Eigentlich hatte ich mich über die Neuigkeit gefreut. Doch diese  Freude ist jetzt nicht mehr so heftig, wo die Einzelheiten bekannt sind.
Also ganz von vorn: Es soll den ICE ins Emsland verschlagen. Erste Gerüchte gab es schon vor sechs Wochen, und Ende Mai war die neue Zugstrecke kurzfristig auf der Internetseite der Deutschen Bahn zu sehen, dann aber wieder gelöscht.

Letzte Woche wurde das Vorhaben zur veröffentlichten Gewissheit: Deutsche Bahn richtet eine ICE-Linie  München-Norddeich und zurück ein, konnte man erfahren. Das Wichtige dabei: Ohne Umsteigen und mit Lingen als Haltepunkt wie die anderen ICE Metropolen in Deutschland: Offenburg in Baden oder Montabaur und Limburg im Westerwald.

Inzwischen sind Details bekannt und die zeigen, dass es für unsere Stadt wirklich nur eine kleine Verbesserung ist.

Der ICE 1680 soll nämlich den Münchener Hauptbahnhof um 8:14 Uhr verlassen und in Norddeich Mole um 17:02 eintreffen. Auf dieser Hinfahrt hält er sibn Stunden später gegen 15.13 Uhr in Lingen(Ems), doch der für uns (nicht nur) touristisch wichtige Zug ICE 1681 von Norddeich Mole (ab 10:53 Uhr) nach München (an 20:03 Uhr) hält eben nicht in Lingen (Ems). Wollen also Reisende aus Lingen (Ems) das „touristische Angebot“ Richtung Bayern oder -vielleicht genauso interessant- Kassel, Fulda und Hessen nutzen, müssen sie also doch erst bis Rheine und dort um- und einsteigen. Da empfiehlt sich dann jedenfalls für das Ziel Bayern der IC bis Düsseldorf und die Weiterfahrt mit den ICE nach München.

Gefahren wird nur an 10 Wochenenden im Sommer 2020, nämlich vom 3. Juli bis 19. September; denn wegen Bauarbeiten gibt es das ICE-Angebot weder am letzten Augustwochenende 28.08. – 30.08. noch am ersten Septemberwochenende 04.09. bis 07.09.. Es kann „voraussichtlich“ (Bahnsprecherin) erst ab dem 14. Juni über „Bahn.de“ gebucht werden. Zurzeit ist das Angebot auf bahn.de nicht zu sehen.

Da die Bahn kein Personal und keine Hublifte in Lingen (Ems) vorhält, gilt das ICE-Angebot, wie alle anderen Fernverkehrsangebote ab/bis Lingen (Ems), nicht für Menschen, die auf Mobilitätshilfe angewiesen sind, also etwa Menschen mit Gehhilfen, Rollis, Blinde. Das ist weiterhin peinlich und skandalös für unsere Stadt !

Der Tourismus-Sommer-ICE wird im Emsland auf einer Bahnstrecke bummeln, die nicht ICE-tauglich ist und zwischen Meppen und Papenburg wegen der schmalen Brücke über den Küstenkanal auch nur ein Gleis hat. Sich für den Ausbau dieser Engstelle enzusetzen, ist längst überfällig, lieber Landkreis Emsland, damit es für den ganzen Zugverkehr auf der Emslandstrecke eine dauerhafte Verbesserung gibt.

Den gleichwohl positiven Teil des Fazits zog jemand in einem Kommentar auf der NDR.de-Seite: „Wir reden hier wohl von einer einmaligen Bahn-Aktion in Corona-Zeiten, um Deutschlandurlaub mit der Bahn attraktiver zu machen. Vor diesem Hintergrund macht die Idee Sinn. Denn sowohl Ostfriesland und die Inseln als klassische Urlaubsregion als auch das touristisch aufstrebende Emsland heißen Urlauber herzlich willkommen!“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostfriesland-Papenburg will sich daher zu recht dafür einsetzen, dass die neue ICE-Verbindung „auch in den nächsten Jahren aufrechterhalten“ wird.

 

 

Für diesen Sonntag, an dem das Wetter umschlagen wird, habe ich dann einen, für dieses Blog ungewöhnlichen Lesebefehl: Eine ungehaltene Predigt des Osnabrücker Generalvikar Theo Paul, der Stellvertreter des Bischofs von Osnabrück und Leiter der Verwaltung des Bistums ist. In seinen Blogbeiträgen greift er nicht selten aktuelle Themen auf. Lest selbst:

„Eigentlich wollte ich“, schreibt Theo Paul im Blog des Bistums Osnabrück, „diese Predigt am 8. Mai auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Fullen bei einer Gedenkveranstaltung halten. Wegen des Coronavirus musste die Veranstaltung leider abgesagt werden. Trotzdem denken wir an 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 75 Jahre Ende des Faschismus. Erinnerungsarbeit ist Friedensarbeit. Hören wir nicht auf zu rufen: Nie wieder Krieg.“

„Liebe Mitchristen!

