Kerngedanken

30. Dezember 2016

„Erst wenn alle am Tisch sitzen, wird gegessen“ – so oder ähnlich könnte der Grundgedanke gewesen sein, den die niederländische Fluglinie KLM bei ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion hatte. Mit einem „Bonding Buffet“ brachte die Fluggesellschaft Passagiere aus aller Welt zusammen.

An einem Ort wie dem Amsterdamer Schiphol-Flughafen trifft man unweigerlich auf viele fremde Menschen, an denen man oftmals ohne größere Beachtung vorbeigeht. Diese Anonymität sollte zumindest für wenige Stunden weichen, dachte sich die Fluggesellschaft KLM – und lud alle interessierten und hungrigen Gäste kurzerhand zu einem Weihnachtsessen ein.

Eine Bedingung gab es aber: Erst, wenn alle Plätze belegt sind, konnten sich die Gäste über ein üppiges Abendessen freuen. Der Tisch in der Mitte thronte bis dahin an der Spitze einer 4,5 Meter hohen Säule. Diese senkte sich mit jedem besetzten Stuhl um wenige Zentimeter. Wer versuchte, den Nachbarsitz beispielsweise mit dem eigenen Körpergewicht ebenfalls zu erschweren, wurde schnell von der Realität eingeholt: Sobald das Gewicht vom Platz weggenommen wurde, stieg die Säule wieder empor. Die Kreation der KLM-Werbeprofis von DDB & Tribal Amsterdam verdeutlicht den Kerngedanken von Weihnachten. Beim Fest der Liebe geht es vor allem darum, miteinander Zeit zu verbringen – statt alleine Zeit zu verbringen und wie in diesem Beispiel isoliert auf den nächsten Flieger zu warten.

Eine schöne Aktion, wie ich finde.

(Quelle Horizont.net)

Sherlock

27. September 2014

Genial: KLM hat da am Drehkreuz Schiphol eine Lösung gefunden, um Fluggästen ihre im Flugzeug vergessenen  Dinge zurückzubringen. Wenn das Bordpersonal zurückgelassene Handys, Kopfhörer oder Plüschtiere  findet, nimmt der offizielle KLM-Spürhund Sherlock Witterung auf und findet die Person, die nach dem jeweiligen Gegenstand riecht. In 80 Prozent der Fälle sei er erfolgreich – noch bevor die Person den Flughafen verlassen hat. Schlecky Silberstein, wo ich das Video entdeckt habe, glaubt zwar „irgendwie kein Wort, traut den Holländern aber alles zu. Wer sich gerade am Flughafen Schiphol aufhält, kann ja mal Ausschau nach dem Fifi halten.“ (Quelle)

Absturz

18. Juli 2014

FLUGZEUGABSTURZ: 192 Niederländer verunglückt [Update]
Amsterdam/Den Haag. /NOS. 18. Juli 2014.

Malaysian Airlines
Boeing 777 der Malaysia Airlines: Ein solches Flugzeug ist über der Ost-Ukraine (abgestürzt, Quelle: Glenn Beltz/cc-by)

Bei einem Flugzeugabsturz einer malaysischen Maschine über der Ost-Ukraine am Donnerstagnachmittag sind Passagiere aus mindestens sechs Ländern umgekommen. Die größte Gruppe bilden mit mindestens 192 Opfern niederländische Staatsbürger. Auch mindestens vier deutsche Flugreisende sind unter den Opfern, daneben Passagiere aus Australien, Malaysia, Indonesien, dem Vereinigten Königreich, Belgien, den Philippinen, Neuseeland und Kanada. Bei vier Personen ist die Nationalität bislang noch unbekannt. Die Namen der Opfer sollen erst dann bekannt gemacht werden, wenn alle Opfer identifiziert sind. Dies wurde am späten Abend auf einer Pressekonferenz im niederländischen Flughafen Schiphol bekanntgegeben, die von vielen Fernsehsendern weltweit – unter anderem CNN – live übertragen wurde. Wie am Freitag bekannt wurde, waren viele der Passagiere – NOS spricht von 100 Personen – zur internationalen Aids-Konferenz nach Australien unterwegs.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zeigte sich in einer ersten Stellungnahme tief betroffen über die Nachricht vom Flugzeugunglück über der Ost-Ukraine. Die Maschine der Malaysia Airlines war gegen Mittag auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol in Richtung Kuala Lumpur gestartet und um 15.21 nahe der Stadt Donezk vom Radar verschwunden. Nach ersten Berichten sollen alle 298 Insassen bei dem Unglück umgekommen sein; darunter nach ersten Einschätzungen auch mehrere Dutzend Niederländer. Der Flug wurde gemeinsam von Malaysia Airlines (MH17) und der niederländischen Linie KLM (KL4103) organisiert.

