Batnight

22. August 2017

Batnight
am Laxtener Dieksee
mit Heiko Rebling und Thomas Weber;
Lingen (Ems) –  Lengericher Str. 62 (Parkplatz der Jugendherberge Lingen)

Freitag, 25. August, 20 Uhr

Zum 21. Mal laden NABU-Aktive anlässlich der Internationalen Fledermausnacht „Batnight“ dazu ein, die außergewöhnlichen Flugkünstler der Nacht kennenzulernen. Ende August kann man die Tiere besonders gut beobachten. Denn im Spätsommer suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten.

Zur Batnight machen Aktionen und Veranstaltungen auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam. In Deutschland sind vier Arten stark gefährdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind gefährdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nicht genug Daten, um ihre Gefährdung genau einschätzen zu können. Ausgerufen wird die Internationale Batnight von Eurobats, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. Sie findet in über 35 Ländern statt, in Deutschland übernimmt der NABU die Organisation. Alle Batnight-Termine finden Sie hier.

Fledermäuse sind nach den Nagetieren die artenreichste Ordnung der Säugetiere überhaupt – und stets werden neue Arten entdeckt. Derzeit sind weltweit über 1.200 bekannt. Die meisten der Handflügler leben in tropischen Regenwäldern. In Europa kommen über 50 Arten vor, davon 25 in Deutschland.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Fledermaus-Bestände hierzulande stark eingebrochen, obwohl sie kaum natürliche Feinde haben. Fledermäuse gehören aber zu den Lebewesen, die am meisten unter intensiver Land- und Forstwirtschaft sowie der Vernichtung natürlicher Lebensräume durch den Menschen leiden. Nahrungsmangel und viel zu wenige geeignete Unterkünfte machen ihnen besonders zu schaffen.

Wer den Fledermäusen helfen möchte, kann zum Beispiel mit einem Fledermauskasten ein Ersatz-Zuhause schaffen. Und indem man Balkon oder Garten naturnah gestaltet und auf Gift verzichtet, leistet man seinen kleinen Beitrag für eine Umgebung mit genügend Nahrung.

Auf der freitäglichen Exkursion am Laxtener Dieksee vermitteln die Fledermaus-Experten Heiko Rebling und Thomas Weber spannendes Wissen über Fledermäuse. Dabei werden mit sogenannten „Bat-Detektoren“ die Ultraschalllaute der Fledermäuse hörbar gemacht – ein ganz besonderes Erlebnis, auch für Kinder!

 

LWT II

21. August 2010

Heute Samstagmittag, kurz vor 14 Uhr. Ein sportlich gekleidetes, jung gebliebenes Rentnerehepaar schiebt zwei gut bepackte Tourenräder um die „Touristinformation“ im Neuen Rathaus. Die ist schon seit einer Stunde geschlossen. Sie schauen ratlos. Ich frage, ob ich helfen kann. Die beiden fit gebliebenen Radfahrer suchen eine „Unterkunft für eine  Nacht“. Sie kommen aus Norden und sind seit vier Tagen unterwegs auf dem Ems-Radweg und der Dortmund-Ems-Kanal-Route– abwechselnd und so wie es beliebt. Sie wollten, wie sie mir verraten, unabhängig sein und haben deshalb kein Zimmer für die Nacht vorgebucht. „Wir suchen so etwas um 50,60, vielleicht 70 Euro und haben schon vergeblich einige Hotels angerufen.“

Ich schlage das Kolpinghaus vor, das seine Zimmer vor drei, vier Jahren renoviert hat und im Internet sehr ordentlich bewertet wird und überhaupt „die Lage ist optimal“. Aber niemand geht dort ans Telefon. Zur Not wollen sie bis zur Jugendherberge fahren („wir haben einen Jugendherbergsausweis, aber es ist ja ein bisschen weit draußen…“). Ich weise sie auf das auf dem  Weg liegende Hotel garni Veldscholten hin. Die beiden entschließen sich, es beim Kolpinghaus persönlich  zu versuchen. Wir verabschieden uns.

OK, dass es ganze drei versteckte Fahrradboxen hinter dem Rathaus gibt und die geplante „Fahrradtankstelle“ bzw. „Fahrradstation“ an gleicher Stelle zwar vor 15 Jahren beschlossen aber bislang von den Autofahrern im Rathaus nicht verwirklicht wurde, wissen Sie bestimmt ebenso wie Sie vom Fehlen ordentlicher und preiswerter Hotelbetten in Lingen gehört haben, die Niederlassung einer Hotelkette wie accor zum Beispiel.  Die Öffnungszeiten der Lingener Touristinformation sind besucher-unfreundlich, weil sie sich nach denen des so genannten öffentlichen Dienstes richten und nicht nach den Bedürfnissen der Besucher unserer  Stadt. An der Lingener Touristinformation findet sich kein einfaches und kostenloses System, freie Hotelzimmer in Lingen zu finden. Die Stadtkarte rechts neben dem Shop enthält praktisch keine Hotelhinweise. Dieter Krone will sanften Tourismus. Dazu braucht man erst einmal eine ordentliche Infrastruktur und einige Dinge, mit denen man die hunderte Radfahrer erfreuen und versorgen kann, die monatlich unsere kleine Stadt besuchen. Eigentlich eine wirkliche Aufgabe für den LWT, das notwendige Mitdenken.

ps Auf der Internetseite des Ems-Radwegs ist der LWT bisher nicht einmal angekommen. Dort wirbt noch der Verkehrsverein.