Jahresrückblick Gysi-Schmidt

31. Dezember 2017

Es gibt diese Momente, in denen nicht nur ich die “Late Night-Show” von und mit Harald Schmidt vermisse. Am zweiten Weihnachtsfeiertag war es wieder soweit. Da zeigte n-tv seinen “ganz pointierten Jahresrückblick”, bei dem Harald Schmidt zusammen mit Gregor Gysi auf das Jahr 2017 zurückblickten. Tatsächlich lieferten die beiden einen wunderbaren Mix aus platten Pointen, gepflegten Gehässigkeiten und intelligenten Spitzfindigkeiten – stets garniert mit einer Prise Medienkritik.

Guckst Du die beiden Meinungsstarken mit Doppelklick unten und komm nachher gut rein in das Neue Jahr und vor allem -dies mein Wunsch- besser wieder raus…

keine

23. April 2016

In unserem Städtchen gibt es ja gar keine Bahnansagen mehr. Wir im Emsland sind eben schon zufrieden, wenn überhaupt ein Zug kommt. Dabei ist dieser Satz eine gute Grundlage, einmal mehr an den legendären Satz von Harald Schmidt [für die Jüngeren: Das ist sozusagen der deutsche Jan Böhmermann senior] zu erinnern, der da lautete: Zwischen Rheine und Leer hält er nicht mehr!]

Aber jetzt widmet sich endlich eine eigene Facebook-Seite den schönsten Ansagen aus dem Zug-Cockpit. Jetzt schon ein Fall für einn Thementag  im Goethe Institut.

Screen-Shot-2016-04-20-at-14.44.33 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.53 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.24 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.09 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.41.56 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.41.43 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.42.56 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14
Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.38 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14

Siruprückblick

7. Juli 2015

Schlecky Silberstein schwelgte gestern über Sirup und Rückblick: „Harald Schmidt war ja bereits im Sommer seiner Karriere ein Mensch, den man auch öffentlich mögen durfte – völlig untypisch für die deutsche Medienlandschaft. Wenn jetzt noch die romantische Verklärung der Retrospektive dazu kommt, dann steigert sich die Verehrung ins Sexuelle…“ [mehr]

Orakel

12. Mai 2014

Flotte PR-Aktion der Bahn: „Kuh-Orakel, Mops-Orakel, Büro-Orakel, Wasserutschen-Orakel – und alle in dem 30-sekündigen Spot wollen den Weltmeister 2014 herausfinden. Die vorzeitige Gewissheit über den großen Gewinner am Zuckerhut hat nämlich für Bahncard-25-Kunden einen attraktiven Vorteil: Wer beim Kauf einer Sieger-Bahncard den Weltmeister richtig tippt, erhält ein zusätzliches Jahr Laufzeitverlängerung.“ Jetzt muss nur noch unsere Emslandlinie von der Bahn tatsächlich zuverlässig bedient und befahren werden und es nicht mehr -in Abwandlung einer Weisheit von Großmeister Harald Schmidt– heißen: Zwischen Rheine und Leer fährt er nicht mehr….

Frei für alle

14. März 2014

Die letzte Harald-Schmidt-Show von gestern Abend:

„Großer Twitter-Sport“

28. Februar 2014

Bildschirmfoto 2014-02-28 um 09.16.47
(Einfach drauflos klicken, bitte) [via @oswaldmartin]

Miss

19. September 2011

Harald Schmidt ignorierte unser Lingen mit dem legendären, wenn auch falschen (Eisenbahn-)Satz: „Zwischen Rheine und Leer hält er nicht mehr!“. Günther Jauch hat nun die Emsmetropole in den Himmel der Quizöffentlichkeit gehoben. Und das kam mit dieser -richtig beantworteten- Frage:

gefunden bei Marc2704

Harald

2. August 2011

Gefunden im Marketing-Blog:

„Es gab Zeiten, da haben alle großen Stars dieser Welt mal mindestens ein oder zwei Singles (für die Jüngeren: früher stand dieses Wort weniger für alleinstehende Menschen als vielmehr für kleine Schallplatten, die wiederum die Vorgänger von CD´s waren, welche es früher vor den MP3 Downloads gab) für den deutschsprachigen Markt in Deutsch aufgenommen. Was keine schlechte Idee war, denn damals wie heute ist Deutsch die meist gesprochene Sprache in Europa (mal als Hinweis an die Keynote-Speaker von all den trendy Companies, die PK´s gerne mal in english vor deutscher Audience abhalten).

