kein Witzchen

6. März 2019

Diversity-Kampagnen sind in diesen Zeiten wichtiger denn je; dazu braucht es keine geplant-diskriminierenden AKK-Witzchen auf Kosten von Minderheiten. Die englische Biermarke Carling in Großbritannien liefert aktuell ein starkes Statement für Inklusion – und erzählt in einer gut siebenminütigen Dokumentation die bemerkenswerte Geschichte eines LGBTQ+-Fußballteams in England.

Der porträtierte Fußballklub ist dabei etwa ganz Besonderes. Skye Stewart gründete den Verein 2016, weil es damals noch keine Fußballteams gab, die LGBTQ+-friendly waren. Heute kicken beim Black Country Fusion FC Schwule, Trans- und Heterosexuelle miteinander. Die Carling-Bierbrauer unterstützen den Klub mithilfe seines „Made Local Fund“ und statten ihn außerdem mit Heim- und Auswärtstrikots aus.

Ach ja: „Vom Uploader festgelegt“ hat man das kleine Werbevideo hinter eine Alterskontrolle geschoben („Melde dich an, um dein Alter zu bestätigen“); denn: „Dieses Video ist eventuell für einige Nutzer unangemessen.“  So großartig ist Carling also doch nicht…

Spitzt ansonsten mal eure englischen Sprachkenntnisse, Ihr Lieben.

 

 

bewegend

30. August 2016

Ein Mann irrt weinend auf dem Dach eines Hauses umher, stoppt, verfasst auf dem Smartphone eine Abschiedsnachricht an seine Eltern, steigt auf den Sims und… springt. Diese Geschichte haben die Agenturen Happy United und Rabbit für die Non-Profit-Organisation Mythic Bridge in bewegenden Bildern eingefangen – und halten die Kampagnenbotschaft auf der Metaebene bereit.

Mit dem ungewöhnlichen Spot bewirbt Mythic Bridge seine „LGBTQ Filmmaking Workshops“ und ruft die Zuschauer zur Unterstützung der Community von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen auf.

Das Besondere dabei: Die Botschaft „Change The Script“ am Ende des Films ist bewusst doppeldeutig gewählt. Zum einen macht sie auf eine besorgniserregende Statistik aufmerksam, nach der junge Homo- und Transsexuelle viermal häufiger Selbstmord begehen als gleichaltrige Heterosexuelle. Zum anderen ist „Change The Script“ wörtlich gemeint. Schließlich soll die Zielgruppe ihre eigene Lebensgeschichte positiv beeinflussen und sich beispielsweise über das Filmemachen und die Workshops der NGO selbst ausdrücken.
(Quelle: Horizont)