Zukunftswerkstatt
Osterferienaktion in der Kunsthalle Lingen für Kinder von 6 bis 12
Lingen (Ems) – Kaiserstr. 10a
ab Di 09.04- – Do 11.04.

In der Kunsthalle Lingen können sich Kinder am Dienstag, 09. April, Mittwoch, 10. April und Donnerstag, 11. April 2019 von jeweils 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr unter Anregung einer Kunstvermittlerin von den aktuellen Frühjahrsausstellungen in der Kunsthalle  inspirieren lassen und dann selbst zum Thema „Zukunft“ kreativ sein. Die Osterferienaktion mit dem Titel „Zukunftswerkstatt“ ist für Kinder von sechs bis zwölf Jahren geeignet und bezieht beide in der Kunsthalle gezeigten Ausstellungen mit ein.

„Der Schlangenbeschwörer“ von Nel Aerts (Grafik oben) zeigt mit Malerei, Zeichnung, Skulptur und Film alle Medien, über die die Künstlerin wirkt und bietet viele Assoziationsmöglichkeiten. Gleich zu Beginn der Ausstellung ist es möglich, durch einen Tunnel zu gehen, in dem eine Reihe von Graphitzeichnungen und neu angefertigte Tapeten zu sehen sind. Nel Aerts Collagetechnik und ihre comichaften Protagonisten beflügeln die kindliche Fantasie und können an Vorbilder und Superhelden der Zukunft denken lassen.
Eine Videoinstallation von Melanie Bonajo im Kabinett der Kunsthalle zeigt, wie sich unser Verhältnis zur Natur durch die Popularisierung von Amateur-Naturfotografie und Film im Internet verändert hat. Dies wird durch die Augen und die Stimme von Kindern, der nächsten Generation, gezeigt, die die komplizierten Probleme im Zusammenhang mit Tierrechten, Biopolitik, schwindenden Ressourcen, Ökologie, Anthropomorphismus vermitteln, in denen die Natur als letztendlicher anderer – als nützliches Objekt außerhalb von uns selbst – angesehen wird. Da sowohl Nel Aerts aus Antwerpen als auch Melanie Bonajo aus Amsterdam sich in ihrer Kunst mit einer Reflexion menschlichen Handelns beschäftigen, wird die Frage „Wie stelle ich mir meine und unsere Zukunft vor?“ die Kinder in der Osterferienaktion altersgerecht und künstlerisch bewegen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 40€ (inkl. Material). Es können auch einzelne Tage gebucht werden. Anmeldungen werden unter der Nummer 0591 59995 oder über die Internetseite www.kunsthallelingen.de unter dem Menü-Punkt „Anmeldungen“ entgegengenommen.

Theatergruppe Clusorth-Bramhar
„Een Fro för Sven mutt her“
Lingen-Clusorth – Haus der Vereine, Bramharstraße 5
Samstag, 06.04.2019 um 19.30 Uhr
Sonntag, 07.04.2019 um 15.00 Uhr
(Kaffee und Kuchen, telefonische Reservierung unter 0176-63166917)
Samstag, 13.04.2019 um 19.30 Uhr
Sonntag, 14.04.2019 um 19.30 Uhr

Karten sind an der Abendkasse erhältlich, lediglich für die Kaffee- / Kuchenveranstaltung am 07.04.2019 wird um eine Voranmeldung unter 0176-63166917 gebeten.

Die Theatergruppe Clusorth-Bramhar sieöt in dieser Saison dlattdeutsche Komödie „Een Fro för Sven mutt her“ von Christina Handke (in der plattdeutschen Fassung von Wolfgang Binder) .

