unislamisch

22. Februar 2015

Das Kraftfuttermischwerk schreibt gestern in ausgesprochen diplomatischem Ton:

022015isisdrums

Die ISIS-Spacken in Libyen haben Fotos veröffentlicht auf denen sie Schlagzeuge (oder vielleicht nur eineinhalb) verbrennen, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass Schlagzeuge ihrer islamistischen Lehre nicht zuträglich sind. Schlagzeuge sind nämlich furchtbar böses Zeug! Keyboards übrigens auch.

Darauf kann es eigentlich nur eine Antwort geben. Dazu aber sind sie womöglich selber nicht in der Lage, also schütten sie Grillanzünder drüber. Banausen!

Brandstifter

12. September 2012

Zur Spezies der ganz besonderen Brandstifter zählt der in Kalifornien lebende, aktuell gerade untergetauchte Israeli Sam Bacile. Der 56jährige Mann hat einen – nicht nur handwerklich schlechten- Agitprop-Film über den Propheten Mohammed produziert. In dem Streifen, der vor einigen Monaten einmal in einem Kino in Los Angeles gezeigt wurde, von dem aber Ausschnitte bei Youtube zu sehen sind, wird Mohammed bei sexuellen Handlungen gezeigt und seine Rolle als Überbringer von Gottes Wort angezweifelt; außerem wird er in dem zweistündigen Film als Kinderschänder, Mörder und Betrüger dargestellt.

Es war absehbar und wohl geplant, dass das geschieht, was jetzt geschehen ist und geschieht: Das blasphemische Machwerk erzürnt Millionen Muslims. Die Botschaften und Konsulate der USA in Ägypten und Libyen werden attackiert. Das US-Konsulat in Bengasi wurde in der Nacht in Brand gesetzt und geplündert.

Vier Menschen sind Mittwochfrüh am US-Konsulat in Bengasi durch wütenden Mob ermordet worden. Ausgerechnet am 11. September, der in den USA noch nicht vorüber war, als die Morde geschahen. Ausgerechnet in Bengasi, das vor einem Jahr nur mit US-Hilfe die Gaddhafi-Diktatur besiegen konnte und ausgerechnet Chris Stevens, Botschafter der USA in Libyen (Video unten) – ein ausgewiesener Freund der Araber. Neben ihm starben zwei US-Sicherheitsbegleiter und ein Konsularmitarbeiter. Stevens  Wagen wurde von wütenden Muslimen angegriffen, er und die beiden Leibwächter offenbar erschossen. Zur Stunde werden die Leichen der getöteten US-Bürger über Tripolis nach Ramstein (Deutschland) gebracht.

Es ist zu befürchten, dass die vier Toten von Bengasi  nicht die einzigen bleiben.

Keine Frage: Keine einzige blasphemische Beleidigung kann das Geschehen rechtfertigen.  Die Handelnden müssen vor Gericht, in jedem Fall aber auch der Bandstifter im fernen Kalifornien.

Denn Sam Bacile, der Mittäter, der in seiner Stellungnahme den Islam als Krebsgeschwür beleidigt, ist für das absehbare Geschehen persönlich (mit)verantwortlich. Doch er meinte nur, die Sicherheitsvorkehrungen in den US-Auslandsvertretungen seien zu lasch. Das müsse sich ändern. Bei so viel dummdreister Chuzpe, fehlen mir die Worte.

Nachtrag aus der FAZ vom 14. September:

Die amerikanischen Behörden nahmen unterdessen Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Produzenten des Schmähvideos aufgenommen. Danach soll der 55 Jahre alte Nakoula Basseley Nakoula aus Cerritots in Südkalifornien hinter dem Video stecken. Nakoula, der ein koptischer Christ sein soll, wurde 2010 wegen Kreditkarten- und Bankenbetrugs zu 21 Monaten Haft verurteilt, kam aber nach wenigen Monaten wieder frei. Zu seinen Bewährungsauflagen gehörte, fünf Jahre lang das Internet nicht zu benutzen.

Offenbar stellte Nakoula das von ihm produzierte Video unter einem Pseudonym ins Netz. Nakoula war nach amerikanischen Medienberichten 1997 erstmals zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er die synthetische Droge Methamphetamin hergestellt und verkauft hatte. Der Film, der den Propheten Mohammed als Schürzenjäger, Homosexuellen und Päderasten schmäht, wurde offenbar im Sommer 2011 in der Umgebung von Los Angeles und auch im Privathaus Nakoulas gedreht.

Übergangsrat

29. August 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nicht nach Lingen! Bei der Entscheidung, an der internationalen Unterstützerkonferenz für Libyen in Paris (Foto oben) teilzunehmen oder auf dem dafür dann eigens  eingezäunten Lingener Marktplatz zu ihren Getreuen zu sprechen, hat sich die CDU-Vorsitzende gegen Lingen und für Paris entschieden.

Das ist natürlich ein Affront gegen unsere Heimatstadt, weil auch wir hier ja gegenwärtig einen Übergangsrat haben, der allerdings im Gegensatz zum libyschen Exemplar dieser Spezies niemandem seine Pläne für die Zukunft vorstellen kann, weil die in ihm führende lokale CDU keine hat.

Ungeachtet dessen führt die Merkel’sche Absage zu folgenden weiteren Feststellungen:

  • Der Flashmob, zu dem sich bei facebook schon rund 300 vorwiegend junge Politikinteressierte angemeldet hatten, fällt aus. Interessenten („Und alle so: Yeeeeaaaah!“)  müssen auf Plan B zurückgreifen und auch nach Paris.
  • Die Bundeskanzlerin muss sich nicht in das Goldene Buch der Stadt Lingen (Ems) eintragen. Dafür sollte ein Empfang durchgeführt werden, zudem der Verwaltungsausschuss (Kürzel: VA) eingeladen war. VA-Mitglied Hajo Wiedorn, amtierender SPD-Fraktionschef, hatte sich bereits bei OB Dieter Krone persönlich beschwert, dass er Zugang zum Empfang im historischen Rathaus nur mit einem fest verschweißten, roten Armband mit fett aufgedrucktem CDU-Enblem erhalten sollte. Das bleibt dem alten Kämpfer jetzt erspart.
  • Wir müssen auch nicht die Frage klären, weshalb der ehem. Bundesratspräsident Hans Eichel (SPD) keinen Empfang seitens der Stadt erhält und auch der Fraktionsvorsitzende von Bündnis’90/Die Grünen im Deutschen Bundestag Ex-Umweltminister Jürgen Trittin keinen bekommen hat. Es spreche, so OB Dieter Krone, die Neutralität im Wahlkamof dagegen, vernahm ich die offizielle Begründung. Nun, da war der frühere Lingener Verwaltungschef Karl-Heinz Vehring zu seinen Zeiten ungleich vorausschauender. Sein  unumstößliches, kluges Credo lautete: „Wir empfangen in Lingen jede und  jeden! Wer weiß, was aus unserem Gast noch einmal wird und was er für Lingen noch einmal tun kann.“
    Würden Sie, werter Blogbesucher,  jetzt nicht mitlesen, hätte ich deshalb einen persönlichen, vertraulichen Tipp für den heutigen Amtsinhaber:  Vielleicht sollten Sie doch einmal mit Karl-Heinz Vehring das Gespräch suchen…

(Foto: Panoramafoto Paris -vom Panthenon aufgenommen, (c) Andy87 aus de.wikipedia.org CC )

 

ps Es heißt übrigens entgegen diesem offiziellen städtischen Schreiben Libyen und nicht Lybien und der Name unserer Stadt ist Lingen KlammeraufEmsKlammerzu.

Gaddafi

16. März 2011

Dann gibt es immer noch den libyschen Diktator. Oberst Gaddafi ist voll des Lobes für die Berliner  CDU/CSU-FDP-Regierung. Sie wollte keine Flugverbotszone über dem nordafrikanischen Land. Und deshalb  kann Muammar al-Gaddafi mit aller Macht den Aufstand niederbomben.

„Die Deutschen haben uns gegenüber eine sehr gute Position eingenommen, ganz anders als viele wichtige Länder im Westen“, sagte Gaddafi in einem vom TV-Sender RTL am gestrigen Dienstag verbreiteten Interview. Er traue dem Westen nicht mehr. Als Konsequenz gingen Ölaufträge künftig an Russland, Indien und China: „Der Westen ist zu vergessen.“

Deutschland in einer Reihe mit Russland, Indien und China. Wow, Guido!!