Rettung

7. Juni 2019

Europa muss das Sterben im Mittelmeer beenden. Nicht irgendwann, sondern in diesem Jahr. Es wird ein europaweiter Verteilmechanismus für die aus Seenot Geretteten als politische Notlösung gebraucht. Die große Hilfsbereitschaft von Städten, Kommunen und Bürgern muss endlich voll genutzt werden. Hierfür hatten sich am Dienstag der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando in einer gemeinsamen Erklärung ausgesprochen. Diese Initiative erfährt jetzt parteiübergreifend Unterstützung. Robert Habeck, Henriette Reker, Ruprecht Polenz und Gesine Schwan greifen zusammen mit Geistlichen aus Deutschland und Schweden den Palermo-Appell auf.

Der Ratsvorsitzende der EKD besuchte auf Sizilien die Crew der Sea-Watch 3 und dankte den Seenotrettern für ihre Arbeit. Gemeinsam mit Leoluca Orlando forderte Bedford-Strohm im Palermo-Appell eine staatliche Seenotrettung, einen europäischen Verteilungsmechanismus und das Ende der Kriminalisierung der Retterinnen und Retter

Auszug aus dem Appell:

Gemeinsam mit vielen Verantwortlichen aus Kommunen, Kirchen und der Zivilgesellschaft meinen wir:

1. 2019 darf nicht zu einem verlorenen Jahr für die Seenotrettung im Mittelmeer werden.
2. Die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung muss ein Ende haben. Jetzt!
3. Seenotrettung muss auch eine staatliche Aufgabe bleiben. Was ist aus der europäischen Seenotrettung geworden? Deutschland sollte hier ein Zeichen setzen und Schiffe entsenden!
4. Wir brauchen noch in diesem Sommer eine politische Notlösung, einen vorübergehenden Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge. Viele Städte und Kommunen in Europa wollen „Sichere Häfen“ sein! Lassen wir das Realität werden!
5. Wir brauchen in der EU eine „Koalition der Willigen“, die jetzt handelt. Und eine zukunftsfähige Migrationspolitik entwickelt. Denn Menschen ertrinken lassen oder in die Lager Libyens zurückschicken, kann keine Option für Europa sein.

Palermo-Appell vom 3. Juni 2019

Diesen Appell unterstützen mit einem Video die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Ruprecht Polenz (CDU), Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Gesine Schwan (SPD), Aktivisten und Aktivistinnen von SeaWatch und Seebrücke sowie Geistliche aus Deutschland und Schweden.

„Lieber…

4. Juni 2015

…Robert Koop,

Sie hatten einmal ein taz-Abo. Und dann nicht mehr. Es gibt ja viele Gründe, sich von einem Zeitungsabonnement zu  trennen. Natürlich hoffen wir, dass Sie der taz auf andere  Weise verbunden geblieben sind.

tazHeute möchten wir Sie auf eine besondere Möglichkeit hinweisen, die taz wieder ein paar Tage lang zu testen: Während des Evangelischen Kirchentages, der heute in Stuttgart eröffnet wurde, bieten wir die aktuelle taz bis Montag als taz-ePaper zum Ausprobieren an.

Sie fragen sich: Was hat die taz mit dem Kirchentag zu tun? Anlässlich seiner Eröffnungsrede in Stuttgart forderte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm eine neue „Kultur der Verbindlichkeit“ ein. Man muss nicht konfessionell gebunden sein, nicht einmal an Gott glauben, um diese Forderung zu teilen.

Die taz-Redaktion hat ihre Extraseiten zum Kirchentag in diesem Jahr in die Hände von elf jungen AbsolventInnen der Panter Workshops gelegt. Das zeugt von Vertrauen in den
journalistischen Nachwuchs, aber auch von der hohen Qualität unserer Nachwuchsarbeit. Die gemeinnützige taz Panter Stiftung ist eines von vielen engagierten Projekten, das von LeserInnen der taz getragen wird. Denn wir glauben an Verbindlichkeit und wir vertrauen in allem der solidarischen Methode. Das ist unser roter Faden. Und wir würden uns freuen, wenn Sie mit dem kostenfreien ePaper testweise mal wieder anknüpfen würden.

Und so geht es: Ab dem Vorabend können Sie jeweils das aktuelle ePaper kostenfrei ohne Zugangscode herunterladen. Es gibt es zwei Wege:

Im Internet: Auf www.taz.de/testausgabe finden Sie die aktuelle Ausgabe der taz in vielen unterschiedlichen Formaten. So können Sie die taz auf praktisch jedem Computer, Tablet oder Smartphone lesen.

Mit der taz App: Über eine taz-App für Android- oder Apple-Geräte erhalten Sie das ePaper, indem Sie innerhalb der App „Testausgabe laden“ wählen.

Besonders möchten wir Sie auf das ePaper vom Samstag hinweisen. Da erscheint unsere taz.am wochenende. Denn wenn Sie mögen, können Sie unser Wochenend-Magazin auch länger ausprobieren: mit dem Testabo „10 Wochen taz.am wochenende“ für nur 10 Euro. Sie können hier: www.taz.de/methode bis zum 15. Juni dieses Angebot bestellen. Die Wochenend-taz kommt dann zu Ihnen nach Hause – auf Papier.

Wir freuen uns auf Sie!
Beste Grüße aus Berlin

Redaktion und Verlag der taz“

Ich finde, das ist ein interessantes Angebot, und daher poste ich es gern in diesem Blog. Meine verehrte Leserschaft darf ich dabei gern darüber aufklären, dass mein taz-(Print)Abo mich -wohl postfachbedingt- leider stets erst mit 24 Stunden Verspätung erreichte. Deshalb meine Abo-Kündigung vor einiger Zeit; denn nichts ist so langweilig wie die Zeitung von gestern. Dass die taz eine der wirklich wichtigen deutschen Tageszeitungen ist, versteht sich bekanntlich von selbst.