tut uns leid.

27. April 2017

Seit gestern Abend macht das European Media Art Festival (EMAF) in Osnabrück  bei seiner 30. Ausgabe die Reizüberflutung der Medien zum Thema. Die Veranstaltung wurde in der Osnabrücker „Lagerhalle“ eröffnet.

Im Foyer begrüßt seither ein Maschinenwesen das Publikum. „The Reader“ heißt die Skulptur des in London lebenden Künstlers Stanza, einem Pionier der Medienkunst. Die Figur wurde mit einem 3-D-Scan Stanza selbst nachempfunden. Jetzt steht sie da: im Hoodie und den Kopf über ein Buch gebeugt, während Wörter und Satzfetzen auf die über 100 Displays ihres Körpers laufen.

Einen Sinn ergeben die Sprachfetzen nicht. Zwar sind sämtliche digitalisierte Bücher der British Library seit 1952 im „Reader“ gespeichert. Allerdings in fragmentierter Form. Ausstellungsbesucher können so lange auf die Displays starren, wie sie wollen. Klüger werden sie nicht.

Der elektronische Leser gehört zur Ausstellung der 30. Ausgabe des European Media Art Festivals (EMAF) in Osnabrück. Bis Sonntag erobern Medienkünstler mit Filmen, Musik- und Performanceprogrammen, Vorträgen und dem Media Campus als Forum für Studierende wieder die 160.000 Einwohner große Stadt. Die Ausstellung mit 36 Beiträgen in der Kunsthalle Osnabrück ist noch bis Mitte Mai zu sehen.

Alles weitere gibt es hier. Das Programm hier.

Gern hätte ich den Trailer des EMAF eingebettet. Man ihn auf vimeo anschauen, aber einbetten in dieses kleine Blog ging nicht, weil … sehn Sie selbst. Auch so kann man sich mit der Reizüberflutung auseinandersetzen…

(Quelle: taz)

Oliver Polak

18. März 2012

„Papenburg und Judentum – das ist die Grundlage für den Humor von Oliver Polak. Der jüdische Comedian und Autor von „Ich darf das, ich bin Jude“ träumt nicht davon, das deutsch-jüdische Verhältnis zu verbessern, er träumt lieber von jiddischen Pornos mit dem Titel „Analtevka“. Aber erstmal geht Polak mit seiner Live-Show auf Tour.

„Vertreter der neuen jüdischen Kultur“, „tabubrechender Sohn eines Holocaust-Überlebenden“, ein „Schlussstrich-Prophet in Jogginghosen“: Wenn Oliver Polak über die ganzen Etiketten nachdenkt, die ihm von den Medien aufgeklebt werden, sieht er dem „Panda aus Papenburg“, als den er sich gern  selbst bezeichnet, gleich ein bisschen ähnlicher. Ein etwas müder Panda. „Es geht mir in erster Linie um Comedy“, erklärt er dann geduldig und offensichtlich nicht zum ersten Mal. „Es geht nicht um das deutsch-jüdische Verhältnis, es geht nicht darum, die Leute zusammenzuführen oder was weiß ich. Es geht um Unterhaltung. Wie Udo Jürgens einmal sagte, steckt in dem Wort Unterhaltung ‚Haltung‘ drin. Darum geht es…..“

Zum ganzen Artikel von Samira Lazarovic bei n-tv geht es hier

Termine in der Region: Lagerhalle Osnabrück (22.03.), Forum Alte Werft Papenburg (28.09.)