75 Jahre Befreiung vom Faschismus – Ende des II. Weltkriegs

27. Januar
75 Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer der Shoah

2. März
Vatikan öffnet die Archive zu Papst Pius XII. Welche Rolle hat er im II. Weltkrieg, im Holocaust eingenommen?

Der Tag der Befreiung vom Faschismus stellt auch die Frage nach der Rolle der Christen und der Kirche in der Zeit der Nazi-Diktatur.

Wir sind auf dem Gelände eines Konzentrationslagers. Wie konnte es dazu kommen? Warum haben so wenige Menschen sich zur Wehr gesetzt, als ihre jüdischen Nachbarn verfolgt und verschleppt wurden? Als christliche Kirche warnen wir heute vor wachsendem Hass bzw. Antisemitismus und prangern die steigende Tendenz an, die Ereignisse der Shoah zu verharmlosen oder gar zu leugnen.

Verachtung und Hass entwickeln sich allmählich aus Worten, Stereotypen und Vorurteilen – durch rechtliche Ausgrenzung, Entmenschlichung und Gewalteskalation. An diesem Tag des Gedenkens bringen wir für die Opfer dieses schrecklichen Verbrechens Respekt und Trauer zum Ausdruck. Wir danken allen, die ihr Leben eingesetzt haben, um unser Land vom Faschismus zu befreien. Wir verneigen uns vor allen, die in diesem Befreiungskampf ihr Leben verloren haben.

Vor einigen Monaten ist er gestorben, der seine ganze Theologie – als Theologie „nach Auschwitz“ verstanden hat. Johann Baptist Metz plädierte für eine moralische Auffassung von Tradition, die nur dann Maßstäbe für das eigene Handeln aus der Geschichte gewinnt, wenn sie sich der katastrophischen Dimension der Geschichte stellt. Wir können keine Verkündigung an Groß Fullen, Esterwegen, Bockhorst, Groß Hesepe – Auschwitz, Bergen-Belsen, Dachau vorbei praktizieren. Nur mit Blick auf die verstummten Opfer können wir uns den Menschen der Gegenwart zuwenden. Dieser 8. Mai ist Tag der Befreiung, Gedenktag an die Opfer der Kriege und Eingeständnis in die Verstrickung in Schuldzusammenhängen von Christen und Kirche in ein System von Unrecht und Gewalt.

1982 war ich das erste Mal zu einem Gedenkgottesdienst in Groß Fullen. Wir wollten an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Damals wurden wir damit konfrontiert, dass wir doch endlich die Zeit des Nationalsozialismus ruhen lassen sollten. Es sei schon soviel darüber geschrieben worden. Wir haben – Gott sei Dank – nicht geschwiegen. Die kleine Pax Christi-Gruppe und auch andere Institutionen haben die Erinnerung an das Grauen des Faschismus wachgehalten. Ob gelegen oder ungelegen – auch heute 2020, wer hätte es für möglich gehalten, dass wir mit einem um sich greifenden Populismus, der mit seinen einfachen und oft menschenverachtenden Antworten große Sorgen bereitet, konfrontiert werden. In unserem Land macht sich ein zunehmender Antisemitismus breit. Ich erinnere an den Mord von Kassel, den Anschlag von Halle und die Morde von Hanau. Wer hätte dies 1982 für möglich gehalten. Wir können unser Zusammenleben nicht gestalten ohne die Gläubigen des Judentums, die Muslime und alle Migranten in unsere Sorge mit einzuschließen.

er Gedenktag der Befreiung von Faschismus ist für uns verbunden „mit einem Suchen, was den Frieden schafft“. Friede will als „Fried-Fertigkeit“ ständig gelebt werden, gerade in einer Welt der Friedlosigkeit. Mehr als zwanzig militärische Konflikte kostet jedes Jahr Tausenden von Menschen das Leben und treibt Abertausende in die Flucht. „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ klagte der jüdische Dichter Paul Celan im Jahre 1944 in seinem Gedicht „Todesfuge“. Wir sind eine der größten Waffenschmieden der Welt. Wir liefern militärische Rüstung in die verschiedenen Konflikt-herde. Gegenwärtig scheint die Menschheit wieder wild entschlossen, ihre eigene Vernichtung vorzubereiten. Abrüstungsverträge werden aufgekündigt, es droht ein neues atomares Wettrüsten. Mehr noch: Die Arsenale sollen zusätzlich um neue, angeblich kleine taktile Atomwaffen erweitert werden. Kein Wunder, dass namhafte Atomwissenschaftler ihre sogenannte „Weltuntergangsuhr“ von fünf auf zwei Minuten vor zwölf vorgestellt haben.

