Einblicke –
Die unbekannten Zeitzeugen von Krieg und Judenvernichtung
Lingen (Ems) – Ludwig-Windthorst-Haus 
Do., 26.01.17 – ab 18 Uhr
Неизвестные свидетели войны и уничтожения еврейского народа
Четверг, 26 январь 18:00, Людвиг-Ветерxорст-Дом, Линген

Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus findet an dessen Vorabend parallel zur entsprechenden Ausstellung eine Gedenkveranstaltung im Ludwig-Windthorst-Haus statt. 

Programm
18.00 Uhr
Musik
18.05 Uhr
Begrüßung von Seiten der Stadt Lingen (Ems), Forum Juden-Christen e.V. und LWH, kurze Einführung in den Abend
18.15 Uhr
Einführung in die Ausstellung‘
Dr. Michael Gander (Gedenkstätten Augustaschacht und Gestapokeller) und Inessa Goldmann („Judentum begreifen“)
18.30 Uhr
Zeitzeugengespräch: Dr. Michael Gander spricht mit Mortko Jazowitskij, dessen Lebensgeschichte Eingang in die Ausstellung gefunden hat
Musik

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einblickeÜberlebende der nationalsozialistischen Vernichtung der Juden in der früheren Sowjetunion und jüdische Veteranen des sowjetischen Militärs leben seit rund 20 Jahren in und um Osnabrück. Sie erlebten Evakuierungen nach Asien, Ghettos und Massenerschießungen. Andere überlebten die Blockade von Leningrad oder kämpften als sowjetische Soldaten gegen die Armee des nationalsozialistischen Deutschlands. Ihre Erinnerungen an das Leben in der Sowjetunion brachten sie mit. Ihre Erfahrungen von Krieg und Verfolgung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die seit dem 19. Januar im Ludwig-Windthorst-Haus insgesamt 26 Lebenswege Osnabrücker Zuwanderer vorstellt – übrigens in deutscher und russischer Sprache  Das Kennenlernen der Menschen und ihrer Geschichten sowie die Teilhabe an ihren Erinnerungen und Erlebnissen bringt die heutige, vielfältige Gesellschaft näher zusammen. Dazu möchte die Ausstellung beitragen.

Gemeinsam mit dem Verein „Judentum begreifen“ und zwei Osnabrücker Studentinnen erarbeitete die Gedenkstätte Augustaschacht diese, in der bundesdeutschen Erinnerungskultur besondere Ausstellung. Angehende Gestaltungstechnische Assistenten/-innen sowie Fotografen/-innen des Osnabrücker Berufsschulzentrums am Westerberg entwickelten mit ihren Lehrern die Ausstellungsgestaltung und nahmen bei Besuchen Portraits von den Zeitzeugen/-innen auf.
Für die Ausstellung wurden lebensgeschichtliche Interviews mit den Zeitzeugen in ihrer Muttersprache Russisch geführt. Ebenso wichtig sind die  Erzählungen Angehöriger, denen die Zeitzeugen noch zu Lebzeiten ihre Erinnerungen anvertrauten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Februar im LWH-Hauptgebäude zu sehen.

Lebenswege

8. März 2013

maria gareisklAm Sonntag, 10. März 2013, 15 Uhr präsentiert der Kulturkreis impulse e. V. in der Alten Molkerei in Freren das 15. Interkulturelle Treffen „Lebenswege“:

Als Zeitzeugin berichtet Maria Gareis, Lingen (Ems), über ihre eigenen Erlebnisse und die Situation der russlanddeutschen Kinder und Jugendlichen in der Kommandanturzeit 1945 – 1956 in der Sowjetunion.

Der Eintritt ist frei.

Kommandanturzeit? Bis 1956 mussten Deutschstämmige in der UdSSR „unter der Kommandantur“ leben, u.a. durften sie ihren  Wohnort nicht verlassen.

Impulse

26. Februar 2012

Ein Last-minute-Tipp: Heute präsentiert der Kulturkreis Impulse ab 15 Uhr in der Alten Molkerei in Freren das 12. Treffen „Lebenswege“. Der Eintritt ist frei.

Lothar Kuhrts (Freren) hält dabei einen Vortrag über „Freren: Geschichte der Juden in einer kleinen Stadt im Emsland“ und stellt das Leben der religiösen, jüdischen Minderheit in Freren von ca. 1680 bis Dezember 1941 anhand von Dokumenten und Einzelschicksalen dar.

Musik spielt die Folkloregruppe “Rossinka” aus Lingen (Ems). Es gibt Kaffee und Kuchen und die  Dauerausstellung “Lebenswege” über die russlanddeutsche Familie Heilmann aus Thuine kann angeschaut werden.

Joachim Berke

12. November 2011

Logo LebenswegeAm morgigen Sonntag, 13, November  2011, 15 Uhr veranstaltet der Kulturkreis impulse in der Alten Molkerei in Freren das 11. Treffen seiner Veranstaltungsreihe „Lebenswege“ mit einem Gastvortrag des Autors und Fotografen

Joachim Berke

Das Thema lautet Schlesien. Zunächst stellt Joachim Berke  die oberschlesische Grafschaft Glatz geografisch und geschichtlich vor und berichtet dann über seine einzelnen Lebensabschnitte. Der in Lingen lebende Joachim Berke (Foto lks.) präsentiert Heimatliteratur der Grafschaft Glatz und der Autor liest aus seinen Veröffentlichungen „Heimreise in die schlesische Grafschaft Glatz“ und „Heimatlos in der Fremde“. Auf einem Büchertisch bietet Berke Interessierten seine Werke an, die auf Wunsch gern signiert werden.

Besichtigt werden kann parallel auch die Dauerausstellung “Lebenswege” des Kulturkreises Impulse über die russlanddeutsche Familie Heilmann aus Thuine.

Eintritt frei, Kaffee und Kuchen nicht

 

(Foto: © Joachim Berke)