Doppelherz / Iki Gönlüm

12. Oktober 2018

Am 9. November erscheint das neueste Album von Herbert Grönemeyer „Rumult“. Leidenschaftliches Plädoyer gegen engstirnige Heimat-Debatten: Herbert Grönemeyer singt seinen neuen Song „Doppelherz / Iki Gönlüm“ auf Türkisch und Deutsch. Den zugehörigen Videoclip zeigen wir als Premiere.

DER SPIEGEL schreibt: „Das ist ein starkes, politisches Statement für kulturelle Vielfalt – in der Seele, wie auch im Lande. Und eine leidenschaftliche Absage an die zurzeit immer engstirniger und populistischer geführten Debatten um Heimat und Identität. Grönemeyers Lied, das orientalische Rhythmik mit Hip-Hop- und R&B-Beats verschränkt und den deutschtürkischen Kreuzberger Sänger Andac Berkan Akbiyik alias BRKN als Gastrapper aufbietet, will dazu animieren, mit den vielen kulturellen Einflüssen und Eindrücken, die jeden von uns umgeben, tanzen zu gehen – und dabei auch das vermeintlich Fremde als neu und aufregend zu umarmen. So, wie die Braut im Videoclip (Regie: Zoran Bihac), die sich am Ende buchstäblich den Sprung ins frische Wasser traut.“

Mich begeistert das und ich sehe geradezu diese miesepetrigen Miesepeter, die zwar nichts gegen allerlei Liedgut-Anglizismen haben, aber wegen einiger Zeilen türkischer Sprache (mit kurdischem Akzent!) Tumult machen 😜. Also, bitteschön:

Matthias Claudius

21. Januar 2015

Heute vor 200 Jahren starb Matthias Claudius, deutscher Dichter und Journalist beim damals deutschlandweit bekannten „Wandsbecker Bothe“ (bis 1879 noch mit „ck“ geschrieben, heute: Wandsbek)

Sein „Abendlied“ („Der Mond ist aufgegangen“; Vertonung  Johann Abraham Peter Schulz) gehört zu den bekanntesten Gedichten der deutschen Literatur. Seine intensiv empfundene Verskunst ist weiterhin zeitgemäß – hier in der Interpretation von Herbert Grönemeyer, der es erstmals vor 12 Jahren auf seiner Mensch-Tour spielte. In Lingen (Ems) ist die Matthias-Claudius-Schule im Stadtteil Heukamps Tannen nach dem großen Deutschen benannt.

Der Mond ist aufgegangen,

Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar

Der Wald steht schwarz und schweiget
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar

Seht ihr den Mond dort stehen
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön

So sind wohl manche Sachen
Die wir getrost belachen
Weil unsre Augen sie nicht sehn

So legt euch denn ihr Brüder
In Gottes Namen nieder
Und kalt ist der Abendhauch

Verschon uns, Gott, mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen,
Und unsern kranken Nachbarn auch

Mondistaufgegangen