The American Dream

27. November 2017

Dieser Traum geht in Erfüllung: Das Drents Museum Assen (NL)  und die Kunsthalle Emden (D) präsentieren seit gestern namhafte amerikanische Künstler in Europa! Die grenzüberschreitende Doppelausstellung widmet sich dem Amerikanischen Realismus von 1945 bis zur Gegenwart, unter anderem mit Werken von Edward Hopper, Andy Warhol, Alice Neel, Richard Diebenkorn, Martha Rosler, Alex Katz und Chuck Close. Nach dem 2. Weltkrieg symbolisiert die Abstraktion der New York School und nachfolgenden Künstlergenerationen den Wiederneuanfang und eine scheinbare Entideologisierung der Kunst in den USA. Dieser von einflussreichen Kunstkritikern geförderten Abstraktion steht der amerikanische Realismus gegenüber. Anhand der Themen Figuren, Stadtleben, Landschaft, Genre und Stilleben bieten das Drents Museum und die Kunsthalle Emden einen faszinierenden Einblick in den ‚American way of life‘. Damit ist die Ausstellung mehr als nur ein kunsthistorischer Überblick. Seine verschiedenen Strömungen und Künstlerpositionen spielen eine vom Kunstbetrieb nur teilweise gewürdigte und dennoch bedeutende Rolle in der Entwicklung der amerikanischen Kunst.

Die Werke zeigen  die realen Lebensbedingungen der Amerikaner auf, vertreten gesellschaftskritische Positionen und legen den Fokus verstärkt auf die menschliche Figur und die menschliche Existenz in den USA. ”American Dream” ist die erste große Übersichtsausstellung zum amerikanischen Realismus in Europa. Das Drents Museum konzentriert sich auf die Kunst von 1945 bis 1965, während die Kunsthalle Emden ihren Fokus auf die Zeit von 1965 bis zur Gegenwart richtet. Die Werke, die aus großen amerikanischen Museen, Firmensammlungen und Privatsammlungen stammen, nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Kultur und die Geschichte der USA in der Zeit seot 1945.

Bei der Eröffnungsfeier am Samstag hatte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Sonnabend die engen Beziehungen zu den USA gewürdigt. Trotz mancherlei Irritationen über die gegenwärtige politische Ausrichtung in den USA bleibe es dabei: „Uns verbinden offene Gesellschaften und ein gemeinsames transatlantisches Wertefundament, für deren Erhalt wir uns engagieren müssen“, erklärte Gabriel.

Mehr auf der Webseite der Ausstellung. Und hier (bei der Deutschen Welle.

Hier finden Sie die touristischen Tipps beider Museen für ihre Städte und Regionen als dreisprachiges blätterbares PDF-Dokument  und

hier geht es zum Kartenverkauf.

Bildschirmfoto 2016-06-03 um 21.49.49Otto Mueller
natürlich nackt
Emden  –  Kunsthalle, Hinter dem Rahmen 13
Sa 4.6. – So 25.9. 2016
Di-Fr 10-17 Uhr, Sa/So/Feiert 11- 17 Uhr

Heute Nachmittag findet um 16.30 Uhr die Ausstellungseröffnung  statt.

Otto Mueller (1874–1930) gilt als einer der bedeutendsten Künstler des deutschen Expressionismus. Trotz seiner  Zugehörigkeit zur Künstlergruppe ‘Brücke’ bleiben Muellers Arbeiten eigenständig und unverkennbar:  Hauptmotive sind schlanke,  oft weibliche Akte in Harmonie mit der unberührten Natur, am Meer, am See oder im Wald, die Farben sind häufig erdig und warm.  Die sich ähnelnden Frauenfiguren wirken zeitlos und archetypisch, evident ist lediglich ihre Jugend an der Grenze zum Erwachsenwerden.  Aus den Werken Otto Muellers spricht eine Sehnsucht nach dem paradiesischen Glück. In der Sammlung der Kunsthalle Emden befinden sich das bekannte Gemälde „Knabe vor zwei stehenden und einem sitzenden Mädchen“, 1918/19, und sechs Papierarbeiten von Otto Mueller. Dieses Konvolut ist Anlass, dem Künstler erstmals eine Ausstellung im Haus zu widmen. Sie umfasst 57 Werke, davon 10 Gemälde.

