Inklusion ausgebremst

28. Mai 2021

Niedersachsen bremst die Inklusion aus. An der Universität Hannover wird n#ämlich die Professur für Inklusive Schulentwicklung gestrichen. Dabei sollte der Bereich eigentlich ausgebaut werden.Wer forscht und lehrt, braucht Arbeitsruhe. Rolf Werning forscht und lehrt. Aber mit der Ruhe ist es für ihn vorbei. Seine Professur für Inklusive Schulentwicklung am Institut für Sonderpädagogik (IFS) der Leibniz Universität Hannover ist seit Monaten Anlass harter Kämpfe.

Mit Werning selbst hat dieser Streit gar nichts zu tun. Es geht um Haushaltsentscheidungen der Landesregierung: Viele Millionen Euro müssen Niedersachsens Hochschulen pro Jahr einsparen, auch die Universität Hannover ist betroffen. Eine der Folgen: Ende 2020 erfuhr das IFS, dass das Präsidium der Universität mit Zustimmung des Senats die erst vier Jahre alte Professur streicht, spätestens mit Wernings Dienstzeitende 2027. Geht Werning früher, ist sie früher weg. 24 Professuren fallen in Hannover dem Rotstift zum Opfer.

„Ich versuche, das nicht zu nah an mich rankommen zu lassen“, sagt Werning der taz. „Aber demotivierend ist das natürlich schon.“ Vor allem, weil es so widersinnig ist. Die „Entwicklungsplanung 2023“ der Universität sieht nämlich das Gegenteil vor: eine Stärkung des Bereichs Inklusive Bildung und Schulentwicklung als „zunehmend eigenständiges Forschungsprofil“ im Zuge des „Ausbaus der Sonderpädagogik“. Jetzt aber fällt eine Professur weg, die es in ganz Niedersachsen mit diesem Schwerpunkt kein zweites Mal gibt.

„Da ist viel Geld reingeflossen“, sagt…

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