JF.Küster & Relief

2. Dezember 2011

„Ich muss zurück zu meinen Wurzeln. Wer war ich und was war dazwischen und was ist heute? Was kann ich und wie soll es wieder werden?“  Jörg F. Küster zu seinem neuen Album „Vorbilder!“

Schöne Zeiten

11. März 2011

Neues aus Lingen (Ems). Zunächst nichts Gutes von der lokalen Sozialdemokratie: Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lingen (Ems) Jürgen Schonhoff (Clusorth-Bramhar) sowie seine Stellvertreter Heike Berth und Peter Supritz sind schon vor einigen Tagen mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern im SPD Ortsverein Lingen (Ems) zurückgetreten. Seinen  Rücktritt gab der Ex-Vorsitzende -sichtlich bewegt- auch im Namen seiner Vertreter bei der vorletzten Vorstandssitzung bekannt. Der SPD-Vorstand wird vorerst durch die Reste des geschäftsführenden Vorstandes Dr. Bernhard Bendick (Schriftführer) und Jürgen Beranek (Kassierer) geleitet. „Wir sind gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen“, kommentierte nach einer Internetmeldung Dr. Bernhard Bendick. Besonders positiv bleibe ihm  der gemeinsame erfolgreiche „Wahlkampf mit unserem Oberbürgermeister Dieter Krone in Erinnerung“, holte Bendick irgendwie den amtierenden OB verbal mit in das Leck geschlagene SPD-Boot. Jürgen Beranek wird auf der SPD-Internetseite mit diesem Zitat bedacht: „Der gesamte Vorstand bedauert diesen Schritt. Wir werden alle die schönen Zeiten in Erinnerung behalten und danken Jürgen Schonhoff, Heike Berth und Peter Supritz für ihre Arbeit im Ortsverein Lingen (Ems)“.

Was sind die Gründe dafür, dass sich die SPD fast auf den Tag genau sechs Monate vor der Kommunalwahl ein beeindruckendes Chaos leistet? Dem Rücktritt voraus gegangen waren vergangene Woche deftige Abstimmungsniederlagen bei der Wahl von 14 Delegierten für den notwendig gewordenen SPD-Stadtverbandsvorstand. Das neue lokale SPD-Gremium musste sein, weil zuerst die Baccumer SPD und dann die wenigen Brögberner Sozialdemokraten jeweils einen eigenen selbständigen SPD-Ortsverein gegründet hatten. Bei drei Ortsvereinen muss es eben ein Dach geben. Bei der Delegiertenwahl fiel Peter Supritz mit nur 7 Stimmen durch, der Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Schonhoff und der Fraktionsvorsitzende Hajo Wiedorn wurden erst zu Delegierten gewählt, als zwei Sozialdemokratinnen auf ihre Mandate verzichteten. Während Wiedorn über diesen Affront schimpfte, geriet zu allem Überfluss Jürgen Schonhoff wegen eigenmächtiger Zusagen an die beiden kleinen Lingener SPD-Ortsvereine bei den Verhandlungen über Strukturen und Gründung des Stadtverbandes in schweres Wasser; da wollte er dann wohl nicht mehr. Die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Heike Berth indes war nicht mehr wirklich vor Ort aktiv, nachdem sie im vergangenen Jahr nach Celle verzogen war.

Der im Ankerzimmer des Hotels Am Wasserfall dann am vergangenen Dienstag nach intensiver Satzungsdebatte etwas mühsam (und hinter verschlossenen Türen) gebildete neue Stadtverbandsvorstand der SPD wird überraschend vom 28-jährigen Rechtsreferendar Andreas Kröger geführt. Vertreter des Juso-Vorsitzenden sind Wolfgang Talle (Brögbern) und -erst im zweiten Wahlgang- der Baccumer Reinhold Hoffmann. Auch das sozialdemokratische Urgestein Gerhard Kastein ist wieder auf der Brücke des SPD-Dampfers in Lingen (Ems); allerdings brauchte auch er zwei Wahlgänge zum Amt als neuer Schriftführer. Daneben gehören Stefan Wittler, Meta Scharf und Margitta Hüsken sowie -mit beratender Stimme der jeweilige Fraktionsvorsitzende- zum SPD-Stadtverbandsvorstand.

Völlig unklar ist, wer neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins wird. Die personell ausgezehrt wirkende SPD hat zwar mit Carsten Primke einen Neuzugang mit gewisser lokaler Prominenz; der Ex-Linke ist aber erst jüngst bei der Linken aus und in die SPD eingetreten; das dürfte ihn behindern. Beisitzer Thomas Ahues möchte ungern in den Vordergrund und widmet sich lieber seinen Internetprojekten Ferdinand und Stadtblatt. Vielleicht tritt die Laxtener Sozialdemokratin Conny Spielmanns an, nachdem sie verkündet hat, die Bürgerinitiative Arenawahn sei aufgelöst.