Kabinett-Ausstellungen
Die Mueller-Ausstellung wird von zwei Kabinett-Ausstellungen begleitet, die historische Fotografien aus dem Bademuseum Norderney zum Thema „Strandleben“ zeigen, sowie Aktaufnahmen zur frühen Reformbewegung  aus dem Niedersächsischen Institut für Sportgeschichte, Hannover.

Eine Entdeckung: Otto Modersohn in Emden
Eine Überraschung dürfte für viele Kunstfreunde ein weiteres Kabinett sein, das einige Emden-Motive von Otto Modersohn zusammenführt.  Der Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede malte sie bei Aufenthalten in Emden.

Mehr…

(Otto Mueller: Knabe vor zwei stehenden und einem sitzenden Mädchen, 1918/19. Sammlung Kunsthalle Emden)

Horizont Jawlensky

22. Juni 2014

Jawlensky-Selbstbildnis-1912-316x210Horizont Jawlensky

Ein Maler und seine Vorbilder van Gogh, Gauguin, Munch.

Emden  –  Kunsthalle, Hinter dem Rahmen 13

Im Fokus der Ausstellung zum 150. Geburtstag von Alexej von Jawlensky (Torschok 1864 – 1941 Wiesbaden) stehen der junge Maler und seine Verbindungen zu Künstlerkollegen wie Corinth, van Gogh, Gauguin, Matisse, Munch, Kandinsky und vielen anderen. Über 70 Gemälde aus Jawlenskys populärster Schaffensphase 1900 bis 1914 machen die Entwicklung vom unbekannten jungen Realisten zum weltberühmten Expressionisten anschaulich und nachvollziehbar. Ihnen stehen rund 40 Werke von Malern gegenüber, die ihn maßgeblich beeinflussten. Jawlensky bewegt sich dabei im Umfeld des Blauen Reiters.

Öffnungszeiten:
21.06. – 19.10.2014
Dienstag – Freitag 10 – 17 Uhr
Jeder 1. Dienstag im Monat 10 – 21 Uhr
Sa, So und Feiertage 11 – 17 Uhr
Eintritt
Erwachsene :10,- €
Ermäßigt und Gruppen ab 10 P.: 8,- €
Kinder und Jugendliche bis einschl. 15 Jahre frei

[Foto: Alexej von Jawlensky, Selbstbildnis, 1912, Öl auf Pappe. Museum Wiesbaden © Kunsthalle Emden]

Hinweis:
Anreise per Bahn
Der Bahnhof liegt etwa 7 Gehminuten von der Kunsthalle entfernt, der Fußweg ist vom Bahnhofsplatz ausgeschildert. Gäste mit Niedersachsen-Ticket erhalten an der Kasse ein kleines Präsent [Ein Ausstellungsplakat im Werte von 5 Euro, heißt es dazu im 2013er, aber weiterhin gültigen Prospekt der Deutsche Bahn für das Niedersachsen-Ticket; 9 MB].
Anreise per Auto
Die Kunsthalle ist ab allen Emder Autobahn-Ausfahrten ausgeschildert (Richtung Innenstadt/Bahnhof). Sie vermeiden den dichten Innenstadtverkehr, wenn Sie die Ausfahrt Emden-Mitte wählen und im “Parkhaus am Wasserturm” parken
Besucher der Kunsthalle können auch im nahegelegenen “City Parkhaus” 4 Stunden kostenlos parken. „Bitte lassen Sie das Guthaben auf Ihrem Parkticket an der Museumskasse aufbuchen.“ (Quelle)

Nolde

26. Januar 2013

Emil Nolde
Maler-Grafik und „Ungemalte Bilder“
Emden  –  Kunsthalle,
Hinter dem Rahmen 13

ab heute – 26.05.2013
Di – Fr 10- 17 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr
Eintritt 8 €  (6 € erm. u. Gruppen)
Bis 15 Jahre frei

Der Name Emil Noldes ist eng mit der Kunsthalle in Emden verbunden. 35 Werke des norddeutschen Expressionisten hängen in der Sammlung. Die neue Ausstellung „Emil Nolde. Maler-Grafik und ungemalte Bilder“ zeigt ab dem 26. Januar Lithographien, Holzschnitte und Radierungen sowie Aquarelle aus der berühmten Serie der „ungemalten Bilder“ von Nolde.

