Grenzüberschreitend

28. Juni 2018

Das neue, grenzüberschreitende Projekt taNDem des INTERREG A Projekts „Kunstverbinding – Kunstverbindung“ findet im Jahr 2018 erstmalig statt und soll auch in den zwei folgenden Jahren durchgeführt werden. Das Kunstprojekt soll Künstler aus den Grenzregionen Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Gelderland und Overijssel zusammenführen und dazu beitragen, ein nachhaltiges deutsch-niederländisches Künstlernetzwerk aufzubauen.

Jedes Jahr soll ein Barcamp stattfinden, in dem sich niederländische und deutsche Künstler zusammenfinden, um Tandems zu bilden und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Johan Godschalk von Cultuurmij Oost und Andre Sebastian vom Münsterland e.V. bilden das Tandem der inhaltlichen Projektleitung. Godschalk sieht in der Kunst und der Kultur „perfekte Brückenbauer, um Menschen über die Grenze hinweg miteinander zu verbinden“.

Das erste grenzüberschreitende Kunst- und Kulturbarcamp fand im vergangenen April im Kloster Bentlage in Rheine statt. Ungefähr 130 deutsche und niederländische Künstler haben teilgenommen, um mögliche Projektpartner aus dem Nachbarland zu finden und Tandems bilden zu können. Bei einem Barcamp gestalten die Teilnehmer das Programm selbst, es sei eine neue Art der Begegnung, so Andre Sebastian. Lediglich das Thema und der Veranstaltungsort seien von den Organisatoren festgelegt worden. Während des Barcamps fanden mehrere Sessions statt, bei denen die Teilnehmer Projektideen präsentieren oder zur Diskussion stellen konnten.

Die Überschrift des diesjährigen Themas lautet „Sehnsuchtsort Heimat – Wo fühle ich mich zuhause?“. Mögliche Themengebiete sind hierbei Migration und Flucht, doch die Künstler können selbst entscheiden, ob sie diese Themenideen aufgreifen möchten, oder sich einem anderen Aspekt des Themas Heimat widmen möchten. Im Jahr 2019 soll das Projekt unter dem Motto „Energie“ durchgeführt werden, im Jahr 2020  wird das Thema „Paradies“ lauten.

Nach dem Barcamp konnten die Künstler auf der Homepage des Projektes einen Projektantrag stellen. Hierbei mussten das Tandem festgelegt und die Projektidee beschrieben werden. Auch Künstler, die nicht am Barcamp teilgenommen hatten, konnten einen Projektantrag stellen. Die Tandems können eine maximale Förderung von 15.000 Euro für ihr Projekt erhalten. 36 Projektanträge wurden bis zur Deadline im Mai eingereicht. Am 13. Juni hat eine unabhängige Expertengruppe getagt und 15 Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten. Zu den ausgewählten Projekten gehören ein Literatur-Karaoke-Taxi, Klangkunst jenseits der Grenze sowie Straßeninterviews und Workshops, die zu „Heimatfilmen“ verdichtet werden und eine multimediale Aufführung einer „Regionsoper“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tandemkunst.eu.
An dem Projekt taNDem beteiligen sich die EUREGIO, Cultuurmij Oost, Münsterland e.V., Emsländische Landschaft e.V., die Stadt Osnabrück, der Landkreis Osnabrück und die Provinzen Gelderland und Overijssel.

 

Quelle: NiederlandeNet.

Dialog

20. Juni 2013

euregioAm morgigen Freitag entscheidet der EUREGIO-Rat über 13 neue INTERREG-Projekte im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Alle Projekte sollen den Dialog der Niederlande mit Deutschland stimulieren und vor allem den Bürgern in der Grenzregion zugute kommen. Auch NiederlandeNet ist eines der Projekte über dessen Zukunft entschieden wird.

Mit dem Projekt „EUREGIO wisselt uit!“ (dt. EUREGIO tauscht aus!) sollen bis September 2014 rund 80 gegenseitige Schulbesuche im Grenzgebiet ermöglicht werden. Dabei sollen auch die sozialen Medien eine wichtige Rolle spielen, um einerseits den Kontakt zwischen den Schülern aufrechterhalten zu können und andererseits auch andere Schulen zu ermutigen deutsch-niederländische Schulpartnerschaften ins Leben zu rufen. Die Kosten für das Projekt betragen 50.000 Euro, von denen die Hälfte mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRO) gedeckt wird.

Zwei weitere Projekte haben sich zum Ziel gesetzt die Arbeitsmarktchancen junger Auszubildender im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zu verbessern. Mit einem Zuschuss 25.000 Euro möchten die Stichting Bedrijfstakschool Anton Tijdink in Terborg und das Berufskolleg Bocholt-West das sogenannte „Regioticket“ ins Leben rufen. Damit soll Lehrlingen aus beiden Ländern im jeweiligen Nachbarland Sprachunterricht sowie die Teilnahme am praktischen Unterricht ermöglicht werden. Diese zusätzliche Qualifizierung wird anschließend durch ein offizielles Zeugnis anerkannt.

Mit dem Projekt „Buren in dialoog“ (auf deutsch: Nachbarn im Dialog) will die EUREGIO selbst Fachkenntnisse und Erfahrungen, die in deutschen und niederländischen Gemeinden, Kreisen, Vereinen und Arbeitskreisen vorhanden sind, zusammenzutragen und grenzüberschreitend austauschen. Durch diesen Austausch erhofft man sich, grenzüberschreitende Probleme lösen zu können und vorhandene Erfahrung anderen Gemeinden und Organisationen zur Verfügung stellen zu können.

Neben den genannten Projekten, wurden auch insgesamt neun People-to-People-Anträge im Rahmen des INTERREG-Programms „Deutschland-Nederland“ eingereicht. Eins dieser Projekte ist das Online-Informationsportal NiederlandeNet, das auf eine Projektverlängerung hofft. Auch darüber entscheidet der EUREGIO-Rat am kommenden Freitag. Im Anschluss an die Ratssitzung findet um 19.30 Uhr ein klassisches Konzert in der Barockkirche in Zwillbrock statt, das das Mozer-Musikfestival „Musik ohne Grenzen“ vom 21. bis 22. Juni einläutet.

Die EUREGIO, gegründet 1958, ist ein grenzüberschreitender Arbeitskreis von 129 deutschen und niederländischen Gemeinden und Kreisen. Das Gebiet, in dem die EUREGIO tätig ist, umfasst 13.000 km² und 3,4 Millionen Einwohner. Aufgabe der EUREGIO ist die sozial-kulturelle Zusammenarbeit und die Stärkung der wirtschaftlich-sozialen Entwicklung im Grenzgebiet. Die Stadt Lingen (Ems) zählt seit längerem nicht mehr dazu. Der EUREGIO-Rat ist das politische Organ der EUREGIO und besteht aus 82 Mitgliedern, je 41 aus Deutschland und den Niederlanden.

(Quelle: NiederlandeNet)