Lingen im 19. Jhdt.

16. Dezember 2017

Lingen im 19. Jahrhundert
Herbstvortrag des Stadtarchivs von Dr. Mirko Crabus
Lingen (Ems) – Professorenhaus, Universitätsplatz 5/6
Di 19.12. – 19 Uhr

Eintritt frei

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung Lingens zwischen 1815 und 1904.

1815 wird Lingen Teil des Königreichs Hannover. Doch ein wirtschaftlicher Aufschwung bleibt zunächst aus. Lingen habe, so ein Zeitgenosse, eine Kaserne ohne Soldaten und einen Hafen ohne Schiffe. Dann aber erhält Lingen 1856 den Anschluss an die Hannoversche Westbahn (Bahnhof Lingen – Farbstiftzeichnung von Friedrich Gottlieb Müller um 1860 © Stadtarchiv Lingen), das Eisenbahnausbesserungswerk entwickelt sich bald zum größten Arbeitgeber der Stadt und die Bevölkerungszahlen steigen deutlich. Der Ems-Vechte-Kanal wird eröffnet, dann der Dortmund-Ems-Kanal. 1904 schließlich bricht die Kleinbahn Lingen-Berge-Quakenbrück zu ihrer ersten Fahrt auf.

All das hat auch Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Das gerade gegründete Bonifatius-Hospital muss schon bald erweitert werden, und der Lingener Viehmarkt erlangt überregionale Bedeutung. Durch die Industrialisierung entsteht aber auch eine neue Form von Armut. Arbeiterinnen und Arbeiter leiden oftmals unter niedrigen Löhnen und widrigen Arbeitsbedingungen. Dennoch findet die Sozialdemokratie in Lingen nur wenige Fürsprecher. Vielmehr sind es die katholischen Zentrumsanhänger und die protestantischen Nationalliberalen, die sich in Lingen während des Kulturkampfes erbitterte Auseinandersetzungen

Bildschirmfoto 2015-08-30 um 03.00.03Mittwochs im Museum:
200 Jahre Emsland –  Hannover

Lingen (Ems)  –  Emslandmuseum, Burgstraße 28 b
Mi 2. Sept. ’15  –  16.00 / 19.30 Uhr
Eintritt: 5,- € (erm. 3,- €)
Mit einem besonderen Jubiläum beginnt  die Herbstsaison der beliebten Vortragsreihe „Mittwochs im Museum“.  Diese Reihe bietet jeweils einmal im Monat Informationen zu laufenden Ausstellungen und historischen Themen sowie Einblicke in die Forschungstätigkeit des Emslandmuseums Lingen (Ems).
Vor genau 200 Jahren wurden Lingen und das Emsland Teil des neu gegründeten Königreichs Hannover, den Vorläufer des heutigen Bundeslandes Niedersachsen. Eigentlich war die Niedergrafschaft Lingen wieder an Preußen gefallen, aber durch den Verzicht Preußens auf die „Niedere Grafschaft Lingen“ wurde 1815 Lingen Teil des auf dem Wiener Kongress neugegründeten Königreiches Hannovers. Viele Spuren in Stadt und Umland erinnern bis heute an die Könige und Königinnen aus dem Welfischen Königshaus, an die Hannoversche Justiz und Verwaltung sowie an den Ausbau der Verkehrswege wie Chausseen, Kanäle und Eisenbahnen in dieser Zeit.

JVA Münster

15. September 2013

JVAMümnster2 Der „Tag des Offenen Denkmals“ ist zwar vorbei, doch heute ist der „Tag des Offenen Gefängnisses“ – und zwar in Münster, wo das älteste, noch in Funktion stehendes preußische Gefängnis steht. Der nach Plänen der preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel und Carl-Friedrich Busse im Stil der englischen Neugotik errichtete sternförmige Ziegelbau wurde 1853 in Betrieb genommen; übrigens steht er  genauso unter Denkmalschutz wie die hannöversch-britische Kaserne, die 1835 in Lingen gebaut wurde,  zunächst für ein schottisches Regiment als Quartier diente bis sie dann zu einem Gefängnis wurde.

In Münster ist -ganz im Gegensatz zu Lingen- die Aufgabe des historischen Gebäudes beschlossen. Am Stadtrand soll ein neues Gefängnis entstehen. Für das alte muss also ein gutes, neues Nutzungskonzept gefunden werden.

Aus Anlass ihres 160. Geburtstages bietet die JVA Münster an diesem Sonntag erstmals die Möglichkeit einer Besichtigung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgrund von Sicherheitsbestimmungen ist das Mitbringen von Hunden, Kinderwagen, Fotokameras und Handys nicht zulässig.

Termin: Sonntag, 15. September 2013, 10-17 Uhr
Ort: Justizvollzugsanstalt Münster, Gartenstraße 26, 48147 Münster

(Foto. JVA an der Gartenstraße in Münster CC STBR)