Zum Inhalt
„… Shiva, Mitarbeiterin in einem Esoterikladen, ist fest entschlossen, per Annonce eine Frau für ihren Nachbarn Sven zu finden. Unglücklicherweise sucht Volker, bester Freund von Sven, zur gleichen Zeit ebenfalls per Annonce eine Putzfrau für Sven. Natürlich bleiben da Verwechslungen nicht aus. Zumal Shiva auf die Idee kommt, mit einem selbstgebrauten Liebeszauber Sven auf die Sprünge zu helfen. Das Chaos ist fast perfekt, als Volker seine Mutter bei Sven einquartiert. Und dann taucht noch der Heiratsschwindler Paul auf…“

 

The Hollies

5. April 2019

The Hollies
50th anniversary
Lingen (Ems) – EmslandArena
Sa 6. April 20 Uhr
Karten ab 49,30 Euro zzl. Gebühren

Die Ausnahmeband „The Hollies“ feiert ihr 50-jähriges Jubiläum seit dem Erscheinen ihres Debütalbums mit einer Welttournee. Seit drei Jahren tourt die Band mit ihrem „Best of Hollies“ Programm bereits rund um den Globus und kommt 2019 endlich auch wieder nach Deutschland und an diesem Samstag sogar in die EmslandArena. Mit „The best of Hollies“ bringt die 2010 in die Rock Roll Hall of Fame aufgenommene Band ihre größten Hits auf die Bühne.

„Bus Stop”, “On a carousel”, “Carrie Anne”, “Stop Stop Stop,” “He ain’t heavy, he`s my brother”, “Sorry Suzanne”, “The Air that I breathe” , “Long cool woman in a black dress”, “Don`t let me down” und viele andere Hits werden in einer zweistündigen Hollies- Celebration zu genießen sein.

Von Beginn an waren „The Hollies“ für ihre dreistimmigen Harmoniegesänge berühmt, galten durch innovative Arrangements und ungewöhnliche Instrumentierung schon früh als Pioniere der Popmusik und sind bis heute Vorbild für viele international erfolgreiche Bands. In England hatten die Hollies sogar mehr Nr.1-Hits in den Charts als die Beatles und selbst Sir Elton John war Gastmusiker am Piano bei vielen Aufnahmen der Hollies-Hits. „The Hollies“ gehört zu den wenigen Bands der 60er Jahre-Ära, die noch aktiv Live-Konzerte geben, bei denen man gute, handgemachte britische Beat- und Popmusik erleben kann.

Hach wie zuckerzuckersüüüß, und was haben wir geklammert, damals. Das Gute: Es gibt noch Resttickets.

Nugat

4. April 2019

Nugat
Paranoia Flash Dude Tour
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 44
Freitag, 5. April – 20 Uhr

Karte: 14 Euro

Nugat ist ein echtes Erlebnis. Der Multiinstrumentalist, Produzent und Sänger kommt Freitag im Lingener Alten Schlachthof mit seiner  „Paranoia Flash Dude Tour“ vorbei. Nugat  präsentiert vielseitigen Mix aus kontemporären Rap & R’n’B, Pop, Rock und Elektro mit deutlichem Vocal-Einschlag präsentieren und zwar „libve“, wie es auf der Webseite der Stadt Lingen (Ems) überraschenderweise heißt.
Der 1997 geborene Musiker hat eine Vision, viel Talent und noch mehr Ehrgeiz. Seine Musik: Ein Spiegel seines Innenlebens, musikalisch wie inhaltlich. Sie erzählt von Realitätsverlust und Angstzuständen, vergisst aufgrund ihrer Schönheit und Energie zu keiner Zeit: Das ist es vermutlich, was den Nugat-Sound so greifbar, identifikationsstiftend und fühlbar für sein Publikum macht.
Der 21-jährige Künstler produziert, schreibt und veröffentlicht seine Musik im Alleingang. Ob auf Platte, in Form von Videos oder bei seinen Konzerten. Das Konzert lohnt.

unverzüglich

1. April 2019

Heute an dem Tag, an dem der Lingener Kult-Gastronom Markus Quadt auf einzigartige Weise die Marktplatz-Linde vor seinem Rathaus-Restaurant Sieben fällen ließ, präsentiert der OB endlich die neuen, sozialen Lingener Grundstückskauf-Regeln. Mir liegt eine Rathaus-Presseerklärung mit Sperrfrist 0.00 Uhr vor, die die Dinge vorstellt, die OB Krone mit großem betriebswirtschaftlichem Sachverstand in den letzten 12 Monaten erarbeitet hat, nämlich:

