13 Osterfeuer

18. April 2019

Auch in diesem Jahr veranstalten am Ostersonntag, 21. April, wieder viele Vereine und Verbände in Lingen (Ems) ihre traditionellen Osterfeuer. Insgesamt 13 dieser Brauchtumsfeuer hag die Stadtverwaltung genehmigt, so viele wie im vergangenen Jahr. Sie laden zum geselligen Beisammensein ein.

Das Brenngut darf erst am Karfreitag angeliefert werden oder muss am Karsamstag nochmals vorsichtig umgeschichtet werden, um Vögel, Igel und andere Kleintiere die Flucht zu ermöglichen.

In den Abendstunden des Ostersonntags finden Osterfeuer statt in

  • Altenlingen: auf der Ackerfläche an der Straße „Kirchwand“, 19.00 Uhr
  • Brockhausen: Ackerfläche an der Straße „Beckhookweg/Zum Dorfplatz“, 20.00 Uhr
  • Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“, 18.00 Uhr
  • Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“, 18.30 Uhr
  • Darme: Skaterbahn an der Straße „Am Darmer Sportzentrum“, 19.00 Uhr
  • Estringen: am Sportplatz Estringen, 20.00 Uhr
  • Holthausen-Biene: am Gemeinschaftshaus/Marientreff an der Straße „Am Gemeinschaftshaus“; 19.30 Uhr
  • Hüvede: auf der Ackerfläche „Achterkehrstraße“, 19.30 Uhr
  • Münnigbüren: auf der Ackerfläche „Osterberger Esch“, 19.00 Uhr
  • Neuholthausen: auf der Ackerfläche „Rabergweg“, 20.00 Uhr
  • Ramsel: an der „Wiesenstraße“, 19.00 Uhr
  • Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion, 18.00 Uhr
  • Schepsdorf: auf der Ackerfläche „Zum Gut Herzford/Deichstraße“, 20.00 Uhr

(Quelle; Foto: Osterfeuer 2018 in Münnigbüren, CC RobertsBlog)

Bratwurst, Bier & Blasmusik

2. September 2018

Bratwurst, Bier & Blasmusik
Lingen (Ems) – Holthausen-Biene, Biener Straße 65
Heute 17 – 20 Uhr

Eintritt frei

Zu einer besonderen Veranstaltung mitten in Holthausen-Biene lädt der Musikverein Holthausen-Biene ein. Heute ab 17:00 Uhr gibt es  „Bratwurst, Bier & Blasmusik“ bei einem Dämmerschoppen. Geboten werden Live-Musik vom Musikverein, kühle Getränke, Bier vom Fass, natürlich passend zum Motto diverse Bratwürstn und ein gemütliches Zusammensein „mitten im Dorf“.

Bei einem Wunschkonzert sollen sämtliche Wünsche aus dem Repertoire des Musikvereins erfüllt werden.


(Foto: Musikverein Holthausen-Biene)

Osterfeuer

1. April 2018

Gleich 13 Osterfeuer finden in diesem Jahr in Lingen (Ems) statt. Sie werden allesamt von lokalen Vereinen veranstaltet und beginnen heute Abend. Es fehlt das Laxtener Osterfeuer, einst eines der größten in der Stadt; aber in diesem Jahr ist auch das traditionelle Osterturnier der A-Junioren in Laxten abgesagt.

Folgende  Osterfeuer sind in Lingen (Ems) genehmigt (in alphabetischer Reihenfolge):

–       Altenlingen: auf dem Acker an der Straße „Kirchwand“, 19.00 Uhr

-–      Brockhausen: Acker an der Straße „Beckhookweg/Brockhauser Teiche“, 20.00 Uhr

–       Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“, 18.00 Uhr

–       Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“, 20.00 Uhr

–       Darme (Foto): Skaterbahn an der Straße „Am Darmer Sportzentrum“, 19.00 Uhr

–       Estringen: am Sportplatz Estringen, 20.00 Uhr

–       Holthausen-Biene: am Gemeinschaftshaus  an der Straße
„Am Gemeinschaftshaus“; 19.30 Uhr

