Kicker, Kult und Co.

22. Mai 2013

DJK_Siegerurkunde_1932Kicker, Kult und Co.

Osnabrück – Diözesanmuseum am Dom

Noch bis 03.11.2013 
jeweils dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr

„50 Jahre Bundesliga – doch was war zuvor? Dieser Frage nähert sich das Diözesanmuseum Osnabrück für das Gebiet des Bistums Osnabrück in der gestern eröffneten Ausstellung „Kicker, Kult und Co.„.

Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts gab es eine heute kaum mehr vorstellbare Vielfalt der Fußballanbieter: Neben dem DFB und seinen Gliederungen sowie der katholischen Deutschen Jugendkraft (DJK) waren dies das evangelische Eichenkreuz, die Arbeiter-Sportbewegung und die jüdischen Sportvereine. Eine Vielfalt, die mit der Gleichschaltung des Sports durch die Nationalsozialisten ein jähes Ende fand. Die Sonderausstellung beleuchtet diese facettenreiche weltanschaulich-religiös geprägte Fußballlandschaft mit besonderem Blick auf die DJK.

Die von der DFB-Kulturstiftung Theo Zwanziger unterstützte Ausstellung wurde am 7. Mai in Anwesenheit von Weihbischof Theodor Kettmann, dem Mannschaftskapitän des VfL Osnabrück Paul Thomik, und DFB-Ehren-Vizepräsident Karl Schmidt eröffnet. Der frühere Nationalspieler Schmidt, der zwischen 1955 und 1957 neun Mal unter Sepp Herberger für die Nationalmannschaft auflief, erinnerte an die großen Zeiten des VfL Osnabrück und seines damaligen Nationalspielers Hans Haferkamp. „Wer hat schon noch persönliche Erinnerungen an diese Zeit und weiß, wie der Fußball damals gespielt wurde, lange vor Bundesliga und Champions League?“, so Schmidt. „Die Fußballfans in Osnabrück und Umgebung können jetzt ihre Fußball- und Lokalgeschichte neu entdecken.“

Auch die frühe Geschichte des VfL Osnabrück und seiner vier Vorläufervereine ist Teil der Ausstellung. Daran mitgewirkt hat die Initiative VfL-Museum, die derzeit keine regelmäßig geöffneten Präsentationsräume, jedoch eine sehenswerte Sammlung zusammengetragen hat. Auch die Osnabrücker Fans haben mitgewirkt.

Übrigens: Heute vor 80 Jahren  wurde die Bremer Brücke eröffnet – das Fußballstadion in Osnabrück. Der erste Spatenstich war am 21. November 1931 erfolgt. Auf einem Wiesengelände an der Brücke der Eisenbahnlinie nach Bremen – ‚Bremer Brücke‘ – entstand in 18 Monaten ein Stadion mit 9.000 Stehplätzen. [mehr…]

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(Bild: © Diözesanmuseum. Die abgebildete Eintrittskarte stammt aus dem
Niedersächsischen Landesarchiv – Staatsarchiv Osnabrück)