Kein Zweifel: Der „Kalte Krieg“ ist wieder aus der Rumpelkammer auf die Weltbühne zurückgekehrt. Die Rüstungshaushalte werden wieder erhöht. Waffenstarrend stehen sich die Völker gegenüber. Wir wissen doch: Rüstung tötet, auch ohne Krieg. Denn Rüstung ist Mord an den Bedürftigsten dieser Welt. Ohne Militärausgaben wäre es ein Leichtes, Armut und Not zu überwinden. Kein Kind müsste mehr Hungersterben, kein Flüchtling mehr im Mittelmeer ertrinken. Lebensmittel statt Raketen, Decken statt Bombenteppiche.

Wir sind in einer Zeit der Neuausrichtung der Kirche. Es ist ein Segen, dass Papst Franziskus nicht nur die Archive von Papst Pius XII. öffnet. Er ermutigt uns, den Konflikten der Welt nicht auszuweichen. Die Kriege in Syrien, Irak, Kongo, Mali, Lybien … lösen Flucht und Verfolgung aus.

„Wenn wir die Probleme nicht lösen, wenn wir Mauern aufbauen und Abgrenzungen in Gang bringen. Die Welt kann nur bestehen, wenn wir Brücken bauen und Menschen in Frieden leben …. Wir brauchen Dialog, Gerechtigkeit, die Austrocknung der Gewalt und Hoffnung für die Völker, dass sie vorankommen im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Verfolgung. Die Kirche hilft, als Werkzeug für Frieden und Versöhnung aller Menschen zu dienen. Wir verlieren die Identität als Christen, wenn wir uns abgrenzen, das war auch immer eine Gefahr in der Geschichte der Kirche.“ (Papst Franziskus)

Kirche als Sauerteig – als Sakrament in den Friedensprozessen unserer Tage. Ganz im Sinne von Abraham Joschua Heschel, der sagt: „Unser Zeitalter bedeutet das Ende der Selbstzufriedenheit, das Ende des Ausweichens, das Ende der Selbstsicherheit. Gefahren und Ängste sind Juden und Christen gemeinsam; wir stehen zusammen am Rande des Abgrunds. Die Interdependenz der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der ganzen Welt ist eine grundlegende Tatsache unserer Situation. Störung der Ordnung in einem „kleinen Land irgendwo auf der Welt er-weckt Befürchtungen bei den Menschen auf der ganzen Welt. Beschränkung auf die eigene Gemeinschaft ist unhaltbar geworden …. Die Religionen der Welt sind so wenig selbständig, unabhängig oder isoliert wie Einzelmenschen oder Nationen. … Keine Religion ist ein Eiland. Wir alle sind miteinander verbunden. Verrat am Geist auf Seiten eines von uns berührt den Glauben aller. Ansichten einer Gemeinde haben Folgen für andere Gemeinden.“ (Abraham Joschua Heschel, Keine Religion ist ein Eiland (1965), in „Christentum aus jüdischer Sicht“, herausgegeben von Fritz A. Rothschild)

Bringen wir diese globale Sicht in die Debatten ein. Die Opfer des Faschismus rufen uns zu: Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus. Nie wieder Schweigen.

Die Tatsache, dass flüchtende Menschen viele Risiken auf sich nehmen, um in Europa Schutz zu suchen, ist eine positive Aussage über Europa. „Die Flüchtlinge sehen das vereinte Europa als Raum, in dem die Menschen-rechte geachtet und gewährt werden. (P. Peter Balleis SJ) So ist „das Europa der Menschenrechte“ herausgefordert, diese Rechte zu gewähren. Der Umgang mit den Flüchtlingen ist der Testfall, wie ernst es unser Kontingent wirklich mit den Menschenrechten nimmt. „Flüchtlinge sind Menschen, die Krieg und Not erlebt haben, sie wollen mehr als jeder andere Frieden und in Frieden leben. Sie helfen uns das Gute des friedlichen Europas zu schätzen und zu wahren.“

Liebe Mitchristen! Ich bin dankbar für die Gedenkstättenarbeit vieler Christen in den zurückliegenden Jahrzehnten. Dankbar können wir sein für das Engagement von Gemeinden und Christen bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Danke für Pax Christi und anderen Friedensinstitutionen für ihren Protest gegen Waffenexporte und Aufrüstungsentscheidungen. In allen diesen Bemühungen können wir Spuren entdecken, die dem Frieden dienen.

