„Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen!“
Eine ADFC-Radtour auf historischen Wegen und zu alten Häusern

Heuerleute nannte man in früheren Zeiten die vielen besitzlosen Landarbeiter, die ihre Miete (=Heuer) für Haus und Garten bei einem Bauern durch Arbeitsleistung bezahlten. Das Ende vergangenen Jahres erschienene, regionalgeschichtliche Buch von Bernd Robben und Dr. Helmut Lensink hat die, meist rechtlosen Heuerleute in das öffentliche Bewusstsein gehoben.
Die Route führt durch den Raum Baccum-Langen-Lengerich-Gersten-Bawinkel. Unterwegs ist für eine Einkehrmöglichkeit gesorgt.

Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums Lingen, wird  das Heuerlingswesen den Teilnehmern der Tagestour unterhaltsam näher bringen.

Tourenlänge:           ca. 70 km
Abfahrt:                    09:30 Uhr Bahnhof Lingen (Ems)
Rückkehr:                ca. 18:00 Uhr
Tourenleitung:         Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums und
Erich Lechner, Vorsitzender ADFC Lingen 
Anmeldungen:         verbindlich bis heute (!) unter Tel.: 0591-62 770
Teilnehmerbeitrag für Nichtmitglieder = € 2,00.

Das Buch „Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen!“ von Bernd Robben und Dr. Helmut Lensink (ISBN/EAN: 9783981404197; Preis 24,90 €) ist übrigens vergriffen. Die nächste Auflage soll im Herbst erscheinen. Vorbestellungen für die  3. („angedachte“) Auflage im Herbst 2015 unter: kontakt@emslandgeschichte.de

Heuerleute

14. Februar 2015

Heuerlinge.BuchklappeDas im vergangenen regionalgeschichtliche Buch „Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen“  von Bernd Robben und Dr. Helmut Lensink ist ein ausgesprochener Renner. In Kürze ist auch die zweite Auflage vergriffen. Dann sind stolze 6.000 Exemplare gedruckt und die dritte Auflage könnte kommen. Autor Bernd Robben zieht derweil über Land und stellt Buch & Thesen vor. Morgen

Sonntag, den 15. Februar, 15.00 Uhr in Langen im Heimathaus /Dorfgemeinschaftshaus
Thema: Das Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland

und morgen
Sonntag, den 15. Februar. 10:30 Uhr
in Twist im Heimathaus
Thema: Ab ins Moor

Bernd Robben wird bei dieser Präsentation auch auf die Twister Situation eingehen. Schließlich ist Twist  durch ehemalige Heuerleute gegründet worden. Außerdem erfahren Zuhörer einiges, das im Buch keinen Platz mehr gefunden hat…

Eintritt 3,-€
für Mitglieder des Heimatvereins frei

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Festliches Barock

17. August 2013

Sommerkonzert „Festliches Barock“
Langen – Landgut Grumsmühlen
Sonntag, 18. August 2013 – 17 Uhr

Eintritt: 20,- € erm.: 18,- €
(Ein anschließender Weingenuss ist im Preis enthalten)

KapelleGrumsmühlenFestliche Barockmusik haben Irene Heck-Hachmer (Orgel), Sylvia Horn (Oboe) und Manfred Hachmer (Trompete) ihr Programm überschrieben. Die Musik des Barocks, in der Oboe, Trompete und Orgel eine Blütezeit hatten, passt zum Ambiente des wunderschön gelegenen Landgutes Grumsmühlen, wo der Kulturkreis „impulse“ e. V. einmal mehr sein Klassik-Sommerkonzert veranstaltet. In der Kapelle des Landgutes (Foto re.) werden Sonaten für Oboe, Trompete und Orgel, von Engelbert Frömel, Gottfried Finger und William Corbett gespielt. Dazwischen erklingen solistische Werke von Georg Friedrich Händel sowie eine Sonate von Pietro Baldassare für Trompete und Orgel.