–       Hüvede: auf dem Acker „Achterkehrstraße“, 19.30 Uhr

–       Münnigbüren: auf dem Acker  „Holzkamp“, 19.00 Uhr

–       Neuholthausen: auf dem Acker   „Im Brooke“, 20.00 Uhr

–       Ramsel: an der „Wiesenstraße“, 19.00 Uhr

–       Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion, 18.00 Uhr

–       Schepsdorf: auf dem Acker „Zum Gut Herzford/Deichstraße“, 20.00 Uhr

 

update: War schön heute Abend in Münnoigbüren…


(Foto ganz oben: © Richard Heskamp, Osterfeuer in Darme; Foto unten: Osterfeuer in Münnigbüren 2018, CC Robertsblog))

Läuft

23. März 2018

In Holthausen-Biene gibt’s seit einigen Wochen nichts mehr im Markant-Supermarkt zu kaufen, weil der geschlossen ist. Der dortige Nahversorgermarkt hatte vor acht Wochen zugesperrt, weil Marktbetreiber Björn Dohle lieber Edeka wollte, aber die zur Bünting-Gruppe zählenden Markant-Leute den Standort halten wollten. Büntiing hatte nämlich einen Mietvertrag mit der Familie Wintering, der das Gebäude gehört.

Jetzt ist das Problem gelöst – vielleicht schon in drei, vier Wochen steht der Vertrag mit einem neuen Betreiber und Bünting. Unser Oberbürgermeister wurde nämlich aktiv und das kam so:

Ich hatte Kontakt zur Büntinggruppe in Leer aufgenommen und wollte als wahlkämpfender Kandidat (Foto lks) dort über eine Lösung sprechen, damit im Stadtteil Holthausen-Biene der notwendige Nahversorgermarkt schnell wieder öffnet.

Das steckte ein Mitglied meines OB-Wahlkamfteams einem Geschäftsführer der Fa Wintering, der informierte seinen mitgeschäftsführenden Bruder, der rief -ganz wie geplant ;-)) – im OB-Büro an und teilte mit, „der Koop“ sei „da dran“ und wolle nach Leer zu Bünting fahren, um zu sehen, was möglich sei.  Dann ging alles markant schnell: Unser, so alarmierter OB handelte. Binnen fünf Tagen traf er sich in seinem Büro mit Winterings, Markants, Dohles und Ortsbürgermeister Uwe Dietrich  zum Schlichtungsgespräch, die Vertragspartner einigten sich, dass Bünting bleibt, und (fast) alle fuhren anschließend mit dem OB und dessen PR-Fotografen zum Fototermin an den Markantmarkt. Mich freut dieses Resultat für die Menschen in Holthausen-Biene.

Und ich brauche nicht mehr ins schöne Leer, habe allerdings als Ausgleich inzwischen mit Volker Dreizler (Bünting) verabredet, bei der Neueröffnung des Marktes in eiinigen Wochen statt Tee in Leer gemeinsam ein Kaltgetränk in Holthausen-Biene zu trinken. Läuft!

 

 

Guckt selbst.

25. August 2016

Seit 2009 streitet „Bild“ mit dem Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) über die Herausgabe der Namen 116 Bundestagsabgeordneten, deren Büro-Mitarbeiter kurz vor Ende der Wahlperiode noch schnell 396 Füllfederhalter und Stifte der Hamburger Luxus-Marke Montblanc bestellt haben sollen. Der Steuerzahler hat dafür 68 800 Euro bezahlt.

Gestern veröffentlichte „Bild“ eine selbst recherchierte Liste mit 90 Namen, während vor Gericht weiter um die komplette Liste gestritten wird. Unter den am Mittwoch veröffentlichten Namen: Norbert Lammert (67, CDU), dessen Büro sechs Füller und drei Kulis für 1350 Euro angeschafft haben soll. Bundestagspräsident Norbert Lammert hat Fehler eingeräumt. „Die Anschaffung von teuren Kugelschreibern und Füllfederhaltern aus Steuermitteln ist ebenso unnötig wie problematisch.“

Es geht um eine Liste, die nicht veröffentlicht werden soll. „Auf ihr stehen Namen der größten Montblanc-Raffkes“ („Bild“), die sich 2009 im Bundestag Luxus-Füller dieser Marke auf Steuerzahlerkosten kauften. Ganz vorn dabei Ex-MdB Ronald Pofalla (CDU), der für mehr als 3.300,- Euro Montblanc-Schreibgeräte eingekauft hat.

