Achiel Daes, Albert de Bondt, Emiel de Cat, Marcel de Mol, Remy de Mol, Clement Dielis, Louis Hofmans, Edmond Maes, Henry Pauwels, Josef Peeters, Josef Verharvert, Jean-Pierre Vincent – am 7. August 1943, also vor 75 Jahren, um 8 Uhr morgens wurden diese 12 Männer der belgischen Widerstandsgruppe „De Zwarte Hand“ auf dem Schießplatz in Lingen-Schepsdorf erschossen. Der älteste war 48, der jüngste 20 Jahre alt.

In Gedenken an die zwölf belgischen Widerstandskämpfer gegen Nazi-Deutschland findet am Dienstag, 7. August 2018 um 18 Uhr eine Kranzniederlegung am Gedenkstein in der Kiefernstraße in Schepsdorf statt, der 1991 auf Initiative der damaligen belgischen Überlebenden der „Zwarte Hand“ nahe des Hinrichtungsplatzes aufgerichtet wurde. Seither erinnert er an den schrecklichen Blutzoll der „Schwarzen Hand“ erinnert.

Vielfach hat unsere Stadt Lingen (Ems) den Todestag der tapferen Belgier verstreichen lassen, ohne ihrer zu erinnern. In diesem Jahr ist das anders. Danke dafür.

Schwarze Hand

8. August 2014

SchwarzeHand

Achiel Daes, Albert de Bondt, Emiel de Cat, Marcel de Mol, Remy de Mol, Clement Dielis, Louis Hofmans, Edmond Maes, Henry Pauwels, Josef Peeters, Josef Verharvert, Jean-Pierre Vincent – gestern morgen vor 71 Jahren um 8 Uhr wurden diese 12 Männer der belgischen Widerstandsgruppe „De Zwarte Hand“ auf dem Schießplatz in Lingen-Schepsdorf erschossen.  Die Widerstandsgruppe hatte sich ab 1940 ausschließlich auf gewaltfreie Aktivitäten wie das Verteilen von antideutschen Flugblättern und den Betrieb von illegalen Radiosendern konzentriert. Als den deutschen Besatzern eine Mitgliederliste (mit Fotos!) in die Hand fiel, wurde einer nach dem anderen verhaftet. Sie waren so genannte „Nacht und Nebel-Gefangene„, die nach der Festnahme im belgischen  Kleinbrabant sofort für ihre Familien, Angehörigen und Freunde verschwunden waren, geheim nach Deutschland verschleppt,  verurteilt, in Zuchthäusern und Konzentrationslagern gequält und schließlich ermordet wurden.

Nur 37 von 111 Mitgliedern der Schwarzen Hand überlebten den 2. Weltkrieg.

Seit 1991 befindet sich auf Initiative der Überlebenden der „Zwarte Hand“ nahe des Hinrichtungsplatzes, der auf dem heutigen Gelände der Telekom in Schepsdorf lag, ein Denkmal, das an den Blutzoll der „Schwarzen Hand“ erinnert. Auch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen der Stadt Lingen (Ems) leider nicht an das Hinrichtungsdatum gedacht. Die kleine Gedenkstätte an der Kiefernstraße in Schepsdorf machte gestern früh auch keinen sonderlich gepflegten Eindruck. Zwei Freunde, meine Frau und ich haben dann den Bereich um das Denkmal ein wenig hergerichtet und an diesem Donnerstagmorgen mit zwölf Grablichtern und einem kleinen Blumenstrauß der mutigen Belgier gedacht.