Wenn ich an diesem Ort des Grauens und der Verstorbenen stehe, kommt mir ein Auftrag der Christen und der Kirche in Erinnerung. Wir sind nicht da, um alle Fragen beantwortbar zu machen, sondern, so hat J. B. Metz formuliert, um von uns unbeantwortete Fragen unvergesslich zu machen. Als Glaubende haben wir nicht auf alles eine Antwort, sondern wir haben immer noch eine weitere Frage (eine Frage zuviel), die wir ins Gebet verwandeln können, die wir einfach stellen.

Wenn wir von Gott sprechen, zu ihm beten, dann können wir auch die Entfeindung leben, eine universale Solidarität gestalten, die ihren letzten Grund in Gott hat. Erinnerungsarbeit ist Friedensarbeit. Wir hören nicht auf zu rufen: Nie wieder Krieg.“


Sie finden die ungehaltene Predigt hier als PDF-Datei.

Nachtrag: „Auf dem Friedhof Groß-Fullen ruhen 133 sowjetische Kriegsgefangene, ein Dalmatiner, ein Marokkaner, ein Kroate und ein unbekannter Albaner sowie ca. 1.500 unbekannte Russen. Die hier ursprünglich bestatteten 751 italienischen Militärinternierten wurden in den fünfziger Jahren exhumiert und auf den italienischen Ehrenfriedhof in Hamburg-Öjendorf umgebettet oder in ihr Heimatland überführt.
Um zum Kriegsgefangenenfriedhof Gross-Fullen zu gelangen, biegt man zwischen km 23,5 und 23,6 von der „Süd-Nord-Straße“ in die „Weststraße“ ein, folgt dem Schild „Kriegsgräberstätte“ und gelangt nach 500 m zu dem linkerhand gelegenen Friedhof des Lagers X Fullen.“ (Quelle)

Bildnachweise: KZ Groß Fullen, GNU; Johann Baptist Metz, GNU; Paul Celan von Richard Sennett CC BY-NC-ND 2.0; Abraham Joshua Heschel, CC Peter1c Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international,; Peter Balleis, CC von 19MS68 – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“

Märchenwege

9. Dezember 2019

Auf dem Lebensweg von Wilhelm Busch sind sie bereits durchs Weserbergland gewandert, Walter Kempowski und Arno Schmidt sind sie durch die Lüneburger Heide gefolgt, nun haben sie Hessen auf den Spuren der Brüder Grimm von Süd nach Nord zu Fuß durchmessen: Abermals erweisen sich der Schriftsteller Gerhard Henschel und der Fotojournalist Gerhard Kromschröder als Spezialisten für literarische Wanderungen.

Ausgehend von Hanau am Main, dem Geburtsort von Jacob und Wilhelm Grimm, folgen sie den Lebensstationen der Brüder gut 300 Kilometer bis ins nordhessische Kassel, wo diese fast 30 Jahre lang wirkten und wo ihre weltberühmte Märchensammlung entstanden ist.
Während ihrer zweiwöchigen Wandertour erleben Henschel und Kromschröder Land und Leute aus nächster Nähe. Sie zeichnen in Wort und Bild das Porträt eines Landstrichs, der durchaus exemplarisch steht für viele Gegenden der deutschen Provinz. Zugleich liefert ihr opulent bebildertes Wandertagebuch kulturhistorische Details aus der Wirkungsgeschichte der Grimmschen Werke und gibt ungewöhnliche Einblicke in die Arbeitsweise der Brüder, ihr Verhältnis zueinander und ihre bislang nur wenig bekannten Obsessionen.

Ich erwähne dieses Werk, weil ich „Kromo“ Kromschröder dringend den Vorschlag machen muss und will, auf dem Ems-Wanderweg das angrenzende Westfalen und unseren Nordwesten (vulgo: Das Emsland) zu durchwandern – und zwar auf den Spuren von Ferdinand Freiligrath und Levin Schücking. Beide veröffentlichten 1841, also in der Hochzeit der deutschen Romantik, ein einzigartiges Buch über das Malerische und romantische Westphalen, einen frühen Reiseführer, der Jahrzehnte und mehrere Auflagen erlebte (Neuauflage). Beide darf man also bei uns  im Nordwesten kennen: 