Unter den mehr als 90 Politikern, die lt. „Bild“ die teuren Schreibgeräte bestellt haben sollen, sind teils noch aktive und teils ehemalige Abgeordnete. Einer von ihnen kommt aus Holthausen-Biene. Guckt selbst:

Bildschirmfoto 2016-08-24 um 22.42.56

Übrigens: Die Neue Osnabrücker Zeitung hat die Montblanc-Affäre zwar gestern mitgeteilt (heute in der gedruckten Ausgabe) und dazu eine dpa-Meldung übernommen. Den Hinweis auf Ex-MdB Hermann Kues (CDU) aus Holthausen-Biene hat sie aber unterlassen. Warum bloß?

Osterfeuer

24. März 2016

Osterfeuer auf dem Darmer EschOsterfeuer haben nicht nur in unserer Region eine lange Tradition. Sie gelten gleichermaßen als ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus wie auch dazu, den Winter zu verabschieden oder auszutreiben und gleichzeitig den Frühling einzuläuten. Die Asche der abgebrannten Osterfeuer wurde anschließend auf den Feldern verstreut, um diese für die kommende Saison fruchtbar zu machen. Heute wird das Osterfeuer meist nicht mehr aus religiösen oder abergläubischen Gründen gefeiert.

Auch 2016 veranstalten am Ostersonntag wieder viele Vereine und Verbände in Lingen ihre traditionellen Osterfeuer. Wie 2015 laden insgesamt 13 Brauchtumsfeuer zum geselligen Beisammensein ein – -mit Ausnahme von Brockhausen-  an denselben Plätzen wie im vergangenen Jahr:

  • Altenlingen: auf der Ackerfläche an der Straße „Kirchwand“
  • Brockhausen: beim Dorfgemeinschaftshaus an der Straße „Zum Dorfplatz 5“
  • Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“
  • Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“
  • Darme: auf der Ackerfläche an der Ecke „Zum Heidhof/Groten Esch“ (Foto)
  • Estringen: am Sportplatz Estringen
  • Holthausen-Biene: am Gemeinschaftshaus/Marientreff an der Straße „Am Gemeinschaftshaus“
  • Hüvede: auf der Ackerfläche „Achterkehrstraße“
  • Münnigbüren: auf der Ackerfläche Ecke „Holzkamp/Brockortstraße“
  • Neuholthausen: auf der Ackerfläche am „Rabergweg“
  • Ramsel: an der „Wiesenstraße“
  • Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion
  • Schepsdorf: auf der Ackerfläche „Zum Gut Herzford/Deichstraße“I

Der Zutritt ist überall frei.

 

(Foto: © Richard Heskamp, Osterfeuer in Darme)

Reifeprüfung

20. Juli 2015

Inzwischen lässt sich auch OB Krone bei den Lingener Informationsveranstaltungen sehen und übernimmt sogar die Moderation. Natürlich liegt dies nicht daran, dass ich ihn in diesem kleinen Blog kritisiert habe sondern daran, dass…. es kommt halt einfach besser an, wenn man selbst vorn steht und nicht nur die Verwaltungsleute vorschickt. Der OB zeigt sich unerwartet lernfähig.

In dieser Woche finden am Mittwoch und am Donnerstag noch zwei weitere Informationsveranstaltungen statt. Im Stadtteil Bramsche soll „Am Bloomholt“, also westlich der B70, ebenso ein Containergebäude für 30 Flüchtlinge entstehen wie in Holthausen-Biene, wo man sich für ein Areal am Ludwig-Windthorst-Haus entschieden hat.

