Imagefilm

14. Juni 2018

WDR-Autor Udo Eling, in Heukamps Tannen aufgewachsen, hat maßgeblich einen Film für die WDR-Sendung „Markt“ gedreht, der gestern Abend ausgestrahlt wurde. Der 16:21 Minuten lange Beitrag greift die Probleme ständig wachsender Großstädte auf und zeigt als Alternative für Leben und Job Klein- und Mittelstädte. Eling nimmt Lingen als Beispiel und so ist unverhofft ein gelungener Imagefilm für unsere Stadt entstanden (und ich freue mich, dass ich daran ein klein wenig mitwirken durfte…).

Wenn jetzt tatsächlich noch im Rathaus jemand diesen Film gesehen hätte, hätte er vielleicht eine Idee, was man macht, falls es Anrufe gibt, um Lingen in Natura kennenzulernen. Guckt mal:

kann, darf und wird

24. April 2017

„Das kann, darf und wird auch aus unserer Sicht nicht so sein…“

Originalzitat Lingen 2017 – Quelle: LBSV von 1838  eV *

Bernd Rosemeyer –

in Lingen geboren am 14. Oktober 1909 – Sieger bei vielen Motorrad- und Autorennen und Weltmeister im Automobil-Sport, verstarb am 28. Januar 1938 bei einem Rekordversuch auf der Reichsautobahn Frankfurt-Darmstadt, bei Mörfelden-Walldorf bei Tempo 430 km.

Ganz Deutschland trauerte um ihn und er bekam von den Machthabern ein Staatsbegräbnis.

Wir sind nicht mehr die Lingener Generation, die Bernd gekannt und erlebt hat, aber unsere Mütter und Väter, die konnten über ihn erzählen – von Lausbubenstreichen und Fahren auf dem Motorrad über den Marktplatz. Natürlich freihändig, oder mit den Füßen auf dem Lenkrad, oder Sattel usw. usw.

Wenn wir Anno 2009 den 100-jährigen Geburtstag Bernd Rosemeyers in Lingen begehen konnten, dann muss ich gestehen, die Stadt Lingen hat für sein Andenken in meinen Augen nicht genügend getan.

Vielleicht werden andere Stadtobere einmal nüchtener, realer denken und das anerkennen was Bernd Rosemeyer war – ein junger Rennfahrer, aus relativ kleinen Verhältnissen, der nach oben wollte und so auch die Förderung und Förderer annahm, die ihn sich seinen Traum verwirklichen ließen.

Fakt ist, er war zu seiner Zeit ein ganz Großer des Automobilsports und die Versuche ihn in eine Ecke mit der „ Braunen Macht“ zu stellen, das kann, darf und wird auch aus unserer Sicht nicht so sein.

Dass es in Lingen einen Motorsport-Club Bernd Rosemeyer gibt, einen erfolgreichen Club, – das liegt in der Natur der Sache….

*Nachtrag:
Es gab heute tagsüber zwei fassungslose Anfragen. Tenor: Der Text sei meiner unwürdig.

Freunde und Leser dieses kleinen Blogs:
Der Text ist ein Zitat. Ein schrecklich entlarvendes Zitat. Deshalb ist er hier wiedergegeben. Wer den ganzen unsäglichen Text nachlesen will, darf  
hier klicken. Die im Beitrag zum Ausdruck kommende, ganze Geschichtslosigkeit empfinde ich als schrecklich. 

Ich hätte auch einen früheren städtischen Angestellten zitieren können. Er formulierte: „Für Bernd Rosemeyer war der frühzeitige Eintritt in die SS offensichtlich das einzige größere Zugeständnis an den Nationalsozialismus.“ Diesen ganzen Text kann man hier nachlesen. Auch diese Einordnung ist für mich fürchterlich.