Rosa Luxemburg

5. Februar 2019

Am 15. Januar 1919 ermordeten rechte Angehörige der Garde-Kavallerie-Schützen-Division in Berlin die sozialistischen Politiker Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Hundert Jahre nach diesem grausamen Mord erzählt jetzt ein ARTE-Film („Rosa Luxemburg – Der Preis der Freiheit“) von Leben und Idealen der Sozialistin Rosa Luxemburg. Heute, wo Populisten ihre nationalistischen Ansichten immer lauter kundtun, ist die Zurückbesinnung auf die humanistischen Wurzeln unserer Europäischen Kultur von großem Interesse.

Neben Karl Liebknecht gilt Rosa Luxemburg als wichtigste Repräsentantin internationalistischer und antimilitaristischer Positionen in der SPD. Anfang des 20. Jahrhunderts, als kaum Frauen studierten, gehörte sie zu den wenigen promovierten Akademikerinnen in Deutschland und war zugleich eine der wenigen Frauen in der aktiven Politik. Ihre leidenschaftliche Kapitalismuskritik war der Motor ihres revolutionären Tuns. Hundert Jahre nach dem grausamen Mord an Rosa Luxemburg erzählt die Dokumentation von dem Leben und den Idealen der großen Sozialistin.
Ihre berühmte Aussage „Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden“ hat schon die Proteste der Bürgerbewegung der DDR inspiriert und bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Der ARTE-Film führt an die wichtigsten Lebensorte von Rosa Luxemburg, zeigt im animierten Graphic-Novel-Stil Zeichnungen der jungen britischen Künstlerin Kate Evans unterschiedliche Lebensphasen der Revolutionärin. Erzählungen zahlreicher Persönlichkeiten wie der Regisseurin Margarethe von Trotta, der Historiker Jörn Schütrumpf und Holger Politt, der polnischen Kunsthistorikerin Dorota Sajewska, der brasilianischen Biografin Isabel Loureiro und der Politiker Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi liefern einen detaillierten Einblick in das facettenreiche Leben der mutigen großen Dame der sozialistischen Bewegung. In Zeiten, in denen Populisten in Europa und der ganzen Welt ihre nationalistischen Ansichten immer lauter kundtun, sind Luxemburgs Bestrebungen von hohem Interesse und erinnern an die humanistischen Wurzeln der europäischen Kultur.

 

(Foto: Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Jahresrückblick Gysi-Schmidt

31. Dezember 2017

Es gibt diese Momente, in denen nicht nur ich die “Late Night-Show” von und mit Harald Schmidt vermisse. Am zweiten Weihnachtsfeiertag war es wieder soweit. Da zeigte n-tv seinen “ganz pointierten Jahresrückblick”, bei dem Harald Schmidt zusammen mit Gregor Gysi auf das Jahr 2017 zurückblickten. Tatsächlich lieferten die beiden einen wunderbaren Mix aus platten Pointen, gepflegten Gehässigkeiten und intelligenten Spitzfindigkeiten – stets garniert mit einer Prise Medienkritik.

Guckst Du die beiden Meinungsstarken mit Doppelklick unten und komm nachher gut rein in das Neue Jahr und vor allem -dies mein Wunsch- besser wieder raus…

Gregor Gysi legt den Vorsitz der Linksfraktion nieder. Zum Abschied hält er eine Rede zum Tag der deutschen Einheit, präsentiert er dem Parlament seine Wünsche und schließt Frieden mit Gegnern. Eine bescheidene, eine große Rede.

Prophet

5. Juli 2015

Griechenland stimmt heute ab. Hierzulande ist die Meinung zu den Hellenen eindeutig. Allerdings beeindruckt, mit welcher Desinformation und Propaganda die bundesdeutschen Medien in der Griechenlandfrage agieren. Über die brutalen Folgen von fünf Jahren Austeritätspolitik für die Griechen erfährt man hierzulande nicht viel, oder wissen Sie, dass ein Drittel der Griechen inzwischen keine Krankenversicherung mehr hat? Das berührt 85% hierzulande offenbar nicht.

An diesem Wochenende habe ich einen aktuellen Redemitschnitt von Gregor Gysi (Die Linke) im Netz gefunden. Kernsatz: „Man kann einen Kontinent nicht über Geld einen“. Wie ein Prophet und mit geradezu verblüffender Klarheit skizzierte Gregor Gysi am 23. April 1998(!) im damals noch in Bonn tagenden Deutschen Bundestag, welche Folgen die bevorstehende Euro-Einführung für Europa haben werde. An manchen Stellen glaubt man tatsächlich, die Rede wäre am 1. Juli 2015 gehalten. Guckst Du:

[mehr und Quelle (mit dem Redetext aus dem Bundestagsprotokoll und einer aufschlussreichen Kommentardiskussion) ]

Gysi

25. November 2013

Sie erinnern sich an die Ströbele-Rede zum NSA-Skandal, die ich vor einer Woche hier veröffentlicht habe. Meine Quelle Ronny ergänzt  jetzt:

„Zur NSA-Affäre. Vor dem Bundestag. Der war gut, aber Gysi war am selben Tag zum selben Thema – genau genommen – noch sehr viel besser. Allein, ich kam bisher nicht dazu. Jetzt der Vollständigkeit wegen aber. Kennt Ihr eh alle schon. Egal.

Und, Gregor, lass Dich mal drücken.“

Da schließ ich mich drückend an. Gern!

Nicht schlecht, Gregor Gysi.

4. September 2013

Nicht schlecht, Gregor Gysi. Der hat nämlich im Bundestag „mal wieder eine ordentliche Rede gehalten“ (Fefe).

Gregor Gysi

18. November 2011

Preisrätsel für interessierte Lingener:
Suchen und entdecken Sie ihn, damit Sie die Frage beantworten können: Was halten Sie von Gregor Gysi?