J’ADORE

29. Juli 2015

J'ADOREJ‘ADORE
Simon Fujiwara, Luis Jacob, Felix Kultau, Michaela Melián, Kim Nekarda, Claus Richter, Matthew Ronay, Willem de Rooij, Susanne M. Winterling, Haegue Yang / Peter Lütje
Lingen (Ems) – Kunst/-Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sa 01.08. – So 20.09.2015
Eröffnung Fr 31.07.2015 um 19.00 Uhr

Eine Hommage ist ein öffentlicher Ehrenerweis, meist auf eine berühmte Persönlichkeit, der man sich verpflichtet fühlt. Oft stehen die Urheber einer Hommage selbst in der Öffentlichkeit. Als Hommage werden vor allem alle Verweise gesehen, die im Rahmen eines künstlerischen Werks gegeben werden und jemanden hervorheben, dem eine Künstlerin oder ein Künstler besondere Anregungen für sein Werk verdankt oder auch den oder die er aus anderen Gründen bewundert. Im Mittelalter verstand man unter Hommage eine feierliche Zeremonie, bei der Feudalpächter oder Vasallen ihre Lehnstreue gegenüber dem Lehnsherren bekundeten. Es handelte sich dabei um eine symbolische Bestätigung des Vasallenvertrags, der zwischen zwei freien Männern geschlossen worden war. Dabei versicherte der Vasall dem Lehnsherren, dessen Mann (franz. homme) zu sein. Eine letzte öffentliche Hommage feudalen Ursprungs fand 1953 bei der Thronbesteigung Elizabeth II. statt.

Die internationale Gruppenausstellung J‘adore lädt national und international bekannte Künstlerinnen und Künstler dazu ein, auf künstlerische Art und Weise eine Hommage zu formulieren. Es bleibt ihnen jeweils frei überlassen, gegenüber wem sie eine Huldigung ausdrücken möchten und in welchem Medium sie dabei arbeiten.

Lob

10. Juli 2012

Sie erinnern sich womöglich an die Ausstellung von Haegue Yang (und Rivane Neuenschwander)  im vergangenen Jahr in der Lingener Kunsthalle. Im vergangenen Herbst präsentierte die Kunsthalle Lingen Werke der 42jährigen Künstlerin, darunter die Jalousie-Installation „Escaping Transparency“ sowie zum ersten Mal aus Jalousien bestehende befahrbare Skulpturen „Dress Vehicles“ (beide 2011) gezeigt. Über den Köpfen der Betrachter schwebte die Installation „Escaping Transparency“.

Die Werkgruppe von Papiercollagen („Trustworthies“) von Haegue Yang wächst seit 2010. Die Arbeit besteht aus den bedruckten Innenseiten von Briefumschlägen und besitzt daher eine eher schlichte Materialbeschaffenheit, die aufgrund ihrer Komposition vielseitige Assoziationen ermöglicht. Besonders entsteht der Eindruck einer landschaftlich wirkenden, horizontalen Komposition, der mit der Auswahl der Papiercollagen entsteht.

Unter dem Ausstellungstitel „Voice and Wind“ zeigte Haegue Yang ihre Werke 2010 im New Museum in New York sowie ihre umfangreiche Einzelausstellung „Arrivals“ 2011 im Kunsthaus Bregenz. Eingeladen war sie bei Modern Art Oxford sowie im Aspen Art Museum in den USA und sie präsentierte die Ausstellungen „Teacher of Dance“ und „The Art and Technique of Folding the Land“ sowie auch die 2er Ausstellung „The Sea Wall“ mit dem verstorbenen Künstler Felix-Gonzalez Torres in Arnolfini, Bristol.

Und jetzt sind die Werke der in Berlin und Seoul lebenden Südkoreanerin Teil der Documenta (13) in Kassel, der größten Ausstellung zeitgenössischer Kunst weltweit. Das Kunstmagazin Monopol präsentiert in seiner Juli-Ausgabe seine „Top Ten“ der diesjährigen Documenta (13) in Kassel. Mittendrin Hageue Yang und die Einschätzung, sie werde die Documenta entscheidend prägen. Ein Lob an Lingens Kunsthallendirektorin Meike Behm für die faktische, auf d13 vorausschauende Ausstellung ist fällig.

Escaping Things and Words

13. Oktober 2011

Kunstverein Lingen – Kunst-/Halle IV Kaiserstraße
Rivane Neuenschwander, Haegue Yang
Escaping Things and Words

Im Wasserturm
Michael Beutler

15. Oktober bis 18. Dezember 2011
Eröffnung der Ausstellung Freitag, 14. Oktober 2011, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr ab 10 bis 17 Uhr, Do bis 20 Uhr, Sa u. So 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen

Kostenlose Führung durch die Ausstellung jeden Sonntag um 15.30 Uhr
Kostenloser Eintritt und Führung durch die Ausstellung jeden Donnerstag um 18.30 Uhr

„Die Kunsthalle Lingen präsentiert Werke der international bekannten Künstlerinnen Rivane Neuenschwander(geb. 1967 in Belo Horizonte, Brasilien) und Haegue Yang (geb. 1971 in Seoul, Korea) im Dialog miteinander, die bereits in internationalen Ausstellungen wie der Venedig Biennale, Sao Paulo Biennale, sowie in zahlreichen renommierten Institutionen vertreten waren. Die künstlerische Arbeit ebenso von Rivane Neuenschwander als auch von Haegue Yang charakterisiert eine poetisch-sinnliche Formensprache, die Dingen und Wörtern entgeht. Der Ausgangspunkt für beide Künstlerinnen sind offensichtlich nicht medienbezogene Anliegen oder formale Belange.

Rivane Neuenschwander berührt in…“

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Nachtrag: Bericht in ‚Hallo Niedersachsen‘, NDR