heldenhafte

15. Juli 2017

Fakenews made in Hamburg:
Olaf Scholz hat gestern der Hamburger Bürgerschaft seine Sicht der Eskalation auf die Geschehnisse zum G20-Gipfel präsentiert. Kurz gefasst: „Wir haben alles richtig gemacht. Polizeigewalt hat es nicht gegeben. Die Beamten haben heldenhafte Arbeit geleistet. Wer anderes behauptet, will nur denunzieren.“

Passt ja auch alles gerade nicht so recht in das ganze Wahlkampfgeblubber, in dem die SPD aktuell ganz selbstverantwortet die schlechteren Karten hat. So einfach allerdings will man es Scholz und der Hamburger Polizei, die sich ja auch und immer noch kritikresistent gibt, dann ganz zu Recht dann doch nicht machen.

ps
476 verletzte Polizisten meldete die Polizei während der G20-Krawalle – und in den vergangenen Tagen berichtete weltweit fast jedes Medium darüber. Nach Recherchen von BuzzFeed News ist diese Zahl allerdings deutlich übertrieben. Denn es stellt sich heraus: Mitgezählt wurden auch Kreislaufprobleme und Dehydrationen. „BuzzFeed“ zufolge waren von den 476 verletzt gemeldeten Beamten 21 am Tag nach der Verletztenmeldung noch nicht wieder einsetzbar. Offiziell als schwer verletzt wurden 2 Polizisten (in Worten zwei) gemeldet.

Die BILD-Zeizung sammelt derweil für Urlaub der verletzten Polizisten. Das dürfte die (einstweilen straflos versuchte) Anstiftung zur Vorteilsnahme sein.

Es wird wohl  Zeit brauchen, um die Geschehnisse aufzuarbeiten, auch wenn der politische Wille dazu aktuell recht klein zu sein scheint. Was in meinen Augen ein echtes Problem ist.

Disclaimer
Das bei Das_kfmw gefundene Video und der Text sind nicht objektiv, aber notwendig.

Idioten

22. November 2015

Tief im Osten, dritte Liga. Was die Pegidadödels dort so singen, wenn eine Schweigeminute ansteht. Idioten.

[via kraftfuttermischwerk]

Kundenmail

8. November 2015

Die GLS Bank hat aufgrund ihrer Hinweise zur Flüchtlingshilfe eine Mail von einer „besorgten“ Bürgerin bekommen und reagiert dementsprechend.

(Quelle: Kraftfuttermischwerk)

Manfred will auch ’ne App

28. Oktober 2015

Das Kraftfuttermischwerk schreibt:

„Eine Dresdner IT- Firma hat eine kostenlose App für Geflüchtete entwickelt, die das Asylverfahren erklärt und dabei hilft, kostenlose Sprachkurse zu finden. Da ist Facebook-User Manfred ganz traurig, weil ihm keiner eine App schreibt. Wir haben ihm ein faires Angebot gemacht.“

SHARP Frankfurt Main hat ihm einen Vorschlag unterbreitet. Ich weiß nicht, ob er diesen angenommen hat.

kostenloseApp

Kobane

6. Oktober 2015

Ronny von Kraftfuttermischwerk: „Ich war die Tage in Meck-Pomm und habe mich dort gezwungener Maßen mit besorgten Nazis unterhalten müssen. Jene, die ja eigentlich gar keine sein wollen, ihre vorgebrachten, vermeintlichen Argumente aber lassen im Regelfall keine anderen Schlüsse zu, als das es sich eben doch um solche handelt. Man fädelt sich da eine krude Argumentationskette, die immer mit „Ich habe ja nichts gegen Kriegsflüchtlinge, den muss geholfen werden!“ beginnt und auf „Aber 99% von denen kommen ja gar nicht aus Kriegsgebieten!“ Wenn man die fragt, woher sie diese Gewissheit haben, geben sie als Quelle gerne die „Cousine eines Freundes“ oder „Ich kenne da einen, der einen kennt, dessen Cousine des Freundes einen kennt, der wiederum mit eigenen Augen gesehen hat, dass…“ und so. Man kennt das. Schön auch: „Man liest ja soviel!“ Meinen die dann allerdings gänzlich unironisch. Echt jetzt!

Ich diskutierte mich erst wohlwollend durch die letzte Nacht und musste feststellen, was ich in letzter Zeit schon häufiger feststellen musste: Man kommt diesen Menschen weder mit Fakten noch mit faktisch untermauerten Argumenten bei. Sie bauen sich ein Weltbild und leben dann in diesem. Das geißelte dann in „Man will das deutsche Volk vernichten!“ Das käme „von ganz oben“. Auf die Frage, wo genau dieses „ganz oben“ denn läge, bekam ich keine Antwort. Dafür glühte mir der Aluhut fast durch.

Jetzt sehe ich hier Aufnahmen, die schon im Frühjahr über Kobane von einer Drohne gemacht wurden und würde jene Knetbirnen vom Wochenende gerne fragen, was sie denn glauben, wo all diese Menschen hin sind, die dort einst gelebt haben müssen. Oder was sie denn tun würden, wenn ihnen in der Stadt, in der sie jetzt friedlich leben, irgendwann mal die Bomben auf die Köpfe fallen. Ich vermute: es würde kaum plausible Antworten geben. Denn wo weder Fakten noch Argumente helfen, können womöglich auch Bilder nicht mehr überzeugen.

Und es ist nicht nur Kobane. In Homs bspw. sieht es auch nicht besser aus.“

 

Fuchs

3. Juni 2015

Ist ja auch ein wirklich harte Beleidigung.

Beleidigung

(Quelle/gefunden bei: Kraftfuttermischwerk)

Im Keller

8. Dezember 2014

Ich räume ein, hier einen sehr schrägen Wochenbeginn zu bieten. Blah Blahson ist sich jedenfalls sicher, er sei „eigentlich [nicht] der einzige, der hier an Fritzl denken muss“ und Thomas kommentiert: „Der Film ist ziemlich krass. Ich glaube meine herumsitzenden Kinobesucher waren allesamt ziemlich verstört, als der Abspann lief. Die Doku geht sehr nah, aber empfehlen kann ich sie nicht.“ Und die Naziszene hat ein juristisches Nachspiel:

Kurzum: Der österreichische Dokumentarfilm „Im Keller“ zeigt das, was die Nachbarn so in ihren Kellern treiben.

Ronny von Kraftfuttermischwerk geht „davon aus, dass es in den Kellern Deutschlands mitunter wohl nicht anders zugeht und erinnert sich daran, dass es in der DDR bei vielen ein erklärtes Lebensziel war, irgendwann mal einen Partykeller zu haben. Andere hatten eine Fahrradwerkstatt. In meinem Keller steht mein Plattenregal, die Reste des alten Studios und es liegt dort eine Gästematratze. Weitere Ausschnitte aus Im Keller nach dem Klick:  (mehr …)„…

Hier der offizielle Trailer des Dokumenbtarfilms von Ulrich Seidl und Vimeo zeigt hier weitere Ausschnitte:

Kinder, Kinder

8. September 2014

Moin, ist Montag und der Blogbetreiber retur. Er reibt sich bei diesem Sicherheitswahn die Augen:

„Während man in Berlin die Kinder an Miniwasserwerfern spielen lässt, werden über den großen Teich in Ferguson Fingerabdrücke von den Kleinen gesammelt. Wohl aus Sicherheitsgründen. Noch keine 10 und alle vom Staat schon als potenzielle Verbrecher klassifiziert. Schöne neue Welt.

The free fingerprinting kits are part of the long-running national push to fingerprint children in the name of public safety, and are a new tone-deaf low from the region’s cops.“

Bildschirmfoto 2014-09-08 um 07.33.01

(via BoinBoing)
[gefunden bei Kraftfuttermischwerk]

Happy

31. März 2014

Blasmusik in schön. Der junge Posaunist Christopher Bill hat sich Pharrell Williams’ “Happy” genommen und mit Ableton 9, seinem Körper und seiner Posaune diese wirklich schöne Version davon eingespielt.

 

[gefunden bei: Kraftfuttermischwerk]

Gysi

25. November 2013

Sie erinnern sich an die Ströbele-Rede zum NSA-Skandal, die ich vor einer Woche hier veröffentlicht habe. Meine Quelle Ronny ergänzt  jetzt:

„Zur NSA-Affäre. Vor dem Bundestag. Der war gut, aber Gysi war am selben Tag zum selben Thema – genau genommen – noch sehr viel besser. Allein, ich kam bisher nicht dazu. Jetzt der Vollständigkeit wegen aber. Kennt Ihr eh alle schon. Egal.

Und, Gregor, lass Dich mal drücken.“

Da schließ ich mich drückend an. Gern!