Eigentlich alle bisherigen Informationsveranstaltungen sind ausgesprochen sachlich abgelaufen und waren regelmäßig nach einer Stunde beendet. Bei allen standen -nach der rund 30minütigen Einführung- im Vordergrund, wie wir in unserer Stadt mit den Flüchtlingen umgehen, die zu uns kommen. Ganz anders als in den 1990er Jahren als Ängste und Sorgen zu emotionalen Debatten um die damals aufgestellten Behelfshäuser prägten, sind es diesmal Ängste und Sorgen um die Flüchtlinge, die Mittelpunkt stehen. Beispielsweise in Altenlingen, broschuere_willkommen-301wo deutlich mehr als 200 (!) Einwohner sachliche Fragen stellten. Altenlingen war insoweit etwas Besonderes, als dort von Anfang an offen und öffentlich diskutiert wurde,. In den anderen Lingener Ortsteilen wurde das verhindert entsprechende Geschäftsordnungsanträge der BürgerNahen wurden in den Ortsräten abgelehnt. Natürlich gab es in Altenlingen auch Vorbehalte gegen die Container für 30 Flüchtlinge betroffener Anwohner in der Gierenbergstraße, aber ganz wenige Ansätze polemischer oder ausländerfeindlicher Art wurden vom Publikum (!) sofort unterbunden.

Höhe- und Schlusspunkt der Informationsveranstaltung war ein emotionaler Wortbeitrag von Frau Nasari (nach eigenen Worten Perserin, nicht Iranerin), die natürlich für die Aufnahme und Unterstützung der Flüchtlinge warb. Sie bekam tosenden Beifall, was OB Krone als hervorragende Schlusswort wertete und zur Beendigung der Veranstaltung nutzte.

Es sieht ganz so aus, als ob die Lingener weiter sind als ihre Verwaltung. Sie zeigen nicht nur Empathie und Engagement sondern heißen die Flüchtlingen wirklich willkommen. Eine gelungene Reifeprüfung.

Übrigens: Wenn Sie mitwirken wollen, können Sie sich beim SKM melden oder auch bei einem der neun Lingener Ortsbürgermeister und sie können hier lesen, was alles machbar ist und wie man es am besten macht, das mit der Willkommenskultur. Die Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung und von PRO ASYL gibt ermutigende Beispiele und Hinweise für Engagierte, Vereine, Sport, Schule, Politik und Verwaltung zur Integration von Geflüchteten und versucht, Initiativen zum Engagement für den Schutz von Flüchtlingen vor rechten Angriffen anzuregen.

nicht-öffentlich

6. Juli 2015

Heute lädt der Oberbürgermeister oder besser „die Stadt“ in Schepsdorf zu einer weiteren Informationsveranstaltung zur „Unterbringung von Flüchtlingen in modularen Wohngebäuden“ ein. Es geht, kurz gesagt, um Containerunterkünfte, die nach meiner Meinung nicht notwendig aber vor knapp fünf Monaten beschlossen worden sind. Immerhin sehen sie nach den Planzeichnungen leidlich aus; die Pflanzen und das Grün muss man sich allerdings aus der Ansichtsskizze (lks) wegdenken. Zunächst sollen diese Container für rund 190 Flüchtlinge an Bildschirmfoto 2015-07-05 um 18.49.19insgesamt acht Standorten im Stadtgebiet entstehen: Am Schwarzen Weg/Waldstraße in Heukamps Tannen, an der Wilhelm-Berning-Straße, in Laxten an der Lengericher Straße, in Bramsche an der westlich der B70 gelegenen Straße Am Bloomholt, nahe des Waldstadion in Darme (auf dem Grundstück an der Bahnstrecke, wo das Haus gekauft wurde aber dann verfiel, weil man es sich anderes überlegt hatte), in Altenlingen an der Gierenbergstraße (wo sich der Ortsrat in öffentlicher Sitzung und einstimmig für den Bereich am Heuesch ausgesprochen hatte) und in Holthausen-Biene, wo der Ort noch nicht ausgewählt ist. Und in Schepsdorf.

