MON COEUR MIS À NU

5. Oktober 2021

MON COEUR MIS À NU
Marlies Behm, Anne Bellinger, Ferencz Borbàla, Laura Gerte, Angela Geisenhofer, Anouk van Kampen Wieling, Théo Lalis, Florentina Leitner, Taner Tümkaya
Kuratiert von Meike Behm und Taner Tümkaya
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstraße 10a
9. 10. – 28. 11.2021
Corona: 3 G

Über die Ausstellung:
Das Verhältnis von Kunst und Mode ist komplex, und oft auch von Komplexen geprägt. „Der Kunstdas Ewige, der Mode die Vergänglichkeit“ lautete lange Zeit das Unverträglichkeitsparadigma. Die Erweiterung des Kunstbegriffs und die Entauratisierung des Kunstwerks durch seine technische Reproduzierbarkeit wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen wurden, haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich Mode und Kunst gegenseitig miteinander auseinandersetzten. Dadaist*innen, Vertreter*innen des Suprematismus und Künstler*innen im Bauhaus, um nur einige Beispiele aus der klassischen Moderne zu nennen, haben nicht nur die Auflösung der Grenze zwischen angewandter und hoher Kunst vorangetrieben, sondern die Mode und das Modische im Kunstbetrieb tief verankert. Seither ist die Zeitgenossenschaft als Kriterium künstlerischer Qualität aus der Kulturökonomie ebenso für Mode als auch für Kunst nicht mehr wegzudenken. Beide Bereiche reflektieren aktuelle Aspekte wie Identität, Genderfragen, Rollenspiel, die Grenze zwischen freier und angewandter Kunst auf ebenso gemeinsame wie unterschiedliche Art und Weise.

Die Ausstellung „Mon coeur mis à nu (Mein Herz entblößt)“ besteht aus mehreren Elementen, die sich formal und inhaltlich auf einander beziehen, um vor allem eine Offenheit für verschiedenste Lesarten zu eröffnen, die sich um die Komplexe „Mode“ und „Kunst“ drehen. Den Auftakt des Projekts bildet eine theatralisch inszenierte Modenschau, innerhalb derer sieben Modedesigner*innen Teile ihrer Arbeit präsentieren.

Beteiligt sind Anne Bellinger und Laura Gerte aus Berlin, Florentina Leitner aus Wien, Ferencz Borbàla aus Lissabon, Anouk van Kampen Wieling aus Amsterdam und Théo Lalis aus London. Ihre Mode ist jeweils individuell und basiert teilweise auf dem Prinzip nachhaltiger Produktion. Diese Show wird von dem Künstler und Modefotograf Taner Tümkaya gefilmt, dieser Film sowie von ihm gefertigte Fotografien sind Bestandteil der Ausstellung und werden gemeinsam mit den vorgeführten Kleidungsstücken präsentiert. Ebenfalls wird Schmuck von den Goldschmiedinnen Marlies Behm aus Lübeck und Angela Geisenhofer aus München präsentiert.

Während der Laufzeit der Ausstellung bieten die Designer*innen und Marlies Behm jeweils einen öffentlichen Wochenendworkshop an, an dem jede*r teilnehmen kann. Die Woche nach dem Workshop kann genutzt werden, wenn begonnene Kleidungsstücke nicht vollendet werden konnten, entstandene Kleidungsstücke werden im Rahmen einer Abschlussshow öffentlich präsentiert. An einem Abend wird das inhaltlich komplexe Thema „Mode versus Kunst“ öffentlich durch Expert*innen aus beiden Bereichen verhandelt. Zur Ausstellung erscheint ein Booklet. Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Emsland, die Durchführung der Workshops großzügig durch den Sonderfonds des Kunstfonds Bonn.


Quelle: KV Lingen

Zur Eröffnung seiner Sommer-Ausstellung „AltmannKunstMoneckeWake“ lädt der Kunstverein Lingen für den nächsten Freitag, 19 Uhr herzlich ein. Nach den offiziellen Reden führen Studierende der Theaterpädagogik  um 20.00 und um 21.00 Uhr eine Aktion des Künstlers Richard Wake von Student:innen der Theaterpädagogik in Lingen wieder auf.

