Stadtbild I

3. Mai 2011

Werberummel ohne Ende. Lingen(Ems) im 21. Jahrhundert.

Fällt Ihnen auch auf, mit welch atemberaubenden Geschwindigkeit die Lingener Innenstadt und auch sonst viele Lingener Straßen mit zusätzlicher (und völlig überflüssiger) Werbung zugemüllt und zugestellt werden? An den Ausfallstraßen werden immer noch Großwerbeanlagen platziert.  Nahezu jeder Laden hat inzwischen diese völlig überflüssigen, quer zur Fassade angebrachten Transparente, immer mehr stellen „Stopper“ auf Fußweg und Straße, präsentieren  Stoff- und Papierwerbung vor der Tür  und jetzt werden auch die Schaufenster zugeklebt.

Rechts das neueste Beispiel:  Elisabethstraße 9.  Direkt gegenüber ist der Haupteingang des Rathaus. So heimelig zugeklebt präsentiert sich Lingen im Zentrum.

Vor einer Woche in der Nachbarstadt Nordhorn habe ich wieder einmal  festgestellt, wie wohltuend die dortige zurückhaltende Werbung wirkt. Jedem Lingener  empfehle ich , sich die Nordhorner Straßen anzusehen. Man erkennt, es geht auch anders, als sich dem dynamischen Lassemamachen zu unterwerfen.  Hier, in unserem „Städtchen“ (Süddeutsche Zeitung) ist das anders – unter der Verantwortung des Oldenburger Stadtbaurats und seines völligen Desinteresses an städtischer Gestaltung.

Ja, werter Herr L., Sie schaffen es mit ihrer schnoddrigen Gleichgültigkeit wirklich, das Lingener Stadtbild und damit die Stadtgestaltung als unsere erlebbare Umgebung bis auf weiteres zu ruinieren, in nur acht Jahren Amtszeit – gut zwei Jahre davon kommen leider noch.

(Foto: (C) Lingen_Fehler via twitter.com)