Der Lyriker und Übersetzer Hermann Ferdinand Freiligrath (1810 -1876 ) war zunächst eher ein Schöngeist, schloss sich dann aber in den 1840er Jahre nder demokratischen Opposition an, wurde 1848 wegen des offenen Appells zum Umsturz verhaftet, aber  freigesprochen und war dann auf Einladung von Karl Marx Redakteur der legendären  »Neuen Rheinischen Zeitung« in Köln. Nach deren Verbot 1849 ging e , steckbrieflich gesucht wegen neuer Gedichtbände (!), dann als Angestellter nach London.  Christoph Bernhard Levin Matthias Schücking (1814-1883) gilt als Erfinder des deutschen Feuilletons. Zu seiner Zeit war er ein sehr bekannter Autor, Journalist und Literaturkritiker. Vor allem verbrachte er, in Meppen geboren, seine Kindheit in Sögel; dort gab es bis vor einigen Jahren sogar ein wertvolles Schücking-Museum, was allerdings keine Gnade vor den Augen des damaligen Landrats Hermann Bröring (CDU) fand  – ich vermute stark, weil man Feuilleton nicht mit C schreibt-  und aus finanziellen Gründen schließen musste. Er weiß selbst, dass er damit daneben lag wie sonst selten.  Also: Freiligrath und Schücking sind schon hochinteressante Leute aus unserer Region.

Also Kromo, nimm Dir bitte den Henschel und wandere los. Zu Annette von Droste Hülshoff dürft ihr gern einen Abstecher machen und der zunehmend altersmilde Hermann Bröring trinkt sicherlich am Lingener Marktplatz einen Kaffee mit Euch beiden, wenn ich ihn  bitte, höflich. Dann wäre ich gern dabei.


Gerhard Henschel / Gerhard Kromschröder
Märchenwege
ISBN: 978-3-8378-5037-6
224 S., 262 Abb.,  24,90 €
Erhältlich (zu Weihnachten!)  im lokalen Buchhandel und hier

Gefahr von rechts

16. Juni 2019

Rembrandt350

10. Februar 2019

Die Niederlande haben in diesem Jahr erneut ein Rembrandtjahr ausgerufen, um den niederländischen Maler anlässlich seines 350. Todesjahres zu würdigen. Im ganzen Land gibt es über das Jahr verteilt 19 verschiedene Ausstellungen zum Thema „Rembrandt und das Goldene Zeitalter“. 10 Ausstellungen (in Amsterdam, Delft, Dordrecht, Haarlem, Hoorn und Enkhuizen, Leiden, Middelburg und Den Haag) haben eine direkte Verbindung zu Rembrandt van Rijn und seinem Schaffen, während sich die übrigen Ausstellungen mit dem Goldenen Zeitalter auseinandersetzen.

Ende Januar hat Prinzessin Beatrix im Mauritshuis in Den Haag das Rembrandtjahr 2019 eröffnet. Dass die Eröffnungszeremonie in Den Haag stattfand, und nicht in Amsterdam, wo sich die meisten Rembrandt-Werke befinden, weist auch auf die Tourismus-Strategien der Organisatoren von NBTC Holland Marketing hin: Die Aufmerksamkeit soll nicht weiter auf die ohnehin schon von Touristen überfüllte Stadt gelenkt werden, sondern auf nicht so bekannte niederländische Städte.

Mehr bei NiederlandeNet.

ps Holland Marketing geht übrigens davon aus, dass 600.000 Besucher mindestens eine der Ausstellungen besuchen werden, davon werden ca. 250.000 vermutlich aus dem Ausland Durch diese Touristen werden schätzungsweise 145 Millionen Euro in die niederländischen Kassen fließen. Das Rembrandtjahr wird folglich zusätzliche Touristen anspülen und vielleicht geht der Plan auf, und der ein oder andere Tourist findet nicht nur den Weg nach Amsterdam, sondern auch in eine der anderen sehenswerten Städte.

Während des Rembrandtjahres gibt es auch auch fünf große Rembrandt-Ausstellungen in

Deutschland

Kassel… verliebt in Saskia. Liebe und Ehe in Rembrandts Zeit
12 April – 11 August 2019
Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel (museum website)

Rembrandt’s Mark
14 June – 15 September 2019
Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (museum website)

Rembrandt: Meisterwerke aus der Sammlung
30 August 2019 – 5 January 2020
Hamburger Kunsthalle, Hamburg (museum website)

Im Focus: Rembrandt – Graphic Höhepunke der Münchener Sammlung (working title)
27 September – 20 October 2019
Pinakothek der Moderne, München (museum website)

Rembrandt: Drama of the Mind in 5 Acts
31 October 2019 – 1 March 2020
Walraf-Richartz-Museum, Köln (museum website) in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie Prag, wo die Ausstellung bereits ab dem 1. April zu sehen ist.


Bild: Rembrandt, Selbstporträt mit zwei Kreisen, 1665–1669, via Wikipedia)

vong. Mutig.

