Dobrindts Idee

6. Januar 2018

Am Ende scheint Dobrindts Idee der „konservativen Revolution“ nichts anderes zu sein, als die Forderungen der Rechten in das politische Alltagsgeschäft hinein zu pflanzen. Tolle Revolution. Braucht kein Mensch. Gerade dann nicht, wenn man mal genauer auf die Definition schaut:

„Konservative Revolution“ ist in der heute verwendeten Form ein 1950 von Armin Mohler eingeführter und bis heute umstrittener Sammelbegriff für eine Gruppe ideologischer Strömungen und der sie tragenden Akteure, die sich im Kontext der Weimarer Republik entwickelten. Gemeinsam war diesen Akteuren, dass ihre Ideologien entschieden antiliberale, antidemokratische und antiegalitäre Züge trugen. Ihr Rechtskonservatismus unterschied sich vom traditionellen Konservatismusbegriff der Deutschen Zentrumspartei oder der Deutschnationalen Volkspartei grundlegend und manifestierte sich nicht in einer politischen Partei. Die Konservative Revolution wird in der Geschichtswissenschaft als Wegbereiter für den Nationalsozialismus behandelt. Heute greifen Vertreter der Neuen Rechten auf Ideologiemuster der Konservativen Revolution zurück.

Georg Restle schrieb daraufhin etwas an Dobrindt, das nochmal ganz kurz die letzten politischen Jahre reflektiert. Man fragt sich dabei, warum die Rechten in der CDUCSU jetzt so tun, als hätten nicht sie die letzten Jahrzehnte mitregiert und als wären sie gar nicht dabei gewesen- sei es mit Kanzlern wie Kohl und Merkel oder zu anderen Zeiten mit Blockade-Mehrheiten im Bundesrat.

Donnerstag Abend jeenfalls wurden Dobrindt und seine Idee der „konservativen Revolution“ von Marietta Slomka im „heute journal“ regelrecht gegrillt. Und man bekommt zwanglos den Eindruck, dass er das selber nicht mal gepeilt hat. Aber wen wundert das schon bei einem Konservativen, dem man das Wort „Revolution“ gleich zwei Mal erklären muss?

Chapeau, Frau Slomka! Denn wenn das die Revolution sein soll, dann bleib ich zu Hause.

(Quelle)

 

Nachgespielt

18. April 2017

Fair-Radio mit einem Mitschnitt von NDR 1 Niedersachsen vom 15.04.2017
Leider in vielen Radiosendern üblich: Das (nach)gespielte Gespräch. An Ostern ausgesprochen praktisch, weil es an solchen Feiertagen schwierig sein kann, Interviewpartner zu finden. Also wird eine Konserve geschnippselt.

Das klingt hier wie oft extrem künstlich, hörbar gefaked und schadet deshalb der Glaubwürdikeit.

Wie man so etwas vermeidet, erklärt fair radio hier. 

Snowden

26. Januar 2014

Hier der offizielle Beitrag des NDR auf dem eigenen Youtube-Kanal. Leider ist das Video außerhalb Deutschlands nicht zu empfangen, weil der NDR dafür die Rechte nicht hat. Ach so!

Update: Und in englischer Originalfassung: