im Hasetal

6. November 2018

Hart am Wind ins Lebensmittelparadies »Es geht nur um Masse, nicht um Qualität. Da möchte ich nicht mehr mitmachen. Das Leben ist wertvoll. Ich möchte nicht die billigste, sondern die beste Ware anbieten.« Wolfgang Möllerings Augen leuchten, wenn er über seine neuen Erzeugnisse spricht. Der Landwirt hat auf seinem Hof im Hasetal lange Zeit Bullenmast und Kartoffelanbau betrieben wie viele seiner Kollegen. Warum soll es so nicht weitergehen?

Billige Importe aus Ländern mit niedrigeren Löhnen haben den Preisdruck stetig erhöht. Die Gewinnspanne sinkt seit Jahrzehnten und ein Betrieb muss immer mehr erzeugen, um seine Einnahmen zu erhalten. Denn zusammen mit den sinkenden Preisen schrumpft auch die Wertschätzung seitens der Käufer: Wenn ein Kilo Fleisch scheinbar immer billiger werden kann, warum dann nicht das billigste nehmen? Das Bewusstsein für Qualität schwindet und mit ihm die Fähigkeit, die Qualität überhaupt zu erkennen. Dann ist Fleisch gleich Fleisch: eine Handelsware, verscherbelt wie Wertpapiere an der Börse. Und genau so musste Wolfgang täglich um die Preise pokern. Hohe Verluste ist er gewohnt. Die letzte Folge: Man benötigt immer mehr Fläche, um als Landwirt nur überleben zu können. Ein Betrieb muss wachsen oder weichen. Das beobachten wir seit vielen Jahren: Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sinkt; ihre Größe steigt. So steuern wir langsam auf Monopole zu, steigern unsere Abhängigkeit von wenigen Unternehmen und erhöhen das Risiko für Vergiftungen in Lebensmitteln und Umwelt.

Diese Entwicklung dient keinem Landwirt. Und jeder Bürger zahlt einen hohen Preis dafür. Was an der Supermarktkasse attraktiv günstig wirkt, ist in Wahrheit herausgeworfenes Geld. Da allein…

Weiterlesen bei Urgeschmack von Felix Olschewski: Hart am Wind ins Lebensmittelparadies – https://www.urgeschmack.de/lebensmittelparadies/


Das Navigieren ist so schwierig nicht. Eine Anleitung hat Felix Olschewski hier veröffentlicht: Einfach essen; und ein Logbuch in Form eines Kochbuchs dort: Einfach kochen. Helga und Wolfgangs Hofladen findet man auch im Netz – neuerdings nebst Shop.

Weiterlesen bei Urgeschmack: Hart am Wind ins Lebensmittelparadies – https://www.urgeschmack.de/lebensmittelparadies/


Ein Beitrag aus dem Blog Urgesckmack

Ostdeutschkochen

28. Mai 2013

90 „DDR“-Rezepte finden sich auf diesem YouTube Ostdeutschkochen-Channel, der zur Webseite Erichs Erbe gehört, ein Projekt des Medienmenschen Toni Schwabe aus Neubrandenburg: Schwabe sammelt auf seiner Seite Rezepte aus der DDR, deren Zubereitung er dann verfilmt.

Erichs Erbe präsentiert Deftiges, Herzhaftes, Süßes und sogar Getränke. Viele der Rezepte werden von Lesern eingereicht und  Köchin Doris Schwabe bereitet sie dann originalgetreu zu. Serviert wird stilecht auf Mitropa-Geschirr.

Bei all dem wird Toni Schwabe fachlich offenbar bestens unterstützt durch die langjährige „DDR-Köchin“ Doris Schwabe (Mama? Schwester? Tante?). Ich lese:

Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass nicht alle hier vorgestellten Rezepte zwangsläufig einen ostdeutschen Ursprung haben müssen. Viel mehr möchten wir zeigen, wie diese in der DDR zubereitet wurden. Wir wollen ein Stück Esskultur der Deutschen Demokratischen Republik am Leben erhalten. 

Inzwischen gibt es längst schon eine Erichs-Erbe-Facebookseite und jetzt ist auch ein Buch in Vorbereitung.

Die Harzer Käsesuppe ist mein Favotir. Ich kann sie nur empfehlen. Es gibt sie immer bei Schwägerin Doris, die in Laxten aufgewachsen ist, also -von mir aus betrachtet- auch im Osten.