Grundstücke für große Unternehmen und Betriebe werden in Lingen künftig nur noch im Ausnahmefall verkauft. Bisher gab es sie bereits voll erschlossen für ganz wenig Geld. Künftig aber müssen sie gar nicht bezahlt werden. Der Grundstückswert wird stattdessen verrechnet: Wer infolge seiner Investitionen neue Arbeitsplätze schafft, zahlt gar nichts mehr, vorausgesetzt er zählt nicht zu Klein- und Mittelbetrieben bis 100 Arbeitnehmer*innen. Würde man nämlich auch diese von der Kaufpreiszahlung befreien, verlöre man im Rathaus weitestgehend den Überblick. Pro neuem Arbeitsplatz wird also bei Großbetrieben künftig der soziale Nachlass errechnet. Diese Berechnung hat sich der OB übrigens selbst aufgebürdet – Chapeau!

Ich habe das Vorgehen, das gerade bei einem größeren Betrieb im Lingener Süden, projektiv hektarweise erprobt wird, zwar kritisiert, es aber leider nicht verhindern können.

Doch mir ist es parallel dazu gelungen, für den Bau von Häusern durch unsere jungen Familien in Lingen eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen. Auch unsere Familien  werden die Grundstücke in Lingen künftig deutlich billiger kaufen können – vorausgesetzt, sie zeugen zielgerichtet zusätzliche Kinder.

Pro neu gezeugtem Kind gewährt unsere Stadt nämlich jetzt einen deutlichen Nachlass auf den Kaufpreis von Baugrundstücken. Dazu ein praktisches Beispiel: Bekommt eine Familie Nachwuchs, ermäßigt sich der Grundstückskaufpreis um 20%/Kind, bei Familien mit mindestens zwei Großeltern aus dem entsprechenden Ortsteil sogar um 25%/Kind, sofern das Kind später als 181 Tage nach dem notariellen Kauf des Grundstücks von der städtischen Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft geboren wird. Die Frist entnimmt die Stadt § 1600d BGB. Ab dem sechsten Kind – bei Ortsteilkinder ab dem fünften –  zahlt die Stadt sogar für jedes weitere Kind (Mehrlingsgeburten zählen als ein Kind, weil das verwendete EDV-Programm es nicht anders lösen kann) einen entsprechenden Kaufpreisanteil von 20% (Ortsteilkinder 25%) an die Familie cash aus.

Die Ortsteil-Klausel fand ich nicht völlig gelungen, musste sie aber schlucken, weil sonst eben genu diese Ortsteile das Vorhaben blockiert hätten. Und das neue Modell gilt auch nur in neuen Baugebieten innerhalb dieser Ortsteile, sofern die Familie zwei Pkw mit Euronorm 6 nutzt. Aber auch diese zusätzlichen sozialen Kriterien, die auch einen nachhaltigen Umweltbezug deutlich machen, kann man sicherlich verkraften, behindern sie doch das Große und Ganze des Projekts nicht wirklich, wie mir Fachleute zu meiner Erleichterung bestätigt haben! Also: Lingen erlebt eine rundum gelungene, neue, soziale und ökologische  Grundstückspolitik.

Das neue Bezahlmodell gilt, meines Wissens gilt dies sofort, unverzüglich.

 

(Foto: Hist. Rathaus Lingen, © milanpaul via flickr)

Lingen unter

1. April 2019

Mittwochs im Museum:
Lingen unter dem Hakenkreuz
Eine Stadt im Nationalsozialismus
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 30a
Mittwoch, 3. April 2019
Wegen des starken Interesses findet die etwa einstündige Präsentation am Mittwoch (3.4.) in mehreren Durchgängen um 11 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr und 19.30 Uhr statt.
Der Eintritt beträgt 5 Euro, für Heimatvereinsmitglieder 3 Euro.

