Joachim Diedrichs

10. Februar 2018

Joachim Diedrichs
Orgelkonzert in der St. Bonifatius Kapelle
Lingen (Ems) – Bonifatius-Hospital
So 11. Febr. 2018 – 15 Uhr
Eintritt frei / Türkollekte

Im Bonifatius Hospital Lingen spielt Kirchenmusikdirektor Joachim Diedrichs ein Orgelkonzert auf der neuen Hybridorgel in der ökumenisch genutzten Kapelle. „Jochen“ Diedrichs ist bekanntlich seit den 1980er Jahren einer der großen Kulturschaffenden in Lingen (Ems). Ende März geht der Kirchendiözesanmusikdirektor (welche ein Titel) in den Ruhestand.

An diesem Sonntag spielt also eines seiner letzten Orgal-Konzerte in unserer Stadt;  ein Besuch ist daher ein Muss.

 

(Foto: Bonifatius-.Chor, Lingen)

Chor St. Bonifatius Lingen

15. Dezember 2017

Chor St. Bonifatius Lingen
„Prope est Dominus – Nahe ist der Herr“
Lingen (Ems) – Bonifatius-Kirche, Burgstraße 21a

Sa 16.12.17 – 20 Uhr
Karten: 15 € (Kinder, Schüler, Studenten 7,50 €)

Aus sechs Jahrhunderten stammen die Chorwerke dieses Adventsabends, u. a. von Praetorius, Bach, Mendelsohn, Rheinberger, Rutter und Tumbling.

Das Konzert gliedert sich in einen Advents- und einen Weihnachtsteil, wobei es einige beliebte Lieder mit der Einladung zum Mitsingen geben wird.

Der Chor St. Bonifatius Lingen wird an der Orgel von dem Lingener Heiko Holtmeier (Organist an der Berliner Dominikanerkirche St. Paulus) begleitet. Die Gesamtleitung hat KMD Joachim Diedrichs.

Stabat Mater

4. November 2016

Stabat Mater
Gioacchino Rossini (1792 – 1868)
Requiem von Gabriel Fauré (1845 – 1924)
Ausführende: Martina Rüping, Sopran; Bettina Denner, Mezzosopran; Andreas Post, Tenor; Thomas Laske, Bariton, Concertino Lingen (Streichereinstudierung: Dirk Kummer), Gastmusiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Chor St. Bonifatius Lingen
Gesamtleitung KMD: Joachim Diedrichs
Lingen (Ems) – St. Bonifatiuskirche

So 13. Nov. 2016  –   20 Uhr

Karten ab 22 Euro

Rossini hatte 1829 bereits den Höhepunkt seines Ruhmes erreicht und 39 Opern geschrieben. Er wendete sich von der Opernbühne ab. Krankheiten und Depressionen verursachten eine schwere Schaffenskrise bei ihm und erst ab 1855 schrieb er seine beiden großen Alterswerke, das “Stabat mater” nach der mittelalterlichen Sequenz von Jacopone da Todi über die Schmerzen Mariens und die “Petite Messe solennelle”. Beide Werke sind Meisterstücke der italienischen Kirchenmusik und enthalten wunderbare Chöre und Arien. Rossini selbst nannte sie humorvoll “Meine beiden Alterssünden”, da bei ihnen natürlich die belcanto Melodik seiner Opernsprache mit einfließt.

Die Requiem-Vertonung von Fauré hat einen ganz eigenen Charakter von milder Trauer und verzichtet auf die Schreckensvision des “Dies irae”. Weite, ruhige Melodiebögen und ungewohnte Harmonien in Verbindung mit exzellenter Orchesterbehandlung und Verwendung der großen Orgel zeichnen diese Totenmesse aus.

Rund 400 Teilnehmer nahmen heute Abend an dem Friedensgebet teil, das vom Forum Juden Christen im Kulturforum St. Michael organisiert und von christlichen, jüdischen und muslimischen Geistlichen getragen wurde; musikalisch wurden die insgesamt sechs Gebete von Joachim Diedrichs, Maria Tillmann-Bürger und Steffi Heider umrahmt. Das Fazit: Die Teilnehmerzahl spricht sicherlich für die Veranstaltung, mehr aber noch für die Gesellschaft unserer Stadt. 

Der Vorsitzende des Forums, Dr. Heribert Lange, eröffnete das Gebet mit diesen Worten:

Friedensgebet„Erlauben Sie mir, Sie alle, die unserer Einladung zum gemeinsamen Friedensgebet hier im Kulturforum der Stadt Lingen gefolgt sind, herzlich zu begrüßen und ebenso herzlich willkommen zu heißen.

Wir: Das sind das Forum Juden Christen im Altkreis Lingen, die christlichen Kirchen Lingens mit den Pastoren Thomas Burke und Dieter Grimmsmann, die Jüdische Gemeinde Osnabrück mit ihrem Gemeindevorsteher Michael Grünberg und die Moscheegemeinde der Sultan Achmed Moschee Nordhorn mit ihrem Imam Fedai Ar.

Ich freue mich sehr, dass Sie so zahlreich gekommen sind, um heute mitzutun bei unserem gemeinsamen Vorhaben, für den Frieden in unserem Land und den Frieden unter den Menschen und für den Frieden überall in der Welt zu beten. Wir wollen damit zugleich ein Zeichen setzen: Ein Zeichen gegen Terror, Krieg, Mord, Gewalt und Intoleranz. Denn der Gott Abrahams, den wir alle hier, wenn auch jeder auf seine Weise, als den Gott unserer Religionen anerkennen und an den wir glauben, hat seinem Volk ausdrücklich den Frieden aufgetragen: den Frieden, der von der Achtung der Menschen voreinander ausgeht.

Aus dem Koran kennen wir den Satz: „Niemand von Euch hat den Glauben erlangt, wenn er nicht für seine Brüder liebt, was er für sich selbst liebt.“ Und aus der Thora, dem 3. Buch Mose und der christlichen Bibel, dem Evangelium des Matthäus kennen wir die wortgleichen Sätze: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst!“

Krieg, Terror, Gewalt, aber auch die Mißachtung oder gar Ächtung von Menschen, ihrer Kulturen und ihrer Lebensweisen, können darum vor dem Gott Abrahams weder Gefallen noch Rechtfertigung finden.

Dem Glauben an die Friedensidee und dem Auftrag der Friedensstiftung fühlen wir alle uns hier verpflichtet, und sind heute zusammengekommen, um diesen Glauben gemeinsam zu bekennen, uns im Vertrauen darauf zu begegnen und Gemeinsamkeit und Gemeinschaft zu erleben und zusammenzustehen, und für ein friedliches Zusammenleben mit allen Menschen Zeichen zu setzen und Beispiel zu geben.

Sie sind eingeladen, nun den Texten aus den heiligen Schriften, der Musik und den Gebeten zu folgen, die unsere Friedenswünsche und unseren Friedenswillen vor Gott tragen und den Menschen nahebringen sollen.

Salam aleikum, Pax vobis, Shalom!“      

 

update 3.2.

 

Die Schöpfung – Oratorium von Joseph Haydn
Concertino Lingen, Bläser der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Chor St. Bonifatius Lingen
Leitung KMD Joachim Diedrichs
Lingen (Ems) – Bonifatiuskirche, Burgstraße

Heute – 20 Uhr
Eintritt: 28 Euro (Mittelschiff), 22 Euro (Seitenschiff)

Joseph Haydn (1732 – 1809) schrieb sein erstes großes Oratorium „Die Schöpfung“ in den Jahren 1795-98, also mit etwa 65 Jahren, als Frucht seines Englandaufenthaltes und der Begegnung mit den Oratorien Händels. Die Textvorlage schuf ein sonst nicht bekannter englischer Autor Lidley (oder Linley); der Wiener Diplomat und Kunstliebhaber Gottfried von Swieten besorgte Haydn die deutsche Textfassung und ermunterte ihn immer wieder zur Komposition dieses Stoffes.

Die typisch englische, naiv weltgläubige Frömmigkeit und die optimistische Weltlichkeit entsprachen Haydns Wesen, bei dem sich der Geist der Aufklärung und der kirchliche Glauben zur Harmonie verband. Und so schuf er ein Werk, dem nichts seines vorherigen Schaffens gleichkommt und welches zum Vorbild einer jahrhundertlangen Entwicklung des Oratoriums werden sollte.

