Unterschied

13. März 2017

Olli

1. Februar 2017

Martin Schulz ist mir in lebhafter Erinnerung, als er Anfang 2000 dem Lingener OB-Kandidaten Wilfried Telkämper zur Seite stand und einen fulminanten Auftritt im Rathaus hinlegte (nachdem der Europaabgeordnete im und vor dem Kinder- und Jugendparlament noch icht sprechen durfte). Der Mann macht ja ein bisschen Hoffnung, sich als Wähler wieder der SPD anzunähern. Die heuteshow sieht das offenbar ähnlich. Hier der überzeugende Beleg:

schulz-martin

bildschirmfoto-2017-01-31-um-21-51-55

Riesling

28. April 2012

Inhaltlich hat die Hotelsteuerpartei weiter nichts zu bieten. Aber seit ein paar Wochen ist die PR um die 1,5%-im-Saarland-Partei besser geworden. Die beiden inhaltsleeren Spitzenleute in Schleswig-Holstein und NRW werden von Spiegel&Co als lonesome Cowboys in den Medienhimmel gehoben und jetzt tappen auch die Grünen (und dieser kleine Blog sowieso auch ein bisschen) in die aufgestellte Ponyfalle.

So lesen wir also im FDP-affinen SPIEGEL-online:

„Das Leben ist kein Ponyhof: Vor allem nicht in Wahlkampfzeiten, wenn man – wie die FDP – vor der Fünfprozenthürde zittert oder sich – wie die Grünen – schwindenden Mehrheiten gegenüber sieht. Da werden die Angriffe auf den politischen Gegner schärfer und die gegenseitigen Beschuldigungen ungewöhnlicher.

Und so wurde der FDP-Parteitag am vergangenen Wochenende Zeuge, wie Parteichef Philipp Rösler zum Großangriff gegen die Grünen blies. Alles, was nicht in die grüne Ideologie passt, solle verboten werden, kritisierte er: Plastiktüten, Heizpilze, Zigarettenwerbung, Süßigkeitenwerbung, Ponywerbung.

Bei den Anwesenden brach Verwirrung aus, die sich jedoch rasch aufklärte: Rösler hatte offensichtlich das Verbot von Ponyreiten auf Jahrmärkten im Kopf gehabt – eine Initiative, die die Bremer Grünen in den Bundesrat bringen wollen. Statt „Verbot von Ponyreiten“, wie im Manuskript stand, sagte er „Verbot von Ponywerbung“. „Rösler hat sich leicht vergaloppiert“, sagt ein FDP-Sprecher. Kleine Ursache, große Wirkung.

Denn darauf wollen es die Grünen nicht beruhen lassen und stellen jetzt klar: „Wir wollen weder Ponys verbieten noch die Werbung für sie. Wir fordern ja nicht mal ein Verbot der FDP!“ Seit Freitag…“
(hier gehts im FDPPR-Artikel weiter)

So geht’s, Freunde. Jede/r schmunzelt und gleichzeitig wird geschickt eingefädelt: Eine (in Wahrheit sterbenslangweilige) Röslerrede mit einem angeblichen („vergaloppierenden“, haha) Versprecher, die 2%-Partei zittert gleich vor 5% (so schreibt man hoch, was hochgeschrieben werden soll…) die Grünen schwinden, Verwirrung „klärt sich rasch“,  im anzuklickenden youtube-Video wird NRW-Lindner sofort am Anfang genannt, die Links im Spiegel-Artikel sind wohl gesetzt.

Ach ne, das alles ist durchschaubare Propaganda für die einstige Pünktchenpartei, die sich wohl ebenso wie die Linke überlebt hat, und da hilft nur ein bisschen Heuteshow. Das ist wenigstens klares, ätzendes Kabarett mit brüderlem Ecstasy im Riesling…