Wie bitte?

13. Juli 2017

Gestern schrieb die Süddeutsche:

„Politische Gipfeltreffen in Deutschland bedeuten Arbeit auch für Tausende Journalisten, egal ob die G 7, die G 20 oder die EU-Spitzen rufen. Seit mehr als zehn Jahren werden bestimmte Journalisten dabei durch deutsche Polizeibeamte beaufsichtigt, heißt es aus Sicherheitskreisen. Das sei nichts Ungewöhnliches, sagt ein Beamter. Sondern schon häufiger vorgekommen. „Mindestens seit Heiligendamm“, also seit dem G-8-Gipfel in dem Ostsee-Badeort im Juni 2007.

Das ist eine Neuigkeit. Dass sie zur Sprache kommt, liegt an einem Verdacht, den zunächst das ARD-Hauptstadtstudio aufgeworfen hat und der nun für Angela Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert unangenehm geworden ist….“  [weiter…]

Wie bitte? Schwarz-Gelb hatte damals rot-grün abgelöst. Merkel regierte. Sie lässt seither durch das BKA also Journalisten beschatten. Ein ungeheurer Vorgang.

eigene Stimme

22. Januar 2016

„Seit Silvester, den Übergriffen, aber auch der daraus entstandenen Hetze gegen die Flüchtlinge, ist für Nawras Kadro seine Arbeit noch wichtiger geworden. Der syrische Journalist will vermitteln, erklären, zusammenführen. Und bekommt die Chance dazu durch den lokalen niedersächsischen Fernsehsender EV1.TV. Dort produziert der 29-Jährige Filme für Flüchtlinge.

Nawras Kadro ist 2013 aus Syrien geflohen, jetzt arbeitet er beim Lokalsender EV1.TV. Mit seinen Filmen will er Flüchtlingen dabei helfen, in Deutschland anzukommen.

Journalismus II

5. Dezember 2010

„Alles richtig gemacht“ so die NOZ am Sonntag zum Abbruch der ZDF-Sendung „Wetten, dass“. Ich lese den Kommentar von NOZ-Redakteur Joachim Schmitz hier:

„Als es passiert war, haben Thomas Gottschalk und das ZDF alles richtig gemacht. Die Entscheidung, „Wetten, dass…?“ trotz über acht Millionen Zuschauern am Fernseher und wartender Superstars hinter der Bühne abzubrechen, war ohne Alternativen“ ,schreibt er und findet: „Und der Verzicht auf Zeitlupenwiederholungen vom Unglück und Nahaufnahmen des Verletzten zeugt von Feingefühl bei den Verantwortlichen. Kaum auszudenken, was andere Sender nach einem solchen Zwischenfall ihrem Publikum serviert hätten.“

Schmitz schweigt darüber, was seine NOZ dem Publikum zugleich serviert. Dass sie kein „Feingefühl“ besitzt, zeigt das Blatt in seiner zu Artikel  und Kommentar gehörenden, blatteigenen Bildergalerie.

PM

5. Dezember 2010

Nein, es liegt natürlich nicht an diesem kleinen Blog, sondern bestimmt an einer grundsätzlichen Neuorientierung.  Seit zwei Tagen aber  und direkt im Anschluss an diesen Beitrag– markiert unsere ‚Lingener Tagespost‘ ihre Artikel eingangs danach, aus welcher Feder sie stammen. Zum Beispiel mit der Buchstabenfolge PM oder auch anderen Kürzeln wie pe,lj,ct usw.  – PM? Pressemitteilung heißt das. Jetzt weiß man wenigstens, von wem der jeweilige Beitrag stammt. Geht also doch mit dem Journalismus!