Das Programm
Engelbert Frömel (1656 – 1701) – Sonata Suavis für Trompete, Oboe und Orgel
Carlo Tessarini (1690 – 1765) – Sonate op. 2 Nr. 3 für Oboe und Basso continuo Adagio – Allegro
Godfrey Finger (ca. 1660 – 1723) – Sonata in C
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) – Orgelkonzert Nr. 4 F-Dur Allegro
Godfrey Finger (ca. 1660 – 1723) – Sonata
Pietro Baldassare (Lebendsdaten unbekannt) – Sonata in F Allegro – Grave – Allegro
William Corbett (ca. 1675 – 1748) – Sonata in C op. 1 Nr. 12 Adagio – Largo – Vivace – Allegro

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Consensus Quartett

24. Juni 2012

Consensus-Quartett
Sonntag 1. Juli – 17 Uhr
Langen-Grumsmühlen

Eintritt: 20,- €, erm.: 18,- €
(Ein anschließender Weingenuss ist im Preis enthalten)
Karten Online bestellen

Ein besonderes Sommerkonzert klassischer Musik veranstaltet der Kulturkreis Impulse (Freren) an einem besonderen Platz: In der Kapelle des ritterschaftlichen Gutes Grumsmühlen präsentiert das Consensus-Quartett Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Frank Bridge und Antonín Dvořák. Das 2003 gegründete Consensus-Quartett aus Hannover besteht aus den Künstlerinnen Ulrike Teille (Violine), Susanne Dietz (Violine), Beata Anschütz (Viola) und Beate Meyer-Stolz (Violoncello).

Resistenz

11. Mai 2012

Vor knapp einem Jahr waren mehrere Frühgeborene („Frühchen“) im Klinikum Bremen-Mitte an multiresistenten Keimen erkrankt, drei von ihnen starben. Im Februar wurden gefährliche Keime in der Frühgeborenen-Station in Stade festgestellt und jetzt im Ludmillenstift in Meppen. Der NDR berichtet:

„Auf der Frühchenstation eines Krankenhauses in Meppen sind multiresistente Keime gefunden worden. Heute starten die Untersuchungen des Landesgesundheitsamtes. Experten der Behörde sind vor Ort.

Insgesamt fünf Frühgeborene seien betroffen, teilte das Niedersächsische Sozialministerium am Donnerstag mit. Bei den Neugeborenen sei eine Variante des Darmbakteriums E. coli (Foto re.) entdeckt worden – sie seien aber nicht erkrankt, sagte ein Ministeriumssprecher. Seinen Angaben nach sind die Babys isoliert untergebracht, die betroffene Station wurde desinfiziert und ist mittlerweile für Neuaufnahmen gesperrt. Auch das Personal und alle übrigen Frühgeborenen seien untersucht worden, so der Sprecher.

Die empfohlenen Hygienemaßnahmen seien minutiös umgesetzt worden: „Nach unserer derzeitigen Kenntnis hat…“
weiter beim NDR 
(Nachtrag)
Woher aber kommen die lebensbedrohenden Keime, woher können sie kommen und vor allem was muss man tun?
Zunächst zu Frage zwei: Ein Blick in die Niederlande zeigt, wie gehandelt werden kann. Dort begannen die Krankenhäuser schon vor Jahren und  sehr konsequent damit, das Problem zu bekämpfen. Die haz weiß: „Die Niederlande sind so etwas wie das Musterland der Krankenhaushygiene.“  Im April ist jetzt endlich auch in Niedersachsen eine neue Hygieneverordnung in Kraft getreten, die in den Krankenhäusern viel von dem umsetzt, was in den Niederlanden schon seit Jahren mit Erfolg praktiziert wird.