Eine längst vergessene Weise von Johnny Cash hat Harald Schmidt ausgegraben:

„Wo ist Zuhause, Mama?“

(Original: Five Feet High and Rising)

Und damit wirbt er jetzt viral für seine Rückkehr zu SAT1 und „Die Harald Schmidt Show“.

Ich find es gelungen.“

Ich auch – beides, den von Frank Herold so herrlich-schön getexteten Blogbeitrag und  Harald Schmidt sowieso

Lünne

23. Juni 2009

tn_wohn_see_03„Am (Sonntag) 28. Juni 2009 veranstalten die Architektenkammern Niedersachsen und Bremen den 14. „Tag der Architektur“. Zum dritten Mal kooperieren die Architektenkammern Niedersachsen und Bremen, um Bauherren und Architekturinteressierten insgesamt 116 Objekte von Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten vorzustellen. In insgesamt 58 Orten haben ausgewählte Projekte – dazu zählen private Wohnhäuser, Schulen, Kindergärten, Gewerbebauten, Garten- und Parkanlagen – zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Die Besucher können sich direkt vor Ort ihr eigenes Bild von der Architektur machen. Architekten sind anwesend und beantworten sämtliche Fragen zur Planung und Realisierung.“ So kündigen die Architektenkammern ihren TdA an.

Mir fallen dazu drei Punkte ein und auf:
Erstens gibt es nur ein einzelnes Bauwerk im Landkreis, das am Sonntag beim „TdA“ präsentiert wird. In Lünne haben vor zwei Jahren die Architekten Stephanie Löning und Jürgen Schwegmann (B-Werk Architekten+Innenarchitekten, Spelle) ein eingeschossiges Wohnhaus am Lünner See 77 für die Bauherrn Martina  und Michael Roling errichtet (Foto). Es besteht aus einem Schlafbereich sowie einem Wohn-, Koch- und Essbereich mit zum See ausgerichteter Glasfassade und vorgelagerter Terrasse. Das Gebäude gliedert sich in den weiß geputzten höheren Wohnbereich und den grau geputzten niedrigeren Schlafbereich mit Carport und Nebengebäude. Ein Holzweg verbindet die Wohnhausterrasse mit der am Ufer gelegenen Seeterrasse. Führungen am „Tag der Architektur“ finden um 11, 14 und 16 Uhr  statt.

Zweitens ist Lingen schon traditionell unter den präsentierten Bauwerken nicht vertreten (s. 20082007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001); in diesem Jahrzehnt gab es in neun Jahren überhaupt nur zwei Auftritte, 2005 und 2002. Und so denke ich an die Bilder dieser Lingener  Zweckarchitektur, die achselzuckend von der Bauverwaltung zu Beginn vieler Sitzungen des Lingener Planungs- und Bauausschusses präsentiert wird. Meist heißt es durch Stadtbaurat Lisiecki: „Der Bebauungsplan lässt das zu.“ Irgendjemand von der CDU setzt dann reflexhaft hinzu, wie wichtig es doch sei, dass „der Bauherr dafür Geld in die Hand nimmt“. Und das war’s dann. Zusammen reicht es den Protagonisten als Qualitätskriterium, und ich empfinde zunehmend, wie sehr im Rathaus  ein Hochbauarchitekt fehlt, der eine Vorstellung davon hat, wie Lingen gestaltet werden und aussehen soll. Amtsvorvorgänger Nikolaus Neumann war so einer und der ist angesichts mancher architektonischer Fehlgriffe  inzwischen einfach aus Lingen geflüchtet.

Jüngstes Beispiel: Zwei Bauvorhaben im sensiblen Innenstadtbereich zwischen Schlachterstraße und Elisabethstraße. Drei Kneipen sollen entstehen, fast ohne Wohnraum, aber mit Garage und in Buntputz. Architektonisch anspruchslos, nicht zeitgemäß aber auch  ohne Rücksicht auf regionale Bautradition, auf die Nachbarhäuser und auf das Gesamtensemble. Billigbauten – so mein Eindruck. Gut, dass der Ausschuss die Verwaltung um Stadtplaner Lisiecki aufforderte, mit den Bauherren nachzuverhandeln. 

Drittens muss ich an Entertainer Harald Schmidt denken: „Zwischen Rheine und Leer hält er nicht mehr!“  sagte Schmidt, als er einst in seiner SAT1-Show über das Emsland kalauerte. 2009 ist das Emsland auf der interaktiven Karte des Tag der Architektur insgesamt ein weißer Fleck. Tatsächlich ist der Architekturzug offenbar in diesem Jahr gar nicht erst ins Emsland gefahren – ausgenommen Lünne. Schade, denn pfiffige Architekten gibt es doch auch bei uns.

(Foto: © B-Werk, Spelle)