Die ersten sechs Schöpfungstage werden mit Rezitativen, Arien, Duetten und Terzetten von Raphael (Bass), Uriel (Tenor) und Gabriel (Sopran) besungen und enden jeweils mit einem großen Chor-Lobgesang, in den auch die himmlischen Heerscharen einstimmen. Den Abschluss bildet der Lobgesang Adam und Evas (Bass und Sopran) vor dem Sündenfall im Paradies mit einem großartigen Schlusschor „Singt dem Herrn, alle Stimmen“.

In der Lingener Aufführung singen die Solisten Martina Rüping (Berlin), Sopran; Max Ciolek (Osnabrück), Tenor und Thilo Dahlmann (Solingen) Bass-Bariton. Es singt der Chor St. Bonifatius / Lingen, begleitet vom Streichorchester Concertino Lingen (Streicher-einstudierung: Dirk Kummer). Das Orchester wird ergänzt durch Gastmusiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Die Gesamtleitung hat KMD Joachim Diedrichs, Lingen.

Orgelboden

3. Oktober 2013

Da bin ich  eigens etwas früher aufgestanden, um zu suchen. Doch inhaltlich Überzeugendes, Flottes, Ansprechendes zum heutigen Tag der Deutschen Einheit habe ich nicht im Netz gefunden.  Nur einen dieser so nölig wirkenden Beiträge, in dem ein Erwerbsunfähigkeitsrentner  seine Benachteiligung beklagt. Dann twitterte minütlich @hpweyer bedenkenschwangere Kritik mit Hashtag #tdde13. Natürlich gehören die mitgeteilten Missstände zur deutschen Wirklichkeit, aber ich fand’s bloß nervend.

Was läuft also? Weit weg in Berlin die „private“ Feier um das Brandenburger Tor, noch weiter in Stuttgart die „offizielle“ Feier, die gar ein dümmlich-modisches Motto brauchte. Und bei uns in Lingen?  Nein, die Eröffnung der  Lingener Herbstkirmes durch  Oberbürgermeister Dieter Krone heute um 15.30 Uhr ist kein heimischer“Act“  für die Feiern zum 3. Oktober; denn trotz der Sangeskraft unseres OB darf man erwarten, dass dabei vielleicht eine der beliebten Rückwärtsfahrten mit der „Raupe“ stattfindet, aber die Nationalhymne nicht gesungen wird.

Die offizielle Feier hat man -wenig säkular- wiederum outgesourct: Um 18 Uhr gibt es in der St. Bonifatius-Kirche einen ökumenischen Gottesdienst  mit einer -sicherlich politisch-korrekten- Ansprache von Dr. Walter Remmers (CDU), Justizminister a. D. von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt über „Wendezeit“ – Auf dem Weg zum Rechtsstaat. Der „Sankt Bonifatius“-Chor unter der Leitung von Joachim Diedrichs übernimmt die musikalische Gestaltung. Da erwarte ich dann die Nationalhymne. Anschließend ist  „unter dem Orgelboden“ Gelegenheit zum „Gespräch mit dem Gastprediger und untereinander“ (Pressetext).

Irgendwo fragte heute Nacht jemand auf Twitter, weshalb die Deutschen ihren Feiertag nicht so feiern können wie die Amis den 4. Juli.  Oder die Schweizer ihren 1. August. Also im ganzen Land ausnehmend locker und unverkrampft. Das wär‘ doch mal ’ne Idee…

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Mädchenkantorei am Freiburger Münster
„Nun danket alle Gott…“
Leitung: Domkantorin Martina van Lengerich

Geistliches Konzert mit
KMD Joachim Diedrichs (Orgel)
Lingen (Ems) – Bonifatius-Kirche

Freitag, 5. April – 19 Uhr
Eintritt: 10 Euro (7 Euro erm.)

