GB wählt

8. Juni 2017

Heute wählen die Briten ihr neues Unterhaus. Hier der engagierteste Beitrag in diesem Wahlkampf.

Vorschau

18. April 2017

Nur damit Sie wissen, was 2017 außer Erdoğan, Neuwahlen in Großbritannien und Schulz-Effekt noch so kommt: Zum Beispiel Weihnachten! Hier der erste Trailer für den neuen Starwarsfilm, der dann rechtzeitig ab 15. Dezember in den Kinos zu sehen ist.

 

schwer und intensiv

29. Juni 2016

Bachmannpreis16Der Schriftsteller Burkhard Spinnen eröffnet heute den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann von ihrer Geburtsstadt Klagenfurt (Kärnten) gestiftet und wird seit 1977 jährlich während der mehrtägigen Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur verliehen.  Spinnen war sieben Jahre lang Juryvorsitzender des Lesewettstreits und hält unter dem Titel „Grand Tour durch das Nähkästchen eines Veteranen oder: 15 Mal Bachmann-Preis“ die traditionellen Klagenfurter Rede zur Literatur.

Die Tage der deutschsprachigen Literatur im österreichischen Klagenfurt sind der bedeutendsten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Sie  finden in diesem Jahr bis zum 3. Juli statt und feiern gleich zwei Jubiläen: 2016 wäre nämlich die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann 90 Jahre alt geworden, und der nach ihr benannte Preis wird 2016 zum 40. Mal vergeben. 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Serbien, Türkei, Israel und der Schweiz lesen bis kommenden Samstag um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis, der am 3. Juli vergeben wird.

Die Zuhörer selbst können via Internet den Publikumspreis in Höhe von 7.000 Euro vergeben. Außerdem vergibt 3sat, der werbefreie Gemeinschaftssender von ZDF, ORF, SRG und ARD, an „ein vielversprechendes Talent aus dem Kreise der zum Klagenfurter Wettbewerb eingeladenen Autorinnen und Autoren“ den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis.

Direkt nach Burkhard Spinnens Eröffnungsrede wird übrigens die Le­sereihenfolge der eingeladenen Autorinnen und Autoren ausgelost. Alle sich in den folgenden Tagen anschließenden Lesungen überträgt 3sat live bzw. per Livestream: Am Donnerstag (30.6.) und Freitag (1.7.) jeweils von 10.00 bis 15.30 Uhr, am Samstag (2.7.) von 10.00 bis 14.00 Uhr. Die Schlussdiskussion mit der Preisverleihung zeigt 3sat am kommenden Sonntag von 11.00 bis 12.00 Uhr. Beim Wettbewerb zugelassen sind übrigens ausnahmslos unveröffentlichte deutschsprachige Prosatexte mit einer maximalen Lesedauer von 25 Minuten.

Eine der im Wettstreit  lesenden Autoren ist in diesem Jahr die in Osnabrück lebende, in Hannover geborene Ada Dorian. Die studierte Literaturwissenschaftlerin liest auf Einladung der Jurorin Hildegard E. Keller.  Ada Dorians Romandebüt „Betrunkene Bäume“ erscheint 2017 bei Ullstein.

Ada Dorians Texte sind schwer und intensiv, schreibt der NDR. Sie sei kein Fan der Heiterkeit, erklärt die 34jährige über sich selbst und sagte dem NDR: „: „Ich würde mich selbst als optimistische Melancholikerin bezeichnen. Ich glaube, dass meine Texte ganz viel Mut machen, aber inhaltlich rückwärtsgewandt sind und sehr nachdenklich. Sie werden in meinen Texten keine Explosionen und keine Witze finden.“ Im Vorfeld der Veranstaltung hat die Niedersächsin wie die anderen Kandi­daten eine persönliche Visitenkarte in Form eines rund 2-minütigen Videoporträts eingereicht.

