recht geschmackvoll

6. April 2018

Heute vor 100 Jahren veröffentlichte der „Lingener Volksbote“ einen Beitrag über die Osterfeiertage und schrieb darin :

„Viel beachtet wurde während der Festtage ein im Schaufenster der Buchhandlung R. van Acken ausgestellte Gruppenbild: ‚Helden der Heimat‘. Dasselbe zeigt die sorgfältig ausgeführten und recht geschmackvoll zusammengestellten Photographien von 21 Kriegern aus der katholischen Schulgemeinde Lingen, die im Weltkriege den Heldentod erlitten haben.“

( no comment )

Heldentod

16. Februar 2018

Neues in der Rosemeyer-Saga, auf die jetzt die überregionalen Medien aufmerksam werden. Die taz berichtet ausführlich:

„BREMEN taz | Im emsländischen Lingen regt sich Widerstand. Dort plant der Bauunternehmer Heinrich Liesen ein Museum, das sich dem gebürtigen Lingener Bernd Rosemeyer widmen soll. Der war in der NS-Zeit nicht nur ein berühmter Rennfahrer, sondern auch Mitglied der SS – und das bereits seit 1932. Rat und Verwaltung haben deutlich jegliche Unterstützung für das Museum abgelehnt, anschließend an eine ebenso deutliche öffentliche Stellungnahme des Lingener Vereins Forum Juden-Christen – das private Museum soll dennoch kommen, spätestens Anfang 2019 soll es eröffnen.

Bernd Rosemeyer starb jung, im Alter von 28 Jahren, im Januar 1938 bei einem Weltrekord-Versuch auf der Reichsautobahn Frankfurt–Darmstadt bei Mörfelden-Walldorf. Der Tacho seines Wagens zeigte eine Geschwindigkeit von fast 430 Stundenkilometern an.

Ein Heldentod, der von den Nazis gebührend ausgeschlachtet wurde: Tausende erwiesen dem Rennfahrer die letzte Ehre, eine Abordnung der „Leibstandarte SS Adolf Hitler“ hielt die Mahnwache.

Hitler und Himmler…“

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