Feuerwehr

Na?
Auch erst gelächelt über die Einsatzkräfte der Feuerwehr Emsbüren?

Aber hinter der „pm“ (Pressemitteilung) aus der heutigen Lokalzeitung steckt ein gar nicht zu belächelndes Problem. Seit Ende 2012 ist die Leitzentrale für Polizei, Feuerwehr und Krankennotrufe im 60km entfernten Osnabrück zentralisiert. Die Folge in diesem Fall: Da wird einfach mal die falsche Feuerwehr alarmiert und in die falsche Straße geschickt. Wäre die Leitzentrale noch vor Ort in Lingen, wäre das schwerlich passiert.

Wie versicherte die Lingener Polizei es fälschlich vor zweieinhalb Jahren, als die Polizeieinsatzzentrale Lingen ab- und Anrufe aus dem Altkreis nach Osnabrück geschaltet  wurden? „Das wird aber kein Bürger merken“.

Der Brandeinsatz in Emsbüren „unter schwerem Atemschutz“ zeigt etwas anderes und auch sonst wird nicht selten davon berichtet, dass lange gewartet werden muss, bis in der Osnabrück Leitzentrale der Notruf überhaupt angenommen wird. Der Emsbüren-Salzbergen-Fall betraf „nur“ ein Auto. Nicht auszudenken, wenn Menschen betroffen wären.

Meine These: Zentralisierungen sind immer und ausnahmslos mit mehr Bürokratie (hier mit einer eigenes gegründeten „Kommunalen Anstalt des öffentlichen Rechts“ und mietender Polizei) und vor allem Nachteilen für die Bevölkerung oder brennende Autos verbunden. Die weitere Behauptung, es würden „Kosten gespart“, klingt zwar immer gut, wird aber nie geprüft.

(Textausschnitt aus: Lingener Tagespost, 12.5.15)

ps Dass Polizei, Feuerwehr und Krankeneinsätze übrigens in einer einzigen Leitzentrale auflaufen und bearbeitet werden, ist unter Datenschutzgesichtspunkten ebenfalls ein Problem; auch wenn die Protagonisten dieser gemeinsamen Einrichtung dafür den mediensympathischen Begriff „bunte Leitzentrale“ verwenden. Bunt ist da nämlich gar nichts; denn wer möchte immer schon gleich auch die Polizei informieren, wenn nur Hilfe benötigt wird? Aber das ist ein anderes Thema….