bei USB-Sticks unter 4 Gigabyte künftig 91 Cent, darüber 1,56 Euro. Bei Speicherkarten steigt der Tarif entsprechend auf 91 Cent beziehungsweise 1,95 Euro. Die Vereinbarung über Sticks und Karten zwischen GEMA und den Interessenverbänden der Branche war 2011 ausgelaufen. Weil eine neue Vereinbarung scheiterte, setzt die Verwertungsgesellschaft jetzt den Tarif einseitig fest. Grund für die Erhöhung von bis zu 1.850 Prozent sei der technische Fortschritt.  Eine solche Urheberabgabe fällt nicht nur bei USB-Sticks und Speicherkarten an sondern -geregetl in separaten Verträgen- beim Kauf vieler Geräte mit Speichermöglichkeit an, zB Rohlingen, Smartphones, Computer oder MP3-Player.

Dabei zahlen wir anständig. Der CDU-Abgeordnete Peter Tauber hat beispielsweise 180 Euro errechnet, die allein er in jüngerer Zeit an Urheberrechtsabgabe gezahlt hat.  Den Rechentest kann vielleicht jeder machen. Bei mir beispielsweise kommt deutlich mehr zusammen. Nach eigenen Angaben hat die GEMA übrigens nur für Micro-SD-Karten (mSD) versucht, die tatsächliche Nutzung zu ermitteln. Man wolle kein Geld, das einem nicht zustehe, sagten die ZPÜ-Leute in den Verhandlungen mit dem Informationskreis Aufnahmemedien. Aber jetzt  hat sie dennoch einen Tarif für sämtliche Speicherkarten veröffentlicht. Weit mehr als die Hälfte der Speicherkarten sind jedoch „normale“ SD-Karten, die hauptsächlich in Digitalkameras und Camcordern eingesetzt werden. Die Folge: Der Verbraucher soll also für selbst erstellte Fotos und Videos Geld an die Verwertungsgesellschaften zahlen. GEMA & Co.  fordern offensichtlich und wissentlich doch Geld, das ihnen nicht zusteht. (mehr…)

Schon in ein paar Monaten kommt es noch schlimmer:
Nachdem inzwischen auch die Veranstalter von Straßenfesten an die GEMA zahlen müssen, will die Gesellschaft zum 1. Januar 2013 jetzt ihre Abgaben deutlich steigern. Diskotheken, Clubs, Tanzschulen, traditionelle Feste und Festivals sind in großem Maße betroffen. In der letzten Woche haben deshalb beispielsweise die Berliner Clubs Alarm geschlagen. Die Clubszene in der Hauptstadt ist weltberühmt, doch selbst sie ruft um Hilfe; denn die Tarife der GEMA sollen um 400 bis 500 Prozent, teilweise sogar über das Zehnfache  steigen wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband („DEHOGA“) errechnet hat. Das betrifft natürlich nicht nur Berlin sondern  auch die Clubs und Diskotheken in unserem Städtchen – also  das Koschinski, das Qurt, das Litfass, das gemeinsame Altstadtwirtefest, den Joker. Clubs zahlten bisher einen Pauschaltarif (MU III 1c), der die Tonträgerwiedergabe in Clubs und Discotheken abdeckt, und Diskotheken konnten bisher einen Jahrespauschalbetrag abführen. Künftig aber will die GEMA jeden Öffnungstag separat abrechnen und einen  Zeitzuschlag ab einer Öffnungsdauer von 5 Stunden einführen. Eine mittelgroße Discothek mit zum Beispiel 4 Tanzbereichen soll dann anstatt 28.000 Euro brutto jährlich 172.000 Euro brutto zahlen! Da hilft auch nicht der Vorsteuerabzug, das ist maßlos.

Was kann ich tun? Es gibt eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag, die inzwischen rund 100.000 unterstützen, aus unserem Städtchen leider im Gegensatz zu den Nachbarn in Gronau, Rheine, Nordhorn oder Leer erst verhältnismäßig wenige (s. Karte lks.). Über diese Petition kann man sich informieren, man kann sie unterschreiben und so daran  mitarbeiten, dass die Maßlosigkeit der GEMA gestoppt werden.

Nachtseminar

28. Mai 2012