„Lingen unter dem Hakenkreuz“ lautet das Thema beim nächsten „Mittwoch im Museum“ . Dr. Andreas Eiynck schildert die Zeit des Nationalsozialismus in Lingen von der sog. Machtergreifung im Januar  1933 bis zum Kriegsende 1945. Zu der Veranstaltung laden das Emslandmuseum und der Heimatverein alle Interessierten ein.

Zunächst beschreibt der Museumschef, wie die Nationalsozialisten auch im Emsland an die Macht gelangten, obwohl sie hier nie eine Mehrheit hatten. Sie konnten ihre Position in kürzester Zeit so ausbauen, dass jeder Widerstand, ja sogar Widerspruch gegen das System gefährlich wurde.

Es folgten dann die sogenannten „Erfolgsjahre“ des Regimes, in denen sich die Wirtschaft erholte und die Arbeitslosigkeit rasch zurückging. Dafür nahmen viele die politischen Repressionen und die Verfolgung von Gegnern teilnahmslos hin. Viele interessierten sich nicht dafür, dass der Aufschwung aus dem geraubten Vermögen der Juden finanziert und über die Aufrüstung Deutschlands umgesetzt wurde. Andere fürchteten Nachteile oder Verfolgung, wenn sie ihre Stimme dagegen erhoben. Jeder Widerstand wurde im Keim erstickt, während sich das Regime bei Aufmärschen, Großkundgebungen, im Glanz von Sportveranstaltungen, erfolgssportlern und Olympischen Spielen sonnte.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs nahm die Gewalt des Systems ungehemmt zu. Aus der Judenverfolgung wurde der Holocaust, friedliche Nachbarstaaten wurden militärisch erobert, ihre Bevölkerung gewaltsam unterdrückt und ihre Wirtschaft ausgeplündert. Doch auch die deutsche Bevölkerung spürte bald die Folgen des Krieges. Immer mehr junge Männer starben an allen Fronten Europas und 1944 war Lingen das Ziel zweier verheerender Luftangriffe mit vielen Toten.

Bis zur letzten Minute lief auch im Emsland die Propaganda- und Unterdrückungsmaschinerie des NS-Staates. Die Stadt Lingen (Ems) sollte „bis zur letzten Patrone“ gehalten werden, um die Gegner an der Ems aufzuhalten. Der Kampf um die strategisch wichtige Stadt forderte viele Opfer und führte zu schweren Zerstörungen im Stadtgebiet. Ostern 1945 rückten die alliierten Truppen in Lingen ein, die letzten verbliebenen Nazis flüchteten. Erst allmählich realisierten die Meisten, dass die Besetzung durch die Kriegsgegner die Befreiung vom Nationalsozialismus war.

RadioactiveSlam #25

27. März 2019

RadioactiveSlam #25
Lingen (Ems), Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Donnerstag, 28. Mai ’19 – 20 Uhr

Eintritt: 8 €, 6 € ermäßigt für Schüler und Studenten.

Donnerstag, ist es wieder soweit: Wilde weibliche Worte beim 25. Poetry Slam im Alten Schlachthof! Für das Team rund um den Alter Schlachthof, dessen Förderverein und Moderator Jens Kotalla ist der Poetry Slam immer wieder ein ganz besonderer Grund zur Freude. Bereits zum 25. Mal reisen Künstler*innen aus dem ganzen Bundesgebiet nach Lingen, um sich und ihre Texte zu präsentieren. Am Ende winkt die begehrte Trophäe: „Der Goldene Brennstab“. Das Besondere dabei ist, dass das Publikum auch gleichzeitig die Jury stellt und somit den Sieger oder die Siegerin in demokratischer Manier bestimmt.