Schon seit 2004 praktiziert die Euregio-Klinik Nordhorn, was im Nachbarland noch länger Standard ist. Sie gehört einem grenzüberschreitenden Verbund von Krankenhäusern in Niedersachsen, den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen an, in dem Krankenhauskeime systematisch bekämpft werden. Eine jetzt auch in der Hygieneverordnung verankerte Maßnahme: Patienten bestimmter Risikogruppen werden bei der Aufnahme systematisch auf multiresistente Keime untersucht. Alle Risikopatienten werden mittels eines Schleimhaut-Abstrichs untersucht.

CC http://www.flickr.com/photos/ceejayoz/3579010939/ Urheber: ceejayozRisikopatienten sind Menschen mit chronischen Wunden, solche, die in den vergangenen sechs Monaten mit Antibiotika behandelt wurden oder beruflich mit Tieren zu tun haben. Seit einiger Zeit werden Landwirte in Nordhorn grundsätzlich getestet. Die Hygieneverordnung des Landes schreibt jetzt allgemein vor, Menschen durchzutesten, die beispielsweise mit Mastgeflügel zu tun haben. Dort wird mit Antibiotika bisweilen nicht so umgegangen, wie es sein muss. Erst ga es die resistenten MRSA-Erreger als Begleiter der Schweinemast, aktuell sind die ESBL-Bakterien, u.a auch das Meppener e.coli, ein besonders großes Problem. Sie finden sich in den Produkten und Abfällen der Masseentierhaltung -nach einem Bericht der taz „in Broilerfleisch und Hühnerkacke“ – wobei pflichtschuldigst das hannöversche Landwirtschaftsministerium einen Zusammenhang zwischen der hierzulande bedrohlich hohen Besatzdichte und der Antibiotika-Vergabe sowie durch sie gezüchteter Keimresistenzen ablehnt. Das sieht zwar die Tierärztekammer des Landes anders („…abhängig von vielen Faktoren, natürlich auch von der Besatzdichte“). Sie war übrigens nicht zum 5. „Forum gesundheitlicher Verbraucherschutz“ geladen, das Ende April in Hannover Landesgesundheitsamt, Ärztekammer, Landesamt für Verbraucherschutz und CDU-Agrarminister Gert Lindemann zusammenführte, um die wachsende Gefahr antibiotikaresistenter Erreger zu diskutieren (mehr..).

Man erkennt, dass die Nahrungsmittelerzeugung und resistente Keime miteinander zu tun haben. Damit sind wir wieder bei den Massentierställen, die sich wie ein stinkendes Gitter über die Region legen und sie in Risikohaftung nimmt. Zuerst Ihre Betreiber und deren Familien: Nutztierhalter sind ein Risiko in Krankenhäusern. Dies sagt eigentlich schon alles und unterstreicht die Erkenntnis, dass es mit dieser Art der Nahrungsmittelproduktion nicht weiter gehen darf.

Der mühsame Erkenntnisprozess, dass nicht alles entstehen darf, was man will, hat jetzt offenbar auch den emsländischen Agrarindustriellen U. für einen 83.600- Plätze-Hühnermaststall in Langen (Samtgemeinde Lengerich) erreicht. Die im Landkreis Emsland 2010 etwas veränderte Genehmigungspraxis bei Mastställen sollte nämlich wegen U.’s Klage gestern zum ersten Mal das Verwaltungsgericht Osnabrück beschäftigen. Ein Sprecher des Gerichts hatte dem anstehenden Verfahren daher eine „Pilotfunktion“ zugesprochen. Der Landmann wollte nicht die Auflage akzeptieren, u.a. ein Keimschutzgutachten vorzulegen. Dann aber zog der Mann nach der mündlichen Verhandlung die Klage zurück. Offenbar hatte das Verwaltungsgericht ihm deutlich gesagt, dass er keine Chance habe, und da er wollte er wohl kein Präzedenzurteil riskieren.

(Foto oben CC, Foto unten: Frühchen, 25. Schwangerschaftswoche  ceejavoz CC; Quellen: NDR,  haz, taz)