11. Februar 2017

vong. Mutig. Ausgesprochen mutig.
vong

Bildschirmfoto 2016-08-13 um 00.11.11Alle bekannten Überwachungskameras der Welt auf einer Landkarte anschauen? Das geht jetzt – mit einer neuen interaktiven Karte, die Überwachungseinträge aus dem Openstreetmap-Projekt anzeigt. Aktuell entsteht eine Weltkarte der Videoüberwachung. Unter dem Namen „Surveillance under Surveillance“ ist ein Kartografierungsprojekt gestartet, das Überwachungskameras weltweit anzeigt. Das Projekt visualisiert die Surveillance-Einträge von Openstreetmap. Es handelt sich dabei zumeist um Überwachungskameras, die nicht auf der regulären Openstreetmap-Karte angezeigt werden.

Kameratyp, Blickwinkel, privat oder öffentlich – alles ist erfasst

Auf der Karte ist ersichtlich, ob es sich um klassische Kameras oder um Dome-Kameras handelt, die rundherum filmen können. Zudem wird erfasst, ob es sich um öffentliche Kameras, um Indoor-Kameras oder um Kameras handelt, die im Außenbereich hängen. Eingetragen werden kann auch der Blickwinkel der Kameras. So entsteht eine detaillierte Karte der mittlerweile fast überall präsenten Videoüberwachung.

Max Kamba, der das Projekt ins Leben gerufen hat, stört sich seit Jahren an der rasant wachsenden Anzahl der Überwachungskameras:

In unseren Städten gibt es kaum noch öffentlichen Raum, der nicht unter dauernder Beobachtung steht. Vielen scheinen die Kameras nicht mal aufzufallen und wenn doch, nicht zu stören. Dient ja der „Sicherheit“ und „wer nichts zu verbergen hat“…

Um andere darauf hinzuweisen, wie schlimm es schon um das Thema Videoüberwachung bestellt ist, habe ich früher gerne auf das französische Projekt „osmcamera“ verlinkt, das genau wie Surveillance under Surveillance die weltweiten Surveillance-Einträge von Openstreetmap auf einer Karte dargestellt hat. Leider wurde die Seite kurz nach den Anschlägen auf die Konzerthalle Bataclan in Paris offline genommen. Das hat mich veranlasst, den noch auf Github verfügbaren Code zu forken und mit meinem eigenen Projekt an den Start zu gehen.

Mitmachen erwünscht

Die Anzahl der Kameras in den jeweiligen Städten gibt allerdings keine Auskunft darüber, ob in einer Stadt besonders viele Kameras installiert sind. Max Kamba erklärt das so:

Die auf der Karte gezeigten Daten stellen aber nur ein sehr verzerrtes Bild der Situation dar. Abhängig vom Engagement einzelner bei Openstreetmap Aktiven sind Daten erfasst oder eben nicht. In Hannover, durch diverse Antikameraaktionen des AK-Vorrat bekannt, gibt es mit über 1100 Einträgen z. B. mehr erfasste Kameras als in Berlin (knapp über 1000). Kassel hingegen ist ein weißer Fleck. Da scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, was ich allerdings nicht glauben kann.

Alle Menschen, die einen Openstreetmap-Account haben, können weitere Kameras erfassen oder bereits verzeichnete Kameras korrigieren und damit die Karte noch weiter verbessern. Max Kamba will mit seinem Projekt auch die Arbeit derjenigen würdigen, die fleißig Kameras erfassen, obwohl sie in der regulären Openstreetmap-Karte nicht angezeigt werden. So entstand eine Weltkarte der Videoüberwachung.

Projekte zur Erfassung von Überwachungskameras gibt es schon lange. Viele arbeiteten nebeneinander her. Mit der Fokussierung des Projektes auf die Surveillance-Einträge bei Openstreetmap könnten nun erstmals die Erkenntnisse zusammengefügt werden.

Update:
Weil es so viele Nachfragen gab, wie man mitmachen kann, möchten wir ein bisschen ergänzen. Wie das mit dem Anmelden bei Openstreetmap funktioniert, steht hier und an andere Stelle gibt es weitere Anleitungen. Wer in der Openstreetmap Kameras verzeichnen möchte, kann dazu den Tag surveillance verwenden. Weitere spannende Details wie Blickwinkel, Kamera-Typ und ob aufgezeichnet wird oder nicht, sind zwar schon seit langem nur „vorgeschlagene“ Eigenschaften, werden aber – sofern vorhanden -von „Surveillance under Surveillance“ abgebildet.