Vielleicht kommt die Botschaft ein bisschen früh, wo doch gerade intensiv der Vorschlag des früheren Lingener Bauamtsexperten Wilhelm-G. Meyerhoff  in der Stadt diskutiert wird: Meyerhoff will -wie die BürgerNahen– keine zweite Großraumhalle, sondern die Modernisierung der Emslandhallen an der Lindenstraße – also umbauen und  erweitern – ganz so wie es auf der Internetseite der BI Arenawahn in der Überschrift steht (Ausriss oben).  Damit kann auf den immer kleiner werdenden Arena-Neubau auf der anderen Straßenseite verzichtet werden. Sollte nicht vielleicht Meyerhoff Sprecher einer neuen BI werden… BI Doppelarenawahn, weil Conny Spielmanns nicht mehr will? Übrigens: Meyerhoffs Ideen unterstützen auch alle Mitarbeiter des Teams der Emslandhallen –  mit Ausnahme ihres Chefs Florian Krebs.

Ach ja und dann trudelte heute noch die Meldung ein, dass Die Linke in Lingen (Ems) nach dem Weggang von Carsten-die-zweite-Heuesch-Zufahrt-bleibt-egal-was-der-Bebauungsplan-sagt-zu-Primke  auch auf ihren Vorsitzenden verzichten muss. Chef Jörg Küster ist aus der Partei aus- und damit auch als deren Lingener Vorsitzender zurückgetreten. Die Domain www.dielinke-lingen.de ist folgerichtig zur Zeit nicht erreichbar…

Sie sehen: Es sind kommunalpolitisch-spannende, schöne, ja geradezu bürgernahe Zeiten.

Horsch

24. August 2010

Im August 2003 streifte Fotograf  Willy Horsch durch Lingen und schoss ein Foto, das seit geraumer Zeit auf der Wikipedia-Seite Lingen prangt: Lingen-Ems-Altstadt-2.jpg. Sie sehen es hier rechts.

Inzwischen können Sie es auch ganz woanders entdecken, nämlich hier. Die Lingener Linke unter Ihrem Vorsitzenden und OB-Kandidaten Jörg Küster präsentiert die Aufnahme (und damit pikanterweise den Giebel des Konrad-Adenauer-Hauses der lokalen CDU)  ausschnittsweise als Header auf ihrer neuen, ansonsten doch ganz flott gemachten Internetseite.

Das Problem:  Sie verweist nicht auf den Fotografen aus dem Rheinland und verletzt damit seine Rechte, obwohl er sehr großzügig die Aufnahme mit einer creative commons-Lizenz versehen hat.

Lieber Jörg Küster, das solltest Du schnell korrigieren.

(Foto:  Willy Horsch, creative commons)

Positionen

31. Juli 2010

Heute stellt die Lingener Tagespost die unterschiedlichen Positionen der OB-Kandidaten dar. Sie hat den Bewerbern folgende Fragen gestellt:

1. Wie geht es weiter mit Ihren Aktivitäten bis zum 12. September, dem Tag der Wahl?
2. Was sind Ihre eigenen Schwerpunkte?
3. Was wünschen Sie sich?
4. Welches Problem würden Sie als Oberbürgermeister gerne als Erstes anfassen?

Lesen Sie hier alle Antworten der OB-Kandidaten Dieter Krone, Jörg Küster, Hans-Josef Leinweber  und Sabine Stüting, Ich finde, sie sind mehr als aufschlussreich. Oder?

Bewegung

22. April 2010

Es kommt Bewegung in die Kandidatenfrage für die Lingener  OB-Wahl 2010 und zwar bei denjenigen politischen Kräften in Lingen, die nicht der CDU angehören. Die BürgerNahen haben heute die Initiative ergriffen, und die im Rat vertretenen Parteien (SPD, FDP, Bündnis ’90/Die Grünen) zu einem Gespräch eingeladen – und mich auch. Die E-Mail ist vom Vorsitzenden der BürgerNahen, Prof. Dr. Reinhard Rauscher, unterschrieben. Unter dem Betreff „Kandidaturen für die Oberbürgermeisterwahl“, schreibt Reinhard Rauscher,  zum Thema, das “ ja wirklich momentan brennt“, stelle sich die „Frage, wie die anderen politischen Oppositionsparteien hier in Lingen dazu stehen, damit umgehen wollen bzw. werden.“ Darüber solle miteinander gesprochen worden.

Eingeladen sind  Bernhard Bendick (SPD), Jens Beeck und Anna Matern-Bandt (beide FDP), Michael Fuest und Birgit Kemmer (beide Bündnis ’90/Die Grünen) und Hajo Wiedorn (SPD). Für die BürgerNahen nimmt auch Sabine Stüting teil. Ich meine, auch Die Linke um Jörg Küster und Carsten Primke gehört  „auf den Bootssteg“, um die Frage zu diskutieren, ob alle Nicht-CDU’ler in ein Boot passen bzw. sich auf einen Kapitän einigen. Immerhin hat Die Linke im vergangenen September bei der Bundestagswahl in Lingen rund 6 %, erreicht. Sie muss beteiligt werden. Übrigens zur Erinnerung und für die Frage, welche OB-Wahlchancen bestehen: Die CDU schaffte bei den Zweitstimmen der Bundestagswahl nur rund 45 %. Nun darf man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, aber andererseits: Obst ist Obst.

Ich habe den BürgerNahen spontan zugesagt, „auch auf dem Hintergrund eigener Gedanken über eine Kandidatur“, und freue mich auf eine spannende Diskussion am 28. April.

Die Union trifft sich heute Abend in ihrer Parteizentrale und wird sich auf den bisherigen OB-Stellvertreter, Stadtrat Dr. Ralf Büring als Kandidaten festlegen. Wetten !?

(Foto: Buchholz, pixelio.de)