Oberbürgermeister Krone steht nicht selbst bei den Informationsveranstaltungen vorne. Jedenfalls war dies bei den ersten beiden Veranstaltungen am vergangenen Dienstag im Bürgerhaus Heukamps-Tannen und am letzten Mittwoch im Rathaus so. Das irritiert, weil man auf die Lingener richtig stolz sein durfte: In beiden Veranstaltungen ging es bei sämtlichen Fragen um Integration, Solidarität, Hilfe und Chancen – gänzlich anders als vor 20 Jahren, als bei den Bürgerversammlungen Befürchtungen und Ängste vor dem und den Fremden den Ablauf prägten. Nun, gestehen wir dem OB zu, dass es bei solchen Veranstaltungen wenig pressewirksame Lächelfotos gibt. Wohl deshalb schickt er seinen Ersten Stadtrat samt Entourage und auch der alte Fahrensmann Hermann-Josef Schmeinck musste ran; er ist inzwischen SKM-Chef geworden und seine Organisation betreut in unserem Städtchen seit rund 30 Jahren die Flüchtlinge und das ausgesprochen engagiert und gut.

Inakzeptabel ist es, dass die Standortfragen grundsätzlich hinter verschlossenen Türen besprochen werden. Das nämlich widerspricht den Regeln der Geschäftsordnung des Rates. Sie sieht keine nicht-öffentliche Beratung dieser Fragen vor. Im Auftrag unserer Fraktion Die BürgerNahen (BN) habe ich OB Krone deshalb vor acht Tagen angeschrieben, dafür zu sorgen, dass die Beratungen in den Ortsräten öffentlich stattfindet, also entsprechend der Geschäftsordnung. Geantwortet hat er mir nicht; diskutiert wird jedenfalls nicht-öffentlich (Ausnahme Altenlingen, wo öffentlich und dann auch noch nicht-öffentlich beraten wird). Da haben die Verwaltungsleute wohl Angst vor besorgten Anwohnern. Die Furcht öffentlich Bediensteter ist aber kein Grund, Geschäftsordnungen außer Kraft zu setzen.

Bildschirmfoto 2015-07-05 um 18.32.39Und dann stört, dass die Container im Ortsteil Schepsdorf weit außerhalb im Gewerbegebiet Pöttkerdiek aufgestellt werden. Mit anderen Worten, die 30 Flüchtlinge werden in die hinterste Ecke abgeschoben; die Straße heißt Radberg, und wenn Sie noch 70m weiterlaufen, stehen Sie auf der B213-Umgehungsstraße und werden umgefahren.  Anderer Meinung ist da OB Krone, der den Standort als „mitten im Ortsteil“ bezeichnete, und für die sozialdemokratischen Ratsvertreter war wichtig, dass „da eine Lili-Bus-Haltestelle“ ist, was Krone bejahte. Die LiLi-Anbindung gibt es tatsächlich, allerdings nicht beim Flüchtlingsheim, sondern rund 1,2 km entfernt an der Nordhorner Straße.  Wir von der BN haben daher im Verwaltungsausschuss beantragt, den Standort als ungeeignet zu verwerfen („erschwert die Integration“) und die Schepsdorfer zu bitten, einen besseren Platz auszusuchen. Davon nämlich gibt es mehrere, darunter die alte Wiese des Pfarrer Borgel direkt gegenüber der Alexander-Kirche, den Platz, wo an der Nordlohner Straße bis vor einigen Jahren die Jugendherberge stand, und ein Grundstück am Beginn der Herzforder Straße gegenüber der Kochlöffelzentrale. Der BN-Antrag wurde abgelehnt und heute beschließt nun der Ortsrat Schepsdorf nicht-öffentlich drei Stunden vor der Bürgerinformation den Standort hinten in der Ecke; die SPD wird loben, dass alles zwar nicht optimal aber dort eine Lili-Haltestelle ist, obwohl sie nicht existiert (Guckst Du) und dann wird so beschlossen.