Nachbemerkung:
Oben links ist ein Ausriss aus der surveillance-Karte unserer Region. Was soll ich sagen? Es ist -mit Ausnahme von Neugnadenfeld (!) in der Niedergrafschaft Bentheim- weiß wie das erwähnte Kassel, obwohl es an Ems und Vechte zahlreiche Überwachungskameras gibt. Die übelsten stehen übrigens die an der niederländisch-deutschen Grenze. Von den ehemals so liberalen Nachbarn im Westen kann jedes einreisende Fahrzeug mit Fahrerund Beifahrer aufgenommen werden…

(Quelle: Ein Beitrag von Markus Reuter auf netzpolitik.org; Creative Commons BY-NC-SA 3.0)

Weltflüchtlingstag

20. Juni 2016

In vielen deutschen Städten bildeten Bürger an diesem Wochenende Menschenketten, um gegen Rassismus zu protestieren. Anlass war der Weltflüchtlingstag. Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ fanden gestern u.a. Kundgebungen in Berlin, Hamburg und Leipzig statt. In der Bundeshauptstadt versammelten sich rund 5.000 Demonstranten. in Leipzig ungefähr 1.500. Insgesamt kamen deutschlandweit mehr als 30.000 Bürger zusammen, um aus Solidarität mit Flüchtlingen Menschenketten zu bilden.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni hatte ein deutschlandweites Bündnis aus kirchlichen Organisationen, sozialen Vereinen, Menschenrechts- und Wohlfahrtsverbänden zu den Menschenketten aufgerufen. Dazu gehören unter anderen Amnesty International, Pro Asyl, Terre des Hommes, Brot für die Welt, Miseror, der Paritätische Gesamtverband wie auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Unterstützung erhielten sie dabei von den Schauspielern Benno Fürmann und Michaela May, dem Kabarettisten Urban Priol sowie dem Musiker Michael „Breiti“ Breitkopf von den Toten Hosen.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, lobte die Aktionen als „ganz wichtiges Zeichen der Verbundenheit“. Es sei wichtig, immer wieder Menschen zusammenzubringen auf den Straßen, sagte er dem Sender NDR Info. Vor allen Dingen müsse auch deutlich gemacht werden, „dass wir durch Begegnungen zusammenstehen. Diese Begegnungen sind das Allerwichtigste“. Die Muslime rief Mazyek auf, sich angesichts eines verschlechterten gesellschaftlichen Klimas nicht zu verkriechen, sondern sich zu zeigen, auf die Straße zu gehen – „dass wir uns deutlich positionieren: Wenn Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer Ethnie, ihrer sexuellen Ausrichtung diskriminiert werden, dann werden wir Muslime vor ihnen stehen und werden ganz deutlich sagen, dass wir das nicht zulassen.“

Bereits am Samstag hatten rund 8500 Bürger in Bochum mit einer Menschenkette gegen Rassismus demonstriert. Der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, schlug dabei vor, gemeinsam mit den Arbeitgebern ein Integrationsjahr für Flüchtlinge zu schaffen. Für den sozialen Frieden sei es „elementar wichtig, dass diejenigen, die im Niedriglohnbereich arbeiten, nicht das Gefühl bekommen, dass Flüchtlinge ihre Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern“. Auch in Bonn, Gießen, Kassel und Speyer fanden Demonstrationen statt. In Osnabrück beteiligten sich 1200  aus Kirchengemeinden, Flüchtlingshilfsorganisationen, Parteien und Gewerkschaften an der Aktion,

 

Harry Kramer zum 90.

4. März 2015

HarryKramer

Ein Künstler aus Lingen
Harry Kramer 1925 – 1997

Lingen (Ems)  –  Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Eröffnung Freitag 7.3., 19 Uhr

Zum 90. Geburtstag des einzigen Künstlers von internationalem Rang aus Lingen feiert der Kunstverein Harry Kramer mit einer großen Ausstellung. 1925 wurde Harry Kramer in der Hinterstraße 2 in Lingen (Ems) geboren; er  starb 1997 in Kassel. Er arbeitete in Lingen bis 1942 als Frisör und besuchte ab 1947 die Tanzschule von Lola Rogge in Hamburg. In den 1950er Jahren entwarf er ein mechanisches Theater, das in der Berliner Galerie Springer uraufgeführt wurde.

Die Skulpturen von Harry Kramer sorgten nicht nur in der Kunstszene für Aufsehen. 1956 stellte er sein „Mechanisches Theater“ „13 Szenen“ im Rahmen des Pariser Festival „De l’Avantgarde“ aus. Ende der 1950er Jahre arbeitete auch Günter Grass in der französischen Hauptstadt am Manuskript für seinen weltberühmten Roman „Die Blechtrommel“. Harry Kramers Skulpturen wurden das „Anschauungsmaterial“ für ein Kapitel der „Blechtrommel“ und das Vogelscheuchen-Ballet aus „Hundejahre“, wie der Literaturnobelpreisträger später bestätigte.

Kramer selbst drehte mit seinen Figuren mehrere Experimentalfilme zusammen mit Wolfgang Ramsbott, Professor für Experimentalfilm in Berlin, von denen „Die Schleuse“ 1962 den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig gewinnt.