Antreten werden dabei erfahrene Slam Poet*innen als auch vielversprechende Nachwuchsautor*innen der Region. So ist Anna Teufel kein unbeschriebenes Blatt. Schon mehrere Jahre tourt sie erfolgreich durch die Bundesrepublik. Mit ihren Perspektivwechsel-Texten geht sie dem Publikum schnell unter die Haut.
Ganz aus der Ecke – Nordhorn – kommt Theresa Sperling. Wer das Finale der Landesmeisterschaft im Theater an der Wilhelmshöhe gesehen hat, weiß, worauf er sich freuen kann. Sperling zeigte vor 700 Zuschauern einmal mehr was sie kann – und erstritt sich einen Platz auf dem Treppchen: Vize-Landesmeisterin im Poetry Slam für Niedersachsen und Bremen 2019.
Für frischen Wind aus dem Emsland sorgen gleich drei Teilnehmerinnen. Meta Frericks, Kira Gerwin und Lena Buchmann trauen sich teilweise zum ersten Mal auf die Slam-Bühne.
Wer am Ende als Sieger hervorgehen und den „Goldenen Brennstab“ mit nach Hause nehmen wird, das entscheiden wie immer die Zuhörer.
Weitere Infos finden sich unter www.facebook.com/radioactiveslam.

Looking for Europe

27. März 2019

Theaterkurs Weibblick
Looking for Europe
Lingen (Ems) –
TPZ-Werkstattbühne,

Bernardstr. 43
PREMIERE: 30.03.2019 – 20:00 Uhr
AUFFÜHRUNG: 06.04.2019 – 20:00 Uhr

Nackte Wahrheit? Drängender Mythos? Schreiende Utopie?
Sieben Frauen, viele Fragen, eine Suche!
Karten im Theaterpädagogischen Zentrum im Professorenhaus  und an der Abendkasse der Wrkstattbühne (neben Baustoff Wessmann und Fahrrad Reiter)
zum Preis von 6 Euro, ermäßigt  4 Euro

 

(Foto: TPZ Lingen)

Die taz hat am vergangenen Donnerstag eine Geschichte veröffentlicht, die etwas mit de Lingener  (Framatome)-Brennelementefabrik zu tun hat und mit der CDU Schüttorf, mit der Anreicherung von Uran und manch anderem. Sie ist sehr ominös unds geht um das Uran und um Brennelemente aus Deutschland und das Unternehmen Urenco.  

„In Gronau an der Grenze zu den Niederlanden steht Deutschlands einzige Urananreicherungsanlage (UAA). In Gaszentrifugen wird hier Uran mit einem 5-Prozent-Anteil des spaltbaren Isotops U235 hergestellt – Natururan besteht nur zu 0,7 Prozent aus diesem Atombrennstoff. Betriebsbeginn war 1985, seither wurde die UAA immer weiter ausgebaut. Teil dieses Atomclusters im Grenzland sind auch das AKW Emsland und das Atommülllager Ahaus.

Eigentümer der UAA ist der 1971 gegründete Konzern Urenco. An dem Joint Venture halten der britische und der niederländische Staat jeweils ein Drittel, die deutschen Stromkonzerne RWE und Eon jeweils ein Sechstel der Anteile. Urenco besitzt auch Urananreicherungsanlagen im knapp 50 Kilometer von Gronau entfernten niederländischen Almelo, im britischen Capenhurst und in den USA. Die am 15. März veröffentlichten Geschäftszahlen weisen für 2018 einen Reingewinn von 511 Millionen Euro aus. Davon sollen 300 Millionen an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Uran aus Gronau geht auch in die Brennelementefabrik im benachbarten Lingen, wo das radioaktive Material für den Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet wird. Besitzer ist die Firma Advanced Nuclear Fuels (ANF), ein Tochterunternehmen des französischen AKW-Betreibers EDF. Aus Lingen werden auch die französischen Pannen-Reaktoren Cattenom und Fessenheim beliefert. Cattenom steht wegen mangelnder Erdbebensicherheit seit Jahren in der Kritik… Beliefert werden auch die belgischen Altraktoren Doel und Tihange, in deren Druckbehältern Tausende Risse entdeckt wurden und die in NRW große Sorge hervorrufen.“

„Im Februar hat der Konzern angekündigt, in den USA den Anreicherungsgrad seines Urans von bisher 5 auf 19,75 Prozent steigern zu wollen. „High assay low-enriched uranium“ (HALEU) nennt die Atomfirma ihr neues Produkt – ab 20 Prozent gilt Uran als hoch angereichert. „HALEU dient definitiv nicht der Nutzung in einem zivilen Leistungsreaktor“, warnt der Atomkraftgegner Matthias Eickhoff von der Initiative Sofortiger Atomausstieg aus Münster, der Urenco seit Jahren beobachtet.