Direkt anschließend werden den Schepsdorfern in einer Bürgerversammlung nähere Einzelheiten zum geplanten Standort „am“ Pöttkerdiek in Schepsdorf vorgestellt. Ich bin gespannt, wie die Schepsdorfer reagieren. Eigentlich erwarte ich, dass sie genauso besonnen sind und Willkommenskultur leben wie die Lingener, die in Heukamps Tannen oder an der Wilhelm-Berning-Straße leben. Warum auch anders. [Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr im Heimathaus Schepsdorf (Alexanderstr. 6)]

(Fotos aus den nichtöffentlichen Ratsvorlage 177/2015 der Stadt Lingen (Ems))

Osterfeuer

5. April 2015

In diesem Jahr finden am Ostersonntag 13 traditionelle Osterfeuer in Lingen statt. Ihr Eindruck trügt sie nicht: Es waren schon mal deutlich weniger. In den Abendstunden können heute folgende Osterfeuer besucht werden:

  • Altenlingen: auf der Ackerfläche an der Straße „Kirchwand“
  • Brockhausen: Ackerfläche an der Straße „Brockhauser Teiche“
  • Brögbern: beim Heimathaus Brögbern an der „Duisenburger Straße“
  • Clusorth-Bramhar: am Parkplatz „Haus der Vereine“ in der „Bramharstraße“
  • Darme: auf der Fläche an der Ecke „Zum Heidhof/Groten Esch“
  • Estringen: am Sportplatz Estringen
  • Holthausen-Biene: an der Straße „Am Gemeinschaftshaus“
  • Hüvede: auf der Ackerfläche „Achterkehrstraße“
  • Münnigbüren: auf der Ackerfläche Ecke „Holzkamp/Brockortstraße“
  • Neuholthausen: auf der Ackerfläche am „Rabergweg“
  • Ramsel: an der „Wiesenstraße“
  • Reuschberge: an der „Teichstraße“ gegenüber dem Emslandstadion
  • Schepsdorf: auf der Ackerfläche „Zum Gut Herzford/Deichstraße“

Osterfeuer

[Osterfeuer Rinaldo Wurglitsch CC Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)]

abgerückt

6. März 2015

Da klittert sich der CDU-Mann Bernd-Carsten Hiebing sein konservatives Weltbild zusammen. Er war es bekanntlich, der sich mit der geradezu boshaften Initiative hervortat, die erfolgreiche Lingener „Gesamtschule Emsland“ in Werner-Remmers-Gesamtschule umzubenennen. Große Empörung war die Antwort. Jetzt ist die Emsland-CDU vom Hiebingschen Vorschlag offiziell abgerückt und versucht sich hinter den kritischen Worten der Familie von Werner Remmers zu versteclen.

Die CDU zitiert Hiebing in einer Presseerklärung mit dieser Begründung: „…mit seinem ideologiefreien Politikverständnis hat [Werner Remmers] die Möglichkeit eröffnet, einzelne Gesamtschulen als zusätzliches Angebot in der Schullandschaft zu etablieren, ohne das dreigliedrige Schulsystem infrage zu stellen“. Allerdings vergießt sie nur Krokodilstränen, wie ein Blick in die Geschichte der Niedersächsischen Gesamtschulen zeigt:

Mit dem Beginn des Schuljahres 1971/72 entstanden in Niedersachsen die ersten Integrierten Gesamtschulen in Braunschweig, Fürstenau, Garbsen, Hannover-Linden, Hildesheim, Langenhagen und Wolfsburg sowie die Kooperativen Gesamtschulen Osnabrück und Neuen- haus. Die damit einsetzende erste Gründungsperiode umfasste die Regierungszeit der SPD-Kultusminister Peter von Oertzen und Ernst Gottfried Mahrenholz. Die ersten 13 Gesamtschulen wurden dabei als Schulversuche geführt. Eine flächendeckende Einführung war nicht geplant.

