Der NDR informiert:

„Kurz nach zwei im emsländischen Sögel: Über den Marktplatz laufen Männer mit Kapuzenpullis und Trainingshosen. In der einen Hand halten sie frierend eine Zigarettenkippe, an der anderen baumelt ein weißer Maler-Eimer. Es ist Schichtwechsel beim Schlachthof Weidemark. Unterwegs zur Arbeit begegnen den Männern Landsleute aus Ungarn, Rumänien und Polen. Auch sie transportieren ihren Proviant im obligatorischen weißen Plastikbehälter. Als „Eimermenschen“ sind die 950 osteuropäischen Schlachthof-Arbeiter deshalb in der Region bekannt. Die Geschäftsleitung sei mit diesem Thema unsensibel umgegangen, räumt Weidemark-Chef Joachim Timmermann mittlerweile ein. Ihr sei nicht bewusst gewesen, wie das die Mitarbeiter in der Bevölkerung stigmatisiere.