Franz Radziwill
125 WERKE ZUM 125. GEBURTSTAG
Oldenburg (Oldbg) – Landesmuseum Oldenburg, Im Schloss
noch bis 23. August 2020
mehr…

Erstmals zeigt das Oldenburger Landesmuseum seinen gesamten, über fast 100 Jahre gewachsene Bestand an Werken des Künstlers Franz Radziwill gezeigt. Die aktuelle Ausstellung in der biografisch-chronologischen umfasst eindrucksvolle großformatige Gemälde, farbstarke Aquarelle, Künstlerpostkarten an Freunde und Sammler sowie präzise Zeichnungen eines hervorragenden Beobachters.

Der Maler aus Dangast ist bis heute für seinen magischen Realismus in Erinnerung.  Die Geschichte vom Magier, der das Zaubern verlernt, ist dabei nur ein Pfad durch Radziwills Lebenswerk. Die andere: Über lange Jahre drängend war, dass Radziwill ein Nazi war. Er ist früh und begeistert dabei, scheitert bald mit seinen kulturpolitischen Ambitionen und pendelt sich für die folgenden Jahrzehnte weitgehend ungestört in einem reichlich diffusen Opfer-Täter-Mitläufer-Status ein.

„Das größte Wunder ist die Wirklichkeit“, resümierte der Maler Franz Radziwill (1895–1983) am Ende seines Lebens sein Werk. Geboren in der Wesermarsch und aufgewachsen in Bremen kam Radziwill 1921 zum ersten Mal nach Dangast und wählte den Fischer- und Badeort am Jadebusen ab 1923 als Wohnort und Ausgangspunkt seines Schaffens. Hier entstand das Frühwerk des Malers in Anlehnung an die Brücke-Künstler, die den Ort schon 15 Jahre vorher für sich entdeckt hatten.

Über alle Wandlungen seines Stils hat das Landesmuseum Oldenburg das Werk Franz Radziwills begleitet, ausgestellt und gesammelt: Vom ersten bekannten Gemälde aus dem Jahr 1915 über die expressionistischen Anfänge und Hauptwerke des Magischen Realismus bis hin zu den Arbeiten des Künstlers, die während des ‚Dritten Reichs‘ in den Gauausstellungen präsentiert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg näherte Radziwill sich dem Surrealismus an und nahm Motive der New Age-Bewegung in seine Bildwelten auf. Die letzten Werke entstanden, bevor der Künstler aufgrund eines Augenleidens 1972 die Malerei aufgeben musste.

Anlässlich des 125. Geburtstags des Künstlers widmet ihm das Landesmuseum Oldenburg, das seit seiner Gründung eng mit Radziwills Werk verbunden ist, eine umfassende Retrospektive.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Franz Radziwill-Gesellschaft entstanden, die aktuell im Atelierhaus des Künstlers in Dangast die Ausstellung „Franz Radziwill – Lichtspiele“ zeigt.
——————-
Mit Museumsdirektor und Kurator Dr. Rainer Stamm kann man den Meister des Magischen Realismus, den Künstler Franz Radziwill, kennen lernen:

(Quellen: taz, NOZ, Landesmuseum Oldenburg)

OL: Neuerwerbungen

31. Mai 2020

Vom Bildnis des Oldenburger Grafen Anton Günther über farbstarke Werke der Brücke-Künstler, die zeitlosen Entwürfe der Oldenburger Bauhäusler, den Ausbau der Sammlung Kunstgewerbe und Design bis hin zur zeitgenössischen Fotografie: Der jetzt vorgelegte  Band gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerwerbungen und Neuzugänge des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg aus den vergangenen 10 Jahren. Er lädt ein zu einer visuellen Reise durch knapp 400 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte und spiegelt das Engagement für die präzise Erweiterung der Sammlungen, die vor allem durch die großzügige Unterstützung zahlreicher Stifterinnen und Stifter ermöglicht wurde

Herausgeber: Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, bearbeitet von Gloria Köpnick und Rainer Stamm
Isensee Verlag, Oldenburg 2020
167 Seiten mit zahlreichen Abbildungen in Farbe, Hardcover
ISBN: 978-3-7308-1645-5
15 €, Ladenpreis plus Verpackung und Versand
Bestellung: Telefon (04 41) 40570 400 oder info(at)landesmuseum-ol.de

Neue Baukunst!

9. November 2013

Neue Baukunst!
Architektur der Moderne in Bild und Buch

Landesmuseum Oldenburg, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Eröffnung: Sonntag, 10. November 2013, 11.30 Uhr
Ausstellung bis 23. Februar 2014, Di-So 10-18 Uhr

„Architektur der Moderne in Bild und Buch“ ist der Untertitel der Ausstellung „Neue Baukunst!“ in Oldenburg. Bild und Buch – die Erwähnung dieser beiden Medienformate gibt einen Hinweis auf den Ausgangspunkt der Ausstellung: Es sind die Blauen Bücher, Bestseller zur modernen Baukunst in den zwanziger Jahren.

Walter Müller-Wulckow (1886-1964) schrieb sie, um die damals neuesten architektonischen Entwicklungen einem breitem Publikum zugänglich zu machen. Dazu hatte er mit mehr als 300 Architekten korrespondiert, um Materialien für die Publikation anzufordern.

Die Ausstellung stützt sich auf die dabei gesammelten Schriftstücke, Pläne und Fotos, die in ihrer Zusammenschau ein bedeutendes architekturhistorisches Dokument sind. Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg kann bei diesen größtenteils noch nie gezeigten Exponaten aus seinem eigenen Bestand schöpfen: Müller-Wulckow war nämlich Gründungsdirektor eben dieses Museums. Ergänzt wird die Schau um Exponate aus der Albertina Wien und dem Bauhaus-Archiv Berlin. Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung.

Zum Thema:
www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de

Bildschirmfoto 2013-11-06 um 21.37.33