1976 wechselte die Regierungsmehrheit im Landtag zu einer CDU/FDP-Koalition, die in der 1978 folgenden Landtagswahl bestätigt wurde. Werner Remmers war dann der erste Kultusminister der CDU/FDP-Regierung Albrecht. Zunächst genehmigte er noch die Gründung einiger Kooperativer Gesamtschulen, deren Planung weit fortgeschritten war. Dann aber brachte er ein erstes Gesamtschulmoratorium auf den Weg, das die weitere Gründung von Gesamtschulen bis auf Weiteres verbot. Beinahe bis zum Ende der Regierungsperiode der CDU/FDP-Koalition hatte es Bestand. Schwarzgelb wurde 1990 durch die rot-grüne Schröder-Regierung abgelöst, und man hatte nur ganz am Ende von 14 Jahren Albrecht-Regierung eine einzige neue Integrierte Gesamtschule genehmigt, die IGS Franzsches Feld in Braunschweig. In den folgenden 13 Jahren einer SPD-geführten Regierung verdoppelte sich die Zahl der Gesamtschulen. Dazu zählte 1993 auch die IGS Lingen, die später in „Gesamtschule Emsland“ umbenannt wurde.  Angesichts der weit höheren Nachfrage nach Gesamtschulplätzen auf Elternseite kann man allerdings wohl nur von einer gebremsten Entwicklung sprechen.

1994 stellte das Schulgesetz die Gesamtschulen dann estmals formal mit allen anderen allgemeinbildenden Schulen im Sekundarbereich gleich. Dagegen klagte 1996 die CDU-Landtagsfraktion (!) vor dem Niedersächsischen Staatsgerichtshof in Bückeburg und beantragte festzustellen, dass die rechtliche Gleichstellung der Gesamtschulen mit den übrigen allgemeinbildenden Schulen gegen die niedersächsische Verfassung bzw. gegen das im Grundgesetz festgelegte Recht der Eltern verstoße, über Erziehung und Bildungsgang ihrer Kinder zu bestimmen. Der Staatsgerichtshof wies die CDU-Klage im Kern ab.

Bildschirmfoto 2015-03-06 um 00.09.38Fazit: Die CDU ist gegen Gesamtschulen, weshalb es sie in CDU-regierten Landkreisen nicht gibt (Karte lks). Die Gesamtschule in Lingen ist eine Ausnahme und nur der Kraft und dem Einsatz der damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Elke Müller (Lingen) zu verdanken. Werner Remmers verlautbarte zwar öffentlich, keine grundsätzlichen Einwände gegen die Gesamtschulen zu haben, die ihm, ebenso wie Ganztagsschulen und Freie Waldorfschulen, als Alternative zum dreigliedrigen System durchaus recht zu sein schienen, „sofern auch Eltern dies wollen“. Dieses Statement aber überzeugt im Rückblick nicht, weil Remmers tatsächlich ein Gesamtschul-Moratorium verordnete und die CDU Niedersachsen dies 14 Jahre lang einhielt. Remmers war Teil der Gesamtschule-Blockade der CDU, und wenn er denn eine liberale Schulpolitik wollte, konnte er sie in der Gesamtschulfrage nicht gegen die CDU-Majorität durchsetzen.

Werner Remmers hat also die Gesamtschulen in Niedersachsen blockiert, wenn er auch nach außen als Mann liberaler Schulpolitik auftrat. Der Vorschlag überzeugt daher nicht, die Gesamtschule ausgerechnet nach einem CDU-Politiker im Allgemeinen und nach Werner Remmers im Besonderen zu benennen.

Grundsätzlich ist es aber natürlich richtig, eine öffentliche Bildungseinrichtung nach dem Kulturpolitiker Werner Remmers zu benennen. Daher muss man nach dem CDU-Rückzieher überlegen, ob die Idee unserer Fraktion der BürgerNahen nicht weiterhin richtig ist, die Grundschule an Werner Remmers‘ Wohnort Holthausen-Biene nach dem unkonvemntionellen Querdenker der CDU und langjährigen Kultusminister zu benennen. Die Lehrer der jetzigen „Grundschule Holthausen“ sind nicht dafür; aber das Leben ist ja bekanntlich weder ein  Wunschkonzert noch ein Ponyhof noch gar eine Facebookdiskussionsgruppe….

(Quelle FES)