Emil_Nolde_Der_Grosse_Vogel_webDie Ausstellung wird am Samstag, 26. Januar 2013, um 17 Uhr in der Kunsthalle eröffnet. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen. Es sprechen Eske Nannen, Geschäftsführerin, Professor Dr. Manfred Reuther, Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, Dr. Frank Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor.

Der große Bestand  von Bildern des nordfriesischen Malers in der Emder Kunsthalle ist kein Zufall: Museumsstifter Henri Nannen ließ nie einen Zweifel daran, dass Emil Nolde für ihn einer der wohl faszinierendsten Künstler des Expressionismus war. So gab schon eine der ersten Ausstellungen der Kunsthalle im Jahr 1987 einen Überblick über das Werk Noldes. Die zweite Emder Ausstellung im Jahr 2006 konzentrierte sich auf das für Nolde charakteristische Motiv der Paare.

Bis heute stehen in der öffentlichen Wahrnehmung meist seine Gemälde und Aquarelle im Vordergrund. Daher zeigt diese Ausstellung mit rund 100 Lithographien, Holzschnitten und Radierungen, dass das grafische Werk von zumindest ebenbürtigem Rang ist und sich durch außergewöhnliche malerische Qualität auszeichnet. Um den engen Zusammenhang mit Noldes Malerei anschaulich zu machen, ergänzen rund 20 Aquarelle aus den “Ungemalten Bildern” die Präsentation. Diese historisch bedeutsame Serie schuf Nolde während der Zeit des ihm von den Nationalsozialisten auferlegten Malverbots. Die Aquarelle werden um eine Auswahl der von Henri Nannen gesammelten Nolde-Werke ergänzt.

Insgesamt umfasst das druckgrafische Werk Emil Noldes über 500 Radierungen, Holzschnitte und Lithografien. Es unterscheidet sich in seiner malerischen Wirkung mit weichen Linien und leuchtenden Farben deutlich von der eher grafisch geprägten, oft sogar schroffen Bildsprache seiner expressionistischen Zeitgenossen wie E.L. Kirchner. Mit unendlicher Lust am Experiment variierte Nolde die Druckversionen. 1913 schrieb er an den Verfasser seines Oeuvre-Verzeichnisses Gustav Schiefler: „Die neuen Lithographien lassen sich gar nicht katalogisieren. Immer und immer wieder habe ich Steine und Farben geändert, von morgens bis abends, acht Wochen lang.“

Emil_Nolde_Muehle_am_Wasser_webIn der Ausstellung fasziniert nicht allein Noldes virtuose Beherrschung der Drucktechniken, sondern auch die große Vielfalt seiner Themen. Ergänzend zu den in seiner Zeit typischen Motiven wie Akt, Porträt oder Landschaft widmet sich Emil Nolde insbesondere biblischen Themen in oft eigenwilligen Interpretationen. Ebenso gibt es phantastische, erzählerische Szenen, die dem Betrachter tiefgründige, nicht selten groteske Welten zeigen. So spiegeln die Grafiken wie auch die Ungemalten Bilder eindringlich die Eigenständigkeit und Eigenwilligkeit des Künstlers. Seine Landschaften, besonders aber seine facettenreichen Menschenbilder, haben bis heute nichts von ihrer Intensität verloren. Sie stellen Emil Nolde als Schöpfer eines vielschichtigen, sich kraftvoll neben seiner Malerei behauptenden grafischen Werkes vor. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung in Seebüll.

(Quelle Kunsthalle Emden, Fotos: (c) Nolde Stiftung Seebüll)