Marina Weisband

17. Januar 2013

Ich bin sehr beeindruckt. Denn die Marina Weisband ist am Samstagmorgen am Infostand der Piratenpartei. Beeindruckend, was die Piraten und ihr Direktkandidat Jörg Großmann in unserm Städtchen an Prominenz auffahren.  Jens Seipenbusch, ebenfalls einer der Piraten von der Kommandobrücke, kommt nämlich auch.

Auch Bundestagskandidat Holger („Gimli“) van Lengerich, gebürtiger Emsbürener, wird die Lingener  Piraten unterstützen. Der  Münchener wird bei der Bundestagswahl 2013 für den Kreisverband München als Kandidat antreten. Alle drei Beide sind ab 11 Uhr am Infostand der Piraten an der Ecke Am Markt/Lookenstraße. Ich sag mal: Da muss man hin, weil es interessante Gespräche geben wird und ganz andere als von diesen Panikheinzis, die gerade noch den Ministerpräsidenten stellen.

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Nachtrag vom 17.1., 18.30 Uhr kursiv

Frage

17. Dezember 2012

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„So machen wir das.“  Im Wahlkreis 80 offenbar nicht. Denn sie ist tatsächlich noch nicht fertig, die Webseite des Wahlkreisinhabers und Wahlkreisfavoriten zur Landtagswahl am 20. Januar. Darf man die Frage stellen, ob es im Jahr 2012 in Niedersachsen noch andere Landtagsabgeordnete ohne Homepage gibt? 😉

Mehr als ein Trailer ist noch nicht veröffentlicht. Trotzdem rüstet sich die Öl- und Gaslobby nicht nur in den USA bereits jetzt gegen «Promised Land». Der Spielfilm, in dem Matt Damon die Hauptrolle spielt, behandelt ein für die Energieproduzenten heikles Thema: das sogenannte «hydraulic fracturing» oder kurz Fracking. Bei dieser Gewinnungsmethode werden gigantische Mengen Flüssigkeit in tiefliegende Gesteinsschichten gepresst, um Öl- und Gasvorkommen freizulegen. Unter Umweltgesichtspunkten ist das Verfahren höchst umstritten, Frankreich verbot seine Anwendung etwa letztes Jahr.

Matthew „Matt“ Damon wird als Vertreter einer Gasfirma in eine Kleinstadt geschickt, um den Bewohnern die Nutzungsrechte für ihr Land abzukaufen. Mit Millionenversprechen versuchen Damon und seine von Frances McDormand gespielte Arbeitskollegin, der abgewirtschafteten Stadt das Fracking-Abenteuer schmackhaft zu machen. Alles läuft gut, bis ein Farmer aus einer fremden Stadt auftaucht, der von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Fracking berichtet. Konfrontiert mit toten Kühen und abgestorbenem Land befinden sich die smarten Verkäufer bald im ethischen Clinch mit ihrer Mission.

Pikant aus Sicht der US-Ölindustrie ist, dass auch der Nahe Osten über das Unternehmen Abu Dhabi Media Company an der Finanzierung des Films beteiligt ist. Dass das Emirat als einer der grössten Ölproduzenten ausgerechnet einen kritischen Film zur Fracking-Technologie fördert, kommt nicht gut an. Und hier setzte die Fracking-Lobby an: Fracking wurde in Amerika schon zur nationalen Souveränitätsfrage hochstilisiert. Dank der Erschließung neuer Vorkommen sollen die USA in den kommenden Jahrzehnten massiv weniger Öl und Gas importieren. Im laufenden US-Präsidentschaftswahlkampf setzt sich die  Independent Petroleum Association of America (IPAA) offen für den Republikaner Mitt Romney ein.

(Quelle und ) mehr hier

Übrigens: Ich glaube nicht, dass sich die Fracking-Frage in Niedersachsen schon erledigt hat. Am 20. Januar ist Landtagswahl. Da wird im Vorfeld immer wieder manches versprochen oder suggeriert, was sich hinterher nicht bewahrheitet. Promised Land eben. Oder haben Sie andere Erfahrungen?