„Ich bin zutiefst über die dramatischen Berichte zum Absturz von Flug MH17 geschockt“, ließ Mark Rutte, der sich zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Tragödie im Ausland befand, mitteilen. „Unsere Gedanken sind jetzt bei den Insassen, ihren Familien und Freunden“. Der niederländische Premier hatte direkt im Anschluss das Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten gesucht und sich auf den Weg zurück in die Niederlande gemacht, „um die Situation aus Den Haag weiter zu verfolgen und zu handeln.“ In einem Restaurant auf dem Flughafen Schiphol ist unterdessen eine Anlaufstelle für Angehörige der verunglückten Passagiere eingerichtet worden. Im Laufe des Abends wurde von Vertreter der betroffenen Fluggesellschaften unter +31 70 3487770 zudem eine Infohotline für Angehörige der Opfer geschaltet.

Neben Premier Rutte reagierte auch Sicherheits- und Justizminister Ivo Opstelten schnell mit einer Erklärung und zeigte sich ebenfalls geschockt: „Die Bilder, die Sie und ich gesehen haben, sind furchtbar. Aber noch vieles ist undeutlich über die Ursache und die Umstände“. Opstelten bezog sich damit auf Gerüchte, wonach die malaysische Passagiermaschine Opfer eines Beschusses von pro-russischen Separatisten geworden ist, die sich in der Ost-Ukraine momentan mit ukrainischen Regierungstruppen schwere Gefechte liefern. Neben Opstelten äußerte sich gegen 20.30 Uhr auch das niederländische Staatsoberhaupt, König Willem-Alexander, über das Regierungspresseamt RVD gegenüber der Öffentlichkeit: „Ebenso wie der Rest der Niederlande verfolgen meine Frau und ich die Nachrichten sehr genau und hoffen, dass es schnell mehr Deutlichkeit gibt. Wir leben mit den Familien, Freunden, Kollegen und Bekannten der Opfer und mit denen, die noch in Ungewissheit darüber sind, ob ihre Geliebten an Bord der Maschine waren.“

Die niederländische Fluggesellschaft KLM, die den Flug gemeinsam mit Malaysia Airlines organisierte, hat – ebenso wie auch Lufthansa, Turkish Airlines und Air France – heute Abend mitgeteilt, den Luftraum über der Ost-Ukraine ab sofort nicht mehr zu überfliegen. Andere Gesellschaften wie die australische Quantas oder die beiden süd-koreanischen Airlines Asiana und Korean Air umfliegen den Luftraum über dem Kriegsgebiet bereits seit mehreren Wochen. Der niederländische Außenminister Frans Timmermans forderte am Abend, dass unabhängige Untersucher Zugang zur Unglücksstelle in der Ost-Ukraine bekommen müssen.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kommen währenddessen viele Menschen an der niederländischen Botschaft zusammen, um Kerzen anzuzünden und Kondolenzbekundungen zu hinterlassen. Die Flaggen wurde dort auf Halbmast gehisst. Und auch in den Niederlanden wird es, wie heute von Seiten der Regierung bekanntgegeben wurde, vor allen öffentlichen Gebäuden am Freitag eine Trauerbeflaggung geben. Wer den Hinterbliebenen sein Beileid aussprechen möchte, kann dies auf mehreren Online-Kondolenzbücher. Auf condoleance.nl waren am Freitagabend bereits rund 21.000 Beileidsbekundungen eingegangen.

MH17NL2

 

Die niederländischen Tageszeitungen stehen am Tag nach dem Unglück alle im Zeichen des Flugzeugabsturzes:

MH17NL

Quelle/übernommen von Niederlande.net

gelöscht

30. Juni 2014

Der flotte @KLM-Tweet ist inzwischen gelöscht. Da haben unsere Kaufleute von nebenan wohl schnell kalte Füße bekommen. Ansonsten sind die Niederlande gestern Abend ausgeflippt, was man als Fußballfan ja verstehen kann. Guckst Du zB hier.

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