Børgermeister

24. November 2010

Dass jemand Musik macht, was von Chören versteht und mit rund 55 % und gegen den CDU-Kandidaten OB wird, gibt es seit Sonntag in Flensburg. Aber Sie wissen ja: „Das hamm wa‘ schon bei uns in Lingen“ !

Simon Faber (42, Foto re.) wird ab dem 15. Januar 2011 Oberbürgermeister in Flensburg. Er ist ausgebildeter Musiker, Opernsänger, Chorleiter und…“

mehr auf der Seite der taz.

Denn taz-Mitarbeiter und Børgermeister-Verfasser Daniel Kummetz  sagte Nein auf meine Anfrage, ob ich den taz-Text und das  Material verwenden dürfe. Ich hatte Kummetz‘ Artikel verändert, weil es galt, ihn zu präzisieren und Formulierungsschwächen zu beheben, und den Verfasser zugleich gebeten, ihn verwenden zu dürfen. Er empörte sich, ich schrieb zurück mit der Bitte um einen Vorschlag. Der ungewöhnlich bestimmende Zeitgenosse DKU beendete heute den beiderseitigen Meinungsaustausch zur Verwendung des Textes in meinem kleinen Blog mit dieser unfreundlich-drohenden E-Mail:

Hallo Herr Koop,

schön, dass Sie den Text so gut finden, dass sie ihn weiterhin auf ihrer Website haben. Weniger schön finde ich, dass Sie ihn weiterhin als ihren eigenen verkaufen und sich nicht aufs reine Zitieren und Verlinken beschränken.

Ich denke, ich habe Ihnen die Optionen klar genannt. Es gibt keinen Grund für mich, meine Rechte Ihnen gratis zu überlassen. Denn: Sie können meinen Text problemlos ihrer Leserschaft über einen Link und Zitate zugänglich machen. Der Text steht auf der Website eines nicht-kommerziellen im Sinne von nicht-profit-orientierten Medienprojekts – nichts anderes ist die taz. Wenn Sie den Text so gut finden, dass Sie ihn auf ihrer Seite haben möchten, können Sie gerne Online-Nutzungsrechte erwerben.

Sollte ich bis morgen (29.11.2010) 18 Uhr nichts von Ihnen hören und der Blog weiter Artikelteile von mir enthalten, die weit über ein Zitat hinaus gehen, werde ich den Text zu normalen (kommerziellen) Konditionen in Rechnung stellen. Sollten Sie vorher klar signalisieren, Nutzungsrechte erwerben zu wollen, können wir über angepasste Preise reden.

Mit besten Grüßen

Daniel Kummetz

—-
Daniel Kummetz
die tageszeitung
Redaktion taz Nord
Harkortstr. 81
22765 Hamburg

Tel. 040-389017-XX
Mobil 0151 5562XXXX

Nun denn, ich hatte den Blogtext  dem nicht-profit-orientierten Medienprojekt entnommen, überarbeitet und verändert und nicht als meinen eigenen verkauft, sondern ihn vielmehr gekennzeichnet mit „Quelle und Material der taz, DKUund gefragt, ob das ok gehe; ging es nicht,  und wenn es nicht anders geht, dann lassen wir das eben.  Schade.

(Foto: © SSW)

 

2. Nachtrag: Daniel Kummertz schreibt mit heute (29.11.) diese E-Mail:

Hallo Herr Koop,

zugegeben meine Mail war nicht sehr freundlich. Die Mail samt Signatur vollständig zu veröffentlichen ist nicht korrekt – bitte nehmen Sie die sofort wieder raus.

Mit besten Grüßen

Daniel Kummetz

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Daniel Kummetz
die tageszeitung
Redaktion taz Nord
Harkortstr. 81
22765 Hamburg

Tel. 040-389017-XX
Mobil 0151 5562XXXX

Dann will ich mal nicht so leakig sein wie andere und jedenfalls die T-Nummern datenschützerisch etwas einkürzen…

 