Der Titel der Gruppenausstellung nennt die Nachnamen von vier Künstlern einer Generation, die alle jedenfalls zeitweise im Emsland lebten und arbeiteten: Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake. Alle wurden in den 1930er Jahren geboren, erfuhren die Nachkriegsjahre mit den Kunstströmungen Informel, Pop Art, Aktion, Happening  und expressiver Malerei und haben sie in ihrem Werk auf jeweils eigene Art und Weise reflektiert.

Beringer Altmann arbeitete im Medium Malerei, Friedrich Kunst schuf Aquarelle, Zeichnungen und Skulpturen, Karl-Heinz („Charly“) Monecke malte vor allem Bilder und Richard Wake war bekannt durch seine Skulpturen aus Stahl, Eisen oder auch Aluminium, die er auch im öffentlichen Raum präsentierte.  Über die Korrespondenz in der Präsentation von Malerei, Grafik und Skulptur der vier Künstler wird es sowohl möglich, die jeden einzelnen Künstler prägende Formensprache und ihre Inhalte aus ihrer jeweiligen Zeit der Entstehung heraus zu vermitteln als auch diese miteinander zu vergleichen.

Gerade weil es sich bei der Auswahl der Künstler um Menschen einer Generation handelt, die auf die Kunstströmungen seit den 1960er Jahren aus der Perspektive der Peripherie reagiert haben und zwar in großen Städten studiert haben, aber dann danach vor allem in einer kleinen Stadt wie Lingen (Ems) gearbeitet haben, können im Rahmen der Ausstellung Fragen nach einem ihrer Zeit gemäßen Stil oder auch nach einer Zeitlosigkeit in den Inhalten und in der jeweiligen Formensprache verhandelt werden.

Insofern werden sowohl die jeweiligen Eigenheiten der Personen Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake wie auch ihrer Kunstwerke intensiv vermittelt als auch ihre unterschiedlichen Inspirationsquellen und kulturellen Hintergründe diskutiert. Ebenso wird ihre über diese Region hinausgehende Wirkung vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die kulturelle Identität einer Region kritisch reflektiert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

„Ausstellung und der Katalog werden großzügig unterstützt durch die Lingener Bürgerstiftung. Der Katalog wird großzügig durch die Emsländische Landschaft für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim e.V. gefördert.“ (Kunstverein Lingen)

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der Kunsthalle Lingen, Kaiserstraße 10a, die aktuellen Schutzmaßnahmen der Corona-Verordnung (begrenzte Personenzahl, Mund-Nasen-Bedeckung, Abstandsgebot) gelten

 

Susa Templin

8. September 2020

Susa Templin
Grundrisse
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sa 12. Sept. – 22. Nov. 2020
Eintritt und mehr…

Zur Eröffnung der Ausstellung von Susa Templin mit dem Titel „Grundrisse“ lädt die Kunsthalle Lingen an diesem Freitag, 11. September 2020, zwischen 10 und 22 Uhr herzlich ein. Aus aktuellen Anlass bietet die Kunsthalle an diesem Tag „statt Reden die Möglichkeit zu einem durch Meike Behm moderierten Gespräch mit der Künstlerin Susa Templin“ –  um 12 Uhr, um 15 Uhr und um 19 Uhr – unter Einhaltung der Corona Auflagen. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Faltblatt.  In der Zeit von 10 bis 22 Uhr bietet die Kunsthalle Lingen an der Bar Getränke und einen Imbiss.

The Kunsthalle Lingen cordially invites to the opening of the exhibition by Susa Templin entitled „Floor Plans“ on Friday, 11 September 2020 from 10 a.m. to 10 p.m. On this day, instead of speeches, the Kunsthalle Lingen is offering the opportunity for a discussion with the artist Susa Templin, moderated by Meike Behm, at 12 noon, 3 p.m. and 7 p.m. in accordance with the Corona conditions. A leaflet will be published to accompany the exhibition.  From 10 a.m. to 10 p.m. the Kunsthalle Lingen offers drinks and a snack at the bar.


Wer ist Susa Templin?

