Mit dem britisch-amerikanischen Film „Der wunderbare Garten der Bella Brown“ als Eröffnungsfilm und Deutschlandpremiere wird heute das diesjährige Internationale Filmfest Emden-Norderney eröffnet. In Anwesenheit von Regisseur Simon Aboud („Comes A Bright Day“) und Produzentin Christine Alderson startet die 28. Ausgabe des Internationalen Filmfest Emden-Norderney  im Neuen Theater Emden mit einer beinahe märchenhaften Suche nach dem Sinn des Lebens.

An acht Tagen präsentiert das Festival in fast 180 Vorstellungen 95 internationale Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme im CineStar-Kino, im Neuen Theater, im vhs Forum sowie auf Norderney im Kurtheater und im Conversationshaus. Dabei laufen in den Wettbewerben des Festivals allein 22 Filme als Deutschlandpremiere oder sogar als Uraufführung, mehr als je zuvor. Darüber hinaus sind 13 Filme des Kurzfilmprogramms erstmals in Deutschland zu sehen. Das Internationale Filmfest Emden-Norderney vergibt in seiner 28. Festivalausgabe Preise im Wert von über 60.000 Euro.

Dem Trend der Vorjahre zu einer starken Präsenz des französischen Kinos setzt sich auch in diesem Jahr fort. Dabei sind „Lieber leben“, über einen Sportler, der nach einem Unfall aus dem Rollstuhl wieder heraus möchte, „Der Wein und der Wind“, über das Schicksal eines Weingutes im Burgund, „La fille de Brest“, der wahren Geschichte eines Medikamentenskandals oder „Monsieur Pierre geht online“ mit Pierre Richard, der auf seine alten Tage das Internet und anonyme Flirts entdeckt, allesamt bieten sie als deutsche Erstaufführungen französisches Kino vom Feinsten.

Lange Tradition hat die Reihe New British & Irish Cinema. Hier laufen neben dem Eröffnungsfilm u.a. die temporeiche Komödie „The Party“ von Sally Potter sowie der bewegende Dokumentarfilm „Thank You For The Rain“ über den Klimawandel und dessen fatale Folgen.

Absolut hochkarätig zeigen sich auch die weiteren Filme der Internationalen Reihe: Aus Norwegen kommen „Das Löwenmädchen“ über ein Kind, das stark behaart zur Welt kommt. „Handle With Care“, ist eine sehr berührende Vater-Sohn-Geschichte und ebenso deutsche Erstaufführung wie die niederländisch-jordanisch-deutsche Koproduktion „Blessed Benefit“ von Mahmoud al Massad, die auf sehr unterhaltsame Weise zeigt, dass man ziemlich lange Zeit im Gefängnis verbringen kann, wenn es die Umstände so wollen…

Wieder stark vertreten in diesem Festivaljahrgang sind deutsche Produktionen, darunter als Uraufführungen Pepe Danquarts charmante Liebeskomödie „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ (Hauptdarstellerin Jessica Schwarz und Regisseur Pepe Danquart sind zu Gast), Stefan Krohmers frisch-freche Komödie „Zur Hölle mit den anderen“ (das Buch stammt von Nicole Armbruster, Drehbuchpreis-Gewinnerin in Emden 2012 ), der soeben abgedrehte neue Bremen-Tatort: „Zurück ins Licht“ (Gast: Regisseur Florian Baxmeyer) und die kunstvolle Verfilmung eines Theaterstückes „Fenster Blau“ (zu Gast ist Regisseurin Sheri Hagen).

Besonders zeitaktuell sind die politisch unkorrekte österreichische Komödie „Die Migrantigen“ und der Dokumentarfilm „Auf dünnem Eis – Die Asylentscheider“, der Asylverfahren von der Anhörung bis zum Entscheid begleitet.

Im Rahmenprogramm des Festivals sorgen u.a. das DGB-Filmgespräch (in diesem Jahr u.a. über 20 Jahre DGB Filmpreis) und der allabendliche Mitternachts-Talk im Grand Café Emden für zusätzliche Informationen zu Filmen und Gästen. Last not least: Jenni Zylka bittet am Festival-Samstagnachmittag den diesjährigen Schauspiel-Preisträger Ulrich Tukur zum Film-Tee ins Forum.  Der Spielplan findet sich hier.

Hier ein Beitrag der taz.

Filmfest

5. Juni 2013

FilmfestEmdenMit dem Film „The Domino Effect“  der niederländischen Regisseurin Paula van der Oest ist heute Abend das 24. Internationale Filmfest Emden-Norderney eröffnet worden. Über 100 Lang- und Kurzfilme stehen bis zum 12. Juni auf dem Programm. Es werden über 20.000 Besucher erwartet.  Das Filmfest Emden-Norderney gilt als das bedeutendste Kinofestival Niedersachsens, das an den Standorten Emden und auf der Insel Norderney  rund 90 Filme, darunter 38 Kurzfilme, aus 21 Ländern präsentiert

Zur heutigen Auftaktveranstaltung im ausverkauften Neuen Theater kamen mehr als 600 Zuschauer. Auch Bracha van Doesburgh und Jelka van Houten, Darstellerinnen des diesjährigen Eröffnungsfilms ‚The Domino Effect‘ nahmen an der Eröffnung teil und präsentierten den Film.

Die Festivalleiter Silke Santjer und Rolf Eckard waren erfreut über das große Interesse zur Eröffnung des Festivals: „Wir freuen uns, in diesem Jahr mit Paula van der Oests ‚The Domino Effect‘ zum dritten Mal eine Deutschlandpremiere dieser herausragenden Filmemacherin präsentieren zu dürfen. Mit einem Eröffnungsfilm über die weltweiten Folgen der Bankenkrise wird einmal mehr der Fokus des Festivals auf brandaktuelle gesellschaftliche Themen gerichtet.“

„Wenn das 24. Internationale Filmfest Emden-Norderney heute beginnt, werden unsere Seehafenstadt und die Nordseeinsel wieder für eine Woche zur cineastischen Hochburg. Ganz Emden und Norderney werden im Festivalfieber sein, das mit seinem Charme und familiären Flair wieder von den Menschen in den Kinosälen, in den Cafés und auf den Straßen Besitz ergreifen wird“, sagte der Emder Oberbürgermeister Bernd Bornemann.

Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer eröffnete das Festival mit den Worten „Das Filmfest Emden ist eine Marke, die bei den Filmemachern im In- und Ausland immer wieder ein gutes Gefühl auslöst. Die Begeisterung, Kompetenz und der Charme der Besucher, Macher und Kinoorte schafft eine unverwechselbare Atmosphäre, die jedes Jahr wieder nicht nur internationale Filmprominenz sondern auch viele Filmenthusiasten aus ganz Deutschland an die Küste lockt.“

Mehr auf der Seite des Nordwestradio und der Internetseite des Filmfestes