Kopenhagen

24. Januar 2010

Stadtrat Büring hat per Interview bekannt gegeben, dass die Stadt weitere 8 Hektar Wald an der Raffineriestraße abholzen will. Ein Minus an Wald, das zum mit dem vorsätzlichen Waldflächen-Minus  aus dem letzten Februar (Foto lks) zu addieren multiplizieren ist, ohne dass dies „ein Plus“ ergäbe, und für das es keinen einzigen Grund gibt. Wiederholung: Keinen einzigen Grund. Die Sozis im Stadtrat schreiben dazu aktuell auf ihrer Internetseite:

Als unsinnig bezeichnet der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Hajo Wiedorn die jetzt von der Stadt Lingen (Ems) durch den 1. Stadtrat Dr. Ralf Büring angekündigte Rodung der Flächen an der Raffineriestraße. Dafür gibt es nach Ansicht des Sozialdemokraten keinen aktuellen Anlass.

„Wir haben im letzten Jahr viele, auch umstrittene Absichten von OB Pott und seinem Gefolge mitgetragen.“ erklärte Wiedorn gegenüber der Presse. „Für diesen Unsinn haben wir aber keinerlei Verständnis!“
In mehreren Anfragen nach konkreten Ansiedlungsabsichten hatte die Verwaltung, an erster Stelle Baudezernent Lisiecki, immer nur ausweichende oder eher verschleiernde Antworten parat. Und die jüngsten Aussagen von Dr. Büring gegenüber der Presse sagen auch nur, dass Gespräche geführt werden.

Offensichtlich sollen mit der geplanten Rodung Fakten geschaffen werden die nicht oder nur schwer rückgängig gemacht werden können, so wie es schon im letzten Jahr bei der übereilten Baumfällaktion an der Waldstraße praktiziert wurde. „Nach Kenntnis der SPD gibt es keine verbindlichen Ansiedlungsabsichten von Unternehmen an dieser Stelle“ so Wiedorn weiter „oder die Verwaltung hat uns nicht die Wahrheit gesagt. Und an die Verlegung der Raffineriestraße glauben wir nach den Aussagen der BP in den nächsten 5 Jahren auch nicht mehr.“

Sprachlich ausbaufähig aber inhaltlich eindeutig, was Hajo Wiedorn sagt. Ich schließe mich dem Inhalt an.

Geschätzte Leserschaft, hier erleben Sie erneut noch einmal den besonderen eigenen Beitrag der Stadt Lingen (Ems) zum Weltklima (Sie wissen, das Problem aus Kopenhagen mit K, was uns in Lingen mit L ja nicht betrifft, weil hier die CDU die Mehrheit hat) lässt mich die – ich räume ein –  unsachliche Frage aufwerfen, ob die Herrschaften im Rathaus vielleicht besoffen sind, solche Entscheidungen zu treffen und auch noch zu realisieren. Zweite Frage: Warum  eigentlich verkündet der  OB nicht diese umweltfeindliche Entscheidung?

Ps Aktualisiert am heutigen Abend (s. Kommentar von R. Rauscher und mehr und meine Kommentar-Antwort)

Dörpen

7. Dezember 2009

SPIEGEL-ONLINE berichtet heute -passend zum ersten Tag der Weltklimaschutzkonferenz in Kopenhagen- über den Kampf der  Bürgerinitiaitive Saubere Energie in Dörpen gegen ein Kohlekraftwerk.

Windkraft oder Kohle? Das Emsland streitet über die Energie der Zukunft – stellvertretend für den Rest der Republik. Im Örtchen Dörpen bekämpfen sich Ökolobbyisten und Anhänger eines geplanten Großkraftwerks: Es geht um Arbeitsplätze, Eitelkeiten und sicheren Strom.

Es ist ein Kampf Klein gegen Groß, Windkraft gegen Kohle, vermeintlich Gut gegen vermeintlich Böse: Im niedersächsischen Dörpen, einem Dorf mit rund 4000 Einwohnern, streiten sich die Anhänger erneuerbarer Energien mit jenen der herkömmlichen Kraftwerkstechnik – quasi stellvertretend für den Rest der Republik. Die einen planen einen neuen Steinkohlemeiler, der 900 Megawatt Strom erzeugen soll. Die anderen wollen im Nachbarort Haren, nur 20 Kilometer entfernt, eine Fabrik für Rotorblätter errichten. Geplante Mitarbeiterzahl: 1000….

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(Foto: © BI Saubere Energie Dörpen)