Berlinale ’14

6. Februar 2014

Berlinale2014Heute beginnt die Berlinale. Immer schon sind die Internationale Filmfestspiele Berlin – so der offizielle Name – eines der politischeren Filmfestivals. Dabei gab es internetspezifische Anliegen in den letzten Jahren eher weniger. Filme und Beiträge, die entweder vom Inhalt, der Produktion oder der Lizensierung die das Internets zum Gegenstand hatten, standen nicht im Mittelpunkt. Auch auf dieser Berlinale findet die Thematisierung von NSA, digitaler Überwachung und ungeschminkter Homespionage (noch) nicht wirklich statt. Doch die Aktivisten von netzpolitik.org haben zum Thema  eine kleine Auswahl an Berlinale-Filmen aus diesem und aus vergangenen Jahrgängen zusammengestellt.
Guckst Du hier. Und noch ein Beispiel aus diesem Jahr:

House of Cards erzählt die Machtspiele des fiktiven US-Demokraten Frank Underwood und ist ähnlich wie die dänische Serie Borgen unter PolitikerInnen ausgesprochen beliebt. Es ist explizit keine inhaltlich netzpolitische Serie aber dafür ist der Vertriebsweg, der eingeschlagen wurde, fortschrittlich. Es ist eine der ersten TV-Serien, die ausschließlich per Online-Streaming verfügbar sind und aus dieser Reihe die erste, die mit haufenweise Preisen überschüttet wurde (und das zu Recht!). House of Cards hat gezeigt, dass Formate die nur noch das Internet als Vertriebsweg benutzen keine inhaltliche und kommerzielle Nullnummer sein müssen. Am 14. Februar wird die gesamte zweite Staffel online gestellt und am 16. Februar zeigt die Berlinale die beiden ersten Folgen im Haus der Berliner Festspiele als “Berlinale Special TV Event”. „[von Netzpolitik.org]

auch sonst

24. Juli 2013

mobiles_internetRund 94 Prozent der 16- bis 75-Jährigen  Niederländer nutzen das Internet.  Das zeigen jüngst veröffentlichte Zahlen der niederländischen Statistikbehörde CBS. Neben Schweden liegt das Land damit an der europäischen Spitze. Auch mit 56 Prozent mobiler Internetnutzer liegen die Niederlande über dem europäischen Durchschnittswert von 35 Prozent. In Deutschland liegt dieser Wert übrigens nur bei mageren 31 Prozent.

Auch sonst sind die einst als vergleichsweise liberal gehandelten Nachbarn europäische Spitze: Bei der Überwachung ihrer Bürgerinnen und Bürger. Die aktuelle „Schnüffelstatistik der Niederlande ist draußen. Wenn man bedenkt, dass da nur knapp 17 Millionen Menschen wohnen, sind die Zahlen recht krass: 25.487 Telefonanschlüsse abgehört, 56.825 Verkehrsdatensätze beschlagnahmt, 16.676 Internetanschlüsse mitgeschnorchelt. Da ist die Steigerungsrate am größten, das waren im Vorjahr nur 3.331.“ (Quelle)

(Foto:  Hakan Dahlström/cc-by)

Syria

12. April 2013

Ein aktueller, lesenswerter Nachtrag von Hal Faber in seiner heutigen wwww-Kolumne:

„…Nach Boston wird die Forderung, mehr Videokameras zu installieren zum allseits beliebten Laute-Post-Spiel. Was die Attentäter bewegte, ausgerechnet in einer der am besten überwachten Einkaufsstraßen die Bomben zu deponieren, kommt gar nicht erst ins Bild der allfälligen Diskussionen. Noch interessanter ist die Frage, wie schnell eine Radikalisierung ablaufen kann. Da ist das Internet mit seinen Hatzvideos und den Bastelanleitungen der nächste Sündenbock. Irgendwie muss es doch zu überwachen sein, als Fahndungsmedium taugte es jedenfalls nichts. In Gaza, im Irak, in Mali, in Syrien ist Alltag, was die Bilder von Boston zeigen…“

Syria