Pasta Grannies

25. Juli 2021

Irgendwie bin ich gerade auf der youtube-Seite von Pasta Grannies hängen geblieben. Pina aus Monterosso im italienischen Ligurien zeigt dort, wie lecker gefülltes Gemüse zubereitet wird! Sie hat 2 Paprika, 2 Zwiebeln und 5 Zucchini verwendet, aber man kann jede beliebige Kombination verwenden.
Ihre Füllung: 400g Rinderhackfleisch, 20g Butter, 200g Mortadella, 1 dicke Scheibe Weißbrot, 50ml Milch, 1 Teelöffel Majoranblätter, 100g geriebener Parmesan, ein Teelöffel Salz. Weihnachten kommen Anchovis dazu.
Für eine vegetarische Version, wie Elke Schiedeck sie liebt, 400 g Semmelbrösel anstelle des Fleisches probieren, die Schale und den Saft einer Zitrone, geriebenen Knoblauch und 2 Esslöffel gehackte Petersilie zusammen mit dem Majoran hinzufügen. Alles weitere findet sich in diesem Youtube-Video (engl.). Guten Appetit!

 

»Fülle einen Topf mit Wasser und stell ihn bei mittlerer Hitze auf den Herd«, empfiehlt Köchin und Autorin Tamar Adler. Schon hast du mit dem Kochen begonnen. Sind Zwiebeln, Möhren und Sellerie im Haus, kannst du die kleinschneiden und hinzugeben: der Anfang einer Gemüsesuppe. Ein paar Gewürze, etwas Olivenöl und eine Handvoll Reiskörner später erfüllt der Duft einer köstlichen Mahlzeit die Küche.

Das ist keine Empfehlung, künftig alles zu kochen. Es gibt schließlich andere und oft spannendere Methoden des Garens. Und das Abendessen gänzlich aus dem Nichts zu improvisieren ist gewiss nicht jedem Anfänger gegeben. Das Beispiel verdeutlich jedoch, wie einfach Kochen eigentlich ist. Zermartere dir nicht den Kopf mit der Frage nach dem Was. Fang einfach an. Es ist kein Wettbewerb und kein Leben hängt davon ab. Wirklich ungenießbares Essen produziert kaum jemand, wenn er aufrichtig und mit Achtsamkeit kocht. Kochen ist einfach. Es gibt keine Regeln.

Das lese ich gerade bei Felix Olschewski auf der Suche nach einem Blogthema. Mir gefällt besonders diese Passage:

Das wichtigste Werkzeug beim Kochen ist Leichtigkeit, oder nenne es Spaß, Freude oder Heiterkeit. Ein Koch ist kein Flugzeugpilot; es stehen keine Leben auf dem Spiel. Diese Freiheit solltest du nutzen, um mit Leichtigkeit etwas zu erschaffen, das die Sinne erfreut. Freies Kochen ist ein kreativer Akt: Selbst wer ein Rezept strikt befolgt und lediglich am Ende nach eigenem Ermessen abschmeckt, erbringt eine kleine kreative Leistung. Mit einer vom Ernst verspannten Zunge kann kein Koch den Geschmack beurteilen.

Felix Okschewski beschreibt sich selbst als freien Autor, Musiker/Komponist und Reisender. Neben seiner Leidenschaft der Musik, gibt er seine Werte über die Webseite urgeschmack.de wieder. Seit elf Jahren erreicht er mit dieser Seite viele Menschen und vermittelt Tipps, um Kontrolle und Verantwortung für Ernährung, Gesundheit, Leben und ire Umwelt zu übernehmen. Er sagt:

“Für meine Internetseite urgeschmack.de gilt Einfachheit. Für mich ist der Erfolg nicht im Geld gemessen, sondern darin, wie viele Menschen ich erreiche und wie vielen Menschen ich helfen kann.”

die Zitate oben stammen aus Felix‘ Buch „Einfach Kochen* wieder. Neben einfachen und nahrhaften Rezepten beschreibt er nahezu philosophisch den Wert des Kochens. Nachdem Ihr es gelesen habt, wird sich Eure Sichtweise auf Nahrung und deren Zubereitung verändern. Dieses Zitat aus dem Buch verdeutlicht es:

“Selbst kochen verändert das Leben. Es dient der eigenen Gesundheit, körperlich und geistig, Tag für Tag. Es erweitert den Horizont, schärft die Sinne und pflegt Beziehungen. Das gilt zugleich für jeden einzelnen und übergreifend für die gesamte Menschheit.”

Na bitte!


Einfach kochen. Felix Olschewski, Taschenbuch 11,99 €. ISBN: 3752879408
Methoden und Rezepte. Paperback. Books on Demand,  216 Seiten

Wer sein Gemüse selbst putzt und anrichtet, Soßen anrührt und Kräuter hackt, lebt gesünder und bereichert sein Leben weit über Küche und Esszimmer hinaus: Wenn wir unsere Lebensmittel mit allen Sinnen erleben und den Gaumen kultivieren, dienen wir der Gesundheit von Körper und Geist, unseren Beziehungen zueinander und unserer Gesellschaft.
Dieses Buch stößt zum Erleben des Kochens an und erklärt, warum wir selbst kochen sollten.
Rund 70 Rezepte dienen als Anregungen zum Nachkochen einfacher und nahrhafter Gaumenfreuden oder als Ausgangspunkt für eigene Experimente.

 

im Hasetal

6. November 2018

Hart am Wind ins Lebensmittelparadies »Es geht nur um Masse, nicht um Qualität. Da möchte ich nicht mehr mitmachen. Das Leben ist wertvoll. Ich möchte nicht die billigste, sondern die beste Ware anbieten.« Wolfgang Möllerings Augen leuchten, wenn er über seine neuen Erzeugnisse spricht. Der Landwirt hat auf seinem Hof im Hasetal lange Zeit Bullenmast und Kartoffelanbau betrieben wie viele seiner Kollegen. Warum soll es so nicht weitergehen?

Billige Importe aus Ländern mit niedrigeren Löhnen haben den Preisdruck stetig erhöht. Die Gewinnspanne sinkt seit Jahrzehnten und ein Betrieb muss immer mehr erzeugen, um seine Einnahmen zu erhalten. Denn zusammen mit den sinkenden Preisen schrumpft auch die Wertschätzung seitens der Käufer: Wenn ein Kilo Fleisch scheinbar immer billiger werden kann, warum dann nicht das billigste nehmen? Das Bewusstsein für Qualität schwindet und mit ihm die Fähigkeit, die Qualität überhaupt zu erkennen. Dann ist Fleisch gleich Fleisch: eine Handelsware, verscherbelt wie Wertpapiere an der Börse. Und genau so musste Wolfgang täglich um die Preise pokern. Hohe Verluste ist er gewohnt. Die letzte Folge: Man benötigt immer mehr Fläche, um als Landwirt nur überleben zu können. Ein Betrieb muss wachsen oder weichen. Das beobachten wir seit vielen Jahren: Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sinkt; ihre Größe steigt. So steuern wir langsam auf Monopole zu, steigern unsere Abhängigkeit von wenigen Unternehmen und erhöhen das Risiko für Vergiftungen in Lebensmitteln und Umwelt.

Diese Entwicklung dient keinem Landwirt. Und jeder Bürger zahlt einen hohen Preis dafür. Was an der Supermarktkasse attraktiv günstig wirkt, ist in Wahrheit herausgeworfenes Geld. Da allein…

Weiterlesen bei Urgeschmack von Felix Olschewski: Hart am Wind ins Lebensmittelparadies – https://www.urgeschmack.de/lebensmittelparadies/


Das Navigieren ist so schwierig nicht. Eine Anleitung hat Felix Olschewski hier veröffentlicht: Einfach essen; und ein Logbuch in Form eines Kochbuchs dort: Einfach kochen. Helga und Wolfgangs Hofladen findet man auch im Netz – neuerdings nebst Shop.

Weiterlesen bei Urgeschmack: Hart am Wind ins Lebensmittelparadies – https://www.urgeschmack.de/lebensmittelparadies/


Ein Beitrag aus dem Blog Urgesckmack

Ostdeutschkochen

28. Mai 2013

90 „DDR“-Rezepte finden sich auf diesem YouTube Ostdeutschkochen-Channel, der zur Webseite Erichs Erbe gehört, ein Projekt des Medienmenschen Toni Schwabe aus Neubrandenburg: Schwabe sammelt auf seiner Seite Rezepte aus der DDR, deren Zubereitung er dann verfilmt.

Erichs Erbe präsentiert Deftiges, Herzhaftes, Süßes und sogar Getränke. Viele der Rezepte werden von Lesern eingereicht und  Köchin Doris Schwabe bereitet sie dann originalgetreu zu. Serviert wird stilecht auf Mitropa-Geschirr.

Bei all dem wird Toni Schwabe fachlich offenbar bestens unterstützt durch die langjährige „DDR-Köchin“ Doris Schwabe (Mama? Schwester? Tante?). Ich lese:

Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass nicht alle hier vorgestellten Rezepte zwangsläufig einen ostdeutschen Ursprung haben müssen. Viel mehr möchten wir zeigen, wie diese in der DDR zubereitet wurden. Wir wollen ein Stück Esskultur der Deutschen Demokratischen Republik am Leben erhalten. 

Inzwischen gibt es längst schon eine Erichs-Erbe-Facebookseite und jetzt ist auch ein Buch in Vorbereitung.

Die Harzer Käsesuppe ist mein Favotir. Ich kann sie nur empfehlen. Es gibt sie immer bei Schwägerin Doris, die in Laxten aufgewachsen ist, also -von mir aus betrachtet- auch im Osten.