irgendwie

1. März 2017

mensalingenStudentenwerke fördern hierzulande die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belange der Studenten. Ursprünglich entstanden als studentische Selbsthilfeeinrichtungen, sind sie heute durch Gesetze in den Bundesländern eingerichtet und bspw. in  Niedersachsen als Anstalten des öffentlichen Rechts organisiert. Es gibt folglich auch für Universität und Hochschule Osnabrück ein Studentenwerk, das unter anderem an verschiedenen Standorten eine Mensa betreibt, die den Studenten, Bediensteten und anderen preiswertes Essen anbietet. Bloß bei uns in Lingen ist das Mensa-Angebot ausgesprochen speziell, soll heißen: Es ist löcherig wie der sprichwörtliche Schweizer Käse: Die Mensa auf dem Campus Lingen hat nämlich seit ihrer -verspäteten- Eröffnung im Dezember 2013 in den sogenannten Semesterferien, also der vorlesungsfreien Zeit der Hochschule, geschlossen. Die Studierenden finden dies ganz und gar nicht gut, vor allem weil die vom Studentenwerk betriebene Mensa in Vechta und zwei von drei Essenausgaben in Osnabrück nahezu das gesamte Jahr geöffnet sind. Dabei gibt es am Standort Lingen mit den Dualen Studiengängen einen durchgehenden Lehrbetrieb.

Die ehemalige Geschäftsführung des Studentenwerks wollte trotzdem von einer Verbesserung in Lingen nie etwas wissen. Seit dem 1. Mai 2016 ist nun Alexandra Krone die neue Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück. Ihr „Vorschlag zur Güte“ sollte nun die Studierenden besänftigen, deren damaliger AStA-Vorsitzender Dennis Waldeck schon vor Jahren auf Gleichbehandlung gepocht und in einem Musterprozess die zu zahlenden Sozialbeiträge erfolgreich gerichtlich angegriffen hatte; denn alle Studenten in Lingen mussten für eine Mensa zahlen, die damals aber noch gar nicht vorhanden war.  Im „Testbetrieb“, schlug Frau Krone also jüngst vor, wolle man ermitteln, ob die ganzjährige  Öffnung der Mensa Lingen „wirtschaftlich“ sei.

Also testet das Studentenwerk noch bis Ende dieser Woche die Öffnung der eigenen Mensa auf dem Campus Lingen. Eigentlich aber ist die Mensa gar nicht im Testbetrieb geöffnet. Denn es gibt nur ein „Cafeteria-Angebot“, also gerade kein warmes Mittagessen. So ist zweifelhaft, ob so das vom Studentenwerk selbst definierte Umsatzziel überhaupt erreicht werden kann. Denn der Denkfehler erschließt sich zwanglos: Mit dem Teilverkauf von Brötchen, Kaffee und Pizza kann nicht wirklich ermittelt werden, ob auch das warme Mensaessen ausreichend Absatz finden würde.

Ohnehin: Gäste ohne Studierenden-Ausweis sind in der Campus-Mensa seltsamerweise nicht willkommen, obwohl gerade sie außerhalb von Stoßzeiten und Semesterferien ordentlich den Umsatz ankurbeln könnten. Das ist deshalb unverständlich, weil „Gäste der Hochschule“ (oder auch Studierende, deren Ausweis zu Hause liegen blieb) fast dreifach mehr fürs Essen zahlen dürfen und es keine Mittagsalternative im, am und um den Campus Lingen herum gibt. Den überflüssigen, selbst auferlegten Bann für Gast-Esser gibt es übrigens nicht im benachbarten Münster. Dort informiert das offenbar klügere örtliche Studentenwerk („Studierendenwerk Münster“) bislang:

„Können auch Nichtstudierende in den Mensen und Bistros essen? – Ja, bei uns ist jeder willkommen. Nicht nur, aber auch gerade in der vorlesungsfreien Zeit bietet der Besuch einer unserer 15 Mensen und Bistros allen Gästen echte Alternativen für gesunde und absolut preiswerte Ernährung.“ 

Einstweilen droht offenbar, dass der Campus Lingen in Sachen Mensa weit(er) hinter Steinfurt und Vechta liegt. Allerdings haben wir Lingener noch diese Woche, um den Umsatz in unserer Mensa anzukurbeln, denn beim aktuellen, sog. „Cafeteria-Angebot“ wird -Sie ahnen es, reichlich sinnfrei- nicht zwischen Gast und Studierenden unterschieden. Und sind wir nicht als Lingener irgendwie alle Gäste unserer Hochschule? 

(Foto: Geschlossene Februarmensa in Lingen © milanpaul via flickr)

Was soll riehdschenell Kontext? OK, da bin ich befangen, weil rein beruflich die Gerichtssprache deutsch und nur das Recht der Sorben gewährleistet ist, sorbisch im Heimatkreis zu sprechen. Und auch, weil ich sowieso nicht so stöckchensteif stehen kann, wie die junge Dame Megan, die im CampusTV Lingen die Nachrichten spricht – pardon „moderiert“. Aber sie betont ihre Sätze richtig, wovon sich gleichermaßen die Ems-Vechte-Welle-Praktikanten wie die inzwischen pensionierte westfälische Bahnhofskultsprecherin „Willkommen-in-Münsta“ eine Scheibe (oder auch zwei) abschneiden können. Und sonst CampusTV? Mir isses zu aufgesetzt-seriös. Lach doch mal, Megan!

Wohnungsmarkt

17. September 2014

„Lara, hast Du ne Wohnung?“
„Ja“
„Wo denn?“
„In der Pieperstraße!“

Das Gespräch gab es vorgestern Abend vor Nihat’s Dönerbude in der Schlachterstraße. Aber hat Lingen eigentlich überhaupt eine Pieperstraße? Wie also sieht’s zum Semesterstart der Hochschule Osnabrück in #Lingen eigentlich am Wohnungsmarkt aus? Natürlich mit bezahlbaren Wohnungen und Zimmern.

CampusWohnwagen

(Foto: © robertsblog)

Night of the Profs

20. Mai 2014

night-of-the-profs-22mai-2014

Zwei Frauen

8. Oktober 2012

Dieser Montag ist ein richtig guter Tag für unsere Stadt. Der Hochschul-Campus in der ehem. Lokrichthalle I/II des Eisenbahnausbesserungswerks wird offiziell eröffnet. Es werden sich viele feiern lassen, die nicht für diesen regionalpolitischen Erfolg verantwortlich waren.

Daher ist es Zeit an diese zwei Frauen zu erinnern: Elke Müller (Foto lks) und Helga Schuchardt. Denn „ohne den Einsatz von Frau Müller und der damaligen Wissenschaftsministerin Helga Schuchardt hätten wir 1995 die Fachhochschule in Lingen niemals eröffnen können.““ (Karl-Heinz Vehring, Lingens damaliger Oberstadtdirektor).

Danke, Ihr Zwei!

Night of the Profs

12. Oktober 2011

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