Peter Weyel

11. April 2013

Peter Weyel
Lingen (Ems)  –  Professorenhaus, Universitätsplatz
Heute, 20 Uhr
Eintritt: 14 € (erm. 7 €)
Peter Weyel ist Gewinner des Lingener Theos 2010. Heute Abend ist er ab 20 Uhr im Rahmen des Studioprogramms im Professorenhaus zu sehen.

Eine tragisch-komische Show, verblüffende Tricks, ein überraschendes Ende und ein Alleinunterhalter, der die Stimmung rettet – egal wie hart das Leben ist: Entertainment pur.

„Freude schenken“, ist das 25 jährige Auftrittsjubiläum eines Straßenartisten, der nicht mehr ganz jung von der Straße ins Theater wechselt. Unterstützt von öffentlichen Kulturgeldern, stellt er sich der Aufgabe auch vor einem kulturkritischen Theaterpublikum, Freude zu schenken. Dabei konfrontiert er das Publikum mit den eigenen Befindlichkeiten und der Zuschauer weiß nur schwer zu erkennen, was real und was Fiktion ist. „Freude schenken“ sorgt seit der Premiere 2010 für Kontroversen bei jeder Vorführung.

(Quelle)

Altstadtfest

16. September 2011

Am Wochenende vor dem grandiosen und eher leisen „Fest der Puppen“ steht das  diesjährige Altstadtfest auf dem in diesem Jahr wenig anspruchsvollen Lingener Feierprogramm. Das Wetter soll dementsprechend nicht so dolle sein. Das Altstadtfest  wird wie immer laut sein und es lässt  die Innenstadtbewohner, also auch mich, nächtens selbst dann mittendrin statt nur dabei mitfeiern, wenn sie zuhause sind und gar nicht so recht mitfeiern wollen. Nun, welche Programmhöhepunkte gibt es? Einmal mehr diese zwei:

  • Für die Live-Musikfans bietet der „Alte Pferdemarkt“ ein Bühnenprogramm mit insgesamt 12 Bands an. Am Freitagabend stehen a.u die Band „Triggerfinger“ (Videoleckerli unten) und  „Mambo Kurt“ (Videoleckerli unten) auf der Bühne. Außerdem sind an diesem Abend mit dabei: „Ira Atari“, „Findus“, „Nakes Fuzz Ensemble“ und das „Alternative Rotation DJ Team“.
    Am Samstag werden ab 18.00 Uhr  „Itschy Poopzkid“, „Bakkushan“, „Keule“, „Grenzwert“, „Fifty4Plants“ und erneut vom „Alternative Rotation DJ Team“ präsentiert.
  • Zum fünften Mal wird in diesem Jahr der Kleinkunstpreis „Lingener Theo“ vergeben. Hierzu präsentieren Kleinkünstler am Samstag von 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr und am Sonntag in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr  in Straßenperformances, Walk-Acts oder Straßentheater ihr Können, bevor um 17.00 Uhr die Preisverleihung auf der Marktplatzbühne stattfindet.
    Bereits am Samstagmorgen gibt es in diesem Kontext von  10 Uhr – 12 Uhr am Maktplatz übrigens eine besondere, im Altstadtfest-Programm bislang noch nicht enthaltene Stand-up reality performance der „4 Orange Boys feat. BMdabbeljuh tandem“ – mein diesjähriger Geheimtipp, der sich übrigens bereits für die kommenden fünf Jahre angesagt hat!

 

Altstadtfest

16. September 2010

Altstadtfest Lingen (Ems)
Stadtzentrum
Freitag, 17.09. bis Sonntag 19.09.2010


Musik auf sechs Bühnen, Flohmarkt, Kleinkunstpreis und Familiennachmittag. Hier das Programm. Die Weather Girls treten am Samstagabend auf der Hitradio-Antenne-Bühne  auf dem Markt auf.  Die Stadt teilt mit:

„Neben den abendlichen Open-Air Veranstaltungen auf sechs Bühnen lädt der veranstaltende (und kassierende, erg. durch mich) „Lingen Wirtschaft und Tourismus e.V.“  mit Hilfe zahlreicher Vereine und Verbände zu einem Familiennachmittag (?) am Sonntag ab 11 Uhr (??) auf dem Marktplatz ein.“

Auch der 4. Kleinstkunstpreis „Lingener Theo“ wird im Rahmens des Altstadtfestes vergeben – am Sonntagnachmittag auf dem Marktplatz.

Freitag und Samstag, 17. & 18.September 2010 wird jeweils ab 19 Uhr am Kreishaus im Festzelt zünftig Oktoberfest gefeiert.

Hier das ganze Programm des Altstadtfestes Lingen 2010.

