Regelmäßige Besucher dieses inzwischen 13 Jahre aktiven Blogs wissen, dass ich alljährlich Anfang November einen ganzen Tag frei nehme, habe und überhaupt. Bei der Frage, was ich mir aus diesem Anlass dann gönne, ist es nicht diese kohlehydratschwere Band, obwohl noch Restkarten vorhanden sind; vielmehr hat mich -um der geschätzten Leserschaft einen weiteren, etwas versteckten Hinweis zu dem Anlass für so viel Müßiggang zu geben- der in toto doch etwas heftige 68 – Track 1 R bei weitem nicht so umfangen wie der olle Ludwig van Beethoven mit der Symphonie Nr. 6 in F Dur, Op. 68 (Pastorale).

Da nehme ich dann ein Glas des vorzüglichen 2018er Roero Arneis von Christian Taliano aus Montà (CN) in die Hand, denke an meinen alten Freund und Kupferstecher Laurentius Bonitz und bin dann trotz meines heutigen Anlasses traurig, dass es ihn nicht mehr gibt. Also Leute: Lasst es in Eurer Seele hinunter plätschern, dieses Wunderwerk der Musik.

 

 

 

Lau

16. September 2016

Mein Freund Lau ist tot.

Laurentius Bonitz
*9.1.1950   +12.9.2016

 

 

Beethoven

5. November 2009

Beethoven.143180205_stdIch freu‘ mich auf eine kleine und feine Konzertveranstaltung am Samstagabend in Meppen. Vielleicht auch etwas für Sie? Um 20 Uhr spielt  im Theater im Windthorst-Gymnasium  das Beethoven-Quartett Bonn und nicht -wie vorgesehen- das staatliche Sinfonieorchester Istanbul. Die Theatergemeinde Meppen freut sich auch, schreibt sie in einer Presseerklärung, mit dem 2006 in der Geburtsstadt Beethovens gegründeten Quartett mehr als nur ein Ersatzensemble verpflichten zu können.
Die vier Musiker gründeten ihr Quartett unter Bezug auf eine große Vergangenheit, weshalb sie sich auch Beethoven-Quartett benannten. Beethoven gilt als die die geistige Mitte des Quartettspiels, der Kammermusik überhaupt. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts gab es ein unvergleichliches Beethoven-Quartett, das sich aus Moskauer Philharmonikern um den „Beethoven des 20. Jahrhunderts“ bildete, um Dmitri Schostakowitsch.

An ihn und sein Ensemble will das neue Beethoven-Quartett mit seiner Gründung erinnern. Das Quartett öffnet sich nicht nur der Moderne, sondern will auch anregen und animieren zu neuen musikalischen Experimenten und Denkfiguren. In Meppen wird es Joseph Haydns Streichquartett d-Moll op. 103 (Hob. III: 83), Ludwig van Beethovens Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello (a-Moll) op.132 (1825) und Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Nr.2 a-Moll op.13 aufführen. Das Quartett besteht aus den namhaften Musikern Jacek Klimkiewicz, Violine, Hideko Kobayashi, Viola,  Angela Schwartz, Violoncello und mein alter Freund und Mitabiturient am Lingener Gymnasium Georgianum Laurentius Bonitz, Violine.
Lau Bonitz dürfte dem einen oder anderen noch als musikalischer Leiter des Europäischen Musikfestivals in Erinnerung sein, das 1992 in Lingen (Ems) stattfand. Weil es dem Vernehmen nach dem damaligen Oberstadtdirektor nicht preiswert genug war, ist es nicht neu aufgelegt worden. In Lingen ist es eben schon fast traditionell etwas schwieriger, mit klassischer Musik Gehör zu finden.
Eintrittskarten für das Meppener Konzert zum Preis von 17 € (Vergünstigungen für Schwerbehinderte, Jugendliche zahlen nur 5 €) gibt es in Meppen bei der Touristinformation (TIM), am Markt, und im Internet unter www.theatergemeinde-meppen.de.

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