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Ausflug

8. Juli 2012

Darüber schimpft Ehrenlandrat Hermann B.: Kromos Bilder. Das ist heute mein Ausstellungstipp für alle, die einen Ausflug ins Emsland planen oder, so sie schon im Emsland sind, einen Ausflug im Emsland am Planen fangen (Ortssprache). Der taz-Beitrag muss zur Einstimmung sein. Es lohnt sich.
(Ab 10 Uhr bis 18 Uhr, hier)

Und mittendrin natürlich nach Emslage zum Fußball. Heute nämlich schrubbt die Kreisliga-Auswahl den hochgelobten SV Meppen mit 2:0. Was Preußen kann, können die KEI-Kicker erst recht.
(Ab 15.00, hier -Nachtrag: Rechtzeitig zum Anpfiff stoppt auch der Regen).

ps Mein sonntäglicher Tipp kommt heute ein wenig spät. Wegen der 3. Lange Nacht der Kirchen in Lingen, die dann doch deutlich länger war, als ich vorab gelästert hatte. Mein Tipp  gestern war das Orgelkonzert in St. Bonifatius. „Skurriles, Heiteres und Pompöses – Ungewöhnliche Orgelwerke und Transkriptionen“ klingt viel schwieriger, als es war. Es war nämlich einzigartig. The Entertainer (mit) Joachim Diedrichs auf der Lingener Bonifatius-Orgel. Und natürlich Pomp: Eingangs Jerusalem von Hubert Parry und der furiose Schluss mit Pomp and Circumstandes March No 1 von Sir Edward Elgar. Bonifatius-Kirche als Albert-Hall. Aber bei uns mit Zugabe. Wow!

Vergeblich habe ich übrigens versucht, für diesen kleinen Blog ein passendes Youtube-Video zu finden, um das volle Hörgefühl der brausenden Orgel bei Edward Elgars Marsch zu präsentieren. Sie alle sind viel zu flach, es geht nicht. Eine Knäckebrotscheibe ist auch kein 10-Kilo-Weggen.

Danke, Joachim Diedrichs!

Ich streiche alles, was konkret über Nacht und lange gesagt werden könnte; denn eigentlich ist die Idee des Projekts überzeugend. Sie wäre wohl noch überzeugender, wenn sich bei der  heutigen langen Nacht der Kirchen in Lingen auch andere Religionen wiederfänden. Aber die haben – das ist zuzugestehen- keine Kirchen im klassischen Sinne im Stadtzentrum. Nun gut:

Heute also findet die Lingener „Lange Nacht der Kirchen“ statt und zwar von 19 Uhr bis ca. 23.45 Uhr. Die dritte lange Nacht  konzentriert sich auf das Stadtzentrum und die drei großen christlichen Kirchen St. Bonifatius, Kreuzkirche und Reformierte Kirche. Der Gedenkort jüdische Schule und das Emslandmuseum sind ebenfalls geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.
Eröffnet wird  die  „Lange Nacht“ um 19.00 Uhr auf dem Marktplatz. Anschließend bieten die Kirchengemeinden Getränke und kulinarische Köstlichkeiten an. Dazu gibt es Informationen, Begegnungen und Gespräche. Musikalisch wird das Programm auf dem Marktplatz von den „Zucchini Sistaz“ und der „Ökumenischen Bigband Baccum“ begleitet. Das Emslandmuseum präsentiert eine Ausstellung zu Werken des Lingener Bildhauers Wilm Böing, der in den 1970er Jahren viele Kirchen iin der Region mit sakraler Kunst ausgestattet hat.
Bereits am Samstagnachmittas finden Kirchenführungen in der Reformierten Kirche, Kreuzkirche und der St. Bonifatius-Kirche statt: 15.30 Uhr führt Hiltraud Pott durch die Reformierte Kirche. Ania von Stephani zeigt um 16.15 Uhr  die  Kreuzkirche.  Um 17 Uhr führt Gisela Holterhues  durch die St. Bonifatius Kirche.
Mein Tipp: 22:30 Uhr Skurriles, Heiteres, Pompöses – ungewöhnliche Orgelwerke und Transkriptionen mit KMD Joachim  Diedrichs an der dreimanualigen Orgel  der St Bonifatius-Kirche.
Hier das ganze LNdK-Programm.
(Foto: Sandsteinbrunnen vor der St Bonifatius Kirche © dendroaspis2008)

Chor St. Bonifatius und Heiko Holtmeier
Künstlerische Leitung: Joachim Diedrichs
Konzert für Orgel und Chor mit Werken von Franz Liszt (1811-1886)
„Missa choralis“ und Orgelphantasie „Ad nos, ad salutarem undam”
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Lingen (Ems) – St. Bonifatius-Kirche, Burgstraße
Sonntag, 13.11. –  20 Uhr
Eintritt: 12 Euro, erm. 8 Euro