In den 19060er Jahren gestaltete Harry Kramer zahlreiche Drahtplastiken, die jeweils mit einer eigenen Mechanik ausgestattet waren und innerhalb derer sich Drahtobjekte drehten oder auch Klingeln einen Ton erzeugten. Es folgten bunte Schiebeplastiken und Schiebebilder sowie Plastiken, die wie Stehaufmännchen bewegt werden konnten.

1964 nahm Harry Kramer an der documenta 3 in Kassel teil und erhielt zu Beginn der 1970er Jahre einen Ruf als Professor an die Kunsthochschule Kassel. Hier gestaltete er gemeinsam mit seinen Studierenden unter dem Namen „Atelier Kramer“ zahlreiche großformatige Installationen und Kunstaktionen. In den 1990er Jahren entwickelte und realisierte Harry Kramer das Projekt der Nekropole im Kasseler Habichtswald, innerhalb dessen Künstlerinnen und Künstler wie beispielsweise Rune Mields, Timm Ulrichs, Fritz Schwegler und Werner Ruhnau Grabmäler gestalteten, zuletzt wurde 2011 das Grabmal von Gunter Demnig realisiert.

Am 25. Januar 2015 wäre Harry Kramer 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass realisiert die Kunsthalle Lingen, die einen Teil des Nachlasses Harry Kramers verwaltet, soweit er der Stiftung Nekropole in Kassel gehört, unter dem Titel „Ein Künstler aus Lingen“ eine großformatig angelegte Einzelausstellung mit zahlreichen Werken aus den 1960er bis 1990er Jahren.

Es ist die zweite Retrospektive des Kunstvereins mit Werken Kramers in Lingen. Vor 20 Jahren zu Kramers 70. war die von Heiner Schepers kuratierte Ausstellung „Der Frisör aus Lingen“ ein großer Erfolg.

einfach nur Kultur

16. Januar 2015

Bildschirmfoto 2015-01-15 um 19.30.47Ganz im Vertrauen: Es ist schon ein anderes Arbeiten als Ratsmitglied, seitdem der Oldenburger, dessen Namen ich vergessen habe, nicht mehr Baudezernent in Lingen ist und sein Nachfolger die Aufräumarbeiten dieser 8jährigen Fehlbesetzung begonnen hat. Der vor 15 Monaten angetretene Stadtbaurat Lothar Schreinemacher hat nicht nur einen anderen, neuen Stil der Offenheit aus Nordhorn in seine Heimatstadt mitgebracht sondern dabei auch die Diskussionsidee, die in der Nachbarstadt Architekturforum trägt. Hier bei uns in Lingen führt er einen ähnlichen Veranstaltungstypus ein. Der Name: „Lingen & …“. Bis zu sechs Mal im Jahr kommen dazu künftig renommierte Architektinnen und Architekten, Gestalter und Kulturschaffende nach Lingen, um ihre Projekte zu präsentieren und über Architektur und Baukultur zu referieren – 2015 zum Schwerpunkthema „Lingen & Technik“. Bei einem geselligen Ausklang mit Wein, Wurst und Käse können jeweils anschließend die Zuhörer Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen. Die ersten beiden Veranstaltungen stehen bereits fest. Am nächsten Donnerstag, 22. Januar, eröffnet Harald Kiefer, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA), im IT-Zentrum, Kaiserstraße 10b die Ausstellung  „max. 45 – Junge Architekten in Niedersachen 2014“, die dort bis zum 11. Februar zu sehen ist; zu den präsentierten Preisträgern zählt dabei übrigens auch das Lingener Architekturbüro „Vickers Krieger Architekten“, die das Schöpfwerk in Lingen entworfen haben (Flyer-Foto). Dann und ebenfalls in das IT-Zentrum kommt am Dienstag, 10. Februar das Architektenduo Pape + Pape. Die beiden Architekten aus Kassel referieren über „Bauen an besonderen Orten“ . Ihre These:  „Architektur muss selbstverständlich sein, authentisch und selbstbewusst – ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Wir entwickeln für jeden Ort eine neue Architektursprache und suchen immer die Herausforderung des Besonderen. Unser Ziel ist die Selbstverständlichkeit mit der ein neues Bauwerk den Ort besetzt. Auf dem Berg, in der Schlucht, im Stadtzentrum, im Verkehr: Besondere Orte erfordern besondere Architektur.“ Und manchem Lingener mit und ohne kommunale Verantwortung wird sich durch die neue Reihe hoffentlich und zunehmend erschließen, dass gute Architektur gerade keine Geschmacksfrage ist sondern einfach nur Kultur. Beide Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr.  Der Eintritt ist frei.