Objektiv

30. Oktober 2009

images-4Donnnerstag war Ratssitzung. Und es wurde diskutiert über – man höre und staune- die Sicherheit des Lingener Atomkraftwerks. Die Diskussion verlief nach dem CDU-bewährten, üblichen Strickmuster. Der freundliche Hubertus Flügge, Leiter der Atomkraftwerks KKE, erklärte (Powerpoint!) dass das Problem kein Problem sei, und ein freundlicher Herr (erg.: Frank-Egbert Rubbel) mit schwarz-gelb (sah von meinem Platz so aus) gestreifter Krawatte aus dem Niedersächsischen Umweltministerium unterstützte ihn (noch ’n Powerpoint). 30 Minuten lang drosch der Mann aus Hannover geradezu auf das Bundesumweltministerium ein, dem die Sicherheit des Atomkraftwerks in Lingen nicht hinreichend gewährleistet sei. Jetzt trauen sich diese Herren eben!
Der SPD-Antrag vom 15.10., zur Ratssitzung auch kritische Experten der Reaktorsicherheitskommission und des Bundesumweltministeriums einzuladen, war übrigens vor der Ratssitzung und zweckmäßigerweise bis vorgestern (27.10.) verschwunden: „Leider ein Bürofehler!“ – hieß es achselzuckend. Den Antrag von Bündnis ’90/Die Grünen, einen Vertreter des Verbandes Deutsche Umwelthilfe einzuladen, hatte man offenbar so verstanden, dass Atomenergie eben der Umwelt hilft und Hubertus Flügge ein netter Mensch ist und selbstkritisch seinen Meiler „optimiert“. Mit anderen Worten: Ein Vertreter der DUH war natürlich nicht geladen.
Hajo Wiedorn (SPD) meinte angesichts der Ausführungen der pro-AKW-Experten, er wolle nicht zur Technik Stellung nehmen; denn er habe nicht vor, künftig ein Atomkraftwerk zu leiten. Er kritisierte aber die einseitige Auswahl der Experten, denen dann pflichtschuldigst der Oberbürgermeister beisprang, sie seien doch nur Vertreter einer objektiven Behörde und kein anwesender Ratsherr habe sachliche Kritik an deren Ausführungen geübt.
Nun wissen wir, dass die ganze 50-jährige Geschichte der Atomkraft, deren Hinterlassenschaft unsere Nachfahren noch 1 Mio Jahre (!) beschäftigen wird, alles andere als objektiv ist. Es ist bloß eine Geschichte subjektiver Verharmlosungen und harmloser Behörden. Dafür stehen die Namen Brunsbüttel, Biblis, Lingen 1, Krümmel, Asse, Gorleben usw . Ich erinnerte mich in der Ratssitzung, wie vor 30 Jahren der städtische Verwaltungsausschuss verdummdeubelt wurde, als ihm VEW-Vertreter erklärten, ein Atomkraftwerk könne nicht in die Luft gehen; geschehe dies, was ja nicht geschehen könne, aber dennoch, dann komme der lingenertheo_120Strahlenschutzzug des Kernforschungszentrum Karlsruhe angefahren und sauge die freigetretene Radioaktivität wie mit einem Staubsauger einfach auf. An dieser denkwürdigen Veranstaltung im seinerzeitigen Rathaus-Sitzungszimmer 118 durfte ich persönlich teilnehmen. Glauben Sie mir, so ein Vortrag wie derjenige im Jahr 1979  prägt! Den Lingener Theo (Foto re.) gab es damals noch nicht. Sonst hätte ich nach dem Vortrag damals einen würdigen Preisträger gewusst.
Gestern stimmte die CDU am Schluss der Diskussion den Antrag nieder, auch kritische Experten zu dem Sicherheitsproblem im Rat zu hören. Zuvor hatte Darmes Ortsbürgermeister Werner Hartke (CDU) „auch wegen der Arbeitsplätze“  eine Jubelrede für die Kernenergie im allgemeinen und die im Atomkraftwerk Lingen im besonderen gehalten. Derselbe Mann hatte bekanntlich unlängst ein Krematorium in seinem Stadtteil für unerträglich gehalten und verhindert. So setzt man Schwerpunkte! Anschließend sollte dann beschlossen werden, die Vertreter auch aus dem Bundes-Umweltministerium in Berlin einzuladen, wenn die sich nicht mit den hannöverschen Umweltministerialen über das Risiko einigen.  Bei dem Quatsch haben Hajo Wiedorn und ich dann nicht mehr mitgestimmt und dies in persönlichen Erklärungen auch unterstrichen.

Was bleibt?
Die neuerliche Erkenntnis, dass die Lingener CDU unfähig und unwillig ist, kritisch über Behörden (Ausnahme: rot/rot/grün-geführte) wie über Atomenergie zu diskutieren, und immer -wie schon vor Jahrzehnten-  nur total neutrale, objektive, sachkundige Experten einfliegt, sofern sie eben die CDU-Meinung teilen. Man will nämlich nicht „die Bürgerinnen und Bürger der Stadt verunsichern“. Da musste ich an die Katastrophe von Tschernobyl denken, die auch bis zu uns ausstrahlte (und später uns die Molke bescherte). Damals setzte die CDU im Rat durch, ihren Lingenern die Radioaktivitätswerte auf Spielplätzen und in Lebensmitteln vorzuenthalten.

Die im Rat  gleichwohl festgestellte Unsicherheit betraf am Donnerstagnachmittag nur die vortragenden Herren, deren Powerpointpräsentration  neben Laptop-Farbfehlern einmal mehr  deutliche Bedienungsschwächen offenbarte. Beruhigend, dass sie in dieser Situation kein Atomkraftwerk führten, sondern nur einen Laptop-unterstützten Vortrag für das AKW hielten…