Die 1965 in Hamburg geborene Künstlerin lebt in Berlin. Sie absolvierte ihr Studium der freien Kunst an der Hochschule der Künste in Berlin und der Staatlichen Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main in der Zeit von 1987 bis 1993. Sie präsentierte ihre künstlerische Arbeit unter anderem in der Fotogalleriet Malmö, in der Kunsthalle Mannheim, der Berlinischen Galerie, im Museo de Arte in Lima und dem Museum Folkwang Essen in Einzelausstellungen und nahm an Gruppenausstellungen unter anderem in der Kunsthalle in Nürnberg und der DZ Bank Kunstsammlung in Frankfurt am Main teil. Viele Museen und Institutionen besitzen Werke von Susa Templin, beispielsweise das Museum Folkwang in Essen, die Kunsthalle Mannheim und die Berlinische Galerie, Museum für Moderne Kunst, Berlin.

Susa Templin arbeitet in den Medien analoge Fotografie und Fotografie-Installation. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich mit urbanen Strukturen auseinander: In Städten wie beispielsweise New York oder Berlin entstehen Fotografien, die jene Orte festhalten, deren „Gebautheit“ die Künstlerin faszinieren und fertige Zeichnungen, in denen vom Raum abstrahiert wird. Bei der Beschäftigung mit den Begrenzungen, die die Architektur vorgibt, sind auch Gärten und Parks Teil ihres Interesses. Für Susa Templin sind sie wie „Phantasieraum“ in der Stadt, künstliche Landschaft, konstruierte Natur. Aus fotografischem Bildmaterial entstehen plastische Modelle, in denen sie schließlich wieder fotografiert, so dass Vorschläge für die Gestaltung von Städten entstehen und Susa Templin setzt ihre imaginären Entwürfe zur Umgestaltung des Stadtraums um. Technisch betrachtet, handelt es sich bei den Fotografien von Susa Templin bis heute um analoge Fotografie, die nicht im Computer nachbearbeitet wird.

Eigens für die Kunsthalle Lingen entsteht eine raumgreifende Installation, so dass die eigentliche Zweidimensionalität des Mediums in eine dreidimensionale Erfahrung zwischen Fotografien erweitert wird. Das Phänomen „Raum“ wird inhaltlich auch in diesen eigens für die Ausstellung entstehenden Bildern vermittelt und eine Irritation, die an ein Labyrinth erinnert, wird evoziert. Vor dem Hintergrund unseres heutigen sich oft diffus entwickelndem Raum, innerhalb dessen Grenzen nicht mehr klar verlaufen, vermittelt diese Arbeit einen aktuellen Aspekt.

BarDo

5. Februar 2020

BarDo
Bar am Donnerstag

Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstraße 10a
Donnerstag, 6. Februar 2020 – ab 18 Uhr
Eintritt frei

Der erste BarDo 2020 – wie immer mit Musik, Drinks und Häppchen und in dieser Woche aus Anlass der diesjährigen Mitgliederausstellung „Wir von hier“ im Kunstverein Lingen.

Um 20.00 Uhr findet ein Gespräch mit zahlreichen der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung statt. (Übrigens: Es gibt bei dieser Ausstellung nicht die gewohnten Führungen um 18.30 und 21.00 Uhr)

 

Adrian Williams

21. August 2019

Adrian Williams
Lesung
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 25. Aug ’19 – 15 Uhr

Eintritt: frei

Am kommenden Sonntag geht die derzeitige Ausstellung in der Kunsthalle Lingen mit dem Titel „Schluss mit Reden, spielen wir!“ zu Ende. Aus diesem Anlass liest die teilnehmende Künstlerin Adrian Williams am Sonntag einen eigens verfassten Text in deutscher Sprache.

Adrian Williams (geb. 1979 in Portland, Oregon, lebt in Frankfurt am Main) absolvierte ihr Studium der freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main und präsentierte ihre künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen u.a. im Portikus Frankfurt am Main und im Kunstverein Braunschweig und nahm an Gruppenausstellungen im MACBA in Barcelona und in den Kunstwerken in Berlin.

Adrian Williams verfasst Stücke und Hörspiele, die bei jedem erneuten Hören andere narrative Bilder entstehen lassen. Sie untersucht in ihren Performances, Filmen und Installationen die Zwischentöne zwischen Bild, Klang und Text, die die Phantasie des Betrachters anregen, eine eigene Wirklichkeit zu kreieren.

