Gemeinsamkeit

24. Februar 2020

Das war, so glaube ich, gestern Nachmittag eine sehr ordentliche Veranstaltung der Lingener Zivilgesellschaft. Die Idee von Meike Behm, aufgegriffen von Dr. Heribert Lange und von mir: Lingen: Gegen Hass, gegen Hetze, gegen Rassismus.

Das Ergebnis waren schließlich rund 1000 Menschen auf unserem Marktplatz und wichtige, hörenswert-mahnende Beiträge von Heribert Lange, Petra Tiesmeyer, Marie Beenken, Meike Behm und OB Dieter Krone – umarmt und umrahmt durch die Musik von Zain Landozz, Tobias Bako & Friends (Kai Liedtke, Frank Werge, Raimund Fock-Müter, Felix Hammer, Eike Kumbrink, Matthias Mertens, Theresa Ngyuyen, Martin Vest).

Mir hat die Gemeinsamkeit sehr gefallen, auch wenn ich mir ein wenig mehr junge Teilnehmer*innen gewünscht hätte. Aber im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen haben sichtlich mehr Migranten und Migrantinnen teilgenommen. Das hat mich sehr bestärkt.

Hier die Links (wird noch ergänzt):

Das Programm

Zum Livestream auf Facebook

Bericht der Lingener Tagespost

Begrüßungsrede Dr. Heribert Lange

Grußwort Marie Beenken


Foto: © @UnserLingen via twitter (Danke für die Zustimmung zur Nutzung!)

„Park“

20. Juli 2011

Keine Frage: Es ist ein nettes Stückchen Lingener Innenstadt, die Grünfläche zwischen dem Hotel und C & A. In Lingen ist das bereits ein Park und das angrenzende Hotel nennt sich folglich auch das Parkhotel. Dort findet am kommenden Samstag zum dritten Mal Jazz & Blues am Stadtgraben statt. Ab 17 Uhr und ohne Eintritt. Mit dem Duo Soul, Saxophonist Kai Liedtke und Greg Copeland & the Soul Gang mit  Piano Pete.

Im kommenden Jahr wird es  mit der vierten Auflage der Musiziererei schwieriger werden. Der Lingener Stadtrat hat nämlich gerade beschlossen, das südlich an das Park-Hotel angrenzende Fläche an eine GmbH & Co KG abzugeben. Die Looken InnGmbH & Co KG  (heißt tatsächlich so) will dort ein Hotel bauen. Dazu will sie rund 1500 Quadratmeter bebauen, also den Freiraum an der Bernd-Rosemeyer-Straße und auch Teile des „Parks“ . Ihr wird außerdem eine Erweiterung in den „Park“ hinein ermöglicht und zu allem Überfluss kann sie die für den jetzigen Eigentümer des Parkhotels  notwendigen sieben Parkplätze verlegen und im –Sie ahnen es- Park anlegen, direkt neben der neu gestalteten Stadtgrabenparzelle.

Weg muss auch die Eiche, die die SPD aus Anlass der 75-Jahrfeier an diesem, ihrem Gründungsort  gepflanz hatte. Sie tanzte nur 16 Jahre lang;  ob das auch für die Skulptur Blaue Madonna gilt, weiß ich nicht.

Ja, es wirkt alles nicht zu Ende gedacht, zumal über die architektonische Gestaltung des geplanten Hotels nichts festgelegt ist. Es gibt auch weitere, besonders unangenehme Details, die das Rechnungsprüfungsamt der Stadt veranlasst haben, Nein zu sagen. Das „RPA“ ist eine dem Rat unterstellte Einheit, die über die ordnungsgemäße Haushaltswirtschaft wacht.

Der Rat hat sich über das Nein hinweg gesetzt und mehrheitlich trotzdem zugestimmt. Es ist so eines dieser Lingener Projekte, wo leuchtturmmäßig nur noch durchgewunken und nicht mehr in Zusammenhängen nachgedacht und abgewägt wird. Hätte man das getan, hätte man sich auf die Straßenrandbebauung an der Bernd-Rosemeyer-Straße konzentriert (einschließlich des Nachbargrundstücks) und eine Tiefgarage vorgeschrieben.

Nun, der „Park“ wird anschließend wahrscheinlich immer noch Park heißen, obwohl er besser Parkplatz heißen sollte. Aber Parkplatzhotel kommt nicht so gut. Sie können jedenfalls demnächst mit Ihrem/r Liebsten im Auto sitzen und romantisch auf den unlängst umgestalteten Stadtgrabenbereich schauen. Sie brauchen dazu nicht einmal auszusteigen und sich auf eine Bank  zu setzen.

Also, hau am Samstag in die Tasten, Piano Pete (Budden). Der Blues ist -angesichts des Ganzen- der richtige Musikstil.