Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm „Körper und Seele“ („Teströl és lélekröl“) von Ildikó Enyedi. Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven am Samstagabend in Berlin bekannt. Der Film ist eine stille und zärtliche Erzählung über zwei Außenseiter, die durch ihre Träume zueinander finden. Maria und Endre arbeiten in einem Schlachthaus in Budapest. Zaghaft gehen sie aufeinander zu und stellen verwundert fest, dass sie nachts die gleichen Träume haben. In diesen treffen sie sich – als durch den Wald laufende Hirsche. Vorsichtig versuchen sie, diese Annährung in die Wirklichkeit zu überführen. Der Film ist, schreibt rbb24, „schräges Kunstkino“ und sicherlich die ungewöhnlichste Liebesgeschichte des diesjährigen Berlinale-Wettbewerbs. Mir gefallen schlicht die einzigartigen, gleichermaßen ruhigen wie klaren Bilder.

Ungarn holte übrigens den Goldenen Bären zuletzt vor 42 Jahren. Die Regisseurin Márta Mészáros gewann im Jahr 1975 die Trophäe für ihren Film für „Die Adoption“.

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Die Bären 2017

GOLDENER BÄR: „Körper und Seele“ („Teströl és lélekröl“) von Ildikó
Enyedi (Ungarn)
SILBERNER BÄR, GROSSER PREIS DER JURY: „Félicité“ von Alain Gomis
(Frankreich)
SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE: „Die andere Seite der Hoffnung“
(„Toivon tuolla puolen“) von Aki Kaurismäki (Finnland)
SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DARSTELLERIN: Kim Min-hee in „On the
Beach at Night Alone“ („Bamui haebyun-eoseo honja“) von Hong Sang-soo
(Südkorea)
SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN DARSTELLER: Georg Friedrich in „Helle Nächte“ von Thomas Arslan (Deutschland)
SILBERNER BÄR FÜR HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG: Dana Bunescu
für den Schnitt von „Ana, mon amour“ von Calin Peter Netzer
(Rumänien)
SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH: Sebastián Lelio und Gonzalo
Maza für „A Fantastic Woman“ („Una Mujer Fantástica“) von Sebastián
Lelio (Chile)
SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DOKUMENTATION (neu): „Ghost Hunting
(„Istiyad Ashbah“) von Raed Andoni (Frankreich/Palästina/Schweiz)
ALFRED-BAUER-PREIS: „Pokot“ von Agnieszka Holland (Polen)
BESTER ERSTLINGSFILM: „Summer 1993“ („Estiu 1993“) von Carla Simón
(Spanien/Katalanien, ab 11 Jahre)
GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: „Kleine Stadt“ („Cidade
Pequena“) von Diogo Costa Amarante (Portugal)
SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: „Träumerei in der Prärie“
(„Ensueño en la Pradera“) von Esteban Arrangoiz Julien (Mexiko)


(Quellen: rbb24; FAZ) Mehr…

Goldener Bär

21. Februar 2016

Der italienische Dokumentarfilm Fuoco a Mare („Fire at sea“) von Gianfranco Rosi hat den Goldenen Bären der diesjährigen Berlinale bekommen. Ein Film zum Nachdenken und Innehalten, also zu etwas, was zwar nicht aus der Mode gekommen ist, aber wenig Aufmerksamkeit erhält. Hier der Trailer.

 

Die Bären

18. Februar 2013

Die Bären der Berlinale 2013:

Goldener Bär für den besten Film: „Child’s Pose“ (Poziţia Copilului) von Călin Peter Netzer

Silberner Bär für beste Regie: David Gordon Green für Prince Avalanche

Silberner Bär für die beste Hauptdarstellerin: Paulina García in Gloriavon Sebastián Lelio

Silberner Bär für den besten Hauptdarsteller: Nazif Mujić in An Episode in the Life of an Iron Picker (Epizoda u životu berača željeza) von Danis Tanović

Silberner Bär für das beste Drehbuch: Jafar Panahi für Closed Curtain (Pardé) von Jafar Panahi und Kamboziya Partovi

Silberner Bär für herausragende künstlerische Leistung: Aziz Zhambakiyev für die Kamera in Harmony Lessons (Uroki Garmonii) von Emir Baigazin

Alfred-Bauer-Preis: „Vic+Flo haben einen Bären gesehen (Vic+Flo ont vu un ours) von Denis Côté

Großer Preis der Jury: An Episode in the Life of an Iron Picker (Epizoda u životu berača željeza) von Danis Tanović