Anschließend bietet die Kunsthalle Lingen eine letzte Führung durch die Ausstellung „Schluss mit Reden, spielen wir!“ und durch die dem Soziologen Niklas Luhmann gewidmete Präsentation im Kabinett mit dem Titel „Weltenanschauungen“. Der Eintritt ist an diesem letzten Tag beider Ausstellungen frei.

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Foto © Ars Viva, Text: PM

Fink Körner Duo

5. März 2019

Konzert zur Eröffnung der  Woche der Brüderlichkeit
Fink Körner Duo
Hansjörg Fink (Posaune) – Gero Körner (Piano)
Der Fremde – die Fremde – das Fremde
Begegnungen und Dialog

Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 10. März 2019 – 18 Uhr
Karten: 10,- € / ermäßigt 7,- €

Ein Konzert in Kooperation zwischen der Kunsthalle Lingen und dem Forum Juden Christen Lingen im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit. Manfred Rockel liest einen selbst verfassten Text.

Reden über Kunst
Ulrich Dörrie
Bedeutung und Entwicklung von selbstorganisierten Künstlerprojekten seit 1968
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr 10a
Heute – 19.30 Uhr

Nach der Studentenrevolte 1968 fragten sich zahlreiche Künstler, wie eine selbstbestimmte Produktion und deren Vermittlung zu organisieren wäre, jenseits des Einflusses etablierter Institutionen und kommerzieller Galerien.

Es gründeten sich zahlreiche Initiativen, Gruppen und Projekte. Exemplarisch war die „Buch Handlung Welt“ von Hilka Nordhausen in Hamburg, nur vermeintlich ein Buchladen, vielmehr eine Schnittstelle und ein Treffpunkt internationaler agierender junger Literaten und Künstler. Der Vortrag beleuchtet die Aktivitäten jener Jahre, stellt einzelne Projekte vor und befragt auch Begriffe wie „Subkultur“, „Avantgarde“ und „Networking“ und ihre Bedeutung in der Gegenwart.

Ulrich Dörrie wurde 1958 in Thuine geboren und wuchs in Lingen auf, dort Abitur 1978. Von 1978 – 1984 Studium der Kunstgeschichte an der FU Berlin und der Universität Hamburg. 1987 – 2011 arbeitete er als Galerist in Hamburg. Diverse ehrenamtliche Tätigkeiten in Kulturvereinen. Mitherausgeber der Publikation “dagegen-dabei”, Hamburg 1999.

Seit 2011 Lehrbeauftragter, u.a. Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und HafenCity-Universität Hamburg. Seit 2018 Leiter Kunstvermittlung Kunsthalle Lingen. Ulrich Dörrie lebt in Hamburg und Lingen (Ems).

(Foto und Text: Kunstverein Lingen)

EXPRESSIONEN – IMPRESSIONEN

Ein Einblick in die künstlerische Arbeit vieler kunstschaffender Mitglieder
des Kunstverein Lingen
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
17. Februar – 11. März 2018
Eröffnung:Eröffnung am
Freitag 16. Februar 2018,
19 Uhr

In der Aktionsgalerie:

Nach Fast Food und andere Ereignisse
Werkschau des E-Kurses (Jg. 12)
des Franziskusgymnasiums Lingen

Eröffnung:
Freitag 16. Februar 2018,
19 Uhr

 

Weihnachtsprogramm

24. Dezember 2017

Was machen wir in diesen Tagen? Das Programm in der Region an Ems und Vechte ist eher zurückhaltend. Die Lingener Kultkneipe Koschinski zum Beispiel war Jahrzehnte am späten 24. Dezember ein Fluchtpunkt für die in die Heimat zurückgekommenen Weihnachtsbesucher. Nun ist es am Heilig Abend geschlossen. Auch das Emslandmuseum und die Kunsthalle in Lingen sind -übrigens entgegen den Angaben im Veranstaltungskalender der Stadt Lingen (Ems)- nicht geöffnet sondern an den Festtagen geschlossen. Auch sonst ist nicht viel los, oder?!