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Fußspuren

8. Februar 2014

Bildschirmfoto 2014-02-08 um 07.31.20Erneut macht das britische Dorf Happisburgh Schlagzeilen. Happisburgh hat nicht einmal 1500 Einwohner und liegt an der Nordseeküste der britischen Grafschaft Norfolk. Zuletzt vor drei Jahren brachte es die Gemeinde gar in die Hauptnachrichtensendung des chinesischen Fernsehens, nachdem die Archäologen die Überreste der ältesten menschlichen Siedlung in Nordeuropa entdeckt hatten.

Jetzt fanden die britischen Archäologen nach eigenen Angaben „die ältesten menschenlichen Fußspuren außerhalb von Afrika“.  49 Abdrücke insgesamt, die den Weg einer Familie zeigen, deren Angehörige zwischen 93 Zentimetern und 1,73 Metern groß waren.

Hier geht es zum aktuellen Blogbeitrag von  Nicholas Ashton, Kurators des British Museum in London.  Auch SPON und dieser Youtube-Film berichten.

Schönes Lünne 11

21. Mai 2012

The Independent , eine der vier großen britischen Morgenzeitungen , berichtete in ihrer Sonntagsausgabe, dass Großbritannien aus der Schiefergas-Förderung mit Hilfe von “Fracking” aussteigt:

“The Government has rejected shale gas technology as a solution to Britain’s energy crisis, conceding it will do little to cut bills or keep the lights on.”

Grund dafür sind neue Erkenntnisse über die potentiell förderbaren Gasmengen. Diese wurden von den Unternehmen bislang als “sehr groß” oder “gewaltig” bezeichnet. Nach aktuellen Erkenntnissen würden die förderbaren Gasmengen aber nicht nennenswert zur Energiesicherheit beitragen können.

Sicher seien dafür die Risiken der Gasförderung mit Fracking. Erste Experimente in Blackpool wurden nach spürbaren  Bodenerschütterungen eingestellt. Das Unternehmen Cuadrilla leugnete erst jeden Zusammenhang. Studien konnten das Gegenteil dann aber nicht nur nachweisen; sie  zeigten auch, dass die sensible Verrohrung auf Höhe des Frackings beschädigt wurde.

Auch in Deutschland versprechen Unternehmen wie ExxonMobil “große Gasvorkommen”, die sie mittels Fracking fördern wollen. Belege dafür gibt es bislang nicht. Immer wieder werden als Beleg Zahlen der Internationalen Energieagentur zitiert, die aber  für die USA, Polen und Großbritannien etwa 80 Prozent überhöhte Werte angeben hatten. In Deutschland sollen im Juni Schätzungen des Bundesamtes für Geologie und Rohstoffe zu den Potentialen unkonventioneller Gasvorkommen vorgestellt werden.

Quellen: PM der BI Gegen Gasbohren unter Hinweis auf Government backtracks on fracking – Green Living – Environment – The Independent.

Thatcherismus

9. August 2011

Albrecht Müller schreibt in den NachDenkSeiten:

„Es wäre zu einfach, die in Großbritannien sichtbare Gewalt und die Plünderung einfach auf die schlimmen sozialen Verhältnissen zurück zu führen. Da kommt einiges zusammen. Aber die so genannte Eiserne Lady hat mit der Zerstörung des Zusammenhalts, mit dem Predigen von ökonomischem Egoismus und der Kommerzialisierung aller Lebensverhältnisse, mit der systematischen Schwächung der Arbeitnehmerschaft und damit der weiteren Trennung der britischen Gesellschaft in oben und unten den Boden für die Gewaltwelle bereitet.

Wenn Millionen Menschen nichts mehr zu verlieren haben, dann haben sie auch bei der Anwendung von Gewalt nichts zu verlieren, meinen sie. Da kann die britische Innenministerin noch so viel mit staatlicher Gegengewalt drohen.

Weil wir Thatchers Wahnsinn bei uns und in vielen anderen Ländern übernommen haben, bleibt …“

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