Unterstützer

16. September 2012

2000 Unterschriften im ganzen Land Niedersachsen und zusätzlich 100 in jedem einzelnen der 87 Landtagswahlkreise benötigt die Piratenpartei, um bei der Landtagswahl Niedersachsen am 20. Januar 2013 antreten zu können. „Flächendeckend“ heißt es dann. Zurzeit sammelt die Partei diese notwendigen Unterstützerunterschriften und sie wird sie sicher bekommen.

Beunruhigender  wirkt auf mich da schon , dass heute, fast vier Monate vor der Landtagswahl noch acht Wahlkreise  -davon allein sechs (!) in Weser-Ems – noch ohne Direktkandidaten/in dastehen (Grafik lks).

Im Wahlkreis 80 „Lingen/Schüttorf“ wurde übrigens in der vergangenen Woche der Laxtener Jörg Großmann zum Landtagskandidaten gewählt.

Die niedersächsischen Piraten schreiben aktuell:

„Unterschriftenformular für die Landtagswahl

Das Formular für die Unterstützungsunterschriften zur Zulassung zur Landtagswahl liegt vor.

Um die Piraten zu unterstützen, muss das Formular ausgedruckt und der mittlere Teil (Personendaten) ausgefüllt und unterschrieben werden (Unterschrift bei den Personendaten). Das Formular dann bitte an die Landesgeschäftsstelle senden:

Piraten Niedersachsen
Bahnhofsallee 25
31134 Hildesheim


LDK

1. Juli 2012

In Wolfsburg haben die niedersächsischen Grünen am Wochenende auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz, kurz LDK,  ihre Kandidatenliste für die im Januar anstehenden niedersächsischen Landtagswahlen beschlossen. Die taz berichtet darüber und bewertet das Ergebnis der gewählten Landesliste als Absage an Spekulationen über eine „schwarz-grüne“ Regierungskoalition ab 2013 in Hannover und zeichnet dieses Stimmungsbild:

 „Ich denke, die Fraktion ist gut gemischt“, sagt Stefan Wenzel, der bisherige Fraktions-Vorsitzende, am Samstagabend. Als scharfe Absage an Schwarz-Grün will er das linke Profil der Wahlvorschläge nicht werten. „Die Energiewende und die Bildungspolitik“ seien die Themen, mit denen die Grünen im Wahlkampf punkten sollen. „Und natürlich auch den Agrarbereich.“ Dafür spricht, dass Landwirtschaftspolitiker Christian Meyer, einer der Kommunikatoren des linken Flügels, die Rede hält, die den Parteitag rockt. Er erinnert daran, dass infolge ihrer Industrialisierung die Landwirtschaft „über ein Viertel der niedersächsischen Klima-Emissionen verursacht“ – und das Plenum applaudiert.

Der Saal leidet mit, als Meyer die Schändungen niedersächsischer Nutztiere vom Schnäbelstutzen bis zur Ferkelkastration aufblendet. Und Jubel bricht los, als er mit einer „alten Bauernregel“ schließt, die da laute: „Wer die  Umwelt ruiniert und Tiere quält, wird im Januar abgewählt“: 90 Prozent erhält auch er, sogar mehr Ja-Stimmen als Wenzel. Weil er so direkt ins grüne Herz gesprochen hat.“

Agrarpolitker Christian Meyer überzeugt auch mich. Noch mehr allerdings ziehe ich den Hut vor der 33-jährigen Filiz Polat Bramsche. Die Grüne aus Bramsche bei Osnabrück kämpft gegen die unmenschliche, hartherzig-rechte Politik des Innenministers Uwe Schünemann (CDU). Sie wird dem neuen Landtag wohl wieder angehören. Die LDK wählte sie auf Platz 7.