Lehrhaus

18. September 2021

Forum Juden Christen in Kooperation mit dem Anwaltverein Lingen
Lehrhausgespräch
Karl-Heinz Keldungs
„Vom Rechtsstaat zur Diktatur – Über den Rechtsbruch der NS-Justiz.“
Lingen (Ems) – Johannes-Kirchengemeinde, Loosstraße 37
Mittwoch, 22.09.2021 – 19.30 Uhr

Der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf aD Karl-Heinz Keldungs berichtet über die Entlassung traditioneller abendländischer Rechtsnormen aus ihrer Geltung in der Rechtspraxis des NS-Systems zu berichten.

Karl-Heinz Keldungs weist dabei nach, wie es das NS-System mitsamt seinem Rechtsapparat fertiggebracht hat, trotz der keineswegs ausdrücklich aufgehobenen freiheitlichen Weimarer Staatsverfassung die Menschenrechte aus ihrer Geltung zu entlassen und alle weiteren Rechtssysteme zu verbiegen und zu einem einzigen Willkürsystem zu entwickeln.

Das Forum schreibt: „Wir wissen aus Karl-Heinz Keldungs früheren Vorträgen in unserer Stadt, wie spannend, packend und für die Zuhörer erleuchtend seine Darlegungen waren. Deshalb können wir Ihnen auch diesmal wieder einen ganz gewiss sehr interessanten und spannenden Abend versprechen.“

„Bitte beachten Sie auch bei dieser Veranstaltung wieder die Einhaltung der Corona-Regeln und denken Sie bitte ans Mitbringen Ihrer Atemmasken und ggf. Ihrer Impfnachweise.“


Der 1948 in Düsseldorf geborene Karl-Heinz Keldungs studierte Rechtswissenschaften in Köln und Freiburg und war anschließend von 1991 bis 2013 als Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf tätig. Einer seiner Schwerpunkte ist bis heute das Baurecht. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Richterdienst veröffentlichte er die Bücher „Große Strafprozesse vor Düsseldorfer Gerichten“ und  „NS-Prozesse 1945-2015“, beide erschienen im Verlag Edition Virgines, Düsseldorf.

Liebe Lehrhausgemeinde, 
mit großem Bedauern teilen wir mit, dass unser nächstes, für den kommenden Mittwoch geplantes Lehrhausgespräch  aus Gründen der erneuten Zunahme und Ausbreitung der CORONA-Pandemie zum vorgesehenen Termin abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss.
Ich bitte um Ihr Verständnis für unsere Entscheidung.
Diese Entscheidung  ist allein schon deshalb unausweichlich, weil wir als Veranstalter auch in der Verantwortung für das Wohl unserer Veranstaltungsbesucher sind.

Akademieabend und Lehrhausgespräch:
Karl-Heinz Keldungs

„Vom Rechtsstaat zur Diktatur – 
Über den Rechtsbruch der NS-Justiz“
Lingen (Ems) – Ludwig Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Str. 16
Mittwoch, 21. Oktober 2020 – 19.30 Uhr

In Kooperation mit dem Anwaltverein Lingen (Ems) lädt das Forum Juden-Christen für kommenden Mittwoch zu einem Akademieabend und Lehrhausgespräch in das LWH nach Lingen-Holthausen ein.

„Vom Rechtsstaat zur Diktatur – über den Rechtsbruch der NS-Justiz“ ist der Vortrag von Karl-Heinz Keldungs überschrieben.

Keldungs, lange Jahre Vorsitzender Richter eines Zivilsenats am Oberlandesgericht Düsseldorf, hat die Rechtsprechung in den NS-Prozessen der vergangenen 75 Jahre einer kritischen Prüfung unterzogen. Entstanden ist hieraus der 500-Seiten-Band „NS-Prozesse 1945 – 2015. Eine Bilanz aus juristischer Sicht“ (Edition Virgines). Mit dem Blick eines erfahrenen Richters analysierte Keldungs zunächst die Prozessverläufe, dann die Entwicklung der Rechtsanwendung durch die Gerichte, unter anderem bei der Feststellung der Täterschaft, der Beihilfe und des sogenannten Putativnotstands. Hierbei deckte er zahlreiche unverständliche Urteile auf, die zudem nicht nachvollziehbare Strafmilderungsgründe enthalten.


Foto: © LWH

NS-Prozesse 1945 – 2015

26. Oktober 2019

Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH)
Karl-Heinz Keldungs
NS-Prozesse 1945 – 2015
Eine Bilanz aus juristischer Sicht
Lingen (Ems) – LWH, Gerhard-Kues-Str. 16
Montag, 28.10.2019 – 19.30 Uhr
Kosten 6 € , erm. 4 €

Karl-Heinz Keldungs, lange Jahre Vorsitzen­der Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf, hat die Rechtsprechung in den NS-Prozessen der vergangenen 70 Jahre einer kritischen Prüfung unterzogen. Entstanden ist hieraus der 500-Seiten-Band „NS-Prozesse 1945 – 2015. Eine Bilanz aus juristischer Sicht“ (Edi­tion Virgines). Mit dem Blick eines erfahrenen Richters analysierte Keldungs zunächst die Prozessverläufe, dann die Entwicklung der Rechtsanwendung durch die Gerichte. Hier­bei deckt er zahlreiche unverständliche Urtei­le auf, die zudem auf nicht nachvollziehbaren Strafmilderungsgründen beruhen.

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Karl-Heinz Keldungs, 1948 in Düsseldorf geboren, studierte Jura in Köln und Freiburg und war in der Folge von 1991 bis 2013 als Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf tätig. Einer seiner Schwerpunkte ist bis heute das Baurecht. 2016 veröffentlichte er vor drei Jahren das Buch „Große Strafprozesse vor Düsseldorfer Gerichten“.
in seinem neuen Buch analysert der Jurist die NS-Prozesse der vergangenen Jahre.
Karl-Heinz Keldungs: „NS-Prozesse 1945-2015“, Edition Virgines, 512 Seiten, 34,90 Euro.

(Foto: Edition Virgines)

„NS-Täter vor Gericht“

18. Oktober 2017

Reihe Lehrhausgespräche
des Forum Juden Christen

„NS-Täter vor Gericht“
Karl-Heinz Keldungs, Richter am OLG aD

Lingen (Ems) – Jüdische Schule,
Konrad-Adenauer-Ring
Heute (18.10.) – 19.00 Uhr

Karl-Heinz Keldungs hat im vergangenen Jahr das Buch „Große Strafprozesse vor Düsseldorfer Gerichten“ (, 304 Seiten, 29 Euro, ISBN 978-3-944011-55-4) veröffentlicht. Darin finden sich eindrucksvolle Berichte über die NS-Prozesse, die in Düsseldorf gegen die Protagonisten der Massenmorde in den Todesfabriken von Majdanek und Treblinka stattfanden.

In seinem Lingener Vortrag wird Karl-Heinz Keldungs über die Entstehungsgeschichte des Holocaust, die politischen, administrativen und organisatorischen Weichenstellungen und  die juristische Aufarbeitung nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland und im Ausland und die Entwicklung der Rechtsprechung gegen die Täter im Laufe der Jahrzehnte seit 1945 sprechen. Ein Schwerpunkt wird dabei der Majdanek-Prozess sein, der von 1975 bis 1981 vor dem Landgericht Düsseldorf stattfand.