Renault

13. Januar 2017

r4Dunkelgrün war vor 44 Jahren mein erstes selbstverdientes Auto – ein Franzose mit Krückstockschaltung, der Renault 4 (Symbol-und-mehr-Foto lks). Aufgebrezelt mit Riesen-Fernlichtscheinwerfern, Sicherheitsgurten und aufgepflanzten Kopfstützen, was damals alles nicht serienmäßig war. Mein Freund Harald Höhne hatte gekonnt die Verhandlung mit dem Verkäufer von Renault Albers an der Lingener Georgstraße übernommen und ein überragendes Ergebnis erzielt. Der Wagen hat mich dann 100.000 Kilometer begleitet, mit den R4-typischen, ausgeschlagenen Achsschenkelbolzen nach 70.000 km und einem unerwarteten Kolbenfresser -nur ein halbes Jahr, nachdem ich ihn an meinen Freund Bernd Vaupel weiterverkauft hatte. Dabei wäre fast alles rutschend in einer großen Schneewehe nahe Hopsten geendet, wenn der mir entgegen rutschende Reinhold Hoffmann nicht doch noch sein Auto zum Stillstand gebracht hätte – 20 cm vor dem unausweislich auf mich zukommenden Crash. Noch heute hab ich ein schlechtes Gewissen, als Bernd Vaupel fragte, ob man angesichts des Motorschadens nachträglich was am Preis machen könnte. Das konnte ich nämlich nicht, weil- aber das ist ein anderes Thema.

Renault gibt es seit 110 Jahren in Deutschland. Hier – dank Horizont.net – die schönsten Werbemotive für den Franzosen in diesen Jahrzehnten zum Rein- und Durchklicken…

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Tag der Architektur

28. Juni 2014

Nicht nur für die Veranstalter ist klar: „Das letzte Juni-Wochenende wird wieder ein Fest der Baukultur: die Architektenkammern laden wie in jedem Jahr zum Tag der Architektur ein. 2014 ist das Motto „Architektur bewegt“.“

In Lingen werden dabei zwei Projekte vorgestellt: Die neu, umstrittene Mensa am Hochschul-Campus an der Kaiserstraße („Die Mensa wurde unabhängig von der benachbarten historischen Bausubstanz des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes errichtet.“) sowie  das Schöpfwerk an der Mühlenbachstraße, kurz vor der Mündung des Mühlenbachs in die Ems. Ein Besuch dieses Bauwerks von Vickers Krieger lohnt sich allein schon wegen des Satzes „Die schräg verlaufenden Schneckenpumpen geben das vieleckige Gestaltungsprinzip der Einhausung vor.“

Die Lingener Mensa ist ja sonst aufgrund unerfindlicher Gedankengänge der Leitung des Studentenwerks Osnabrück für Lingener generell verschlossen und bekanntlich auch sonst viele Monate eines Jahres geschlossen. Morgen kann man also die Chance einer kostenlosen Mensa-Führung um 11 und 15 Uhr nutzen. Im Schöpfwerk (Bildergalerie hier) finden die Führungen um 12, 14 und 16 Uhr statt (Treffpunkt jeweils am Ende der Mühlenbachstraße, s.u.).

Weitere sehenswerte Projekte in unserer westniedersächsischen Region (zB Nordhorn, Bad Bentheim, Schüttorf) können über die -leider wenig benutzerfreundliche- Internetseite der Architektenkammer gefunden werden. Die Vorhaben in Meppen (Schulgelände) und Papenburg (Renovierung einer Denkmalvilla) lohnen nach meiner Einschätzung eher keine Anreise. Statt dessen verspricht ein Besuch der vorgestellten Bauwerke im benachbarten Westfalen Spannendes, wo beispielsweise Rheine, Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Wettringen und Westerkappeln mit modernen Bauwerken den Tag der Architektur 2014 mitfeiern [mehr].

 

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Buggy kämpft

5. Juli 2011

Einmal mehr hat eine emsländische Kommune für die weitere Zerstörung der heimischen landwirtschaftlichen Strukturen gestimmt. Diesmal war es der Stadtrat in Freren, der mit dem fast einstimmigen Ja für eine 4,5 MW große Biogasanlage in der Gemarkung Bardel u.a. die Weichen für eine weitere Vermaisung der Region gestellt haben dürfte. Die zugelassene  Energieerzeugung ist rund 9 mal so groß wie eine übliche Biogasanlage. Sinnvoll betrieben werden kann sie nur mit ordentlich viel Mais oder ähnlichem Pflanzeninput. Auch der engagierte Einsatz von Bernhard „Buggy“ Barkmann an der Spitze von 40 Treckerfahrern änderte nichts mehr. Die Ratsvertreter glauben, mit einem „städtebaulichen Vertrag“ die Dinge regeln zu können. Vorhersage:  Sie werden es nicht.

Die LT berichtet dazu heute:

„Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung fällte der Frerener Stadtrat am Montagabend den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 38 „Sondergebiet Energiepark Freren“ – und stimmte damit für den in dem ehemaligen Bundeswehrdepot geplanten Bau einer 4,5-Megawatt-Biogasanlage. Das Projekt wird vor allem von vielen Landwirten in der Region abgelehnt: Rund 100 Bauern waren auf rund 40 Treckern zur Ratssitzung gekommen, um ihren Unmut über das 19,5-Millionen-Euro-Projekt zu äußern.

„Wir haben diese Entscheidung durchaus erwartet – sind aber davon natürlich enttäuscht.“ Dies erklärte Bernhard Barkmann, der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins Messingen, nach der Sitzung. Mit befreundeten Landwirten als auch mit Hermann Reeker, Geschäftsführer des in Hopsten ansässigen Investors Biene Service GmbH, diskutierte Barkmann noch lange, nachdem der Ratsbeschluss gefallen war.Kritisiert worden…“

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(Grafik/Foto: ©blog agrar)