Heute, Heilig Abend,
könnte man Bauer Harm im Tierpark Nordhorn besuchen. Der 24. Dezember ist wohl für jedes Kind ein aufregender Tag. Die Zeit bis zur Bescherung ist aber oft seeehr lang und bei aller Aufregung auch langweilig. Wie wäre es also mit einem Besuch bei Bauer Harm im Tierpark Nordhorn? In der gemütlichen Stube liest der Vechtehofbauer Weihnachtsgeschichten. Auch die Erwachsenen sind an seinem Herdfeuer willkommen, um mit ihm über die alte Zeit zu reden. Der Tierpark ist von 9 -17 Uhr geöffnet.

Übrigens hat, wie mir gerade „Petra1971“ (Danke!) schreibt, heute auch der Natur-Zoo in Rheine geöffnet. Kinder haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen den Kinderpreis. So weit die gute Nachricht. Leider schließt er schon um 13 Uhr. Also notieren wir das für Weihnachten 2018…

In den katholischen Kirchengemeinden in Lingen (Ems) wird ein musikalisches Krippenspiel aufgeführt (hier und hier die genauen Zeiten). Wir laden alle Familien ganz herzlich dazu ein. Nach der Krippenfeier können alle das „Friedenslicht aus Bethlehem“ mit nach Hause nehmen. Bitte dafür ein Glas/ Laterne (Betlehem Laterne) mit einer Kerze mitbringen.

In Haselünne findet ab 15.30 das offene Weihnachtssingen des MGV Rheingold auf dem Hopfenmarkt. Gesungen werden „die guten alten Weihnachtslieder – möglichst über die erste Strophe hinaus“ (Keine Angst: Es werden Liederblätter verteilt) Der Eintritt ist frei.

Auch am 1. Weihnachtag findet laut Veranstaltungskalender in Bad Bentheim ab 10.30 Uhr (!) die Historische Stadtführung „Zeitreise 1900“ durch den Kurort der Obergrafschaft statt. Sie beginnt  am unteren Burgtor und dauert ca. 1,5 Std.

Zur XMAS DANCE NIGHT lädt Papenburg in die Papenburger Kesselschmiede ein. Ab 22 Uhr öffnen sich dort die Türen. Auf der Bühne sorgen wie im vergangenen Jahr der Bremer DJ SHORT-Y und Lokalmatador DJ MDU für den Mix aus Classics, House und aktuellen Hits und Partysounds. Live Act des Abends ist der Bremer Saxofonist Chris Kawa. Karten gibt es für 15 € an der Abendkasse.

Keine Lord Nelson Revival Party mehr in Lingen; die Lord-Nelson-Geher der 60er und 70er Jahre bleiben inzwischen altersbedingt eher zuhause. Statt dessen heißt es Coming Home für Xmas;  ab 22 Uhr findet bereits zum vierten Mal am ersten Weihnachtstag die XXL Party in den Emslandhallen Lingen statt. Man trifft Heimkehrer und Freunde in einem -so die Veranstalter- „außergewöhnlichem weihnachtlichem Ambiente“. Es soll die größte Weihnachtsparty in der Region stattfinden. Eintritt: Bescheidene 6 Euro.

Am 2. Weihnachtstag findet ab 18 Uhr in der Lingener Kreuzkirche das traditionelle Weihnachtskonzert statt – mit Meike Leluschko (Sopran) und Shawn Grocott (Posaune) aus Detmold sowie Kantor Peter Müller an der Flentrop-Orgel. Karten für 8 Euro )erm. 5 Euro) an der Abendkasse.

Die Beatschicht X-Mas findet abends im Koschinski, Schlachterstraße 16, Lingen (Ems) statt. Es ist die letzte Schicht des Jahres und zur Feier des Tages mit hochkarätigem Besuch aus Hamburg. „Wir freuen uns, nach Mixwell und Stylewarz auch das dritte Mitglied des DJ Orchestra in Lingen begrüssen zu dürfen. Der großartige Mirko Machine wird uns zum Feste mit seinen erlesenen DJ Skills an den One and Twos beschenken. Also Mittwoch Urlaub und ab auf die Bretter! Kein VVK. Der Eintritt ist frei.Stempelt also rechtzeitig ein!“ macht das Koschinski schon im Vorfeld Lust auf einen geilen Abend.

Geschenk

24. November 2017

Heute Abend feiert die Kunsthalle in der Halle 4 den 20. Geburtstag. Peter „Pit“ Leuschner, der Vorsitzende des Kunstvereins Lingen, begrüßt um 19 Uhr Dr. Annette Schwandtner, Abteilungsleiterin Kultur im Nieders- Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Es sprechem auch Heiner Schepers, der erste Direktor der Kunsthalle und andere – darunter die jetzige, seit 2009 tätige Direktorin Meike Behm. Alle Gäste erwarten außerdem „Speis und Trank aus der kküche“. Es gibt Musik von DJ Sebastian.

Zu den Gästen zählt auch Lingens OB Dieter Krone, der noch ein besonderes Geschenk im Gepäck hat. CDU und SPD haben nämlich am Mittwoch im Lingener Finanzausschuss einen Antrag der FDP abgelehnt, den Betrag aufzustocken, mit dem die Stadt Lingen ein Werk des alle zwei Jahre vergebenen Kunstpreises ankauft. Die Liberalen hatten dafür 15.000 Euro amgesetzt, nachdem sich -so die FDP- der „Kunstpreis der Stadt Lingen“ (gemeint war wohl der Lingener Kunstpreis) seit 1983 in der Kunstszene etabliert habe, inzwischen aber die Mittel für den Erwerb eines Kunstwerkes aufgrund der Preisentwicklung der letzten Jahrzehnte nicht mehr ausreichten. 

Für die CDU-Neinsager erklärte deren Ratsmitglied Karl-Heinz Schwarz, die CDU halte den seit Jahren im Haus eingestellten Betrag von 4.900 € für ausreichend und diese Summe werde deshalb „weder jetzt noch jemals in der Zukunft“ erhöht. Das sagte er wirklich so und erst auf fremdschämenden Vorhalt meinerseits, eine solche Festlegung für die Zukunft habe es ja noch nie gegeben, ruderte er zurück; da habe er sich falsch ausgedrückt, so Schwarz.

Die SPD stieß durch ihren Vorsitzenden Bernhard Bendick in dieselbe Tröte und behauptete einmal mehr, die städtische Kunstsammlung werde sowieso nicht so präsentiert, wie man das wolle. Dafür, so seine Logik, brauche man auch nicht mehr Geld. So blamiert sich die gute alte, doch leider häufig kunstferne Tante SPD, wo doch zu Zeiten ihrer Lingener Landtagsabgeordneten Elke Müller (1940 -2014) selbst in deren Wahlkreisbüro in der Mühlentorstraße Arbeiten aus der Städtischen Kunstsammlung hingen. Darauf waren gleichermaßen Elke Müller wie ihre Mitarbeiterin Edeltraut Graeßner sehr stolz. Tja, liebe Sozialdemokraten – Vergeben, vergessen, vorbei?

Übrigens wenn schon kein SPD- oder CDU-Blick für aktuelle Kunst und die Freude an ihr vorhanden ist und auch dieser Termin nicht die schwarzen Augen zu öffnen vermochte, könnte vielleicht die monetäre Bewegung in der CDU nachrechnen: Kein städtischer Vermögensbestandteil hat sich „wertmäßig“ so positiv entwickelt, wie die städtische Kunstammlung, die sich im wesentlichen aus den Ankäufen von Arbeiten der Kunstpreisträger zusammensetzt. Das 1994 angekaufte, großformatig-museale Werk der Malerin Karin Kneffel beispielsweise dürfte seinen Wert etwa verfünfzigfacht haben und heute mehrere Hunderttausend Euro wert sein. Hinweis: Die CDU-Fraktion sieht es in jeder Ratssitzung, weil es im Ratssitzungssaal hängt. Die SPD sieht es nicht, weil sie davor sitzt, sie schaut zur CDU gegenüber, hinter der (noch) das Triptychon „Schmutzige Hände“ von „Apfelkünstlerin“ Antje Majewski hängt…

 

(Foto Kunsthalle 1997; @Kunstverein Lingen)