Kritik kommt vom Internationalen Netzwerk der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW): Bisher habe die 5-Prozent-U235-Grenze als Beleg für die rein zivile Nutzung des Urans gedient, sagt deren Sprecherin Angelika Clausen und fragt: „Warum soll dies jetzt nicht mehr gelten? Wie kann die Bundesregierung einen derart dramatischen Kursschwenk bei Urenco billigen?““

Doch mit dieser kritischen Stellungnahme hat sich der Umweltausschuss des Parlaments nie wirklich beschäftigt. Denn schon wenige Stunden nachdem das ICAN-Papier vom Ausschussekretariat per Mail an die Obleute der Bundestagsfraktionen weitergeleitet worden war, ging im Bundestag eine weitere Stellungnahme zum Thema ein. Ein US-Wissenschaftler mit Namen Thomas C. Panto äußerte sich in einem eingescannten Brief auf Deutsch zur „völlig absurden Stellungnahme der ICAN Deutschland“. Die Grünen im Bundestag verzichteten zunächst darauf, die ICAN-Stellungnahme in der Anhörung des Umweltausschusses im Bunestag zu thematisieren. Den kennt aber niemand und es sieht so aus, als habe man den Bundestag mit einer „gefaketen Stellungnahme hinters Licht zu führen“, meint Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt in Schüttorf.

Dort lebt auch Dr. Andreas Kronenberg, der Klarheit schaffen könnte. Der Mann leitet das sog. „Uran-Institut“, und dieses Institut hat das Schreiben des angeblichen US-Wissenschaftlers Panto an den Umweltausschuss des Bundestags weitergeleitet. Doch Kronenberg will sich zu Zweifeln an der Echtheit des Dokuments ebenso wenig äußern wie zu seinem Institut und dessen Verhältnis zur Urenco. Aber das Dokument, das neben der Unterschrift des angeblichen Verfassers als Ortsmarke „Oak Ridge“ im US-Bundesstaat Tennessee trägt, wurde offenbar mit demselben Scanner eingescannt wie ein Schreiben, das Dr. Kronenberg später an die ICAN schickte. Darauf deutet neben identischen Metadaten der PDFs auch eine helle Linie hin, die auf beiden Scans an der gleichen Stelle zu erkennen ist und die von einer Verschmutzung des Scanners stammen dürfte.

Und die taz resümiert: „Unklar bleibt, in wessen Auftrag Kronenberg, der im Vorstand der CDU Schüttorf sitzt, die fragwürdige Stellungnahme verschickt hat und wie er überhaupt so kurzfristig von der ICAN-Position erfahren hat.“

Da dürfte sehr viel Aufklärungsbedarf bestehen…

 

(Quelle: taz)

 

LE FLY

26. März 2019

LE FLY
Frühjahr war alles besser Tour 2019
special Guest: Kochkraft durch KMA
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 44
Samstag, 30. März – 20 Uhr

Karten: 17,50 + Gebühren

LE FLY kommen auf ihrer Deutschland-Tour in den Alter Schlahtof!
Supportet werden die St. Paulianer von „Kochkraft durch KMA“. FRÜHJAHR WAR ALLES BESSER !!!

Der VVK ist ab sofort an allen bek. Eventim und Reservix/ADticket VVK Stellen eröffnet. In Lingen sind dies z.B. die Touristinfo der Lingen Wirtschaft & Tourismus GmbH, beim Stadtkiosk Julius Frilling, bei Tabak & Wein Apelhans, und auch die Emslandhallen. Natürlich sind auch über die folgenden Links Tickets verfügbar.